Arbeitskräftemangel trotz Massenzuwanderung

Deutsche Alternativen: Abhartzen oder doch Berufspolitiker werden? (Symbolbild:Pixabay)

Unsere Wirtschaftskapitäne sind auch nicht mehr besser als unsere Politiker: Obwohl die Bevölkerung Deutschlands immer weiter zunimmt (aktueller Stand: 83,8 Millionen), werden sie nicht müde, nach noch mehr Neubevölkerung zu rufen. Zuzug soll den Arbeitskräftemangel beheben – obwohl dieses „Rezept” schon bisher das genaue Gegenteil bewirkt hat, denn mit den eingeladenen und ungebetenen Gästen, die in den letzten Jahren zu uns kamen, stieg der Arbeitskräftemangel immer weiter an. Lehrsatz: Wer immer wieder das gleiche macht, aber andere Ergebnisse erwartet, hat in der Schule nicht aufgepasst. Einstein sah darin angeblich eine Definition von Wahnsinn.

Die Gründe führte ich bereits in mehreren Artikeln aus: Durch den Zuzug kam zwar auch die eine oder andere Fachkraft, aber das Gros der Zuwanderer sind Ballast für unsere Volkswirtschaft. Die staatlich betriebene Nachfragesteigerung mittels mehr und mehr Sozialleistungen ging einher mit einer geringeren Erwerbsquote. Die Frauen der Zuwanderer arbeiten noch seltener als diese selbst – und deren zahlreiche Kinder arbeiten selbstverständlich auch nicht.

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Vermeidbare Ausfallzeiten

Nun sollen also die Berufstätigen bis 70 arbeiten, statt bis 67 wie beschlossen, fordern Wirtschaftsverbände – diesmal der Gesamtmetallverband. Vernichtung durch Arbeit? Ihnen scheint nichts zu schäbig zu sein, das Heer an Arbeitskräften zu vergrößern, um den Beschäftigten gegenüber noch mächtiger auftreten zu können. Wann werden die Unternehmer ihren schwangeren Beschäftigten Abtreibungen sponsern, wie das in den USA schon der Fall ist? Damit werden Ausfallzeiten vermieden.

Dieses Jahr kamen über eine halbe Million Ukrainer(innen) zu uns. Viele meldeten sich inzwischen arbeitslos, was die Arbeitslosigkeit auf fast zweieinhalb Millionen ansteigen ließ. Die „Unterbeschäftigung“, die zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im Juli 2022 sogar bei 3.217.000 Personen. Können diese Millionen nicht arbeiten, wollen sie es nicht –  oder haben sie plausible Gründe dies nicht zu tun? Darum geht es im Folgenden.

Wer hat die Worte noch nicht gehört: „Ich darf nicht mehr arbeiten”? Viele Frauen, auch unzählige Witwen im rüstigen Alter bekommen mit dem Bescheid für ihre Witwenrente die Hinzuverdienstgrenze mitgeteilt – wieviel sie also verdienen dürfen, ohne dass es zu Rentenkürzungen kommt. Ansonsten verlieren sie Sozialleistungen oder Unterhaltszahlungen.  Würden sie etwas mehr arbeiten, würden sie effektiv Geld verlieren. Also beschränken sie sich auf jene Teilzeitstunden, die nicht rentenschädlich sind. So wird Potenzial vergeudet und Arbeitskräftemangel produziert. Lasst sie doch arbeiten und gönnt ihnen zugleich ihre Renten!

Fahrlässige Potenzialvergeudung

Auch Arbeitslosengeldbeziehern wird das Arbeiten ebenfalls vermiest; sie dürfen während des Bezugs in einem Job nur 165 Euro dazuverdienen. Und die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes 1 wurde erhöht auf bis zu 24 Monate – „kommt Zeit, kommt Rat“? So wird Potenzial vergeudet und weiterer Arbeitskräftemangel produziert. Auch Hartz-4-Bezieher werden belehrt, wieviel sie hinzuverdienen dürfen – womit man ihnen indirekt gleich nahelegt, dass sie sich besser zurücklehnen sollten. Auch so wird Potenzial vergeudet und Arbeitskräftemangel produziert.

Scheitert eine Ehe, lohnt sich das Arbeiten oft nicht mehr. In der Ehe war man anscheinend nicht glücklich und nach der Scheidung wird es zumindest der Hauptverdiener auch nicht wegen der massiven Unterhaltsverpflichtungen. Also wird nur noch so viel gearbeitet wie unbedingt nötig. Und wiederum: So wird Potenzial vergeudet und Arbeitskräftemangel produziert. Für Alleinerziehende besteht ebenfalls oft kein Anreiz, eine Arbeit aufzunehmen. Das Paket an Unterstützungen ist so attraktiv, dass es sich oft rechnet, offiziell getrennt zu leben und auf den Vorteil der gemeinsamen Kindererziehung und Arbeitsteilung zu verzichten. Die Arbeit wird oft reduziert oder ganz aufgegeben. Und Asylbewerber dürfen eine Zeitlang auch nicht arbeiten; so ist bei uns die Arbeitsmarktzulassung geregelt. In anderen EU-Ländern müssen sie es hingegen. So wird Potenzial vergeudet und Arbeitskräftemangel produziert.

