Auch Bayern setzt jetzt ganz auf irrationale Energiepolitik

Auch das Alpenvorland wird bald flächenverschandelt (Foto:Pixabay)

Nicht nur auf Bundesebene und in immer mehr grün mitregierten Bundesländern, sondern mittlerweile auch schon dort, wo die Grünen gar nicht in der Regierung sitzen und einstmals konservative, vermeintlich auf bodenständige Solidität bedachte Parteien regieren, hält inzwischen der klimaideologische Wahn Einzug. So auch in Bayern – wobei man von CSU-Chefopportunist Markus Söder auch nichts anderes erwartet hätte.

In ihrer heutigen Regierungserklärung vor dem Münchner Landtag stellte die bayerische Staatsregierung in Person von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ihr neuestes Wahnsinnselaborat „Energieplan Bayern – sicher, bezahlbar, erneuerbar” vor. Was darin enthalten ist, hat mehr von einem Plan zur Abwicklung eines energieintensiven Hochindustriestandorts als von seriöser Energiepolitik. Zwar spricht sich die Landesregierung für den vorläufigen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke aus – aber nur so lange, bis auch im Süden der Republik Windräder und Solarenergie die Landschaften maximal zupflastern werden. So oder so steht unzweifelhaft fest: Auch in Bayern wird Strom künftig unsicher und unbezahlbar. Denn von einem vernünftigen Energiemix kann hier keine Rede sein; stattdessen wird das Land zu einem weiteren Schauplatz der irrationalen „Energiewende” – und das angesichts von Inflation, Ukraine-Krise und drohenden Öl-Gas-Embargos zur erdenklichen Unzeit.

Weder sicher noch bezahlbar

Wie überall in Deutschland, kann auch in Bayern die Energieversorgung der Zukunft als weder sicher noch bezahlbar gelten – denn dass Wind und Sonne den Bedarf einer verbrauchsintensiven dichtbesiedelten Volkswirtschaft wie Deutschland nicht decken können, ist eine physikalische und mathematische Tatsache – egal wieviele Klima-Schreihälse und grünsozialistische Krakeeler auch die Politik vor sich hertreiben. Spätestens ab dem Jahr 2025 wird eine Stromlücke von 50 Prozent bestehen; die Kosten der Netzwerk-Stabilisierung betragen schon heute über eine Milliarde Euro jährlich. Den Menschen wird ohne jede Not eine völlig unwirtschaftliche und unsichere Elektromobilität aufgenötigt – und das, nachdem die Energiepreise innerhalb eines Jahres um bis zu 300 Prozent gestiegen sind.

Als einzige Realopposition im bayerischen Landtag fand die AfD die angemessenen Worte für diese ideologische Donquichotterie. „Das einzig Begrüßenswerte an den planlosen Ausführungen des Wirtschaftsministers ist die Übernahme der Forderung zum Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Es kann nicht sein, dass wir unsere sicheren Kernkraftwerke abschalten, um dann Atomstrom aus dem europäischen Ausland zu kaufen. Leider kommt diese Erkenntnis reichlich spät. Wir haben seit 2018 über 30 Anträge zur Weiternutzung der Kernkraft in den Landtag eingebracht, die von den Altparteien stets abgelehnt wurden”, so ein Fraktionssprecher.

Energiepolitischer Irrsinn

Es sei schlicht nicht möglich, sicheren Strom nur aus erneuerbaren Energien zu erzeugen: „Produzieren Windräder und Solaranlagen mehr Strom als das Netz aufnehmen kann, werden die Kapazitäten heruntergefahren. Die Kosten für den Ausfall zahlt der Steuerzahler den Betreibern. Und wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht, muss Strom dazugekauft werden, der in unseren Nachbarländern in Atom- oder Kohlekraftwerken produziert wird”, tadelte der umweltpolitische Sprecher Ingo Hahn.

Die grüne Energiewende, die nun auch die Söder-Regierung übernommen hat, sei ein „energiepolitischer Irrsinn”. Aber auch für die Umwelt sei sie eine Katastrophe. „Anstatt auf saubere und sichere Kernenergie in Deutschland zu setzen, werden beispielsweise Wälder für Windräder gerodet und Fracking-Gas importiert, was anderorts in der Welt die Umwelt zerstört… Das Weltklima kann nicht mit linksgrüner Ideologie in Deutschland gerettet werden. Wir brauchen endlich eine nachhaltige und pragmatische Umweltpolitik!

13 Kommentare

  1. Vielleicht weis Söder das nach den nächsten Wahlen , die freien Wähler die Schnauze von ihm voll haben , oder das die CSU so hohe Verluste einfahren wird , das die Grünen dazugeholt werden müssen . Darum setzt er frühzeitig die passenden Zeichen .

  2. Schon mir als Laie fällt es schwer, sehr schwer, wenn nicht sogar für unmöglich, daß man mit Wind und Sonne ein ganzes Land plus Industrie, billig und zuverlässig mit Strom versorgen kann. Ist es wirtschaftlich riesige neue Stromtrassen zu bauen um den Strom von A nach B, dann von B wieder nach A und wenn zuviel nach C und wenn zuwenig von C nach und B zu transportieren. Einst ging der Strom nur in eine Richtung ohne hin und her. Haben die Bayern und auch die anderen Länder, eigentlich langfristige Verträge mit den Nachbarstadt, die ihnen den Stromüberschuss abnehmen plus einer Abnahmeprämie und bei Bedarf in riesigen Größenordnungen teuer Strom zu liefern. Schließlich sollen andere eine Land mit über 80 Millionen Euro und der dazugehörigen noch vorhanden Wirtschaft kurzfristig mit Strom beliefern und kurze Zeitspäter wieder nicht. Mit jedem Windpark und Photovoltaikanlage, wird der Zeitpunkt wahrscheinlicher, daß unsere Nachbarstadt eine Grenze in den Stromtrassen einbauen und man Dummerland umgehen wird. Will man seine eigene Stromversorgung und Netzstabilität nicht gefährden. Berlin wird mit schweren Herzen nach den Geberländer schauen, denn es zeichnet sich ab, daß es wohl bald keine Geber mehr geben wird.

