Abgesang auf Facebook

Quit the Shit: Schluss mit Facebook (Bild:Twitter/Netzfund)

Jahrelang war ich täglich auf Facebook unterwegs, begeistert davon, so viele Informationen in geballter Form zu erhalten. Gerade in der Anfangsphase genoss man es mit Freunden und Bekannten auf der ganzen Welt , die man lange aus den Augen verloren hatte, zu kommunizieren oder auf politischen Seiten heftig über Themen zu diskutieren, die man als wichtig erachtete. Für mich war Facebook erklärtes Lieblingsmedium der sozialen Medien; Instagram oder Twitter waren für mich nie eine Alternative. Instagram fand ich langweilig, Twitter zu stressig, die Apps der beiden Zeitfresser hatte ich schnell wieder gelöscht und nie vermisst.
Ich widmete mich lieber Facebook und seinem schier unerschöpflichen Angebot an Informationen.

Aber auch das ist jetzt vorbei. Ich habe mich von Facebook verabschiedet und es ist wie eine Befreiung. Nachdem ich mich, wie viele andere kritischen Geister auch, ständigen unterschiedlichen Schikanen seitens Facebook und der dort agierenden Mainstreampresse ausgesetzt sah, zog ich die Notbremse. Dieser Konzern soll durch mich keinen Cent mehr verdienen. Und ich hoffe, dass es immer mehr werden, die diesem sozialen Medium den Rücken kehren. Das Realisieren der Sinnlosigkeit, sich auf Facebook zu engagieren, entwickelte sich schleichend. NGOs wie „Seawatch”, „SOS Balkanroute”, islamische Seiten, die Grünen und viele ihrer Protagonisten hatten mich recht schnell gesperrt, sobald ich ihre Aktivitäten kritisch, aber in der Regel sachlich, kommentiert hatte. Später folgten „taz“, „Spiegel”, „Tagesspiegel” und andere – vor allem linke – Medien. „Tagesschau” und ZDF sperrten mich nicht, aber löschten mit Inbrunst nach kurzer Zeit meine Kommentare, die nicht ihrer Ideologie entsprachen, aber regelmäßig viel Zustimmung erfuhren.

Viele starben den „Facebook-Tod“

Ohne Skrupel wird so regelmäßig mit einer großen Zahl von Kommentaren verfahren, bis nach kurzer Zeit die Kommentarlage unter den Artikeln der Mainstreammedien weitgehend mit der Meinung des jeweiligen Ursprungsartikels übereinstimmt; die Online-(Zensur)-Redaktionen leisten da stets ganze Arbeit. Dieser subtilen Meinungsmache wollte ich mich nicht länger aussetzen und habe daher ein Mainstreamangebot nach dem anderen deabonniert. Im Laufe der Zeit verlor ich so nicht nur ein vermeintliches Informationsmedium nach dem anderen, sondern es verschwanden auch immer mehr meiner Freunde, interessante Profile, die oft engagiert und gestochen scharf den Irrsinn unserer Zeit analysiert hatten. Sie wurden von Facebook medial kaltgestellt beziehungsweise mundtot gemacht, starben also häufig den „Facebook-Tod“.

Auch mir machte Facebook das Leben gezielt schwer. Meine eigenen Kommentare wurden seitens Facebook aus fadenscheinigen Gründen immer wieder willkürlich gelöscht und häufig erst nach „Überprüfung“ Tage später wieder freigeschaltet, denn es gab niemals wirklich einen triftigen Grund, die Kommentare zu löschen. Vor allem wenn Wahlen in Sichtweite kamen, wurde ich gerne vorübergehend gesperrt, bis ich, kaum war die Wahl vorüber, wieder freigeschaltet wurde. Bevor auch ich von Facebook medial „getötet“ würde, habe ich daher nun selbst die Konsequenzen gezogen. Man könnte jetzt der Meinung sein, dass das einer Kapitulation gleichkäme und ich damit genau so reagiere, wie es ja gewollt ist. Tatsächlich sehe ich es jedoch als sinnlos an, mich weiter auf einem sozialen Netzwerk zu bewegen, das immer uninteressanter und in zunehmendem Maße eben kein „soziales” Medium ist, sondern ein asoziales. Dem möchte ich nicht länger angehören.

