Arglistige Täuschung: Von wegen drohende Kliniküberlastung

Pandemie-Feeling an einer Klinikfassade (hier in Kaufbeuren): Drama, Baby! (Foto:Imago)

Keine vier Monate ist es her, dass die Hospitalisierungsinzidenz als Leitindikator eingeführt wurde: In einer „Corona-Ampel“ wurden dabei drei Warnstufen eingeführt: Stufe 1 sollte greifen, sobald ein Schwellenwert von 3 überstiegen wird (die Zahl bedeutet: drei Hospitalisierungen von Corona-Positivgetesteten innerhalb der letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner); dies ist die niedrigste Vorsichtsstufe. Stufe 2 sollte bei einem Schwellenwert von über 6 einsetzen, und Stufe 3 schließlich – die höchste Warnstufe – bei einem Schwellenwert von über 9. Ursprünglich hieß es dabei auch, dass bei Unterschreiten der Stufe 1 – also dem Normalzustand, der für völlige Entwarnung und Entspannung steht – flächendeckende 2G-Maßnahmen (geschweige denn 2G plus, von dem damals noch keine Rede war) zurückzunehmen seien und Alltagsbeschränkungen weitgehend entfallen sollten.

Im seither aufrechterhaltenen Dauerpanik-Modus jedoch ist nicht nur der angebliche neue „Leitindex“ der Hospitalisierungen in Vergessenheit geraten; auch die konkreten Maßnahmen wurden nicht – so wie der Bevölkerung ursprünglich zugesichert – am Warnsystem festgemacht, sondern stets nur neuen ertasteten Fallzahlen und diffusen Bedrohungsszenarien und Expertenprognosen, was uns alles in der nächsten Welle blühe. Selbst Behörden und Experten haben den ganz wesentlichen Hospitalisierungs-Parameter, der weit mehr über eine angebliche Belastungssituation des Gesundheitssystem verrät als die Zahl der täglichen Neuinfektionen, in die Bedeutungslosigkeit abgedrängt – mit  der Folge, dass weiterhin ausnahmslos nur von der 7-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen („tägliche Corona-Zahlen“) die Rede ist.

Und dafür gibt es einen guten Grund: Die tatsächlichen Hospitalisierungsinzidenzen sind nämlich – trotz Omikron-Welle – weiterhin absolut unauffällig und harmlos; so harmlos, dass bei ihrer angemessenen Würdigung der Pandemie-Spuk sofort wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiele. Man sollte es nicht für möglich halten, zumal dies völlig dem von den Regierenden in Bund und Ländern wie auch Leitmedien suggerierten Eindruck widerspricht – doch die aktuellen Klinikeinweisungen liegen nicht nur weit unter den Klinikbelastungen früherer Jahre im saisonalen Durchschnittsbetrieb, sondern erreichen in den meisten Bundesländern noch nicht einmal die niedrigste Warnstufe:

(Quelle:Screenshot Bild auf Datengrundlage RKI)

Für die Irreführungsmedien, sofern sie überhaupt noch über die Hospitalisierungsinzidenz berichten, ist dieser Wert von seiner tatsächlichen Bedeutung und ursprünglich angedachten Relevanz längst abgekoppelt: In Rheinland-Pfalz berichtet heute etwa der „Südwestrundfunk“ folgendes: „Inzidenz steigt deutlich an – Die Hospitalisierungsinzidenz ist nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes am Freitag auf 2,56 gestiegen”. Es handelt sich somit, genau gesagt, um eine Zunahme binnen vier Tagen um den Wert 0,27 – womit noch nicht einmal die unterste Warnstufe erreicht ist. Was für den Normalbürger bedrohlich klingt, ist in Wahrheit eine völlig unbedenkliche Veränderung auf niedrigstem Niveau.

Ebenso unseriös eingeordnet wird auch ein weiteres Hospitalisierungs-Unterkriterium: Das der Intensivbettenbelegung, mit der die Lockdowns, so wie derzeit gerade wieder die Kontaktbeschränkungen, gerechtfertigt wurden: Die ITS-Auslastung ist ebenfalls weiter rückläufig und liegt – Stand heute – mit 3.378 sogenannten Covid-Patienten um mehr als ein Drittel niedriger als noch vor einem Monat; mit dem Unterschied allerdings, dass Omikron derzeit für eine regelrechte Explosion der Fallzahlen sorgt. Selbige schlägt sich aber eben nicht in den Kliniken nieder; im Gegenteil. Und selbst wenn sich durch Omikron die Belegungen erhöhen werden: Es ist in Wahrheit, verglichen mit früheren Grippewellen, jede Menge Luft nach oben. Die einzige Gefahr droht durch Personalverlust infolge der Impfpflicht; nicht durch das Virus.

