Auch die FDP macht mit beim großen Windkraft-Schwindel

Industrieruinen unserer Zeit: Altesbedingter Rückbau einer Windkraftanlage (Symbolbild:Imago)

Experten erwarten laut „Welt”, dass die Wirtschaft in Deutschland im kommenden Jahr deutlich stärker schrumpfen wird als in allen anderen großen Volkswirtschaften; so geht der Internationale Währungsfonds (IWF) nun von einem konkreten Minus von 0,3 Prozent aus, das sind 1,1 Prozentpunkte weniger als die Schätzung aus dem Juli. Die Zeitung schreibt, was Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) zu diesen fatalen Prognosen meint, und was sein Rezept dagegen ist: „Lindners Analyse: Deutschland hat sich zu lange auf vermeintlichen Stärken als Exportnation ausgeruht… ‚Wir haben geglaubt, unsere globale Wettbewerbsfähigkeit müsse nur verwaltet, aber nicht durch politische Anstrengungen auch gestärkt werden‘, sagte er. Genau deshalb werde die Ampel-Regierung die erneuerbaren Energien ausbauen, Genehmigungsverfahren beschleunigen. Dadurch würden über kurz oder lang die Preise sinken und die Wettbewerbsfähigkeit steigen.

Nee, Christian! Ihr habt nur geglaubt, man könne eine Wünsch-dir-was-Politik gegen physikalische und praktische Realitäten durchführen, und habt es offensichtlich auch immer noch nicht verstanden. Ein Ausbau der „erneuerbaren“ Energien soll die Lösung sein? Dann schauen wir uns doch mal die Bilanz der Ampel im ersten Jahr an.

Unrealistischste Prognosen

Derzeit verfügen wir über Windkraftanlagen an Land mit einer installierten Leistung von 55,6 Gigawatt. Die Bundesregierung plant, die installierte Leistung bis 2030 auf 115 Gigawatt mehr als zu verdoppeln. Dabei sind noch nicht die 20 Gigawatt eingerechnet, die bis dahin aus Verschleiß- und „Altersgründen” wieder zurückgebaut werden müssen. So betrug die durchschnittliche Lebensdauer stillgelegter Windkraftanlagen im Jahr 2017 etwa 16,5 Jahre – danach müssen die Anlagen ersetzt werden. Also die 30.000 (!) Stück, die wir derzeit haben. Die werden dann übrigens zu schwer recyclebarem Sondermüll, aber das nur am Rande. Deshalb erhofft sich die Bundesregierung einen Zubau von 10 Gigawatt Windkraft an Land pro Jahr.

Doch wie ist die Situation derzeit? Zwischen Januar und September dieses Jahres wurden Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 1,533 Gigawatt hinzugebaut. (nach Abzug der rückgebauten Anlagen effektiv sogar nur 1,372 Gigawatt). Hochgerechnet auf das Jahr kommen wir also wohl auf 2,044 Gigawatt brutto. Wir bewegen uns damit so ziemlich auf demselben niedrigen Niveau des letzten Jahres (Zubau 1,926 Gigawatt brutto, abzüglich Rückbau: 1,657 Gigawatt netto), gedenken dieses aber in den nächsten Jahren mal eben so aus dem Stand mehr als zu verfünffachen – und das bei generellem Platzmangel, bei stark steigenden Preisen, bei zerstörten Lieferketten, bei Fachkräftemangel. Und bei dieser Bundesregierung. Viel Glück damit!

Herumexperimentieren mit Deutschlands Energiesicherheit

Wer glaubt, dass so etwas machbar sei, hat aus desaströsen staatlichen Großprojekten wie dem Bau des Flughafens BER nichts, aber wirklich gar nichts gelernt. Das Schlimme dabei: Während ein verpatzter Flughafen zwar teuer, peinlich und ärgerlich ist, ist unsere Energieversorgung existenziell wichtig. Ich verliere zunehmend die Geduld mit Menschen, die bereit sind, daran rumzuexperimentieren und nach dem trial-error-Prinzip Deutschlands Versorgungssicherheit aufs Spiel zu setzen.

Fakt ist: Sie werden ihre Ausbauziele niemals erreichen. Und wenn sie sie durch ein Wunder doch erreichen sollten (was wirklich kein Mensch, der sich auch nur einen Hauch Sachverstand und Realismus bewahrt hat, ernstlich erwarten sollte), dann werden sie feststellen, dass die dadurch erzeugten Stromspitzen in windreichen Zeiten das Netz zerschießen und in windarmen Zeiten immer noch keine Energie zur Verfügung steht – weil es keine Stromspeicher gibt, erst recht nicht in einer dem geplanten Ausbau adäquaten Größenordnung. Noch nicht einmal in der Theorie. Welche riesige Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung all dies bedeuten würde, steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt – aber es wird schon daran scheitern, dass die Ausbauziele nicht erreicht werden.