Denunzianten und Hetzer von links haben Hochkonjunktur

In welche Richtung sich Facebook entwickelt, zeigt sich auch daran, dass es dort mittlerweile eine wachsende Zahl an Seiten und Kanälen gibt, die nichts anderes tun als andere Menschen zu denunzieren und an den Pranger zu stellen. Seiten wie „gegen Querdenker und andere Idioten“ oder noch schlimmer „AHS Anti Hate Squad“ denunzieren systematisch Menschen, deren politische Ausrichtung nicht dem links-grünen Weltbild entspricht. Natürlich kommen solche Seiten dann nicht mit Facebook ins Gehege, und sie fallen auch nicht unter die inflationären Vorwürfe von „Hass und Hetze”, obwohl sie beides sind. Facebook unterbindet solche Seiten nicht, genauso wenig wie die vielen islamistischen Seiten, in denen nichts als wirklicher Hass und echte Hetze gegen „Ungläubige“, autochthone Deutsche und vor allem gegen Israel und alles Jüdische gepredigt wird. Es handelt sich um erschütternde Beispiele für die widerlichste Art, andere Menschen bloßstellen zu wollen, in der Hoffnung, sie damit mundtot machen zu können oder noch besser gesellschaftlich zu ächten. Ich habe dabei den Eindruck, dass dieses abstoßende Verhalten in dieser Inbrunst vor allem den deutschsprachigen Raum betrifft, und es erinnert mich an die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile genügend Alternativen zu Facebook.
Telegram bietet viele interessante Angebote um sich zu informieren; keineswegs nur „Spinner” und  „Schwurbler“, sondern eben auch immer mehr kluge Köpfe betreiben dort eigene Seiten, auf denen man außer lesen auch zensurfrei kommentieren und diskutieren kann. In meiner Umgebung empfehlen auch viele Gettr als direkte Alternative zu Facebook; vielleicht werde ich mich dort anmelden. Ich bin mir sicher, dort viele interessante Personen wiederzufinden, die Facebook freiwillig oder gezwungenermaßen den Rücken gekehrt haben.

Die große Zeit Zuckerbergs könnte vorbei sein – gut so!

Jedenfalls hoffe ich inständig, dass Facebook mittelfristig denselben Weg gehen wird wie einst „Werkenntwen oder StudiVZ”, die beide in Deutschland sehr populär waren, bis Facebook immer dominanter wurde und sie letztendlich verdrängte.
Marc Zuckerberg, der Erfinder von Facebook, hat die Gefahr eines drohenden Bedeutungsverlustes von Facebook längst erkannt: Er versucht seit längerem, sein Unternehmen zu einem „Metaverse-Konzern” umzubauen, der die virtuelle Realität völlig beherrscht; eine dystopische Vorstellung, die man als freidenkender Mensch nicht gut finden kann und auf keinen Fall unterstützen sollte.

Groteskerweise ist es Tiktok, eine chinesische Plattform, die mit seinem riesigen Angebot an trivialen Videos vor allem zur Verblödung der jüngeren Generationen beiträgt, das Zuckerberg die größten Probleme bereitet. Für jüngere Menschen ist Facebook kaum noch von Relevanz. Da die junge Generation Hauptzielgruppe für Werbung ist, trifft das die Einnahmeseite von Facebook natürlich besonders hart.
So war Zuckerberg vor weniger als zwei Jahren noch einer der reichsten Menschen der Welt; lediglich Tesla-Chef Elon Musk und Microsoft-Gründer Bill Gates besaßen ein noch größeres Vermögen. Seit dem Umbau des Konzerns zu Meta hat sich Zuckerbergs Vermögen mehr als halbiert, es ist um mehr als 71 Milliarden Dollar auf knapp 56 Milliarden Dollar geschrumpft. Damit muss er sicher nicht am Hungertuch nagen, aber für einen erfolgsverwöhnten Aufsteiger wie ihn ist das eine brutale Niederlage, zumal der Niedergang weiter geht. Vielleicht ist Zuckerbergs große Zeit vorbei. Es wäre kein Verlust – auch wenn es mit Gates, Musk, Soros und anderen Milliardären noch genug andere gibt, die an den weltpolitischen Strippen ziehen und hinter deren altruistischer Fassade, die sie gerne nach außen zeigen, knallhartes Kalkül und Machtstreben lauern.