Im Bundesschnitt gibt es für den Moment jedenfalls, trotz massiver Omikron-Neuinfektionen, weder besorgniserregende Zahlen bei Neueinweisungen in den Kliniken noch überlastete Intensivstationen (vom Impfstatus der dort liegenden einmal ganz abgesehen), und erst recht keine Triage. Doch alles, was der Politik einfällt, sind weitere Verschärfungen, flächendeckendes 2G plus, mehr Impfdruck und weitere Handicaps für diverse Branchen. Dabei war die Begründung der Maßnahmenwillkür nie weiter von der realen Situation entfernt als jetzt. Und mit den heutigen Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz dürften die Zügel nochmals angezogen werden.

Medikamente statt Impfung – warum wohl nicht?

Was tatsächlich zu tun wäre, ist die sofortige Beendigung der Impfkampagne – und stattdessen die überfällige Zulassung neuer bzw. Anschaffung und Bevorratung bereits verfügbarer Medikamente. Zwar hat die Bundesregierung Ende Dezember 1 Million Packungen Paxlovid (das Präparat des Biontech-Partners Pfizer) geordert; zugleich hat es aber niemand eilig, dessen Zulassung voranzutreiben. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach soll dies eventuell „bis Ende des Monats erreicht” werden: eine skandalöse Nachlässigkeit, bedenkt man, wie schnell vor 13 Monaten die Impfstoffe ihre bedingte Zulassung erhielten – trotz erheblicher (und, wie sich zeigte, wohlbegründeter) Sicherheitsbedenken! Doch bei Medikamenten, die akut Menschenleben retten können, wird diese Dringlichkeit nicht gesehen… obwohl sie den wenigen, die tatsächlich erkrankt sind, akut und effektiv helfen könnten. Im Gegensatz zu Massenimpfungen für Menschen, die diese, selbst wenn sie schützen würden, zu 99,6 Prozent überhaupt nicht benötigen.

Denn außer Zweifel steht, dass die insgesamt verschwindend seltenen – und durch Omikron im Verhältnis weiter sinkenden –  Fälle schwerer Verläufe durch Medikamente in Schach gehalten werden und die wenigen wirklich Covid-bedingt lebensgefährdeten Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit und Zuverlässigkeit geheilt werden können, während diese Infektion für den übergroßen Rest der Infizierten überhaupt kein Verhängnis darstellt. Von vornherein hätte daher auf Medikation statt auf experimentelle Gen-„Immunisierung“ (eine, die jede Menge Nebenwirkungen, aber kaum Wirkungen zeigt) gesetzt werden müssen. Dass dies bis heute nicht geschehen ist, beweist ein weiteres Mal – im durchaus stimmigen Gesamtbild der verzerrten Darstellungen von Kliniksituation und realer Krankheitslast -,  dass die gesamte Pandemie-Politik einen Putsch darstellt. Es ist ein Putsch gegen die Demokratie, ein Putsch gegen Grundrechte und Freiheit – vor allem jedoch ein Putsch gegen den gesunden Menschenverstand.

12 Kommentare

  1. Ja,Klabauterbach war die richtige Wahl. Ich hatte kurz die „Fake News“ im Deutschen Qualitäts TV geschaut.Ja, es ist vollbracht.2G+ und Cafes und Restaurants. Richtig so. Dann werden auch noch die letzten Gäste zu Hause speisen, bevor sie ihre Aktenordner immer bei sich tragen werden.Und mein Kaffee und das Stück Kuchen kosten erstens zu Hause sehr viel weniger und ich muss mich nicht vorher nackig machen.Spahn sein Verfolgungswahn und seine Lügerei sind zu 100% auf Lauterbach übergesprungen und ein Ende ist nicht in Sicht. Erst wenn hier alles in Schutt und Asche liegt, ja dann wird Corona ich ergeben.So ungefähr 2050,oder später.Dann ist Lauterbach Geschichte und ihr werdet sicherlich die 1000.Folge The Masked Singers gesehen haben.

  2. Die ganze Verwaltung Deutschlands – ist die reinste arglistige Täuschung !!!!!
    Seit 2Jahren wollen diese uns verkaufen, dass die Krankenhäuser überlastet sind – aber in der Zeit
    5-8Tausend Betten abgebaut. Personal auf das Minimum gebracht, um die Gewinne zu maximieren.
    Arglistige Täuschung im Rechtsverkehr “ maschinell erstellt, ohne Unterschrift gültig“.
    So lässt sich der Deutsche verarschen, und zahlt jeden Sch…..! Oder nur die dümmsten Kälber………
    wählen und bezahlen ihren Schlachter. Legt die endlich finanziell trocken !!!!

  3. Wie stets ein fundierter Beitrag von Theo-Paul Löwengrub – danke für Stichhaltigkeit und Quellenangaben. Um die Qualität des Beitrags zu erhöhen, erscheint es mir jedoch zwingend, folgenden Satz in dem Sinne zu korrigieren, in dem er gemeint ist: „Doch bei Medikamenten, die akut Menschenleben verhindern können, wird diese Dringlichkeit nicht gesehen… „

  4. So einfach geht das mit der Fakeinzidenz
    Ende November hat man 10 mal soviel getestet wie am 1. August.
    Frage:
    Gestern hatte man 10 Fälle in deinem Ort. Wie viele Fälle hätte man gehabt wenn man 10 mal soviel getestet hätte?
    Es sollte bei den meisten 100 rauskommen.
    Ist ja der gleiche Ort, der gleiche Tag und das gleiche Testzentrum.

