Freitag, 21. Juni 2024
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Ändert sich die Menschheit zum Besseren?

Ändert sich die Menschheit zum Besseren?

Macht und Moral (Symbolbild/Collage:Pixabay)

Für mich ist eine der zentralen Fragen, die ich mir im Laufe meines Lebens immer wieder gestellt habe, die, ob sich die Menschheit wirklich in ethischer Hinsicht weiterentwickelt. Es existieren aus meiner Sicht zwei diametrale Ansätze zur Beantwortung dieser Frage. Der erste besteht in der Annahme, dass dies nicht der Fall ist und die Menschen ihre moralischen Unzulänglichkeiten einfach nur besser kaschieren als früher, so dass uns – als “Gefangene des Zeitgeistes” – die weiterhin allgegenwärtigen Verfehlungen nicht mehr auffallen. Der zweite geht davon aus, dass sich die Menschheit tatsächlich weiterentwickelt, dass die Menschenrechte wirklich universal sind und die gegenwärtig höchste Stufe der Moralentwicklung darstellen.

Warum ich denke, dass nur die zweite Antwort richtig sein kann, werde ich im Folgenden erörtern, indem ich die folgenden Ansichten prüfe: Zum einen meinen Glauben an die Universalität der Menschenrechte, zum anderen meinen Glauben an den moralischen Fortschritt der Menschheit, der sich in Martin Luther Kings Zitat „The Arch Of History bends towards Justice“ wohl am besten widerspiegelt. Die Menschenrechte, die ich als Grundlage meines Wertesystems annehme, sind eine recht junge Entwicklung. Daraus schließe ich, dass es tatsächlich “vorwärts & aufwärts” geht mit den Werten der Menschheit. Das dogmatische, in der Regel religiöse Moralsystem hat der Großteil der Menschheit heute weitgehend hinter sich gelassen; seine fatalen Auswirkungen können wir in religiös-fundamentalistischen Staaten allerdings noch immer beobachten.

Kurzer Exkurs in die Philosophie unumgänglich

Die Grundaussage der Erklärung der Menschenrechte, dass jeder Mensch mit den gleichen unveräußerlichen Rechten geboren wird, ist mehr als eine bloße Zeiterscheinung. Um dies zu begründen, ist ein kurzer Exkurs in die Philosophie unerlässlich, genauer gesagt in die kontraktualistische Theorie von John Rawls. Der Kontraktualismus, die Vertragstheorie, ist ein Gedankenexperiment, in dem in einem theoretisch angenommenen Urzustand die Menschen in einem Gesellschaftsvertrag die Ordnung der Gesellschaft festlegen. Die klassische Vertragstheorie entstand zur Zeit der Aufklärung im 17. Jahrhundert. Ihre einflussreichsten Vertreter waren Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau.

Bei Hobbes ist der Naturzustand ein rechtsfreier Raum, der so unerträglich ist, dass alle sich wünschen, ihn aufzulösen. Das Leben gleicht hier quasi einem Kinderhemd: Es ist “kurz und beschissen”. Die Unterordnung unter eine (staatliche) Rechtsordnung, nach der die Gesellschaftsmitglieder geordnet zusammenleben, stellt sich da als das kleinere Übel dar. Dadurch wird also postuliert, dass diejenigen, die sich zunächst im Naturzustand befinden, durch einen “Vertrag” freiwillig in den geordneten Gesellschaftszustand begeben. Dies führt zu seiner aus heutiger Sicht höchst fragwürdigen Theorie des Leviathan, eines Herrschers, der in sich die Wünsche aller Gesellschaftsmitglieder vereint.

Theorie der Gerechtigkeit

John Rawls greift im 20. Jahrhundert auf dieses Gedankenexperiment zurück, erweitert es allerdings um einen wichtigen Bestandteil, den “Schleier des Nichtwissens” (“veil of ignorance”). Er sieht den Zustand der Menschen in einer fiktiven Entscheidungssituation, in dem sie zwar über die zukünftige Gesellschaftsordnung entscheiden können, aber selbst nicht wissen, an welcher Stelle innerhalb dieser Ordnung sie sich später wiederfinden werden. Sie stehen also unter einem Schleier des Nichtwissens. Rawls geht davon aus, dass in diesem „Urzustand“ (fälschlicherweise oft als “Naturzustand” gedeutet) alle Menschen völlig gleich seien und deswegen keine aufeinander oder gegeneinander gerichteten Interessen hätten. Ebenso würden sie aus demselben Grunde ihre Entscheidung über die Gerechtigkeitsprinzipien nicht verfälschen können und sich so unwillkürlich für einen “gerechten” Gesellschaftsvertrag entscheiden.

