
David Berger hat am 11. September 2026 unter anderem hier auf Ansage! ausgeführt, die politischen Wurzeln des BSW lägen weiterhin links und Sahra Wagenknecht wiederum würde das BSW kaum zu einer konservativen Partei umformen. Deshalb schätzte Berger die Aussicht auf eine gemeinsame Regierung als gering ein. Natürlich hätte das BSW als konservative Partei keine Existenzberechtigung; wie bereits am 5. September ebenfalls hier auf Ansage! ausgeführt, könnte es sich allenfalls als traditionell-linke Friedenspartei einen Platz erkämpfen – sofern das BSW aus seinen Fehlern lernen würde.
Die inhaltliche Entstehung des BSW geht auf die Corona-Hysterie zurück, als die Linkspartei ihre Liebe zur Pharmaindustrie und ihren Profitinteressen entdeckte; inzwischen setzte sie sich für sexuelle und andere Randgruppen ein und stellte Forderungen, die den Herrschenden keine Sorgen bereiteten. Auf Facebook kehrte zunächst Oskar Lafontaine am 8. Juli 2021 zur Kapitalismus-Kritik zurück und seine Ehefrau Wagenknecht folgte ihm alsbald, ohne sich allerdings dem bereits formierten Widerstand anzuschließen. Die Familie Lafontaine-Wagenknecht gründete schließlich ihren privaten Widerstand.
Links-Abspaltung von den Linken
Nach der Bundestagswahl 2021 mit 4,9 Prozent für die Linke, aber mit drei Direktmandaten, kritisierte Sahra Wagenknecht die “Lifestyle-Linke” und forderte eine Besinnung auf die Interessen der Werktätigen. Die Befürworter dieser Position spaltete sich anschließend mit ihr ab. Die Partei Die Linke ist zwar rechtlich mit der alten SED identisch, hat aber inhaltlich nichts mehr mit ihr gemeinsam. Die Reste der einstigen Partei der Arbeiterklasse sind heute – im BSW! Dieses neue Bündnis hatte zunächst – wie einst die Piratenpartei – Sorgen, von neu eingetretenen Spinnern übernommen zu werden. Dieser Gefahr wurde daher mit den bewährten Methoden einer leninistischen Kaderpartei begegnet; dieses Handwerk beherrschte die einst in der Kommunistischen Plattform sozialisierte Wagenknecht noch. Statt eingesickerter Spinner waren es jetzt aber die Karrieristen selbst, die die Partei schädigten: Nach einem respektablen Ergebnis bei der EU-Wahl 2024 und den Landtagswahlen von Thüringen, Sachsen und Brandenburg begannen sie mit einem Sturmangriff auf die Ministersessel, stützten die Brandmauer und vergraulten ihre Wähler. Zudem wurde der nötige Wechsel von der Kader- zur Mitgliederpartei verschlafen. Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 gab es dafür die Quittung.
Wenn das BSW aus seinen Fehlern lernen will, darf es sich nicht noch einmal auf ein Gemauschel mit den Brandmauerparteien einlassen. Eine dritte Chance wird sie vom Wähler wohl nicht bekommen. Aus diesem Grund glaube – ich anders als David Berger – dass es auch bei teilweise entgegengesetzten Überzeugungen eine Ablösung der Brandmauerparteien geben kann, wenn AfD und BSW von ihren Maximalpositionen abrücken und sich gegenseitig respektieren. Nicht nur muss das BSW seine Vorbehalte gegen „rechts“ überwinden, die AfD muss sich auch auf eine Linksabspaltung der Linkspartei einlassen.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
