Aber sicher doch: Deutschland so sicher wie nie…

Kriminalität in Deutschland (Foto:Imago)

Wenn sich in bröckelnden ideologischen Regimes das Volk von der doktrinären „Veröffentlichkeit“ abwendet und intuitiv zu einer ganz anderen Wahrnehmung der Wirklichkeit gelangt, als es Regierende und ihre Hofmedien gerne hätten, dann wird dies  krampfhaft mit kognitiver Verzerrung erklärt: Die Menschen nähmen die Situation viel schlechter wahr, als sie eigentlich ist, erklären die Theoretiker dann: Statistiken und amtliche Verlautbarungen zeigten doch ein ganz anderes, entspannteres Bild! Der Blick durch dieses Wunschkaleidoskop der herrschenden Staatutopisten führte etwa in der Endphase der DDR dazu, dass die Wandlitz-Greise die Welt nicht mehr verstanden, als ihr doch sozialistisch wunschlos beglücktes Volk hunderttausendfach in Leipzig und anderswo auf die Straße ging und seinen Unmut bekundete; die eigene Propaganda hatte doch etwas ganz anderes erzählt!

Etwas ganz ähnliches erleben wir derzeit wieder: Seit Jahren steigt in Deutschland, nach weitläufiger Eigen- und Fremdeinschätzung, die Zahl der Gewaltverbrechen. Dies ist keine Wahrnehmungsstörung, sondern eine bittere Tatsache, die wohl niemand ernsthaft leugnen kann, der in diesem Land mit offenen Augen durchs Leben geht. Dennoch wird uns seit langem – gehäuft, seit die „Raute des Schreckens“ mit ihrer Willkommenspolitik 2015 die Schleusen öffnete und im Zuge der Flüchtlinswelle eine unbekannte Zahl an Gefährder, Gewalttätern und Schwerkriminellen ins Land ließ – verklickert, Deutschland werde immer sicherer – gestützt durch kriminologische Erhebungen. Wahr ist, dass frühere Hauptdeliktgruppen wie Wohnungseinbrüche infolge immer ausgereifterer digitaler und „smarter“ Sicherheitstechnik zurückgehen und der demographische Wandel ebenfalls eine Rolle spielt; doch die wachsende Zuwandererkriminalität alleine bedingt bereits ein wachsendes Unsicherheitsgefühl, dem auch durch statistische Relativierungen nicht abzuhelfen ist.

Trügerisches Unsicherheitsgefühl?

Genau dies aber wird gerade wieder krampfhaft versucht: Nach einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) sollen die Sorgen der Deutschen von einer Zunahme der Kriminalität in den vergangenen fünf Jahren angesichts der tatsächlichen Lage unbegründet hoch sein: „62 Prozent gehen von einer Zunahme aus, 26 Prozent sehen sogar eine starke Zunahme„, zitieren die Zeitungen der Funke-Mediengruppe aus dem „Monitor Sicherheit„. Gut ein Drittel der mehr als 3.000 Befragten für die Analyse hat demnach zudem große oder sehr große Angst, Opfer von Betrug im Internet zu werden. Die Sorge Opfer von Wohnungseinbruch, Diebstahl oder Gewaltverbrechen zu werden, liegt jeweils bei rund 15 Prozent. Laut der Studie mit dem Titel „Wenn es Nacht wird in Deutschland“ unter der Leitung des Soziologen Jochen Roose sähen Frauen in der Kriminalität ein größeres Problem als Männer, und ältere Menschen mehr als jüngere. Man beachte die Wortwohl: Sie „sehen“ Probleme – die, so soll hier wohl suggeriert werden, gar nicht da sind?

Ähnlich gilt dies für den Unterschied von Ost- und Westdeutschland. „In Ostdeutschland betrachten 71 Prozent Kriminalität als sehr großes oder großes Problem, während es in Westdeutschland mit 66 Prozent etwas weniger sind.“ Ein Problem also auch hier, das nur als ein solches betrachtet wird. Während sich laut KAS-Studie die Menschen in der Regel im eigenen Zuhause sicher fühlen, seien „öffentliche Plätze und öffentliche Verkehrsmittel dagegen Orte, an denen sich mehr als ein Drittel abends und nachts eher oder sehr unsicher fühlt“. Sie fühlen sich also nur unsicher und sind es nicht?

Genau das will man uns hier offenbar weismachen: Die Macher der KAS-Studie verweisen laut dts geradezu triumphierend darauf, dass die Wahrnehmung wachsender Kriminalität „in deutlichem Kontrast zur Polizeilichen Kriminalstatistik“ stehe. Denn: „Die von der Polizei registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner sind in den vergangenen Jahren rückläufig„. So ein Glück. Dann ist ja alles gut! Oder doch nicht?

Statistisches Valium

Was in den letzten Jahren tatsächlich rückläufig ist, ist die Aussagekraft der Polizeistatistik – denn die erfasst nur die zur Anzeige gebrachten Straftaten. Hohe Dunkelziffern – auch  infolge der in manchen Regionen oder Stadtquartieren bereits existierenden rechtsfreien Räume („No-Go-Areas“ sowie einer stellenweisen katastrophalen Unterpräsenz von Polizeistreifen) – messen den amtlichen Zahlen eine immer weniger realitätsgetreue Aussagekraft bei. Es ist so ähnlich wie mit verurteilten Straftätern, deren Zahl im Verhältnis zu den erhobenen Anklagen aufgrund überforderter Gerichte unverantwortlich gering ist (in Berlin wird nur ungefähr die Hälfte der Angeklagten verurteilt). Wenn also weniger Straftaten erfasst und weniger Täter verurteilt werden, kann man den sich daraus statistisch ergebenden Rückgang natürlich als „Erfolg“ werden und mit akademischem Hochmut milde über das Stammtischvolk lächeln, das sich zu Unrecht über steigende Kriminalität Sorgen macht. Es ist wie Valium zur kontrafaktischen Volksbeschwichtigung.

