Aber sicher doch: Youtuberin Maria Popov leugnet linksgrüne Schlagseite von ARD und ZDF

Aber sicher doch: Youtuberin Maria Popov leugnet linksgrüne Schlagseite von ARD und ZDF

Youtuberin Maria Popov (Foto:ScreenshotYoutube)

Jüngst trat die YouTuberin Alicia Joe in Eva Schulzes Podcast „Deutschland 3000“ des “Norddeutschen Rundfunks“ (NDR) auf. Dabei sprach sie auch kurz davon, dass die öffentlich-rechtlichen Medien etwas mehr in die „progressive oder linke Richtung“ tendierten; Kkin ganz neuer Vorwurf, und Alicia Joe war auch nicht die Erste, die ihn erhob. Zur Einordnung: Sie ist nicht mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbunden und äußert sich gelegentlich auch konservativ, will aber nicht ganz aus dem Mainstream ausscheren und produzierte wohl deswegen eine tendenziöse Dokumentation über rechte YouTuber. An dieser Stelle soll es auch nicht weiter um Alicia Joe gehen, sondern um Maria Popov. Diese ist vor allem für das öffentlich-rechtliche YouTube-Angebot „Funk“ tätig, wie zum Beispiel im Format „Auf Klo“. Aktuell moderiert sie „Das letzte Gespräch?“.

Auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlichte sie einen Clip, der noch nicht einmal zwei Minuten lang ist und die These entkräften soll. Wie dünn ihre Argumente sind, wird auch daran ersichtlich, dass sie Soundeffekte einspielt, die ihre Gegnerin der Lächerlichkeit preisgeben sollen. Sie wendet sich gegen das Schlagwort „linksgrünversifft“, das Alicia Joe aber gar nicht in den Mund genommen hat. Man sieht schnell, dass Popov selbst nicht die glaubwürdigste Kronzeugin ist, um den Linksdrall im öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzustreiten. Das jedenfalls merkt man, wenn man ihre sonstigen Beiträge auf Instagram durchforstet. So bezeichnet sie sich als lesbisch, gibt aber an, als junge Frau einige Zeit lang in Beziehungen mit Männern gelebt zu haben, weil sie „heteronormativ sozialisiert“ wurde. An anderer Stelle bezeichnet sie sich als asexuell. Was sie meint, wenn sie sagt, dass sie nur Frauen und nicht-binäre Personen datet, wird ebenfalls nicht klar. Schließlich kann sich ein Mann ja auch als nicht-binär identifizieren. Wie sie diesen Widerspruch auflöst, bleibt ihr selbst überlassen. Wer anfängt, sein Beziehungsleben mit Fachbegriffen zu erklären, ist vermutlich links.

“Rechte Gewalt bedroht uns alle“

In einem anderen Beitrag äußert sie sich zum jüngsten Song „Keine Angst“ von Danger Dan, den dieser nicht in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ aufführen durfte, da er als Befürwortung von Gewalt verstanden werden konnte. Immerhin distanzierte sie sich noch von der im Song propagierten Methode „Doxxing“ (also dem Offenlegen von Adressen, Klarnamen oder anderen privaten Daten) im “Kampf gegen Rechts”. Auch warnte sie davor, dass der Auftritt von der Springer-Presse instrumentalisiert werden könne. Ihr Fazit lautete aber: “Rechte Gewalt bedroht uns alle. […] Gerade heute braucht es den Mut zur Irritation und klaren antifaschistischen Botschaften. Sonst machen wir Rechten keine Angst, wir geben ihnen das Gefühl, dass ihr Druck wirkt.