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23 Kommentare

  1. Sie sind alle dabei, die FDP macht da natürlich keine Ausnahme.

    Die Sklaven sollten langsam mal erkennen, was die REALEN Maßnahmen gegen die beiden gefährlichsten FIKTIONEN in der bekannten Geschichte der Menschheit – (Corona-)Virus und anthropogene Klimaerwärmung – tatsächlich bewirken.

  2. ich habe früher die FDP gewählt als Träger der individuellen Freiheit.
    Heute ist die Partei ein Schatten ihrer selbst und der Jahsager Lindner wird natürlich umfallen anstatt auf die Bremse zu treten und den Koalitionsbruch zu wagen.
    Die FDP braucht neue Führung.Herr Kubiki wäre da sicher sehr geeignet, aber die Lemuren in der Partei mögen ihn wohl nicht.

    • Das dachte ich auch mal.
      Kubicki redet gut, stimmt dann jedoch mit der Mehrheit. z.B. bei den Koronazwangsverordnungen.

      • Wenn’s drauf ankommt, geht auch dieses Licht immer schnell in Deckung!

        Ein bißchen rumstänkern, ist ja immer ganz schön, aber die Parteikarriere gefährden – ja, bin i debbert!?

  3. So, ich bin nur ein einfacher Meister des Elektrohandwerks und kein studierter Physiker. Aber ich weiß ganz genau, das man Energie nicht vernichten sondern immer nur umwandeln kann.
    Wie hier die Windenergie in Elektroenergie. Nur nimmt man dabei in Kauf, das man dem Wind immer mehr seiner Kraft raubt um die häßlichen Windmühlen zu betreiben. Und am Ende ist der Wind, der eigentlich noch Regenwolken über weiter entfernte Gebiete bringen sollte, weg. Im Ergebnis haben wir dann aus fruchtbaren Feldern Dürregebiete gemacht. Und die Erosion erledigt dann den Rest. Ist das das „Grüne Wirtschaftswunder“ an das die Grünen denken oder liegt es daran, das Grüne Politiker meistens Studienabbrecher in Geschwätzwissenschaften sind. Aber keine Klimaexperten, keine Physiker, keinen vernünftigen Argumenten zugänglich und nicht mal Meister im Handwerk.

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    • @acromantia 16. Oktober 2022 Beim 15:20

      „..das Grüne Politiker… keinen vernünftigen Argumenten zugänglich und nicht mal Meister im Handwerk.“

      Bei der Bewerbung für eine Lehre in einem Handwerksberuf wären die schon durchgefallen und wenn nicht dann nach kurzer Zeit geflogen wenn die nicht schon von selbst aufgegeben hätten. Faulheit ist deren Markenzeichen neben verbohrte Dummheit. Die würden es nie zum Handwerksmeister Titel (me.) schaffen, nicht mal einen gekauften Meistertitel. Sagt ein Handwerksmeister!

  4. Die unnützen gelben Säcke sind doch eh nur Machtgeil
    und auf ihr eigenes Wohl bedacht.
    Sie gehören in die Versenkung, denn sie haben uns Bürger
    an die linksgrünen Faschisten verkauft !
    Pack ein Luser, denn er kann es nicht und wird es auch
    in Zukunft nicht können.

    10
    • Haben diese Gestalten denn jemals wirklich an die Bürger gedacht? Es ist verrückt, so etwas anzunehmen…man kann noch so verpeilt sein: Wenn man nur 2+2 zusammen zählen kann, ist es unmöglich, zu übersehen, das hier ganz entschieden etwas völlig falsch läuft!

  5. „Lindners Analyse: …….Heißt also – Wir haben lange alles falsch gemacht, deswegen müsse die Politik sich nun endlich mal anstrengen, und darum, weiter so und diesmal aber schneller

    2
    1
  6. Das eigentliche Problem liegt auf der Hand: Alle rennen der Ideologie der Grünen nach und haben aber keinen Plan für die paktische Umsetzung der großen Transformation.
    Die Theorie ist das eine, aber die Praxis das andere.