Diese völlige Gleichheit erreicht Rawls nur, indem er all die nachfolgenden Faktoren des Menschen und des menschlichen Lebens als für diese Gerechtigkeit irrelevant behandelt: Geistige, physische und soziale Eigenschaften wie Hautfarbe, Ethnie, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Stellung innerhalb der Gesellschaft, sozialer Status, materieller Besitz, Intelligenz, Kraft, besondere psychologische Neigungen wie Risikofreude, Optimismus, Vorstellung vom Guten, Details des eigenen Lebensentwurfs, Einrichtungen der Gesellschaft ökonomischer und politischer Art, das Niveau der Gesellschaft hinsichtlich Zivilisationsfortschritt und Kultur oder das Alter respektive die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation. Ein Beispiel: Aus einem rein utilitaristischen Ansatz (als ausgehend vom größtmöglichen persönlichen Glück für eine größtmögliche Anzahl von Menschen) lässt sich beispielsweise keine moralische Begründung für Behindertenparkplätze ableiten. Denn es gibt mehr Menschen, die dadurch in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt werden zu parken, wo immer sie wollen, als Menschen, denen sie tatsächlich nutzen.

Moralische Evolution trotz Rückschlägen

Aus dieser abstrakten Gleichheit folgt die Unparteilichkeit der Menschen, aufgrund derer sie aus einer Reihe von möglichen Gerechtigkeitsprinzipien die Rawls’schen wählen sollten. Darin ist nun keine logische Beziehung zu sehen; es handelt sich um eine in der normativen Gerechtigkeitstheorie argumentativ dargelegte Behauptung. Und das Ergebnis dieses Vertrags wäre meiner Einschätzung nach eben immer etwas, was der Deklaration der Menschenrechte sehr ähnlich käme. Ergo sind Menschenrechte universalistisch begründbar. Bleibt noch die Frage, ob sich die Menschheit tatsächlich in diese Richtung entwickelt. Als Maßstab kann hier zwangsläufig nur die bisherige Geschichte der Menschheit gelten. Ich persönlich glaube, die geistige, kulturelle und moralische Evolution der Menschheit ist eine steigende und zunehmend steile Kurve.

Ja, es gibt harte Rückschläge, Atavismen wie das Dritte Reich, die Sowjetunion oder das kommunistische China; das 20. Jahrhundert ist voll davon. Aber die Idee der Menschenrechte hat sich letztendlich doch immer durchgesetzt und ist, seit sie in der Welt ist, nicht mehr verschwunden. Da es sich um eine vergleichsweise junge Theorie handelt, kann man meiner Meinung nach den Entwicklungszustand einer Gesellschaft anhand seiner Annäherung an eine im Einklang mit den Menschenrechten stehende Gesellschaftsordnung bewerten. Fortschritt ist das Schwinden des Bösen.

Was ist das “Böse”?

Doch was ist eigentlich “das Böse”? Was empfindet jeder Mensch unabhängig der kulturellen Prägung, apriorisch im Sinne Kants oder unter dem Rawls’schen Schleier des Nichtwissens, als böse? Auch hier gibt es eine universale Definition: Den Zustand von Schmerz, Gewalt, Willkür. Hier könnte man zwar einwenden, dass in vielen Kulturen Folter und Gewalt fester, sogar institutionalisierter Bestandteil der Gesellschaftsordnung waren, was sich in Menschenopfern, Hinrichtungen und sogar Genoziden niederschlug. Aber damit sich Menschen all dies gegenseitig anzutun bereit sind, braucht es eine sehr starke Indoktrination, in der Regel eine Entmenschlichung der „Anderen“. Eine solche Ersatzmoral kann aber nicht wahrhaftig sein und wird intuitiv als falsch erkannt.