So wie hier: Allen Ernstes behaupten die KAS-Studienautoren, die „deutliche Zunahme“ der Kriminalität, die von den Befragten der Studie unterstellt werde, sei „sehr unwahrscheinlich“. Wer ans beste Deutschland aller Zeiten glaubt, dem muss dies vermutlich so vorkommen. Wie sangen die Toten Hosen? „Es kommt die Zeit, in der das Wünschen wieder hilft„…

4 KOMMENTARE

  1. Die meißten Statistiken fallen unter das Motto: Wünsch dir was! Die Straftaten sind zurück gegangen, einige davon, gleichzeitig sind die schweren Straftaten wie schwere Körperverletzung, Angriffe mit Messern, Vergewaltigungen, Gruppenvergewaltigungen stark gestiegen. Von denen widerum der Anteil der nichtdeutschen Täter bzw. die mit Migrationsvordergrund signifikant höher ist. Aber wer liest und versteht schon Statistiken? Da wird mit Prozenten hantiert und wer versteht heute noch was von Prozentrechnung? Wenn von Prozenten die Rede ist muß man als erstes die Frage stellen: Wie viel Prozent von was? Aber allein damit sind die meißten schon überfordert oder wie Otto mal vor Jahren sagte: Vier von zehn Menschen verstehen nichts von Prozentrechnung. Das sind fast siebzig Prozent!!!!

  2. um Statistiken zu lesen, sind 2 Dinge notwendig:
    1. Kenntnis über Statistische Technik
    2. Kenntnis über die Datenquellen, die zu Grunde gelegt werden
    Wer eines dieser Dinge vermissen läßt, wird unvermeidlich für Nestwärme halten, was nur die Reibungshitze beim über den Tisch gezogen ist !
    Leider zeigt sich immer wieder in Deutschland, das die meisten diese Grundlagen vermissen lassen und deshalb von Politik und Wirtschaft nach Kräften hinter die Fichte geführt werden können – und noch stolz darauf sind !
    Und das gilt für jedes Gebiet !

  3. Die Statistiken werden so zurecht gebogen wie es past.Bei uns wurden schon des Öfteren Frühmorgens Frauen die auf dem Weg zur Arbeit waren, am Bahnhof zusammen geprügelt von „Männern mit arabischen Erscheinungsbild“ um sie auszurauben. Laut Statistik ist aber der Rechtsradikalismus die größte Gefahr. Was auch immer damit gemeint ist.

  4. Das Einzige was sicher ist, ist die Steuer und der Tod. Wird immer gefordert. Für mich ist eines ganz sicher. Noch nie war die Menschheit, so blind wie heute.Ich weiss, ich bin ein nerviges Anuslein. Mir doch egal. Was aber genau so sicher ist, ist die Tatsache, dass sich Dinge wiederholen können und auch werden.

    Dialektik, benutzt um die grösst mögliche Verwirrung und Verunsicherung zu erzeugen, war schon immer ein probates Mittel, die Masse auf Spur zu bringen. Aber es sind die kleinen Dinge, die man gerne übersieht. Immer, in der verfluchten Geschichte der Menschheit, kam ausgerechnet in Zeiten der völligen Orientierungslosigkeit, ein „Heilsbringer“ fast wie aus dem Nichts auf die Bühne des Welttheaters.

    Es gibt ihn schon. Er wartet nur noch auf den richtigen Moment, wo er sich, wie unzählige vor ihm, mit List und Tücke an die Macht bringt. Ein Hurensohn, der noch verdorbener ist, als sein Vorgänger mit dem Schnäuzer und der Scheiss-Frisur. Die Protagonisten, die sich gerade wichtig tun, sind alles Blindgänger. Die Voraussetzungen, die er braucht, sind Kenntnisse in militärisch-politisch-religiösen Belangen. Ein Charismatiker. Ich wette meinen faltigen Hintern, dass es derjenige sein wird, der „Vorerst gescheitert“ ist. Er hat alle Merkmale eines skrupellosen Psychopathen. Seine Herkunft, sein Stammbaum entspricht genau dem, was in den alten Schriften über ihn geschrieben steht.

    Es ist nur noch eine Frage von kurzer Zeit, bis die Menschen so zermürbt, hoffnungslos und hilflos sind. Dann werden die Dinge wieder genau so werden, wie sie schon immer geworden sind. Und ich oute mich jetzt mit dem Satz, oder Vers, der alt-ehrwürdigen Bibel. 2. Mose Kap. 15, Vers 26. Kann jeder selber nachschlagen, oder auch nicht. Ich persönlich habe nur ausgezeichnete Erfahrungen damit gemacht. Drum bin ich ja auch ein Ungeimpfter und werde es auch bleiben, Was auch immer noch geschehen mag. Ich spucke dem Teufel ins Auge. Wie sagte Motörhead? „Just cos you got the power. That dont mean, you got the right. Kiss my ass.

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