
Ich habe etwas Böses angeschaut und nun müssen Sie mich canceln, wahlweise erschlagen. So wie Eltern ihren Kindern den Mundraum mit Seife auswaschen, wenn sie böse Wörter ausgesprochen haben, ist es angebracht, mir nun die Augen auszustechen, denn ich habe einen bösen Film gesehen. Alternativ empfiehlt es sich, das Chili-Extrakt in das Sehorgan zu spritzen, das mein bester Freund in diesen Tagen dank seiner chemischen Expertise hergestellt hatte und das – laut Erzählungen – seiner Wirkung wegen unter das Waffengesetz fallen könnte.Wie auch immer: Her damit und rein in die Glotzer… denn ich habe es verdient!
Die Sünde, die ich beging, hört auf den Namen „Felidae“. Was zunächst harmlos anmutet, ist der Begriff doch lediglich der Fachterminus für die Tierfamilie der Katzen, bezieht sich hier allerdings auf einen Film, zu dem der Autor Akif Pirinçci das Buch geschrieben hat. Und da das kreuzdebile juste milieu unter seiner moralischen Monstranz entschieden hat, dass alle Werke des deutsch-türkischen Autors in den meisten Buchläden sowie in dem Online-Buchladen schlechthin, Amazon, nicht mehr verfügbar sind, weil der Publizist von demselben kernverdummten juste milieu als rechtsradikal gebrandmarkt wurde, bin ich das nun auch. Also, nicht kreuzdebil oder kernverdummt (das vielleicht auch) – aber auf jeden Fall rechtsextrem. Gesichert und ganz sicher.
Zum Abschuss frei
Man muss Pirinçci nicht mögen, meinetwegen kann man ihn auch hassen. Aber seine Vita sollte man zumindest würdigen: Geboren wurde „der kleine Akif“ 1959 in Istanbul, ehe er zehn Jahre später mit seiner Familie nach Deutschland auswanderte. National und sogar international wurde er mit Katzen-Kriminalromanen bekannt. Das berühmteste Werk heißt „Felidae“ (dazu gleich mehr) und wurde in 17 Sprachen übersetzt. Seine Romane erreichten Millionenauflagen, doch ab 2012 wandte er sich dann zunehmend gesellschaftlichen Themen zu – und zwar in einer, wie soll man sagen, nicht gerade politisch korrekten Art und Weise. Aber wer schreibt das gerade…
Von seinem Buch „Die große Verschwulung“ bis zu einer (laut linken Medienaposteln, die es ja ganz genau wissen) „umstrittenen Rede“ bei einer Pegida-Veranstaltung und nach mehreren Verurteilungen durch die politische Strafjustiz ist Akif Pirinçci als niederträchtiger Rechter in der gesellschaftlichen Schmuddelecke angelangt. Der neue Führer hat offenbar einen türkischen Namen. Dass ihm die Antifa das Leben in Teilen zu verunmöglichen versuchte, findet in den schafrichterlichen Mainstream-Medien ebenso wenig statt wie die Tatsache, dass hier ein Türke nach Deutschland kam und es sprichwörtlich “geschafft” hat: Er hat sich integriert, lebt von der eigenen Arbeit und erlaubt sich sogar eine eigene Meinung. Weil diese aber so ganz und gar nicht links ist, wurde Pirinçci zum Problemtürken – ganz so, wie einst Bruno zum Problembären wurde: Frei zum Abschuss.
„Felidae“ ist aus Vesehen antirassistisch
Dabei hätten es die linke Tugend-Hamas besser wissen können, hätte man dort nur einmal sein Erstlingswerk “Felidae” gelesen oder, wie ich nun, den zugehörigen Film angeschaut. Die Geschichte handelt von dem Kater Francis, der mit seinem „Dosenöffner“(also Herrchen) in ein neues Viertel zieht und einer rätselhaften Mordserie auf die Spur kommt, die die Katzenwelt erschüttert. Zusammen mit seinem Freund Blaubart – dies ist wiederum aufgrund der Dramaturgie im Film prominenter beschrieben als im Buch – taucht Francis in eine düstere Welt voller Geheimnisse ein, um die Hintergründe der Verbrechen aufzudecken.
Das Buch können Sie lesen, den Film können Sie ansehen, was auch immer. Fakt ist, und ohne zu spoilern: Die Geschichte ist im Kern antirassistisch, da Francis am Ende gegen eine genetische Wahnvorstellung kämpft, eine chromosomal reine neue, alte Katzenart zu generieren. Doch dies wird dem Leser oder Zuschauer nicht wie ein “Tatort” aus dem Reich des betreuten Fernsehmachens ins Hirn gehämmert; vielmehr passt das Thema zum Plot. Deswegen ist “Felidae” vermutlich auch nur aus Versehen antirassistisch – aber er ist es. Und vor allem, viel wichtiger, ist es eine fesselnde Geschichte, jenseits aller politisch korrekten Hemmschwellen.
Sie wollen alles abschaffen, was jenseits ihrer Ideologie ist
Nicht nur, aber auch wegen “Felidae” ist es völlig geisteskrank, Akif Pirinçci als “rechtsextrem“ und somit schädlich für dieses Land zu brandmarken. Ohne ihn persönlich zu kennen, bin ich mir sicher, dass er diesen Umgang nicht verdient hat. Einfach deswegen, weil niemand diesen Umgang verdient hat. Menschen erlauben sich in diesem Land ein moralisches und somit auch charakterliches Urteil, und hemmungslos wird mittlerweile zwischen werten und den unwerten Persönlichkeiten separiert. Am Ende sind sie in der Methodik nicht besser als ihre Großeltern, die Auschwitz möglich gemacht haben. Sie agieren lediglich subtiler. Man könnte auch sagen: perfider.
