Angela Merkel erhält einen Orden – und ein Kamel hat gefurzt

Angela Merkel erhält einen Orden – und ein Kamel hat gefurzt

Blech für Schrott, Ex-Untergebene als Zeremonienmeister: Urschel von der Merzel mit der Abrissbirne Germoneys bei der absurden Ordensverleihung am Dienstag in Brüssel (Foto:ScreenshotX)

Liebe Zuhörer, können Sie sich noch an Berthold Brecht, das Fressen und die Moral erinnern, worüber ich vor einiger Zeit schrieb? Dabei hab ich Ihnen doch etwas verschwiegen: Denn Fressen und Saufen alleine reichen nicht, um ein Volk bei Laune zu halten! Da muss schon etwas mehr sein. Vielleicht Bungee-Jumping vom Kölner Dom im Rahmenprogramm des Katholikentags, Maßkrugstemmen gegen Rassismus, ein European Song Contest als Einladung zur geistigen Null-Diät… oder eben auch Ordensverleihungen! Letzteres empfiehlt sich vor allem für Diktatoren, korrupte Präsidenten, DDR-Konkursverwalter oder – wenn zufällig niemand anders verfügbar – auch für anerkennungsbedürftige und geltungssüchtige Parteisoldaten. “Brot und Spiele” haben es die Römer genannt, “Jubelfetzen” die Ost-Berliner. Im Deutschland unserer Tage gibt es noch keinen richtigen Spitznamen dafür – denn hier gibt es tatsächlich immer noch einige hunderttausend Volljährige, die tatsächlich noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen glauben, die bei der Augsburger Puppenkiste den Kasperl und seinen Krampus für Wesen aus Fleisch und Blut halten und nach der Vorstellung um ein Autogramm derselben anstehen, und die deshalb glauben, wer hierzulande einen Verdienstorden erhält, hätte sich um etwas verdient gemacht.

Doch bekanntlich gewinnen selbst die größte Lächerlichkeit und die ödeste Langeweile an Charme und Überzeugungskraft durch äußere Insignien: Durch eine purpurne Robe etwa, durch einen über die Schulter drapierten Hermelin, durch Ordensblech bis hinunter zu den Plattfüßen, durch einen Dienstwagen mit behandschuhtem Chauffeur, durch einen bizarren metallenen Kopfschmuck oder durch weißbehelmte Motorradeskorten, die einem oder mehreren Nichts ihren Weg durch die dankbaren Gaffer bahnen. Das alles ist oftmals wirklich gut gemacht – und sagen wir, liebe Zuhörer, bloß nicht, wir würden nicht auch selbst zuweilen der geschickt zusammengezimmerten Vorgaukelung von nicht vorhandener Größe und Bedeutung erliegen.

Abgehalftete, unter Rentnerkoller leidende politische Konkursverwalter

Was die Verleihung ansonsten ungenutzt vor sich hinrostender Blechstücke – im politischen Sprachgebrauch „Orden“ genannt – betrifft, so lässt die Breitenwirkung auf die Volksmassen aber denn doch allmählich nach. Diese ganze Altmetallverwertung dient seit dem Ende des glorreich verlorenen Krieges häufig nur mehr der geistigen Selbstbefriedigung, der Gasfüllung irgendeines eines verkümmerten Ego-Ballons oder dem Frustabbau abgehalfteter, unter Rentnerkoller leidender politischer Konkursverwalter. Das Ganze lockt inzwischen kaum mehr einen anständigen deutschen Schäferhund hinter dem Ofen hervor. Für sich genommen wären diese Ordens-Slapsticks ja eigentlich eine recht willkommene und amüsante Abwechslung in unserem tristen Dasein, dazu noch kostenlos und als psychostabilisierendes Element während persönlicher depressiver Phasen jederzeit übers Internet abrufbar.

Bei Lichte besehen geraten sie dann aber doch eher zur Peinlichkeit; peinlich vor allem für die auszuzeichnenden Hauptdarsteller: Ohne rot zu werden lassen sie sich mit den abartigsten Kreationen behängen, die ein Blechschmied-Azubi jemals ersonnen hat; sie lauschen verzückt den verlogensten Lobhudeleien und merken nicht, wie hinter hinter ihrem Rücken feixende Untergebene Grimassen schneiden. Einem Schimpansen mit Hauptschulabschluss würden man die Freude über das soeben erhaltene bunte Spielzeug nicht wirklich übel nehmen: Man kann schließlich als den jeweiligen Verhältnissen angepaßten Lendenschurz verwenden, darauf balancieren oder damit jonglieren. Man darf also gespannt sein, was dieser Mannschaft so alles einfällt, um das gerade verliehenen Stück einem halbwegs sinnvollen Zweck zuzuführen. Diese Probleme hatte man früher nicht, denn da hatte man noch Stil.