Respekt bedeutet auch, dass keine traditionelle Koalition möglich ist. Das BSW hat eine Koalition mit der AfD vor der Wahl ausgeschlossen und die AfD jegliche Koalition; letzteres wurde inzwischen relativiert durch die Aussage, man bestehe auf einer stabilen Regierung. Eine Lösung könnte hier vordergründig nach dem Muster der Zusammenarbeit von SPD und Statt-Partei in Hamburg nach der Bürgerschaftswahl von 1993 gesucht werden; das Problem in Sachsen-Anhalt ist allerdings viel komplexer. Am 8. September 2026 wurde ein offener Brief des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Dieter Dehm, der später zur Linken wechselte, veröffentlicht, in dem er beide Parteien zu einer Einigung aufforderte. Weiter liegt ein 7-Punkte-Plan auf dem Tisch, der auf einer DIN-A4-Seite aus bundespolitischer Sicht einen Kompromiss mit einer Perspektive für die Zukunft vorschlägt. Er trägt der strategisch guten Position des BSW Rechnung, verlangt aber nicht von der AfD, sich zu verbiegen. Sollte dieser Plan zur Diskussionsgrundlage werden, würde der Teufel allerdings noch im Detail stecken – weshalb es nicht hilfreich wäre, ihn schon jetzt öffentlich zu zerreden. Man sollte aber festhalten: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
Der „Traum einer Querfrontregierung“ liegt also nicht allzu fern jeder Realität. Bergers Hinweis auf Interviews von Sahra Wagenknecht auf RTL und “n-tv” sollte nicht überbewertet werden; die Frau ist nicht mehr die Vorsitzende der Partei, sie lehnt es – wie 2021 bei Corona – ab, sich einer bestehenden Bewegung anzuschließen; sondern sie will eine Bewegung anführen. Parteien können aber selbst das Ego von Ex-Vorsitzenden überwinden. Es wird ein Klärungsprozess im BSW notwendig werden, ob man den Fehler von Thüringen wiederholen will – oder vielleicht besser auf Basis des vorliegenden 7-Punkte-Plans die Zukunft der eigenen Partei organisieren will.
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7 Kommentare
wenn Herr Sigmund nicht alles was er versprochen hat, brechen will, darf es keine Koalition mit der Salon Kommunistin Wagenknecht geben. Das würde der Wähler nicht verzeihen.
@Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
mag sein – aber wo kein Wille ist, ist auch kein Weg – oder wie es im Volksmund heißt :
wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Ausreden !
Und die BSW wurde gegründet, um die AFD im Interesse der Blockpartei zu bekämpfen und ihr Stimmen wegzunehmen – und an dieser Basis hat sich nichts geändert.
Sollte die AFD den Fehler machen, mit dem BSW zusammenzuarbeiten, hat sie die Saboteure für ihre Politik schon in ihrer Regierung.
Und letztlich geht es dabei eben nicht um Parteien oder Politiker, sondern um die Politik – um die Wahl zwischen der antideutschen Blockpartei mit Armut und Elend nach den Vorgaben von Morgenthau und Genossen und der AFD um den Aufbau Deutschlands für alle Deutschen !
Eher stürzt die Hölle ein, als daß sich eine kommunistische Splitterpartei reformiert. Denn nach deren Verständnis müssen sich alle anderen Parteien reformieren, also sich der marxistischen bzw. stalinistischen Ideologie anpassen. Merz ist auf dem besten Weg hierzu. Er reiht sich ein in die Phalanx der Bewunderer von Autokratie bzw. Diktatur. Schon Hitler hielt Stalin für ein Genie!
„AfD und BSW: Wie weiter?“
Na, Heim ins Reich.
Väterchen Lenin ruft.
Nein, der politische Wille ist nicht vorhanden, die Ideologie und Gier getriebene Dummheit der Altparteien plus BSW wird sich durchsetzen. Falls die AFD (Siegmund) sich extrem verbiegen würde, dann war es das mit dem Projekt „AFD“. Es kann nach erfolglosen Verhandlungen am Ende nur Neuwahlen geben. Das heißt, Siegmund muss sich im dritten Wahlgang mit einfacher Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen, um anschließend durch ein erfolgreiches Misstrauensvotum vom Parlament Neuwahlen zu ermöglichen. Einen anderen, den direkten Weg durch den Landtag Neuwahlen beschließen zulassen, dafür wird es niemals eine Mehrheit geben. Neuwahlen würden dann höchstwahrscheinlich für die AFD zur absoluten Mehrheit der Parlamentssitze in Sachsen-Anhalt führen.
