
Die Netflix-Dokumentation “Athlete A” von 2020, entstanden unter der Regie von Bonni Cohen und Jon Shenk, ist ein packender Film, der den Missbrauchsskandal um Larry Nassar, den ehemaligen Arzt von USA Gymnastics, aufdeckt. Der Film zeigt die Verbrechen und den Kampf der Opfer um Wahrheit. “Athlete A” ist ein eindrucksvolles Beispiel für investigativen Journalismus, das die Zuschauer schockiert und die dunklen Seiten des Leistungssports enthüllt.
Die Dokuerzählt die Geschichte der Journalisten von “The Indianapolis Star”, die die systematischen Missbrauchsfälle durch Larry Nassar ans Licht brachten. Durch hartnäckige Nachforschungen und Aussagen von Opfern wie Maggie Nichols, Rachael Denhollander und Jamie Dantzscher enthüllten sie ein Netz aus Schweigen und Vertuschung im Verband USA Gymnastics. Nassar, der als angesehener Arzt galt, missbrauchte über Jahrzehnte Hunderte von Turnerinnen unter dem Vorwand medizinischer Behandlungen.
Zahlreiche gute Kritiken
Der Film zeigt die Kultur im Verband, die durch Leistungsdruck, Angst und Kontrolle geprägt war. Archivaufnahmen, Gerichtsdokumente und persönliche Berichte verdeutlichen, wie die Opfer trotz Drohungen und Ignoranz der Verbandsführung ihre Geschichten öffentlich machten. Der Film deckt die ganze Zeitspanne ab bis zur Verurteilung Nassars zu lebenslanger Haft im Jahr 2018. Prominente Turnerinnen wie Simone Biles sprachen über die Missstände und forderten Veränderungen.
“Athlete A” wurde von Kritikern hochgelobt und erreichte auf “Rotten Tomatoes” eine Zustimmungsrate von 100 Prozent basierend auf über 60 Rezensionen. Die “New York Post“ nannte den Film „einen schonungslosen Blick auf Machtmissbrauch im Sport“. Kritiker lobten die klare Struktur und die respektvolle Darstellung der Opfer, die ihre Erlebnisse mutig teilten. Der “Boston Globe” betonte, dass der Film „die Macht von Journalismus und die Stärke der Betroffenen zeigt“. Auch die Zuschauer auf Plattformen wie X waren beeindruckt von der emotionalen Tiefe und der Fähigkeit des Films, ein schweres Thema zugänglich zu machen. Die visuelle Gestaltung und die Musik wurden als unaufdringlich, aber wirkungsvoll beschrieben, da sie die Spannung und das Mitgefühl für die Opfer verstärken. Der Film wurde als ein Werk gesehen, das die Schattenseiten des Sports enthüllt und zum Nachdenken zwingt.
Kultur des Schweigens
“Athlete A” war ein globaler Erfolg und wurde auf Netflix millionenfach gestreamt. Der Film löste Debatten über Missbrauch im Sport aus und zwang USA Gymnastics zu Reformen, darunter neue Sicherheitsmaßnahmen und eine Überarbeitung der Verbandsstrukturen. Er erhielt Auszeichnungen wie den Critics’ Choice Documentary Award und eine Emmy-Nominierung. Zudem beeinflusste der Film auch noch andere Sportverbände, ihre Praktiken zu überprüfen, und machte auf den Schutz von Athleten aufmerksam. “Athlete A zeigte”, wie Journalisten und Opfer zusammen ein System herausfordern können, und hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Athlete A beleuchtet Machtmissbrauch, institutionelle Verantwortungslosigkeit und die Notwendigkeit, Opfern zuzuhören. Der Film zeigt, wie Journalismus Verbrechen aufdecken kann, und kritisiert die Kultur des Schweigens im Sport. Für alle, die sich für wahre Kriminalgeschichten oder die Schattenseiten des Sports interessieren, ist “Athlete A” unverzichtbar. Netflix hat ein Werk geschaffen, das schockiert, informiert und Veränderungen anregt.
Bewertung: Für mich eine 9 von 10.