Ökologisch wenig nachhaltige Alteisenwiederverwertungen

Nehmen Sie Erich, den Dachdecker aus dem Saarland. Wenn man nicht gerade selbst unter den Segnungen des Sozialismus leiden mußte, dann war das, was da bei einer Ordensverleihung den herbeizitierten Jubelkadern geboten wurde, ganz großes Theater. Und die Musik war immerhin laut genug, um den Krach der Selbstschussanlagen und das Wehklagen der auf SED-Befehl an der Zonengrenze Verstümmelten wirkungsvoll zu übertönen. Oder nehmen Sie den zweitgrößten Feldherrn aller Zeiten, Idi Amin Dada: Der wußte ebenfalls, wie man sich feiern ließ – wenn man schon auch seine athletische Statur haben musste, um nicht unter dem Gewicht des selbst verliehenen Alteisens zusammenzuklappen wie ein altersschwacher Christbaum unter der Last der Weihnachtssterne. Genosse Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili, den meisten besser bekannt unter seinem Künstlernamen Josef Stalin, ließ sich auf freiwilligen Befehl von seinen Opfern regelmäßig mit den höchsten Orden behängen, was letzteren insofern zugute kam, weil sie wenigstens während der Prozedur der Ordensverleihung vor dem Abtransport in den Gulag sicher waren.

Beurteilt man manche dieser Alteisenwiederverwertungen, so genügen sie allerdings nicht immer den Kriterien ökologischer Nachhaltigkeit – wenngleich man ihnen zuweilen eine gewisse medizinische Wirkung nicht absprechen kann: Nicolas Sarcozy, vor der Ordensverleihung 1,65 m klein, soll nach der Verleihung des Großkreuzes der Ehrenlegion um volle 3 Zentimeter gewachsen sein, was sich aber, nachdem ihm die Marke nach seiner Verurteilung wegen Korruption wieder abgenommen worden war, als nicht dauerhaft erwies. Doch Häme ist fehl am Platze: Schicksalsschläge wie etwa die Massenzuteilung von Verdienstkreuzen (groß und klein, mit und ohne Stern, mit und ohne Hosenträger) können jeden treffen. Nach der Verurteilung wegen Bestechung, Steuerhinterziehung oder gezinkter Buchführung das gute Stück wieder zurückzugeben, ist dabei gar nicht so einfach, wie es klingt: Soll man seine Parteikumpanen und Ordensverleiher etwa Lügen strafen, oder ihnen gar eine getrübte Wahrnehmung unterstellen? Nein, da trägt man lieber tapfer das bunte Blech und fächert sich nach dem erzwungenen Rücktritt mit der Ordensurkunde abends Trost zu.

Kreatives Füllen der Ränge

Und nun zum aktuellen Kern dieses Themas: Diese Woche hat es schließlich auch die ehemalige realsozialistische Nachwuchsapparatischika und DDR-Konkursverwalterin Angela Merkel getroffen. Es war beileibe alles andere als einfach: Schwierig war es schon, einen Grund für die Ordensoperette zu finden. Was sollte der Anlass für die Prozedur sein? Der ohne Zweifel erfolgreich verlaufene Volkswechsel im eigenen Land etwa? Oder wie sie es fertig gebracht hat, die Richter des Gerichtshofs, vor welchem gerade ein Verfahren gegen sie lief, zum Abendessen ins Kanzleramt zu ködern? Oder das Land durch ihre hanebüchene Corona-Zwangsmaßnahmen zu einer Kopie ihres Herkunftslandes, also auf DDR-Standard gehievt zu haben?