Also was tun? Wie kann man diesem „Bösen“ beikommen? Das Böse ist letzten Endes eine Mangelerscheinung: Der Mangel an Gütern zur Befriedung der physiologischen, sozialen, individuellen Grundbedürfnisse. Mangel lässt sich, zumindest theoretisch, beheben. Doch was ist der Schlüssel zur Behebung dieses Mangels? Technologie und zivilisatorischer Fortschritt. Viele Zeitgenossen vergessen, wie lange es schon die Menschheit auf diesem Planeten gibt – es sind über 300.000 Jahre – und dass über die längste Zeit dieser Epoche keinerlei Aufzeichnungen bestehen. Die frühen Menschen haben allein 10.000 Jahre gebraucht von der Nutzung des natürlich vorgefundenen Feuers (Glutnester nach Waldbränden, Blitzeinschläge) bis zur Entwicklung der Fähigkeit, selbst Feuer entfachen zu können. Zwischen dem ersten Flugzeug und der Mondlandung vergingen hingegen keine 100 Jahre. Technologie ist ein fortlaufender Prozess – wenn es nicht zu schweren Rückschlägen kommt und etwa gerade die Bibliothek von Alexandria abgefackelt wird.

Menschenrechte sind apriorisches Gesetz

Es sind noch keine 100 Jahre vergangen seit den letzten Hungersnöten in Europa (die letzte großflächige Hungernot war der “great famine” vor 175 Jahren in Irland, der die starke irische Migration vor allem in die USA zur Folge hatte). Doch die Erfindung des Kunstdüngers und der großflächige Einsatz seit den 1920er Jahren führten zum Verschwinden des Hungers in Europa, abgesehen natürlich von den menschengemachten Katastrophen der Weltkriege (nebenbei hatte sie auch noch eine nie gesehene Bevölkerungsexplosion zur Folge). Der Hunger ist zwar noch nicht weltweit besiegt; doch ein wichtiger Schritt zur Beseitigung eines Urmangels, den die Menschheit in ihrer 300.000 Jahre während Geschichte ständig durchlitt, war vollbracht – eine eigentlich unvorstellbare Errungenschaft. Und diese Entwicklung fand statt in jenem Teil der Erde, wo eben auch die Entwicklung der Menschenrechte ihren Ursprung hatte und wo die fortschrittlichsten Gesetze galten.

Und hier schließt sich der Kreis zu der zentralen Frage, die mich mein Leben lang beschäftigt, ob sich die Menschheit moralisch weiterentwickelt: Ja, das tut sie. Und ja: Die Menschenrechte sind tatsächlich das, was einem natürlichen, apriorischen Gesetz am nächsten kommt. Ob sich die Menschenrechte allerdings weltweit und universell durchsetzen werden, ist eine andere Frage, die von sehr vielen Faktoren und Unwägbarkeiten abhängt. Nicht ohne Grund waren Menschen nicht nur zu grandiosen technischen und geistigen Leistungen imstande, sondern auch zur Entwicklung so vieler gesellschaftlicher Abgründe und Dystopien. Es kann einfach verdammt viel schief gehen – und dies wird auch in der Zukunft der Menschheit so bleiben.