Fehlsteuerungen und Fehlanreize

Andere Kulturen, andere Unsitten – viele muslimische Frauen arbeiten eher nicht, sie werden zu Hause „gehalten“. Wie bei uns noch vor 50 Jahren bedarf die Arbeit einer Muslima der Genehmigung ihres Paschas; was aber nur ein Randproblem ist, denn ihr statistischer Kinderreichtum verhindert bereits praktisch, dass diese Mütter den Arbeitskräftemangel mildern könnten. Sie schaffen hingegen den Mangel an Personal in Kindergären und Schulen. Warum gibt es immer noch die Wahl der Lohnsteuerklasse III oder V? Obwohl beim gemeinsamen Lohnsteuerausgleich alles in einen Topf geworfen wird, entsteht über das Jahr der Eindruck, die Arbeit von Frauen mit der Steuerklasse V lohne sich nicht. Also lassen sie es ganz bleiben – weil die monatliche Lohnsteuer exorbitant hoch ist und vom Brutto anscheinend nicht viel bleibt. So wird Potenzial vergeudet und Arbeitskräftemangel produziert.

Auch Rentner unterliegen bis zur Regelaltersgrenze einer Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro im Jahr. Zusätzlich muss die individuelle Höchstgrenze beachtet werden – der Hinzuverdienstdeckel. Werden die Grenzen überschritten, wird die Rente gekürzt. Ganz abstrus wird es, wenn sich jemand eine Photovoltaikanlage aufs Dach installieren lässt: Der Erlös für die Stromeinspeisung wird dann behandelt, als ob der Rentner arbeiten würde. Zusammen mit Arbeitseinkommen führt das zu Rentenverlusten – weshalb man es unterlässt, noch etwas zu tun. Eine klassische Fehlsteuerung durch Fehlanreize – durch die wiederum Potenzial vergeudet und Arbeitskräftemangel produziert wird.

Der Bundestag als Wohlstandsquell

Nur für Abgeordnete sind Einkünfte neben ihren üppigen Tantiemen unbeschränkt möglich: Wer in den Bundestag gewählt wird, muss zuvor nicht unbedingt gut situiert gewesen sein –  was sich mit der Mandatsübernahme aber schlagartig ändert. Und wer aus dem Bundestag ausscheidet, ist kein Armer mehr. Viele haben nichts gelernt – aber davon eine ganze Menge. Und wer über die üppige Lobbyarbeit seine Schäfchen nicht im Trockenen hat, macht etwas falsch. Hier können die Nebeneinkünfte des letzten Bundestags eingesehen werden. Sie waren, wie sich zeigt, „schwarz“ dominiert. Nachdem Rot-Gelb-Grün die Regierung stellt, wird sich dies natürlich fortan entsprechend verschieben; denn das Kapital regiert nicht offen, es lässt regieren. Und so geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Abgeordneter den Bundestag so verlässt, wie er in ihn eingezogen war. Es existiert lediglich eine Deklarationspflicht, aber keine Anrechnung der „Nebeneinkünfte” (die oft die Haupteinkünfte darstellen) auf die jeweiligen Abgeordnetenbezüge.

All diese beschäftigungshemmenden Vorschriften sollten endlich geändert werden. Jedoch – von diesem Bundestag? Wohl kaum. Denn wenn sich der Fachkräftemangel irgendwo konzentriert, dann im Parlament. Und neuerdings offenbar auch in den Wirtschaftsverbänden. Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, endlich diesen Mangel an Expertise abzustellen?

 

Dieser Artikel erscheint auch auf der Webseite des Autors.

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12 Kommentare

  1. „Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, endlich diesen Mangel an Expertise abzustellen?“

    Möglicherweise weil diejenigen, die diesen Mangel an Expertise analysieren und Abhilfe schaffen müssten, Angst davor haben, dass dann auffällt, dass es ihnen selber an jeglicher Expertise mangelt und sie daher gar nicht in der Lage sind, echte Experten überhaupt noch zu erkennen? Oder weil sie fürchten, dass sie vor dem Hintergrund seriöser Expertisen ihre kreativen Agenden nicht mehr durchziehen können, weil letztere dann angesichts realitätsnaher Expertisen zu Staub zerfallen?

    Denn dass die unkontrollierte Massenzuwanderung kein einziges Problem lösen, aber dafür um so mehr neue schaffen würde, konnte jeder, der mit der einschlägigen Klientel näher zu tun hatte, schon vor mindestens 25 – 30 Jahren vorhersagen. Nur dass sich durch den neuen Zuzug die Situation inzwischen noch erheblich verschlechtert hat.