  3. Schlimmer als in den Siebzigern
    Internationale Energieagentur befürchtet Spritkrise
    https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2022/energieagentur-spritpreise/

    Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat vor einem Energieengpaß im Sommer gewarnt. „Wir hatten Mitte der Siebziger und ein paar Jahre danach zwei Energiekrisen. Aber damals ging es nur um Öl. Jetzt haben wir eine Ölkrise, eine Gaskrise und eine Stromkrise zugleich“, warnte der Wirtschaftswissenschaftler gegenüber dem Spiegel.

  4. „Anstatt auf saubere und sichere Kernenergie in Deutschland zu setzen, werden beispielsweise Wälder für Windräder gerodet und Fracking-Gas importiert, was anderorts in der Welt die Umwelt zerstört… “

    Interessanter – mit Sicherheit nicht „rechtsextrem-propagndistischer“ – Link zum Stichwort „Fracking-Gas“:

    https://www.solaranlage.eu/solar/solarenergie/fracking

    • Vielen Dank für diese sachliche Information/den Link!
      Kurz und knapp: Verantwortungsloses Dreckszeug!

    • Die Grünen machen keine Politik, die inszenieren den Kampf des Guten (Klima, Ukraine, …) gegen das Böse (Atom- und fossile Energie, Russland, …). Und die Deutschen, apolitisch und demokratie-legasthenisch wie sie seit Jahrhunderten sind, fahren da natürlich voll drauf ab – wie in der Weimarer Republik.

  5. Eventuell wachen seine Bayern ja auf, wenn die ersten Windräder neben Neuschwanstein stehen oder
    am Starnberger See. Ein Windrad neben Sankt Bartholomä im Königssee könnte ich mir auch gut
    vorstellen.
    Es gibt viele schöne Orte in Bayern, die noch nicht von der Energiewende heimgesucht wurden.

  6. Energie für die Verschwendungsgesellschaft gibt es mehr als genug!
    Leider sind die Konzernbosse und die Politiker mehr als hirntot und wollen wieder
    ganz viel Atommüll produzieren.

  7. Dass mittlerweile Naturschutz gegen Klimabekämpfung steht, ist die eine Konsequenz, die sich aus dem ideologischen Kampf ergibt und hoffentlich noch vielen Menschen ins Bewusstsein dringt – und die Grünen als dumme und vermeintliche Heilsbringer desavouiert …

    Das andere ist für mich die größere und um ein tausendfach wichtigere Frage:
    Ist die Klimaerwärmung tatsächlich und ausschließlich „menschengemacht“? Was tun andere Länder zur „Klimabekämpfung und ist die Gesamt-Bilanz dann noch ausreichend?

    Dass es wissenschaftlich nur eine einheitliche Meinung geben soll, glaube ich nicht mehr. Aber ich bin kein Experte.

    1. Die Klimaerwärmung entsteht durch ein farbloses, unsichtbares Gas, das die Erderwärmung zurück auf die Erde spiegelt und so aufhetzt? Kein schlichtes Abstrahlen in den Weltraum?

    2. Die Klimaschwankungen (mal deutlich heißer, mal deutlich kälter als heute) der Vergangenheit waren auch schon „menschengemacht“?

    3. Kann man sich den Irrsinn vorstellen, wenn man bedenkt, dass es für das Klima vollkommen gleichgültig ist, was „Deutschland“ mit seinen Eingriffen in Umwelt und Natur anrichtet? Macht das irgendeinen Sinn? Ist gar der weiter aus dem Westen und insbesondere von den Grünen befeuerte Krieg in der Ukraine auch eine Art Klimarettung?

    4. Macht das denn überhaupt Sinn, wenn man wissenschaftlich erkennt, dass die Klimaveränderungen überhaupt nichts mit menschlichem Verhalten, sondern ausschießlich mit außerirdischen Ursachen zusammen hängt?

    Auf die Klimaerwärmung zu reagieren, dürfte durchaus sinnvoll und erforderlich sein. Aber dies mit sogenannten „sauberen Energien“ (Solar; Windräder; Wasser) zu tun, könnte absurd einfältig, nutzlos und deplatziert sein.

    Die Grünen in ihrem Modus als Kriegs-Energie-Enthusiasten können sich derweil mit dem Schieben von Panzern und schweren Geschützen auf dem Kasernengelände beschäftigen, da ihre „grüne Elektrizität“ zum Fahren (siehe Lastkraftwagen oder Busse) einfach nicht ausreicht – von Speicher- und Lademöglichkeiten mal ganz abgesehen….

    Bei so viel Steinzeit-Denken kann man nur noch warten, bis der erste Säbelzahntiger oder Saurier um die Ecke kommt …

  8. Als Coronazi war Södolf nicht so wirklich erfolgreich, also muss eine neue Sau her, die er durchs Dorf treibt und treiben lässt. Das Klima, wer hätte das gedacht. Da kann er wieder in die Diktatoren-Trickkiste greifen und die Menschen bei uns in Bayern drangsalieren und schikanieren, vor allem abzocken. Bezahlbar ist in diesem Land nichts mehr, kann es auch nie mehr sein, denn wenn man sieht, wer und was alles von Deutschland ausgehalten und bezahlt wird.

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