26 Responses

  1. Diese Frage ist definitiv mit NEIN zu beantworten. Der Mensch hat sich vom Steinzeitmenschen nicht weit entfernt. Er wurde durch Religion gezügelt und der Islam macht es vor, dass durch ihn der Mensch in feste Regeln gepresst worden ist. Im Christentum war es ähnlich, in der nahen Vergangenheit nur nicht so abartig, wie das heute noch im Islam ist, aber dennoch. Der freie Mensch und die universellen Menschenrechte sind ein Traum, der noch nie verwirklicht worden ist. Meine Arbeitskollegin, als ich im Westen arbeitete, war katholisch und sie hatte eine evangelischen Mann geheiratet und ihr Lebensmittelpunkt war in dem katholischen Dorf. Wohl gemerkt, meine Arbeitskollegin war noch etwas jünger als ich und ich bin 70+. Die hatten es in ihrem Dorf sehr schwer. Dort wo wir wohnten, gab es in der Vergangenheit einen evangelischen Bäcker. Wir wohnten am Rande eines katholischen Dorfes. Den Bäcker hat man rausgeekelt, man kaufte bei ihm nicht ein, weil er evangelisch war. Das hat sich zwar heute geändert, macht aber die Situation begreiflich, dass der Mensch sich nicht geändert hat. Die Mehrheit wird durch Gesetze gezügelt und durch moralische Vorstellungen, die hier durch das Christentum geprägt worden sind. Warten wir doch auf einen Blackout oder auf eine andere großflächige Katastrophensituation in unseren bunten Städten. Da werden Sie sehen, Frau Schluter, dass die dünne Schicht der Zivilisation ganz schnell abfällt. Dann kommt das animalische unserer Natur zum Vorschein. Man darf nie vergessen, dass unserer Spezis die kriegerischen Schimpansen am nächsten stehen. Wir sind Säugetiere, die ihre animalische Seite nur durch die Gesetze der Zivilisation übertüncht haben. Wenn die Säule der Zivilisation, wie wir sie gewohnt sind, wegfällt, dann Gnade uns Gott. Die Ansätze sind ja in dieser “bunten” Republik schon sichtbar. Wenn eine Regierung nicht nach Recht und Gesetz strebt, verfällt der ganze Staat in seinen nichtstaatlichen Urzustand zurück. Die “Broken Windows Theorie” lässt sich auf die ganze menschliche Gesellschaft übertragen. Muslimische Gangs und Clans machen es in ihrem gesetzesfreien Raum, wo sie tun und lassen können, was sie wollen ohne dass die staatliche Macht eingreift, uns vor, wie die Zukunft aussehen wird. Heute schon fallen zivilisatorische Schranken in der Erziehung der Kinder. Es fängt damit an, dass man die Alten verachtet und sie am liebsten los haben will. Das beste Beispiel ist auch die sogenannte Coronapandemie, wo die zivilisatorischen Schranken ganz derb gefallen sind. Dieser Öko- und Gesundheitsfaschismus, der sich hier breit macht, ist auch ein Indiz dafür, wie die Zivilisation zerfällt.

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    1. “Der Mensch hat sich vom Steinzeitmenschen nicht weit entfernt.”

      Woher willst Du das wissen? Hast Du damals schon gelebt?
      Bist Du schon einmal auf den Gedanken gekommen, dass die sogenannten Steinzeitmenschen ethisch höher standen als wir heute?
      Nein, oder?

      Ich denke, dass wir uns sehr weit von den Steinzeitmenschen entfernt haben.
      Uns prägt die Technik. Wir verlieren immer mehr den Bezug zur Realität. Die Religionen richten immer mehr Schaden an. Alles bringt uns auf einen falschen Weg. Wir sollen uns hier selber finden. Und nicht gegenseitig abschlachten oder uns schaden.
      Aber nicht einmal das ist uns möglich, denn das Btmg verhindert das. Wie kann sich ein Mensch selber finden, selbstbestimmt leben, wenn sein Körper kein Privateigentum, sondern Staatseigentum ist?
      Das geht so nicht.

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      1. @Rudolf Müller: Ist ja irgendwie doof, einen zu fragen, ob man schon in der Steinzeit gelebt hat. Ich spreche vom Menschen an sich, nicht von Wissenschaft, Technik und anderen Pipapo, aber welche, die nicht mal höflich einen mit “Sie” ansprechen können, verstehen das natürlich nicht. Schon Ihr nächster Kommentar zu meinem Kommentar zeigt, dass Sie ja nicht mal das Einfachste verstehen.

    2. “Man darf nie vergessen, dass unserer Spezis die kriegerischen Schimpansen am nächsten stehen.”

      Ach der Darwinblödsinn.

      Na gut, wenn Deine Vorfahren von Affen abstammen ist das eben so.
      Meine Vorfahren kommen von den Schöpfern.
      Affen sind Affen und Menschen sind Menschen.

      Schon gewusst, dass wir mit der Banane 75 % der Gene gemeinsam haben? Dass die Maus und der Mensch 98 % der Gene gemeinsam haben?
      Unsere Vorfahren sind also mal Bananen gewesen, bis sie sich entschlossen, das krumme herumgehänge ist irgendwie langweilig, sie wollten dann doch Mäuse werden. Das passte ihnen dann auch nicht und sie wurden Affen. Aber nicht alle, sonst gebe es keine Mäuse mehr.
      Oh je …;)

      Noch einer: Der Unterschied zwischen Mann und Frau beträgt 1,5 %.