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7 Kommentare
Sehr gut, dass jetzt in einem Spielfilm nachträglich das Geschehen nacherzählt wird und die Öffentlichkeit auf diese Weise erfährt, dass nicht nur in der DDR oder in der Sowjetunion sexuelle Vernutzung im Leistungssport Untergebener nachweislich stattfand und von den Sportfunktionären geduldet, ja (aufgrund der Strukturen im Leistungssportbereich) befördert wurde.
Sondern dies gab es (wie hier im Film nacherzählt) ebenso im Sportleistungsbereich in den USA und sicherlich auch in der BRD.
Sachsensumpf…
„Und wer kümmert sich entlich um uns?“
:::::
Video Übersicht-> mandy sachsensumpf – YouTube
https://www.youtube.com/results?search_query=mandy+sachsensumpf
„Nassar, der als angesehener Arzt galt, missbrauchte über Jahrzehnte Hunderte von Turnerinnen unter dem Vorwand medizinischer Behandlungen.“
Das verstehe ich nicht. Sind die Weiber zu doof, um zwischen einer medizinischen Behandlung und einer Vergewaltigung unterscheiden zu können?
Das Bildungssystem der USA ist ja schon unter aller Sau, aber Frauen sollten doch trotzdem den Unterschied erkennen.
Vor allem: Über Jahrzehnte hinweg geschah das.
Also wirklich …
Diese Jugendlichen und jungen Frauen werden das wohl gewusst haben, was dieser „Arzt“ (Sexualverbrecher) mit ihnen gemacht hatte. Doch im Leistungssport befinden Sie sich in einem extremen Abhängigkeitsverhältnis mit leistungsfanatischen Eltern und anderen Verwandten, die stets etwas von Ihnen erwarten: Leistung um jeden Preis.
Aus dem Leistungssport einfach abzuhauen, geht auch nicht. Sie müssen, wenn sie schon aus dem Leistungssport gehen, abtrainieren; das gelingt meist nur mit Unterstützung von fürs Abtrainieren ausgebildeten Trainern.
Ausreden.
Denn das geschah über Jahrzehnte. Über JAHRZEHNTE!
Ist dann so, als wenn in den Religionen vergewaltigt wird und niemand sagt was dazu. Schon gar nicht die, die vergewaltigt werden?
Dann kann ich durchaus zu dem Schluss kommen, dass es im gegenseitigen Einvernehmen stattfand.
Beine breit oder Hintern in die Höhe für Gott oder einer möglichen Karriere im Sport.
Mit mir hätte das nicht funktioniert, denn ich lebe für mich und scheiße auf Karriere oder Gott, wenn man mir dafür Gewalt antut. Aber gut, ich bin ich und verkaufe mich nicht. Andere Menschen sind halt anders. Über Jahrzehnte … also echt … Ich hätte dem Typen den Schwanz abgebissen. Pure Notwehr.
Übrigens, die Katholiken sind nicht die einzigen, die sich an den Kindern vergreifen. Alle anderen tun das auch, nur wird das intern geregelt und nicht an die Öffentlichkeit gebracht.
Wenn Menschen eine Machtposition haben, dann ist die Gefahr des Missbrauchs IMMER da.
Und es gibt Menschen, die darauf ihre Karrieren aufgebaut haben und aufbauen. Quotenfrauen z.B. Ach ja, me too nicht zu vergessen. Die kamen auch nach Jahrzehnten und wollten ihre Karrieren neu anschieben.
Tut mir Leid, das war eine typisch amerikanische Inszenierung.
Gerade da nur die Turnerinnen gezeigt werden, es ging ja auch um andere Sportlerinnen.
Diese Show vor Gericht, wo die Mädchen ihre Anklagen vorbrachten, war widerlich, ich meine die echte, nicht den Film.
Der Konkurrenzgedanke ist in der Turnerszene so gross, diese Mädchen machen alles um weiter zu kommen.
Was natürlich keinen Missbrauch rechtfertigt, aber wenn 1000sende jahrelang schweigen ist das nicht normal und glaubhaft! Oft wird im nachhinein, ob man Erfolg hatte oder nicht, der Trainer angeklagt, sh auch deutsche Turnerinnen.
Kinder im Leistungssport sollten von ihren Eltern geschützt werden!
Ebenso wie „trans-kinder“,in diesem Alter kann man nicht selber entscheiden und ist sehr leicht beeinflussbar.
100 % Zustimmung.