    Mein Ort hat 20.000 Einwohner und ich komme im ersten Fall auf eine Inzidenz von 50 und im zweiten Fall auf eine Inzidenz von 500.
    Dabei hat sich das Infektionsgeschen nicht geändert. Es gibt dabei nicht einen einzigen Infizierten mehr oder weniger in meinem Ort.

    Jetzt im Januar wird wohl 20 mal so viel getestet und eine Inzidenz von ca. 1.000 ist dann kein Problem.

    Abschlussfrage: Ende November lag die Inzidenz bei ca. 450. Wie hoch wäre die Inzidenz gewesen wenn die Testanzahl seit 1. August nicht erhöht worden wäre?

  5. Die Zahlen werden gebogen , wie sie gebraucht werden. Ist in D ja gang und gäbe ständig Zahlen zu manipulieren. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, das die Regierung die totale Eskalation um jeden Preis herbeiführen will, je sinnloser die Maßnahmen, desto mehr Zorn beim Volk. Wollt Ihr den totalen Corona-Wahnsinn? Von einem Tsunami ist die Rede, verdammter Killervirus nochmal. Früher hieß das einfach Influenza, hat keinen gejuckt und im Frühjahr war alles vergessen. In der kapital-faschistischen Endzeit muss man auch ein eigentlich harmloses Virus zu Geld machen, die Pharmamafia muss ja ihre kriminellen Aktionäre bedienen, damit dieses Gesindel noch reicher wird!

    • Ich glaube man nannte es wohl Grippe.Husten,Schnupfen Heiserkeit.Lutschtabletten,Hustennsaft,etwas zum Einreiben und wenn es nicht besser wurde Antibiotikum verschriebenBezahlen bis auf das Antibiotikum musste man alles selbst.Wurde früher alle verschreiben und muss heute teuer aus eigener Tasche berappt werden.. Das Hirngespinst Corona wurde herbeihalluziniert,klang gefärlicher.Wenn man jedoch dachte, das die C-Werbung, die man tagtäglich im TV sehen muss an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten geht, es geht.Da faseln irgendwelche Laiendarsteller von irgendwelchen Krankheiten,sie hätten alle Corona gehabtOder die ewigen Horroraufnahmen von verpixelten Patienten auf irgendwelchen Stationen,dann die Belehrungen von Ärzten,alles wäre so schlimm und dramatisch.Echt??? Erst lockt man das Volk mit gratis Grillzange oder Bratwurst zur impfung,und wenn das nicht zieht „und bist du nicht willig,so brauch ich Gewalt“ am Ende.Also irgendetwas stimmt hier schon lange nicht mehr,

  6. Die Münchhausentruppe will die Dauervolkszüchtigung.
    Was will man noch von Faschisten erwarten?
    Leute wacht auf und benutzt die nächsten Wahlen um den
    Münchhausen zu zeigen wo der Wahlhammer ist.

  7. @Jörg Peter Weber
    die PCR Testanzahl richtete sich schon überwiegend nach dem Infektionsgeschehen. Man kann dies daran festmachen, daß die Positivenrate nicht sogleich sank, wenn Testzahl stieg. Diesbzgl sehe ich also weniger das Problem.
    Die anderen (von anderen) hier genannten Kritikpunkte sehe ich ebenfalls. Gravierendes Missmanagment und irreleitende Informationspolitik.
    Was will man erwarten, wenn RKI und PEI gleichzeitig Massnahmen und Vorgehensweisen empfehlen und alsdann die Daten betreff Miss/Erfolg dessen berichten. Das wird immer starke Tendenz haben und auch mehr als nur Tendenz. Die Berichte zu Impfwirksamkeiten seitens RKI sind eine einzige Schande fürs Land.
    Und ich wage nicht auszuschließen, daß viele Politiker dies noch nichtmal checken; einfach weil sie zu ungeübt sind im SelberFaktenChecken. Auf Expertentum setzten, und bald mitgefangen waren im Strudel des „NurjakeinefolgenreichenFehlereingestehen“ . MS-Medien ähnlich und fast noch schlimmer, da es für die ja leichter sein müsste umzuschwenken…sollte man zumindest meinen (?)

  8. Doch bei Medikamenten, die akut Menschenleben verhindern können,

    Korrektur erforderlich! Danke und Gruß

  9. Ich hatte mich seit einigen Wochen gefragt, was die in Mecklenburg-Vorpommern für die Hospitalisierungskennziffer verwendete Anzahl der „für Corona vorhandenen Intensivbetten“ bedeuten soll. Das Oberwaltungsgericht in Greifswald konnte damit wohl auch nichts anfangen und hat diese Regelung daher gestern gekippt. Was macht unsere Küsten-Barbie jetzt?

Kommentarfunktion ist geschlossen.