      Also Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Der Mensch wusste mit sich nichts anzufangen, denn er war glücklich. So schuf Gott noch die Frau …
      Der Rest ist Geschichte. 😀

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      1. @Rudolf Müller: Wir haben auch über 90 % der Gene mit dem Alpenveilchen gemein. Ich verstehe jetzt nicht, dass es bei diesen rüden Kommentar 6 Daumen hoch geben kann. Wir stammen nicht vom Affen ab, wir kommen aus der Linie der Hominiden und sind dem Schimpansen näher. Ein bisschen Grips fehlt wohl Ihnen und den 6 anderen leider auch. Bilden Sie sich ein bisschen und dann können wir auf Augenhöhe vielleicht kommunizieren.

  2. Ob sich die Menschheit in ethischer Hinsicht weiterentwickelt, ist eine Frage des Wohlstandsniveaus in der sich die jeweilige Gesellschaft befindet und des Verstandes der Gesellschaft. Bei niedrigem Wohlstand, wo jeder um sein Dasein zu kämpfen hat, bleibt die Entwicklung stehen bzw. fällt zurück. Bei hohem Wohlstandsniveau blühen und gedeihen auch ethische Werte.

    Darum ist die Politik der totalen Umverteilung auch so gefährlich, denn einerseits sorgt ein menschenverachtender Ausbeuterstaat wie in Deutschland mit seiner gnadenlosen Ausplünderei der Arbeitnehmer und Unternehmer direkt für eine Senkung der Intelligenz, da sich Leistung nicht mehr in dem Umfang lohnt, wie es gerecht wäre und weiterhin wird durch diese staatliche Ausbeuterei am Ende nur Armut für alle herbeigeführt, womit auch das ethische Verständnis der Menschen auf frühere, ärmere Zeiten fällt.

    Sozialisten sind die moderne Geißel des Teufels!

    1. “Bei niedrigem Wohlstand, wo jeder um sein Dasein zu kämpfen hat, bleibt die Entwicklung stehen bzw. fällt zurück. Bei hohem Wohlstandsniveau blühen und gedeihen auch ethische Werte.”

      Das ist definitiv falsch.
      Wie ein Mensch ist, bestimmt nicht sein Geldbeutel, sondern er selbst.
      Schau Dir doch mal die an, die nicht wissen wohin mit ihrem Geld. Was tun sie damit?
      Sie machen anderen Menschen das Leben zur Hölle. Kriege werden nicht durch arme Menschen ausgerufen. Aber arme Menschen sind dann das Kanonfutter.

      Du findest bei armen Menschen eher eine herzliche Unterkunft, Hilfe und Gastfreundschaft, als bei reichen Menschen.

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      1. Genau, denn arme Menschen wissen , wie es ist arm zu sein, deswegen haben sie Mitgefuehl mit Menschen, denen es aehnlich geht.

  3. “Zwischen dem ersten Flugzeug und der Mondlandung vergingen hingegen keine 100 Jahre.”
    Wer war denn auf dem Mond? Hollywood! Und wer noch?
    Weil ich es heute(!) reinbekam zB: https://www.bitchute.com/video/AQaFhIbx0qkP/

    Das Problem mit der Überstudiererei (denn dies ist ein Essay eines belesenen Menschen), ist daß er die Realität nicht mehr wahrnimmt. Beispiele wären:
    – D ist in keiner Rezession, aber BASF gibt Ludwigshafen auf und zieht nach China.
    – Große Pandemie, aber keiner ist krank.
    Ich rate den Blick auf die Realitäten nicht zu verlieren!