Erst vor wenigen Monaten erinnerte Popov an den Brandanschlag von Solingen von 2024, bei dem eine bulgarisch-muslimische Familie starb. Diesen stellte sie als rechtsextremen Mord dar. Dabei kam das Gericht, das den Täter zu lebenslanger Haft verurteilte, eben gerade nicht zu diesem Schluss: Beim Täter aufgefundene Gegenstände mit rechtsextremem Bezug wurden nicht ihm, sondern seinem Vater zugeordnet. Und die tote Familie war wohl nur ein Kollateralschaden. Der Täter hatte das Haus vermutlich nicht aus rassistischen Gründen angezündet, sondern um sich an seiner früheren Vermieterin zu rächen. Denn er selbst hatte dort zuvor gewohnt, musste die Wohnung aber nach einem Streit verlassen. Und nicht zuletzt gendert Popov in dem kurzen Clip – womit sie natürlich ihre linksgrüne Gesinnung verrät. Sich einfach mal für 100 Sekunden auf die Zunge zu beißen, war wohl doch zu schwierig. Selbst Islamisten kriegen Taqiyya besser hin.

Unstreitiger Bias-Befund

Nochmal eine kurze Zusammenfassung der Fakten: Natürlich ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk linksgrün (ob linksgrünversifft, ist subjektiv Bewertungssache). Das zeigt am deutlichsten die Befragung der ARD-Volontäre aus dem Jahr 2020, die zu 92 Prozent linksgrün wählten. Man kann hier berechtigterweise anmerken, dass sich allein vom journalistischen Nachwuchs nicht auf alle Redakteure schließen lässt. Allerdings sieht man an der Berichterstattung, dass die politische Verteilung auch unter den älteren Semestern zumindest nicht grundsätzlich anders aussehen kann. Tatsächlich gibt es keine Studie, die die politischen Vorlieben unter allen Mitarbeitern von ARD und ZDF erfasst, sehr wohl aber eine Studie, die Journalisten aus allen Bereichen (Print, Online, TV) befragt hat. Die Befragung der TU Dortmund kam 2024 zu dem Ergebnis, dass der deutsche Journalismus zu 82 Prozent linksgrün tickt – also nur eine moderate Abweichung von den oben genannten 92 Prozent. Unter den Volontären waren die Grünen noch stärker vertreten, die älteren Jahrgänge tendieren etwas stärker zur SPD.

In den fünf großen Talkshows von ARD und ZDF machen AfD-Politiker nur 5,5 Prozent aller geladenen Gäste im laufenden Jahr 2026 aus – obwohl die Partei laut aktuellen Umfragen über 30 Prozent der Sitze im Bundestag für sich beanspruchen könnte. Wann immer in den Sendungen von ARD und ZDF ein Politiker vor die Kamera trat, aber als zufällig befragter Passant vorgestellt wurde, ohne dass seine Parteizugehörigkeit Erwähnung fand, handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Vertreter des linksgrünen Lagers. Und erst vor wenigen Wochen erschien eine Studie, die mit KI-Unterstützung die Kommentare der ARD-“Tagesthemen” analysierte und untersuchte, wie stark sie mit dem aktuellen Programm der jeweiligen Partei übereinstimmten. Es zeigte sich, dass die Meinungsbeiträge oft auf Linie von SPD, Grünen und Linken lagen.

Methodische Fragwürdigkeiten

Um das Offensichtliche abzustreiten, verlässt sich Popov – natürlich – auf “Studien”. Beim normalen Bürger kann man damit vielleicht noch Eindruck schinden. Wer aber weiß, wie Studien generell (und solche im Besonderen) zumeist erstellt werden, weiß auch, dass man das gewünschte Ergebnis durch die gewünschte Methodik erzielen kann und selbst ein sauberer Ansatz im schlechtesten Fall Fehler enthält. Wie Popov dann zugibt, bestätigen ihre beiden Studien einen Linksdrall – allerdings falle dieser moderat aus. Und wie sich zeige, seien auch Privatsender eher linksorientiert. Warum letzteres Argument eine Aussagekraft haben soll, wird nicht ganz klar. Wenn SAT1 und RTL auch links sind, macht das ARD und ZDF ja nicht automatisch rechts. Was Popov gemeint haben könnte (aber nicht sagt): Wenn alle Medien links berichten, dann wird eine linke Berichterstattung gleichbedeutend mit einer objektiv wahren Berichterstattung sein.