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4 Kommentare

  1. Warum seine Zeit auf Spionage-Plattformen vergeuden und
    die Betreiber dadurch reich machen?
    Boykott ist und bleibt für mich bei diesen Ungeheuern auf
    Dauer angesagt.
    Die Zeit muss vernünftig und sozial wertvoll live genutzt werden !!!

  2. Es gibt für mich zum Thema Facebook nur eine richtige Meinung:
    Wer Facebook nutzt leistet der Abschaffung von Demokratie und Meinungsfreiheit gezielt Vorschub! Punkt.

    Selbiges gilt natürlich auch für die anderen frei links drehenden Big-Tech US-Unternehmen wie Google, Apple, Microsoft, Twitter, Instagram und Amazon, welche man als Anhänger einer freiheitlich demokratischen Grundordnung tunlichst meiden sollte:

    Z.B. mit einem entgoogelten CustomROM wie /e/ auf dem Smartphone, Linux statt Windoofs, einen Pi-Hole AdBlocker, der GAFAM (s.o.) und die anderen Zeiträuber und Datenkraken komplett blockiert. Jeder hat es selber in der Hand, ob ihm ‚bunte, bequeme und innovative‘ Dienste und Apps mehr wert sind als – letztendlich – seine Selbstbestimmung und Freiheit.

    Es gibt genug ‚freie‘ Alternativen zu den Big-Tech Diensten, die noch nicht vor den Agenten der neuen WEF-Weltordnung eingekickt sind. Und nein, Telegram gehört NICHT mehr dazu (die arbeiten jetzt auch willfährig mit den „Ermittlungsbehörden“ zusammen, um Gedankenverbrecher zu verfolgen…)

  3. Facebook habe ich ganze 8 Monate ertragen, bald war ich durch mit dem was meine Interessen abdeckte, Qualität von Medien mies und begrenzt, kein MP3 möglich, unerträglich lange Uploadzeiten selbst für lächerlich kleine Datenmengen und vor allem ständiges GENERVE!
    Also 1. Konto gelöscht und für 2 Monate Ruhe gehabt, aus geschäftlichen Gründen wieder ein neues Konto eröffnet, dabei wieder keine vollständigen und genauen Daten meiner Person angeben, Facebook wollte dann mit monatlichen „Ausfällen“ meines Kontos die vollständigen und korrekten Angaben erzwingen, ich fand aber einen Trick das zu umgehen.
    Dann der absolute Hammer, ein Bekannter aus den USA konnte in der US-Windows-Version sämtliche gesperrten Inhalte meines Accounts lesen, null Datenschutz!
    Zur Löschung des 2. Kontos verlangte Facebook dann ebenfalls wieder alle Angaben von mir „da sonst die Löschung nicht möglich wäre…blablabla.
    Also habe ich sämtliche Inhalte gelöscht und alle Funktionen deaktiviert, mein ehemaliges Konto schwirrt noch immer als Datenleiche im System dieses Dreckladens herum.
    Das war mindestens 5 Jahre vor der Zensurwelle, die Hardcore-Variante habe ich also gar nicht mehr erlebt…

  4. Wie kann es überhaupt sein dass man mit solch einem Dreck wie Facebook soviel Geld macht? Das ist m.E. unehrlich !

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