    Die Antwort auf die Frage lautet: Alles ist zyklisch!
    Der alte Alexander erklärte diese Zyklik so:
    “Eine Demokratie kann nicht als dauerhafte Regierungsform existieren. Sie kann nur so lange existieren, bis die Wähler entdecken, dass sie selbst Geld aus der Staatskasse wählen können. Von diesem Moment an stimmt die Mehrheit immer für die Kandidaten, die das meiste Geld aus der Staatskasse versprechen, mit dem Ergebnis, dass eine Demokratie immer an einer lockeren Finanzpolitik zusammenbricht, gefolgt von einer Diktatur. Das Durchschnittsalter der großen Zivilisationen der Welt liegt bei zweihundert Jahren. Diese Nationen haben die folgende Reihenfolge durchlaufen: von der Knechtschaft zum spirituellen Glauben, vom spirituellen Glauben zum großen Mut, vom Mut zur Freiheit, von der Freiheit zum Überfluss, vom Überfluss zum Egoismus, vom Egoismus zur Selbstgefälligkeit, von der Selbstgefälligkeit zur Apathie, von der Apathie zur Abhängigkeit, von der Abhängigkeit zurück zur Knechtschaft”.
    Alexander Fraser Tytler (1747-1813)
    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version) für Euch.

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  4. “Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.”

    Der Bestsellerautor und Berater des WEF Yuval Harari hat kürzlich in einem Interview den Menschen als “hackable animal” bezeichnet. Von seinen Büchern “Sapiens” und “Homo Deus” her ist das auch vollkommen logisch und konsequent.

    Harari ist konsequenter Atheist. Nach ihm ist der Mensch ein Produkt eines blinden Evolutionsprozesses. Und er hat natürlich keine Seele. Er ist nichts anderes als ein intelligentes Tier.

    Ich sehe nicht, wie man von dieser Anthropologie aus universale Menschenrechte begründen kann. Wenn der Mensch einfach nur ein intelligentes Tier ist, wieso sollte er dann mehr Rechte haben als etwa eine Mücke oder ein Juchtenkäfer? Und noch schärfer: Wenn der Mensch einfach nur eine hochkomplizierte und intelligente biologisch-chemische Maschine ist, wieso hätte er dann überhaupt irgendwelche Rechte? Hat eine Maschine Rechte?

    Und man mache sich nichts vor: Wenn man von dieser Position ausgeht, ist man sehr schnell dabei, die vielen Menschen, die wegen der Fortschritte in der “Künstlichen Intelligenz” ihren Job verlieren dürften, als “nutzlose Esser” und überflüssige Menschen zu bezeichnen! Und entsprechend handeln!

    Als Christ sehe ich das vollkommen anders. Nach meiner Überzeugung ist der Mensch ein geliebtes Geschöpf Gottes und hat deshalb unverlierbare Menschenrechte und Menschenwürde.

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  5. Nein, wir sind genauso primitiv wie vor 100.000 Jahren:
    töten und rauben zu unserem Vorteil und teilweise zu unserer Lust.
    Es gibt kein Zeitalter, in dem nicht irgendwo auf der Welt getötet wird. Mit der Ausrede, deren Leben zu verbessern (das der überfallenen und bekriegten Länder und Völker)
    Ob USA, Russland, Deutschland, Arabien (allegenein gemeint), China, Japan, Israel…. usw.
    Jeder, der glaubt stärker als sein Nachbar zu sein, wird ihn früher oder später überfallen.
    Da hilft keine Religion (Du sollst nicht töten, begehren Deines Nächsten Hab und Gut, Frau….)
    Religionen sind nur zur Machtsteigerungen erfunden worden.

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  6. https://youtu.be/NZEK85gw8iM

    “Grosz rechnet mit Deutscher Politik ab!”

    Quelle: AfD Bayern – zum Aschermittwoch der AFD am 22.02.2023

    Er begrüßte ganz herzlich die Besucher, Zuhörer,
    aber auch die Damen und Herren des Verfassungsschutzes.

    Hört Euch Gerald Grosz an, wieder eine seiner besten Reden,
    denn es lohnt sich !

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  7. Bla, bla, bla. Was ich von der heutigen Menschheit halte, die Corona Diktatur hat es gezeigt. Oder mit den Worten von H.M.Broder : Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte : weil sie damals so waren, wie ihr heute seid. Punkt.

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    1. Tja, der Herr Broder, das ist schon auch ein Schnorrer !

      Habt ihr die letzte Sendung, die Tuning Profis aus Berlin geschaut?
      Er hat sich seinen Oldtimer, Saab, für lullu von denen aufarbeiten lassen und hat sicherlich dadurch viele Tausend Euros gespart.
      Die Bildzeitung mit ihrem Chef war auch mit involviert.