  2. habt Ihr tatsächlich gedacht, dass mit den Flüchtlingen Fachkräfte kommen?
    Fliehen tut nur der, der nichts kann, der arm ist, …usw. Also genau, die, die wir nicht brauchen.
    Eben Wirtschaftsflüchtlinge.

  3. Die Masse der uns aufgezwungenen Importierten leben durch
    unsere Sozialkassen (Vollversorgung), wie die „Made im Speck“, ohne arbeiten
    zu gehen, ohne arbeiten zu wollen.
    Die noch a.d. Blatt Papier stehende Demokratie in Tateinheit mit der Plünderung
    der Sozialkassen ist nicht akzeptabel.
    Multi-Dilettanten wollen noch viel mehr Zuwanderung.
    Ich frage mich, stimmt bei denen noch alles in den Köpfen?
    Das ist und bleibt zersetzend.

  4. Wie wäre es denn wenn die endlich mal die Millionen Zuwanderer die von unseren Steuergeldern leben in die Pflicht nehmen würden und die arbeiten lassen? Wen es um ihre und die Wünsche der Regierung geht können sie Gesetze über Nacht entsprechend ändern, hier bringen sie nichts, aber rein garnichts zu Wege.
    Nur noch eine Schande für Deutschland und ein riesiger Schaden für die einheimische Bevölkerung.

  5. ich bin ein junger migrant aus ghana – spreche und schreibe gut – wollte arbeit aufnehmen – mein neuer arbeitgeber – arbeit in bio betrieb hat alles versucht – arbeitsaufnahme nicht möglich – da wundert man sich doch !

  6. Wer sich in bester Vollversorgung wohlfühlt, scheut halt die Arbeit.
    Es gibt genügend Leistungen aus den Sozialkassen.
    Wenn das dem gewissen Klientel nicht reicht, der holt sich das
    was er braucht halt aus anderen Quellen.
    Denn kriminelle Importierte haben Narrenfreiheit und nehmen lächelnd
    durch weitere kriminelle Taten den von der Judikative ausgesprochenen
    „Schmusekursurteilen“ gerne an.
    Es bleibt halt dabei, ein Einheimischer würde f.d. gleichen Taten
    entsprechend härter bestraft.

  7. Die Industriekapitäne sind nicht besser als die Politiker. Sie fühlen sich bisweilen zu politischen Aussagen berufen. Eine solche ist die Rente mit 70. Nun weiß inzwischen klein Fritzchen, dass das Rentenalter in anderen Ländern viel niedriger ist. Er sieht nicht ein, dass er sich bis 70 krummlegen soll, damit andere es sich mit 62 bequem machen. Er weiß inzwischen, dass es viele Transfermechanismen von Deutschland an andere EU-Staaten gibt, die er mit den Steuern, die er bis 70 zahlen soll, mitfinanziert. Also: Wenn schon Rente mit 70, dann bitte EU-weit. Die EU regelt sowieso schon vieles, z.B. Impfstoffe, Energieeinsparungen. Warum haben die Industriekapitäne die Rente mit 70 nicht auf die EU-Ebene gehoben? Weil sie wissen, dass sie damit nicht weit kommen!

  8. Kurzum: Überall, wo der Staat anfängt, sich einzumischen, kommt nur Mist bei rum. Mist diverser Couleur, zusammengerührt immer braune Kloake.

  9. Die Zuschüsse an Wohngeld oder über HartzIV sind nötig, weil die Löhne bei Vollzeitarbeit nicht reichen oder weil eine Vollzeitstelle in 3 Teilzeitstellen unterteilt wurden, was günstiger ist für den Arbeitgeber.
    Vielleicht sollte man sich mal darauf konzentrieren, die Stundenlöhne zu erhöhen, so dass Vollzeitarbeitende nicht noch bezuschusst werden müssen.
    Und die Migration muss rückgängig gemacht werden, wenn Deutschland eine Chance haben soll. Wer sich einbürgern lassen will, muss das Sprachniveau B2 sicher nachweisen. Wer hier lebt und nach 5 Jahren immer noch nicht Deutsch auf B2 spricht, der muss gehen.
    Die Grenzen beim Zuverdienst bei Rentnern müssen sinnvoller angepasst werden oder ganz abgeschafft werden. Wer kann und will, der sollte dürfen.

  10. Der Zuzug von Billigarbeitsdrohnen ist gemeint. Dumm nur, daß die „Neulinge“, wenn nicht schon vorher gewusst, baldigst feststellen, dass „Hartzen“ auch nicht schlechter ist bzw. man damit sogar besser fährt…

  11. Die „Zuwanderer“ sind aus Sicht der „Wirtschaftskapitäne“ eben KEIN Ballast für unsere Volkswirtschaft, SONDERN Umsatzbringer durch Konsum. Diese Umsätze fänden sonst nicht statt, auch nicht bei höherer Kaufkraft der „Biodeutschen“. Die Party zahlen allerdings genau diese, und hier vor allem die Fleißigen.

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