    Hier reden gescheiterte Akademiker, also Menschen ohne Realitätssinn, über die Praxis, also wie man händisch die Karre aus dem Dreck zieht. Sie glauben sie haben eine Lösung, nur hat noch nie einer von denen tatsächlich eine Karre aus dem Dreck gezogen.

  7. Auch wenn ich so meine Zweifel habe, dass ich mit meinem Hinweis Interesse für ein Buch – nein, kein Link – wecken kann, so möchte ich meinem Gewissen zuliebe gleichwohl auf die veraltete Form des Bildungserwerbs hinweisen. Alt ist das Buch allerdings nicht, sondern gibt den Wissens- und Erkenntnisstand der letzten Wochen wieder:

    Rolf Bergmeier. Ratlos – Die Agonie der deutschen Klima- und Energiepolitik

    Kapitel 10: Ein ominöser Klimaschutz droht den Naturschutz zu erwürgen
    Kapitel 11: Deutschland kasteit sich für die Sünden der Welt
    Kapitel 12: Eine Milliarden Menschen Zuwachs in zehn Jahren, das hält kein Klima aus
    Kapitel 13: Ratlos. Konzeptlos. Es ist Zeit, das Scheitern zuzugeben

    Dies sind die Kapitel am Ende des Buches in dem Fazit aus den vorangegangen Untersuchungen gezogen wird. Zuvor wird detailliert dargelegt, dass die sogenannte „Klimarettung“ weder durch Deutschland noch auf ein sonstiges Land oder eine Energiewende gerettet werden kann. Um es einmal ganz einfach auszudrücken: Die Umbauten, die durch den gegenwärtigen Verzicht auf russisches Gas und die angestrebte Reduzierung eines angeblich ursächlichen CO2-Ausstosses verursacht werden, sind absolut sinnlos, ganz und gar nicht zielführend, sondern lassen nur eines noch erwarten: Ins uferlose steigende Strompreise. Dass die deutsche Politik ein einzig ideologisch aufgeblähter Unsinn darstellt, wird mit Beispielen, die Maßnahmen zur angeblich Klimarettung erforderlich machen und angestrebt werden belegt. Egal, was im Moment schon staatlich geregelt oder noch umgesetzt werden soll, am Ende steht immer ein deutlich erhöhtes Risiko für alles und ein deutlich wachsender, jedoch stets ins Kritische sich steigender Stromverbrauch.

    Ausgangspunkt aller Diskussionen ist auch hier der angeblich menschengemachte Co2-Ausstoss. Diskutiert wird dieser jedoch immer nur im Rahmen eines industriellen oder durch Mobilität (Verbrennungsmotoren) verursachten Ausstoßes. In diesem Zusammenhang wurden auch schon Tiere ins Spiel gebracht – Hunde – oder Kühe wegen Methan-Ausstoßes. In wieweit CO2 überhaupt etwas zur Klimaveränderung beiträgt, ist schon die eine Frage, die der Autor verneint. Richtig ist dagegen der Hinweis auf die viel höhere Schädlichkeit von Methan-Gas. Und da bin ich auch nicht mehr beim Text des Autor selbst, sondern nur bei seiner o.a. Überschrift. Dass die Anzahl der Menschen auf der Erde – aus welchen Gründen und in welchem Zusammenhang lass ich dahingestellt – aus sich heraus wesentlich mehr Einfluss auf eine Klimaveränderung hat (wie groß diese auch sein mag!), dürfte jedenfalls feststehen. Feststehen tut dabei aber auch, dass genau diese entscheidendere Frage nichts aufgegriffen oder politisch angegangen wird.

    Der m.E. wichtigste Kern des Buches kommt mit der Überschrift in Kapitel 11 zum Ausdruck. Es ist der Irrsinn des deutschen „Sonderwegs“. Der Autor macht deutlich, dass jede Strategie, die im Moment verfolgt wird, mehr Abhängigkeiten von anderen Staaten, politischen Umständen und Risiken beinhaltet als dies je bei der Abhängigkeit von Russland der Fall war. Dies ist meine Schlussfolgerung, nicht seine. Und damit bin ich bei seiner Überschrift für das 13.Kapitel: Es reicht eben nicht, das Scheitern zuzugeben. Selbst wenn diese Regierung dazu bereit wäre – und der Druck wird noch steigen -, es würde nichts nützen, weil dies dummerweise mit Krieg, Russland und den maßgeblichen USA zusammenhängt. Nur noch tatsächliche Gaslieferungen aus Russland wären geeignet, noch die Katastrophe zu verhindern, auf die Deutschland nach Sichtung aller Daten, Fakten und Prognosen zusteuert.