      Herr Broder, haben Sie es finanziell nötig durch Beziehungen
      in und um Berlin ihren Oldtimer aufarbeiten zu lassen.
      Sie verdienen doch nicht schlecht, oder ?

      Herr Broder ist dadurch in meinen Augen gesunken und ich werde keine Kolumne und auch keine Sendung mehr von und mit ihm anschauen/anhören !

  8. Dazu sind die Menschen nicht fähig. Nur ein kleiner Teil, die gehen in der überwältigenden, erdrückenden Masse unter.

  9. @ÄNDERT SICH DIE MENSCHHEIT
    möglicherweise !
    Milgram stellte bei seinen Untersuchungen fest, daß sich etwa 10% weigerten, den Schwachsinn der Obrigkeit zu folgen!
    Heute sind es nach verschiedenen Angaben etwa 15-20%, die sich dem Regierungsterror verweigerten.
    Und viele Spritzenopfer haben es auch nicht aus Folgsamkeit getan, sondern weil sie sozial und finanziell erpreßt wurden und ihre Familien als Geisel genommen wurden.

    Insofern könnte man annehmen, daß sich die Deutschen gebessert haben.
    Auf der anderen Seite haben die Besatzer-Abhängigen auch einen umfassenden Fanatismus an den tag gelegt, die Anweisungen zu erzwingen – und das ohne die von Milgram teilweise festgestellten Probleme.
    Ebenso ist festzustellen, daß es eine Mehrheit von Sklavencharakteren gibt, die gerne gepeitscht werden. Anders kann ich die Wahl von Palmer in Tübingen oder das Wahlergebnis der BT-Wahl in RLP nach dem Ahrtal-Vorfall nicht nachvollziehen!
    Es scheint so, daß zumindest nach den Beobachtungen in Deutschland sich das früher homogene Volk von der Mitte der Gaußschen Glockenkurve mehr in die Ränder verlagert – möglicherweise Folge der stärker werdenden multiethnische Gesellschaft und dehomogeniesierung !
    Ob das Resultat dann gut oder schlecht ist, mag man am Beispiel USA betrachten und danach bewerten, wie sich Reichtum und Armut dort verteilen!
    Und natürlich, wie sich die von Barnett angestrebte hellbraune Mischrasse dort entwickelt hat !

  10. Ach bitte, die Evolution ist doch viel flexibler, als dass sie Entwicklungen nur in eine „moralischere Zukunft“ zuließe, sie versteht es verschiedenste Rahmenbedingungen einzubeziehen, solche, bei denen gerade „böse“ zu sein verhindert zum „darwinistischen Versager“ zu werden, als auch solche, in denen es günstiger ist, wenn „darwinistische Versager“ nicht zugrunde gehen, weil sie von „darwinistischen Siegern“ Hilfe bekommen.

    Wenn man bei allen Menschenaffen Verhaltensweisen des gegenseitigen Helfens beobachten kann, bei den Zwergschimpansen (Bonobos) sogar gegenüber fremden Artgenossen, dann sind das für die Evolution nichts anderes als Entwicklungsvorteile bringende Varianten von Konfliktlösungsstrategien oder (irgendwann) Gewinn bringende Erweiterungen von Sozialkontakten (Frans de Waal).

    Und schon haben wir etwas, das Menschen, in aller Selbstherrlichkeit die evolutionär geprägten Hintergründe leugnend, einen „moralischen Wert“ nennen: Altruismus.

    So schnell geht das vom Sein zum Sollen im Lichte der Evolution – sie liefert die logische Ableitung von der deskriptiven zur normativen Aussage gleich mit, man muss sie nur verstehen (wollen).

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  11. Seit tausenden von Jahren nicht,die Menschheit wird immer krimineller !!!-Es wird Zeit,daß die welche den Menschen erschaffen haben auf die Erde zurück kommen und Verbesserungen schaffen !!!

    1. Eine aufstrebende Spezies tötet ihre Götter um selbst zu Göttern zu werden – aber dafür bin ich wohl auf dem “falschen Planeten” geboren oder bin tausende Jahre zu früh.