Am Beispiel Akif Pirinçcis wird klar, wie anormal die Cancel Culture ist. Die Mitglieder des linken Wächterrates gewinnen dadurch langfristig gar nichts. Außer den Verdruss der Mehrheitsgesellschaft, die – so hoffe und denke ich – immer weniger Lust hat, sich für ihr Konsumverhalten, ihre Meinung und schlicht für ihre Existenz rechtfertigen zu müssen. So gesehen besteht Hoffnung, dass meine ohnehin retardierten Augen wohl doch nicht durchstochen und ich auch nicht gecancelt werde , weil ich einen Film und vormals das Buch eines Autors konsumiert habe, der von den gar nicht mal so sauberen Saubermännern zum Paria gestempelt wurde. Akif Pirinçci ist nicht das Problem. Er ist, wie viele andere, ein Stachel im Fleisch derer, die immer glaubten, es besser zu wissen, aber niemals im Stande sein werden, es besser zu können. Daher möchten sie alles abschaffen, was abseits ihrer beschränkten Ideologie ist – sei es durch Ausgrenzung, politisches Strafrecht oder Antifa-Gewalt. Doch ihre Einfältigkeit wird ihnen zum Verhängnis. So viel ist sicher.
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6 Antworten
Cancel Culture geht schon damit los, in dem Dir der Idioten-Mob vorschreibt, welches T-Shirt Du anziehen sollst! Und geht damit weiter, in dem man alle individuellen Merkmale einer Person ausradieren will! Gib den Kleinen, Miesen und Dummen Macht und es kommen die schlimmsten Perversionen hoch! Doch auch unser Tag wird kommen!!
man kann ja sagen was man will, aber Akif spricht deutsch wie ein jeder und besser als viele Andere, auch besser als viele Deutsche. Obendrein hat er nicht nur hochdeutsch, sondern auch die Gassensprache drauf; und die hat er des Oefteren bei der Beschreibung der Verhaeltnisse im Murksel-Deustchland frei genutzt.
Ein dreifach Hoch Hoch Hoch auf Akif
ich kann jedem noch klar denkenden Menschen die Bücher von A.P. nur empfehlen.
„Der Übergang“ sowie „Deutschland von Sinnen“ beschreiben eindringlich dieses kaputte
Land und seine noch kaputteren Bewohner.
Es ist gut, das es noch Autoren wie ihn gibt, Leute die ein Gewissen haben und nicht
jeder modischen Narrheit und verdrehten Meinung hinterherrennen.
Auch wenn er vom Mainstream verdammt wird, für mich ist er einer der wichtigsten
Schriftsteller dieser an sich verrückten Zeit.
Sehr schade, dass sich der Akif dem Mainstream- und Leibesdruck zu entziehen entschied.
Ich habe ihn am Stand von Antaios auf der Frankfurter Buchmesse 2017 getroffen und wurde sogar von einer Katzenbuch-Fanatikerin wenig später auf der Terrasse der Messe als der „Bodygard“ von ihm ausgemacht, jedenfalls flüsterte sie, für mich hörbar, diesen Begriff zu ihrem Mann, der an diesem Tag, aber nicht nur an diesem vermutlich, sehr wenig bei dieser Paarschaft anzumelden hatte. Die Katzen gehen sicherlich vor.
Diese Buchmesse 2017 war der Höhepunkt auf dieser bis dato für die Rechte Gesinnungsgemeinschaft.
Björn Höcke stieß an diesem Samstag-Nachmittag hinzu, Antaios veranstaltete eine Lesung mit Sellner, Lichtmesz & Sommerfeld „Mit Linken Leben“.
Da war ebbes an guter Stimmung und Antifanten-Orchester gebacken.
Der Akif war auch dabei. Er fehlt. Sehr schade.
Was Pirincci widerfährt , ist natürlich ein astreiner, linker Rassismus ihm gegenüber…Da legt doch diese Kommunistenbande an ihn die gleichen Maßstäbe an, wie an ihre verhassten Kartoffeln und das ist ein Skandal!
Ein Migrant sollte immer und jederzeit alles sagen dürfen , schließlich gehört er doch zur Opferfamilie .Da muß auch mal eine derbere Ausdrucksweise erlaubt sein .Da können nur die Deutschen Schuld daran haben ,daß der Akif so geworden ist und sogar die eigenen leute beleidigt !
Ich schreibe sonst selten Kritiken zu solchen Texten, aber Akif triggert mich als Fan seiner Kunst immer. Der obige Artikel ist schwach, halbherzig, lauwarm und beginnt schon mit dem in bestimmten Kreisen üblichen Gruß an den Gessler-Hut („Man muss Pirinçci nicht mögen…“). Sowas würde die Gegenseite übrigens niemals über IHRE Vertreter schreiben. Aber geschenkt. Was ich an Akif am meisten schätze ist seine Standhaftigkeit. Er hätte sich mit seinem Hintergrund und seinem Talent nach den Katzenkrimis bei den linken Kulturschaffenden einen warmen Opportunistenplatz auf Lebenszeit schaffen können. Wie so viele andere. Das tat er nicht. In einer existenziellen Krise Deutschlands hat er glasklar Stellung gegen den Wahnsinn bezogen („Der Übergang, „Umvolkung“, „Das Schlachten hat begonnen“). Und hat sich den Hass der Links-Woken zugezogen, mit allen Konsequenzen. Akif ist ein glühender Patriot des Deutschlands, in das er mit seinen Eltern in den 70ern einwanderte und das sich momentan gerade in Auflösung befindet. Er versuchte dieses liberale und freihetiliche Deutschland zu bewahren, blieb standhaft und wurde dadurch zum Paria.