Nachdem man schließlich aus dem reichen Fundus an politischen Allgemeinplätze die nichtssagendsten zu Tage gefördert hatte und “irgendwas mit Europa“ auserkoren hatte, stand als nächstes die Frage an, wer in der denkwürdigen offiziellen Verleihungsveranstaltung den Zeremonienmeister geben sollte. Schließlich verfuhr man nach dem bewährten Grundsatz, sich aus der Hand eines ehemaligen Günstlings den Orden umzuhängen zu lassen um es nicht selber tun zu müssen. Und wer eignete sich im vorliegenden Fall dazu besser als Flinten-Uschi, die seinerzeit von Merkel selbst als unfähigste Ministerin seit Kriegsende nach Brüssel entsorgt wurde (zur späterer gefälligen Verwendung, wie man nun sieht)? Jetzt galt es nur noch, für Beifallsproduzenten zu sorgen. Aus nicht näher genannten Gründen sagten die angefragten Vergewaltigungsopfer syrischer Jugendlicher ab und auch die noch an den Folgen der Stichverletzung afghanischer Fachkräfte laborierenden Patienten einer norddeutschen Intensivstation erklärten sich krankheitshalber außerstande, ein dankbares Publikum zu mimen.

Glorreiche Idee

So kam man denn auf die glorreiche Idee, Mitarbeiter der EU-Verwaltung auf den leeren Plätzen der Abgeordneten, welche aus Protest der Selbstbeweihräucherungsorgie fern blieben, zu platzieren um die dringend benötigten Beifallsstürme für die “Tagesschau” zu abzuliefern. Wie könnte man die ehemalige FDJ-Sekretärin für Propaganda treffender ehren? Zum Schluß brauchte man nur noch ein Bild der Lahmen, welche eine Blinde führt, dann konnte man füglich behaupten, dass kein Grauen diesem jemals gleichkäme. Da fielen Merkels Lesungen aus dem Politischen Testament Erich Mielkes schon nicht mehr ins Gewicht.

Soweit also, liebe Zuhörer, im Rahmen unseres allabendlichen bunten Feuilletons die Berichterstattung über die Preisverleihung an Angela Merkel am 19. Mai diesen Jahres. Doch kommen wir abschließend noch zu den eigentlichen wichtigsten Ereignissen dieses Datums: Der Abfallkübel, welcher in den Morgenstunden des 19. Mai in der südchinesischen Provinz Guangdong umgefallen war, wurde inzwischen durch einen 39-jährigen ortsansässigen Lebensmittelhändler wieder aufgerichtet. Und wenig später lief eine noch brandaktuellere Nachricht über die Ticker: Aus der zentralarabischen Oase Al Qassim wurde berichtet, daß eines der durchziehenden Kamele beim Passieren der Straßenkreuzung am Ortseingang laut gefurzt hat.

11 Kommentare

  1. Warum nicht auch gleich Goebbels, Himmler, Baader oder Meinhof einen Orden verpassen?? Deutschland mag offenbar Diktatoren, Terrorfreunde, Marxisten und Sch***typen, da wäre die Reihe doch komplett!

  2. …. wenn’s nur einer wäre, das stinkt erbärmlich bis aus dem PC!
    Bitte beobachten, jeder f…r und🐫 hat im Auto Innenrückspiegel ein Fläschchen hängen….. wofür wohl?
    ….das spart Wasser und Seife und schont die Umwelt.
    So gesehen alles richtig gemacht🤔🤣🤣🤣🤣

  3. Wofür bekommt die ein Orden? Dafür dass sie Deutschland und die EU mit ihrer Nachfolgerin zerstört haben?
    Danke für nichts 🖕😡🤬

  4. Das ist nur noch albern und man kann den ganzen widerlichen Dreck nicht mehr sehen. Und so was steht und stand an Europas Spitze. Wie will man das später einmal seinen Kindern erklären?

  5. Bravo, das weibliche Abbild von Mao bekommt einen Orden!
    Es kleidet sich beinahe so wie der Chinesische Kommunistenführer damals,
    nur die Sakkotaschen sind anders gestaltet!
    Wertvolle Orden werden entwertet und sind nur gewöhnliche Blechanhänger.

  6. Zu der abgehalfterten teigigen Ollen, ein bunter Wimpel hät’s getan -mit einer finanziellen Zuwendung. Zu dem Kamel, wenn’s Arscherl brummt -ist’s Herzerl g’sund. Sonst noch was???

  7. Vielen Dank für diesen tollen und wahren Artikel. Man sieht die beiden Seelenverwandten innig und sich einig über ihr grandioses Tun. Unfassbar dieser Wahnsinn

  8. Ein Kurzvideo    von Petr Bystron, für die    AFD im EU Parlament 
               
                     
        diese Frau hat keinen Orden verdient Petr Bystron