Der von S. Wagenknecht im Interview, mit
‚,Ben Unscripted,‘ vor der Sachsen-Anhalt Wahl,
gemachte Vorschlag einer Zusammenarbeit
des BSW mit der AFD in Form einer Über-
Kooaltionären-Regelung mit Aufstellung des Minister-
Präsidenten und einem Teil der Abgeordneten durch
parteilose oder parteiunabhängige Fachkräfte,
entsprechend des zu besetzenden Fachbereiches, in
enger Zusammenarbeit mit den gewählten Personen,
im Sinne der Wahlversprechen gegenüber den Wählern,
halte ich für einen lohnenswerte erfolgsverprechende
Überlegung.
Eine Regelung Dieser Konstilation könnte ein
reformierender Ansatz, mit möglichen realen,
effektiven Systemänderungen den Weg bereiten
und dem Wunsch des Wählers zur Veränderung
gerecht werden.
Des weiteren wäre es, bei Gelingen, ein Vorbildmodel
auf Bundesebene um viele von teilwese fachfremden
Abgeordneten getragene Fehlentscheidungen, die
dem Steuerzahler derzeit Miliarden kosten, zu
vermeiden.
Also habt den Mut zur tatsächlichen Reformierung
eines nicht mehr funktionierenden Systems.
Warum denken eigentlich immer alle, dass der Verfassungsschutz auf dem linken Auge blind ist?
Das stimmt einfach nicht!
Der Verfassungsschutz beobachtet beispielsweise Teile der Linken in Berlin.
Ich erinnere außerdem daran, dass Teile der Linken auch früher schon vom Verfassungsschutz beobachtet wurden (als die Linke noch PDS-Partei hieß).
Die linksextreme Jungewelt, die ebenfalls schon seit mehreren Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird, hat es in den letzten Jahren mehrmals sehr gut beschrieben. Der Verfassungsschutz wird nicht nur dazu eingesetzt, um die Regierung und die Interessen der Regierung sowie die Agenda der Regierung zu schützen,sondern auch die globalistische Agenda zu schützen um deren Umsetzung nicht zu gefährden.
Das heißt, dass nur diejenigen extremistische Gruppierungen, welche die globalistische und tarnsatlantische Interesse und die Durchsetzung von deren Agenda gefährden,werden beobachtet und politisch sowie juristisch verfolgt, dazu zählen auch linke Gruppierungen.Denn es gibt auch linke globalisierungkritische Bewegungen, welche der Regierung zu gefährlich geworden sind.
Zum Beispiel hat sich die Jungewelt in den letzten Jahren schon oft von den „Antideutschen“-Linken distanziert, die Jungewelt kritisiert sehr scharf die westliche Unterstützung der Ukraine und ist NATO-kritisch. Deshalb wurde die Jungewelt auch ins Visier vom Verfassungsschutz genommen.
Transfeindliche Linke und LGBTIQ-kritische Linke, oder die Pro-russische pro-sowjetische Linke sind den Globalisten und dem Verfassungsschutz auch ein Dorn im Auge.
Die Jungewelt kritisiert beispielsweise seit Jahre alle Pro-NATO Linken Gruppen und Bewegungen. AUch deshalb wurde der Verfassungsschutz schnell eingeschaltet. Alles, was die NATO-Existenz gefährdet und alles,was die globalistische Globalisierungs-Agenda in Frage stellt und gefährdet, wird sofort und schnell vom Verfassungsschutz ins Visier genommen.
Dazu zählen sowohl Linke als auch rechte Gruppierungen und Bewegungen…
Alle kriminellen pro-NATO,Pro-EU und Pro-Globalistische Gruppierungen werden deshalb einfach in Ruhe gelassen, weil sie sozusagen auch dabei mithelfen die Agenda der Regierung, der Transatlantiker NATO und der Globalisten umzusetzen.
Übrigens in Frankreich hat der linksextreme Top-Kandidat für die Präsidenschaftswahlen 2027 Melenchon sich in den letzten Jahren teilweise sehr EU-kritisch geäußert und ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie in Frankreich 2021 viele Antifa-Anhänger bei mehreren Großdemos landesweit in Frankreich zusammen mit Impf-Gegnern gegen Macron demonstriert haben! In Deutschland ist so etwas undenkbar…