
Genau gestern von 250 Jahren, am 4. Juli 1776, verabschiedete der Kontinentalkongress in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung der 13 Kolonien von Großbritannien. Es war die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika. Als nach Texas ausgewanderter Deutscher, der in den USA inzwischen eingebürgert ist, blicke ich auf die nationalen Feierlichkeiten mit besonderer Ergriffenheit. Die Stimmung im kleinen Ort Castroville, gerade mal 25 Autominuten von unserem Wohnsitz entfernt, war absolut beeindruckend. Was die knapp 3000 Einwohner zum diesem besonderen Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung dieses Jahr auf die Beine gestellt haben, zeigt, wie tief hierzulande Heimatliebe und gesunder Patriotismus verwurzelt sind.
Es war keine professionell organisierte Parade mit für viel Geld herausgeputzten Umzugswagen. Einfach jeder, der wollte, konnte im Zug mit dabei sein. Und das waren so viele, dass es über eine Stunde dauerte, bis der Konvoi an uns vorbeigezogen war! Natürlich war die gesamte Strecke gesäumt von Zuschauern, die applaudierten, jubelten, ihren Nationalstolz zeigten und eine tolle Stimmung verbreiteten. Hier zeigte sich das, was in Deutschland immer nur beschworen wird, aber in Wahrheit gar nicht existiert: Echte Vielfalt – aber in Gemeinschaft und Gemeinsamkeit. Alle fühlen sich als stolze Amerikaner und sind Teil etwas Größeren.

Anders als in den Großstädten und den Megashows war diese 4th-of-July-Party hier in der texanischen Provinz nichts Phänomenales, nichts Gigantomanisches. Es waren die Menschen, die die Feierlichkeiten zu etwas Besonderem machten und für die es eine Herzensangelegenheit war, mit dabei zu sein – ob im Zug oder am Straßenrand. Es ist eine intakte, bodenständige Welt, wie man sie alleweil in den USA und insbesondere in Texas erlebt – und das nicht nur an solchen Tagen wie dem heutigen. Deshalb möchte ich es nochmal laut ausrufen: God bless the USA! God bless Texas!
Für mich ist es ein Privileg, hier dabei sein zu können – als Bürger dieses Landes. Ein Land, in dem Patriotismus keine Schande ist; ein Land, dessen Bürger voller Stolz die Farben ihrer Flagge tragen; ein Land, in welchem die ungehinderte freie Rede oberstes Prinzip ist; ein Land, in dem nicht die Regierung ihren Bürgern Rechte gewährt oder einräumt, sondern in dem der Bürger der Regierung Grenzen setzt. Diese großartige Demokratie, die seit einem Vierteljahrtausend – trotz aller Höhen und Tiefen und Licht und Schatten – noch immer Leuchtturm der Freiheit und Sehnsuchtsziel unzähliger Menschen weltweit ist, ist eines der größten Erfolgsmodelle der Geschichte. God bless the United States of America!
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7 Kommentare
Was für ein Erfolg!
Gesetzlicher Urlaubsanspruch? Keiner!
Mutterschutz? Keiner!
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Keine!
Kündigungsschutz? Keiner!
Bezahlbare Gesundheitsvorsorge? Keine!
Lebenserwartung? Geringer!
Risiko, einer Gewalttat zum Opfer zu fallen? Immens!
Staatsverschuldung? Gigantisch!
Freiheit? Wer´s glaubt! Nur für Reiche, die sich Politik und Justiz kaufen!
Der „Amerikanische Traum“ ist schon längst nur noch ein Alptraum für den Normalbürger in den USA.
God bless the United States of America!
Der Erfolg der USA liegt m.M.n. vorallem in den 10 Zusatzpunkten der amerikanischen Verfassung (BILL OF RIGHTS) !
Schon das Ursprungsdokument „Unabhängigkeitserklärung“ hat politische Sprengkraft aber die BILL OF RIGHTS macht die Leute erst wirklich zum Souverän über sich selbst!
Hier:
Unabhängigkeitserklärung und Grundrechtskatalog auf Deutsch!
https://constitutioncenter.org/media/files/German-Constitution-8-19.pdf
Findet selbst herraus was hier in Europa und v. a. der EU falsch läuft!
Hänge Du mal eine Flagge von
Deutschland vors Haus.
Die Reaktionen wären verblüffend.
Die USA sind und bleiben eine zusammengewürfelte Gesellschaft ohne Bindung. Ein Volk hat gemeinsame Vorfahren, eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Sprache aus der Vergangenheit entwickelt und eine gemeinsame Mentalität, die im gemeinsamen Geschmack und Eßgewohnheiten gipfelt. Von den 250 Jahren seines Bestehens führte es 238 Kriege und hat sich alles, was es besitzt, zusammengeraubt. Es spricht nicht mal Oxford-Englisch. Es vernichtete die Ureinwohner und zeigt keine Aufarbeitung. Ich sah bei meinem Besuch dort nur größere Kriminalität und dickere Menschen als hier. Es fehlt an Ästhetik sowohl in der Architektur (man schaue nur auf diese schauerlichen Brücken in Key West). Wir waren Weihnachten dort-ein fürchterlicher Kitsch überall. Statt Europa nachzueifern und sich in europäische Ethnien wieder zu zerteilen, machen sie mit ihrer Medienmacht Europa kaputt mit ihrer nichts bringenden Einwanderungspolitik. Als wir in Hamburg wieder aus dem Flugzeug stiegen, war klar, daß wir nie wieder dorthin fahren werden. Mittlerweile haben wir Hamburg verlassen müssen, weil wir uns fremd fühlen. Die Amerikaner sind dumm gemacht. Das sieht man bei dem Foto mit der dicken gelben Ente auf dem Auto.
Zumindest hätten die europäischen Amis alle Kontinentfremden zurückschicken sollen. Noch wäre ja Zeit.
Ja? Wirklich?
Nun,das nennt man Freiheit!
Sowas passt hörigen Staatsapparatschicks natürlich nicht!
Yes, God bless America! Ich liebe dieses Land.
Hoffentlich feiern die Amis schön. Ist ja ihr letztes Jubiläum. Jetzt, wo sie sich offiziell zum Arschwimpel von Judd ben Scheisshaus gemacht haben… .