    Zwei Weltkriege reichten nicht aus, um Deutschland als politische und wirtschaftliche Macht von der Landkarte zu löschen, und egal, warum dies noch nicht geschah, mit einer nun grün-ideologisch-vollständig-inkonsequenten-und-an-Volksverrat grenzenden Strategie, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland seine ehemalige und noch immer sichtbare Führungsrolle auf der Welt und sogar in Europa verlieren wird. Neben Deutschland verliert aber auch Europa zugunsten des Wirtschaftskonkurrenten USA. Deutschland wird auch das Land sein, dass am meisten unter dem Ausbleiben europäischer Solidarität leiden wird. Weil das selbst verschuldete Debakel schon die ausreichende Begründung liefert, eine Solidarität in Energiefragen zu versagen. Deutschland rettet weder ein Klima, weder seinen Lebensstandard, weder seinen Industriestandort, weder sich selbst, sondern allenfalls ein ideologisiertes Parteiensystem.

  8. „Dadurch würden über kurz oder lang die Preise sinken und die Wettbewerbsfähigkeit steigen“.

    Kurz oder lang? Wie wärs mit kurz?! Die Unternehmen haben keine Zeit! Sie gehen ins Ausland und kommen nicht mehr zurück oder stellen den Betrieb ganz ein (besser vor der Insolvenz, is‘ viel besser!) Innerhalb von Monaten, zack zack bämm, Licht aus, arbeitslos, Steuereinnahmen weg. Wer bezahlt dann noch die Stümper, die das zu verantworten haben?!

  9. Nur ohne Strom funktionieren auch keine Windräder, erst muß der Strom das sein, um die tonnenschwere Kuppel in den Wind zu drehen und dann sind danoch diversen Schaltanlagen die ein giftige Substanz absondern.

  10. Dieses ewige parteipolitische Geplänkel und Gelaber – es ist so sinnlos sich damit zu befassen.
    Der aufmerksame Analyst hat längst begriffen, daß mittlerweile ALLE Altparteien mehr oder weniger „grün“ (also antideutsch) sind. Eine echte parlamentarische Opposition (einzig die AfD) hat daher auf parlamentarischem Parkett keine Chance mehr, den notwendigen Paradigmenwechsel herbeizuführen.
    Was also bleibt unter diesem Ausnahmezustand? Ich meine: Zuerst Revolution und dann der Aufbau eines neuen Staates, der konsequent basisdemokratisch strukturiert ist, d.h. in dem Politiker per Direktwahl ihr Mandat vom Volk erhalten (und verlieren), und für ihr Handeln persönlich haften! Das wäre m.E. die effektivste Maßnahme Lobbyismus und das Herreinregieren fremder Mächte (USA) usw weitgehend auszuschließen. All diese peinlich-kriminellen Figuren, die sich heute „Volksvertreter“ nennen, hätten unter anderen Verhältnissen keine Chance!
    Weitsichtigen Patrioten sollte klar sein, daß es unsere historische Aufgabe ist, das Parteien-System als solches zu überwinden; zu reformieren ist es nicht mehr.
    An der Systemfrage führt mittlerweile kein Weg mehr vorbei!

  11. „Auch die FDP macht mit beim großen Windkraft-Schwindel.-“

    Die FDP macht alles mit. Hauptsache die Steuergelder fließen.

  12. 2 Millionen Wirtschaftseindringlinge in unsere soziale Aufhängematten aus Afrika sitzen bereits auf gepackten Koffern.
    Wie wäre es denn mit Zwangsmaßnahmen zur Geburtenregulierung dieses
    Klieentels.
    Wer sich aus dem Land reproduzieren will, muss einen Einkommensnachweis erbringen.
    Alternativ erhalten Männer und Frauen Gelder für die Unfruchtbarmachung.
    In China wurde bereits seit Jahren mit dem Verbot von mehreren Kindern erfolgreich
    begonnen.
    Das beste ist und bleibt, Grenzen dicht machen, dadurch Sozialausgaben für Schmarotzer unterbinden und die eigene Sicherheit wieder herstellen, insbesondere die, wo uns Multi-Dilettanten durch ihre Maßnahmen gegen das eigene Volk dauerhaft schaden zufügen und weiter das eigene Volk spalten.

  13. Hervorragend, wenn auch erschreckend. Die FDP ist ihr eigener Totengräber. Ich warte nur darauf, dass sie auch im Atomstreit einknickt. Früher habe ich FDP gewählt, nun schon lange nicht mehr.

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