Gehen wir ins Detail: Popov bezieht sich auf eine Dissertation von Julia Spatz an der Universität Düsseldorf und auf eine Studie eines Forscherteams der Universitäten Mainz und München. Beiden gemein ist, dass sie die Positionsvielfalt beziehungsweise Ausgewogenheit untersuchen. Während es sich bei ersterer allerdings um eine Einzelstudie handelt, fasst die andere mehrere Studien zusammen. Da die Teilstudien aber jeweils auf völlig unterschiedlichen Methoden beruhen, kann man nicht von einer Metastudie sprechen, die einfach verschiedene Ergebnisse zu einem Mittelwert zusammenfasst. Es bleibt daher nicht aus, dass sich die Ergebnisse innerhalb der größeren Studie untereinander widersprechen, was eine klare Aussage deutlich erschwert. Die zweite Studie ist übrigens eine Auftragsarbeit des Bayerischen Rundfunks. Dass man in diesem Fall kein kritisches Nachhaken erwarten darf, versteht sich von selbst.

Linke Blasenopfer

Die Dissertation von Spatz verwendet gleich mehrere Ansätze, um die politische Ausrichtung zu untersuchen. Zunächst geht sie von einer Gleichverteilung aus: Rechte, mittlere und linke Positionen müssten zu exakt gleichen Teilen vorkommen. Der nächste Ansatz schaut, ob ein bestimmtes Medium linker oder rechter als andere Medien berichtet. Zu guter Letzt wird ein Lagebild der gesamten Bevölkerung gezeichnet und geschaut, ob die Medien, gemessen an diesem Maßstab, linker oder rechter sind. Insbesondere der zweite Ansatz muss zwangsläufig Fehler produzieren. Wenden wir ihn auf den Befund an, dass sich Journalisten oft nur leicht links der Mitte verorten: Journalisten haben in ihrem beruflichen Umfeld (logischerweise) immer mit anderen Journalisten zu tun, die meist links ticken, und bewegen sich auch privat oft in einem linken akademischen Umfeld. In einer solchen Blase verliert man schnell den Bezug zur Realität.

Das Problem ist die problematische Selbstverortung. Ein Journalist wird sich innerhalb aller Journalisten meist als mittig verstehen, auch wenn er bemerkt, dass der Journalismus eher links ist. Dementsprechend wird er sich wohl als leicht links von der Mitte identifizieren. Rechte Gedanken wird er meist nur als Untersuchungsobjekt seiner Arbeit, aber kaum in seinem Umfeld wahrnehmen. Umgekehrt wird er als absoluten Extrempol noch die Terrorgruppe RAF sehen und sich im Vergleich dazu selbst als nicht ganz so links wahrnehmen. Selbst wer zu den linkesten 10 Prozent der Gesellschaft zählt, wird dann glauben, eher bei einem Wert von 30 Prozent zu stehen. Wenn also ARD und ZDF nur leicht linker als der Durchschnitt aller Medien sind, können sie sehr weit links stehen, wenn dieser Durchschnitt deutlich vom Durchschnitt der Gesamtgesellschaft abweicht.

Der Teufel steckt im Detail

Außerdem wurde bei der politischen Analyse nur berücksichtigt, ob alle politischen Meinungen Gehör finden. Und das war der Fall. Der Teufel steckt aber wie so oft im Detail. Denn gefragt wurde nur nach einzelnen politischen Akteuren, nicht aber nach der Einordnung. Soll heißen: Wenn in der ARD eine Aussage Björn Höckes über Remigration zitiert wurde, ging dies – soweit korrekt – als “rechte” Position in die Zählung ein. Wurde aber eben diese Position gleich darauf ablehnend kommentiert, wäre dies ein klares Indiz für eine Linkslastigkeit des Senders. Das wurde allerdings nicht abgefragt. Außerdem ging ein guter Teil der rechten Positionen vor allem auf die Achse Sozialstaat/Marktliberalismus zurück. Und hier könnte es sich, anders als im Höcke-Beispiel, sogar um eine akkurate Repräsentation der Berichterstattung handeln. Dies dürfte wohl darauf zurückgehen, dass in den politischen Gremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks viele CDU-Politiker sitzen. Im Übrigen war der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Bezug auf dieses Themenfeld ebenfalls mehrheitlich links, nur verglichen mit den anderen Themenfeldern am wenigsten links.