      Die Erde ist das Paradies, die Menschen sind der Fehler, ohne Menschen wird die Erde wieder zum Paradies, außer die Menschheit erkennt sich und überwindet sich selbst.
      Der Abschaum der über uns herrschen will versucht das mit aller Macht zu verhindern und ist damit so erfolgreich wie noch nie.
      Der Baum der Erkenntnis – der Weg zur Macht – stelle Regeln für andere auf die du selbst brichst – rede anderen ein das sie Schuld seien und sich dafür schämen müssen dir etwas schuldig zu sein – weil sie die Schuld nicht begleichen können stehen sie in deiner Schuld und sind von deiner Gnade abhängig – verführe um Schuld und Abhängigkeit zu erzeugen – wer nicht schuldig ist wird zum Feind – der Feind ist wer sich der Kontrolle entzieht – wer sich der Kontrolle entzieht ist gefährlich – laß dich verführen und koste von der verbotenen Frucht damit du schuldig bist…
      Wie viele Jahrtausende müssen eigentlich noch vergehen bis man dieses primitive Psychospielchen endlich begreift vor dem wir schon vor Jahrtausenden gewarnt wurden, langsam wird es echt lächerlich.

        1. @Rudolf Müller und die Erde sowie das Paradies: So ist es nun mal, wenn man nicht verstehend lesen kann. Man sollte sich dann nicht in Gespräche mit Erwachsenen einmischen.

    2. Die Menscheit hat sich weiterentwickelt, und immer bessere Waffen zum Toeten erfunden.
      Habe ich irgendwo mal gelesen.

  12. Hallo.Guter artikel.Man stellt sich wenigstens,schon einmal Fragen.Die werden ja auch immer weiter verboten.Besseren?Wenn ich mir,die Bevölkerungszahlen heute gegenüber 18 jh anschaue ja.Idiologien(Religionen,Alles mit mus am ende,scheinwelten,etc…),nein.”Sie sprachen die gleiche sprache,doch verstanden einander nicht”!Menschheit,oder Menschen?Solange es hirarchiesysteme gibt,die überall sind,wird sich nichts bessern.Wie auch,sie sind die ältesten und längsten Werkzeuge zur spaltung.Wahrscheinlich sind sie sogar unverzichtbar,ist leider so.Das wir uns weiterentwickelt haben,ist doch wohl klar.Nur wie wurde sie angewandt!Immer zum nachteil,der grossen massen,oder soll ich sklaven schreiben.Arrogantz,Ignorantz,dekadentz sind grosse hauptschlüssel dort ist alles drin.Zum aufstieg und zum fall.Sie ist die grosse pest,die hier schon ewig wüted.Das erschreckende ist,nach jedem fall,bzw.aufstieg gab es eine steigerung.Und diese steigerung hat immer gewonnen!Aber nochmal ,nicht zum grossteil der menschen(sklaven).Mittlerweile ist jetzt schon alles perfect,Die schaffe hüten sich doch schon selbst,egal wo. gruss

  13. Entschuldigen sie, aber wenn ich “Menschenrechte” höre, könnte ich kot***. Menschenrechte sind genauso dogmatisch wie mittelalterliche Moralvorstellungen. Und sie werden genauso missbraucht. Schon vergessen, wieviele Kriege im Namen der “Menschenrechte” geführt wurden? Wieviele Sanktionen gegen andere Länder damit begründet wurden? Wie uns in der gefakten “Pandemie” kurzerhand unsere Menschenrechte eingeschränkt oder weggenommen wurden?
    Machen wir uns nichts vor: die Menschenrechte sind nur ein weiteres Instrument in der Hand der machtbesessenen Herrscher, die damit die von ihnen Beherrschten ruhigstellen und andererseits beliebig kujonieren können. Der Mensch ist ein machtbesessenes Raubtier und das wird er bleiben. Ich erkenne da überhaupt keinen Fortschritt in der Evolution. Nur die Methoden sind subtiler geworden. Früher fraßen die das Fleisch roh aus der Hand, heute wird es schön zubereitet und mit Messer und Gabel zu sich genommen. Für das Tier, das dafür geschlachtet wurde, macht das jedoch keinen Unterschied! Genausowenig macht es für uns Bürger keinen Unterschied, ob der Herrscher wie damals seinen Willen durch Büttel und Soldaten durchsetzte oder wie heute durch Ausgrenzung und soziale Vernichtung.