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Ganz ähnlich sieht es aus, wenn die große Vergleichsstudie zu dem Fazit kommt, dass über die Flüchtlingskrise nach den anfänglichen Jubelmeldungen mittlerweile überwiegend negativ berichtet werde. Das liegt aber vor allem daran, dass die Situation überwiegend negativ ist. Wenn Flüchtlinge immer häufiger mit Gewalttaten für Aufmerksamkeit sorgen, kann das ja kaum positive Schlagzeilen generieren. Allerdings zeigt sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Tendenz, solche Verbrechen zu entschuldigen. À la: Deutsche tun das auch, der Täter war traumatisiert/psychisch krank, es liegt an fehlenden Aufstiegschancen, es darf nicht für rechte Hetze instrumentalisiert werden. Solche Relativierungen wurden allerdings nicht erfasst. Popov schloss ab: Wegen der NS-Vergangenheit gäbe es im Medienstaatsvertrag für die öffentlich-rechtlichen Sender eine Ausgewogenheitspflicht. Diese „zwingt“ ARD und ZDF dazu, alle Positionen gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen. Nun, wer glaubt, dass ein Satz in einem Dokument wirklich eine derartige Macht entfaltet, der glaubt auch, dass Messerverbotszonen vor Gewalt schützen.

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7 Kommentare

  1. Popov – eine von Tausenden dieser linken Bubble, die sich ihre Jobs und Aufmerksamkeiten immer wieder neue erfinden. Man stelle sich nur mal vor, es gäbe keine „Rechten“ und nur treue Diener der linken Bubble – dann müsste diese Popov händisch und gewerblich arbeiten gehen – ggf. den Müll wegräumen, den ihre Bubble mit Tausend anderen Dummschwätzerinnen verursachen.
    Mit andere Worten: Dieses Land ist von Vollklatschen überfüllt und von den Unis quillt es wie Scheiße aus dem Weckglas.

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  2. Das ganze System ist kurz vor dem totalen Zusammenbruch aufgrund all seiner Millionen von Lügen…
    ARD und ZDF sind nichts anderes als betrügerische, manipulative Propagandasender der übelsten Sorte.

    Hier noch ein neues Beispiel vom maßlosen Betrug am Deutschen Volk:

    ,,Notlandung im Paradies? Ausrede des Ministeriums ist eine Farce! Verschwendung auf höchstem Niveau! “

  3. Bei der Gelegenheit sei an den Solingen-Brandanschlag 1993 erinnert.
    Der deutsche Verfassungsschutz sorgt aktiv für politisch erwünschte Verbrechen. V-Männer bauen links- und rechtsradikale Gruppen auf, die dann vermummt Randale machen, was dann in den Medien zum Schimpf auf die „politisch unakzeptablen Parteien“ gemünzt wird. V-Männer verkleideten sich als Rechtsradikale und setzten Asylantenheime und Geschäfte von „Ausländern“ in Brand. Schon 1992 konnten V-Männer als Urheber eines Anschlages auf ein Asylheim in Boizenburg identifiziert werden. Bei einem Brandanschlag auf ein Asylantenheim in Solingen 1993 kamen fünf türkische Frauen und Mädchen kamen ums Leben. Es fiel aber auf, wie professionell organisiert die Brandstifter waren. Es stellte sich schließlich heraus, dass der V-Mann Bernd Schmitt drei der Täter in seinem Karate-Club „Hak Pao“ trainierte.

  4. „Die Lüge ist wie ein Schneeball, je länger man sie wälzt, desto größer wird sie.“

    -Martin Luther (* 10. November 1483 , † 18. Februar 1546)

    ,,Deshalb verschwand Corona über Nacht aus der Tagesschau (Dr. Homburg) “

  5. Auch gut:

    ,,Selten so gelacht. Milena erklärt den Irrsinn und wie es uns verändert! Na,wer erkennt sich wieder?“

    Landwirtschaft erLEEben mit Anthony Lee und Punkt.PRERADOVIC

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