Auch in Spanien gehen jetzt die Bauern auf die Straße

Landwirtdemonstration mit Treckern in Spanien im März (Foto:Imago)

Nach den Niederlanden, wo infolge der „Agrarunruhen“ stellenweise bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, sind nun auch in Spanien Bauernproteste ausgebrochen: Videos zeigen, wie Dutzende in gelbe Westen gekleidete Bauern auf einer Autobahn marschieren oder eine Autobahnauffahrt blockieren – im Gegensatz zu den Klima-Psychopathen der „letzten Generation“ aus nachvollziehbaren und konkreten Motiven. Bereits im Februar und März war es in Spanien zu massiven Protesten von Landwirten gegen explodierende Preise, Inflation und ein schikanöses „Gesetz zum Tierwohl“ gekommen, das die Vorschriften für Tierhaltung, Viehzucht und Stierkampf erheblich einschränken würde. Unter dem Motto „Die ländliche Welt erwacht“, waren damals rund 150.000 Bauern in die spanische Hauptstadt Madrid gekommen, um von der Politik schnelles Handeln für den Agrarsektor zu fordern. Die Regierung hatte damals Maßnahmen zur Senkung der Energie- und Benzinpreise zugesagt.

Daraus wurde nichts – weshalb die spanische Bauern nun die Gunst der Stunde nutzten und es ihren – aus anderen Gründen demonstrierenden – holländischen Berufskollegen gleichtun. Ob die neuerlichen Proteste in Spanien jedoch eine vergleichbare Intensität wie in den Niederlanden erreichen, ist derzeit nicht absehbar: Dort, in unserem Nachbarland, kam es am Dienstag erstmals zu Schüssen der Polizei auf einen Bauernkonvoi bei Groningen. Laut Polizeiangaben hätten die Demonstranten versucht, ihre Fahrzeuge in Beamte und Dienstwagen zu steuern und diese zu rammen. Daraufhin habe man gezielte Schüsse und Warnschüsse abgegeben. Es sei allerdings niemand verletzt, wohl hingegen drei Personen festgenommen worden. Dies ist der vorläufige Höhepunkt einer anscheinend unaufhaltsamen Eskalation, die seit Tagen andauert.

Höfesterben für den Stickstoff-Reduktionswahn

Vergangene Woche waren Landwirte bis zum Haus der niederländischen Natur- und Stickstoffministerin, Christianne van der Wal, vorgedrungen, wo sie Heuballen und ein Güllefass hinterließen. Zudem wurden die Grenzübergänge nach Deutschland zeitweise blockiert, ebenso wie über 20 Distributionszentren großer Supermarktketten. Die Verzweiflung der Landwirte wurde dadurch ausgelöst, dass van der Wal den Ausstoß von Stickstoff bis 2030 um rund 50 Prozent senken will. Wie van der Wal offen einräumte, wird dies zum Ende von etwa einem Drittel der Viehbetriebe führen. Die Niederlande sind nach den USA der zweitgrößte Exporteur von Agrarprodukten weltweit. In der Viehhaltung gibt es rund vier Millionen Rinder, zwölf Millionen Schweine und 100 Millionen Hühner.

Das Festhalten der Regierung in Den Haag an ihren rein ideologischen, von der EU forcierten Plänen – ungeachtet einer weltweiten Nahrungsmittelkrise und dem drohenden Ende vieler Höfe – und ihr Versuch, die Bauern quasi als Selbstzweck zur Durchsetzung dieser Ziele zu zwingen, hatte zum Ausbruch der bislang heftigsten Bauernproteste der jüngeren Geschichte geführt, die in den letzten Tagen teilweise den Charakter eines Volksaufstandes anzunehmen scheinen. Der ehemalige Vize-Ministerpräsident Johan Remke soll nun vermitteln. Auch der niederländische Bauernverband LTO signalisierte Gesprächsbereitschaft. Allerdings lehnt Ministerpräsident Mark Rutte Gespräche mit – seiner Meinung nach – „radikalen Gruppen” ab. Ob es zumindest zu einer Verschiebung der Einstellung der Stickstoff-Reduktion kommt, ist derzeit unklar.

13 Kommentare

  1. Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln, sagt der Volksmund und meint damit im Umkehrschluss: Klugheit wird in unserer Gesellschaft nicht honoriert, jedenfalls nicht in barer Münze.

    Ja, passt wie Faust auf Auge!
    Richtig, Klugheit wird in unserer Gesellschaft nicht honoriert,siehe Bundeskasperle- Theater. Was dort sitzt und sich vor Langeweile Candy Crash oder Fußballübertragungen übers Handy reinzieht ,hat im Leben nichts gelernt, nichts gearbeitet, hasst alles Deutsche ,will unser Vaterland zerstören und wird dafür fürstlich honoriert. Dummheit zahlt sich aus stimmt hier 100%ig!

  2. Sie gehen nicht , sondern sie fahren wie in Holland auch mit subventioniertem Diesel .
    Übrigens fürs Tierwohl wäre es in Spanien höchste Zeit !
    Das Tierwohl wird aber EU üblich , nur in Geesten , umständlichen Verklausolierungen und Sonderregelungen weiter verschoben . Wie in Deutschland an muslimischen Schlachtrieten zuerkennen

  3. Erst CO² dann Stickstoff, was kommt als nächstes ? Eine EU weite Atem- und Abgassteuer, weil die Bürger wegen falscher Ernährung zuviel Luft holen und zuviel Furzen ?

  4. Nach den Niederländern und Spaniern sollten nun auch mal die deutschen Bauern allmählich in den Trecker kommen, bevor es sie kalt erwischt. Demnach könnten im besten woken Regenbogenland aller Zeiten, von rund 265.000 Agrarbetrieben gerade mal 50.000 übrig bleiben, sofern die Verwirklichung von „Green Deal“ und „Farm to Fork“ weiterhin unwidersprochen zugelassen wird. (Siehe dazu Quelle 1)

    Scheinbar haben es viele Menschen noch nicht verstanden, aber man kann hinter „Green Deal“ oder „Farm to Fork“ einen perfiden hybriden Ausrottungsplan gegen die Menschheit erkennen, denn kein Klimaschutz kann es zur vorgeblichen Rettung der Welt rechtfertigen, wenn trotz einer drohenden globalen Hungerkatastrophe, mittels einer völlig destruktiven Abrisspolitik die Wirtschaft nahezu abgewickelt, und der Bauernstand hinter ideologischen Vorwänden zur Reduzierung der Nahrungsmittelproduktion, von der Politik bis in den Ruin sabotiert wird, während sämtliche Lebensgrundlagen der menschlichen Zivilisation bis hin zur Energie, systematisch gekappt werden.

    Demnach wird im woken dekadenten Westen um jeden Preis das Klima geschützt, indem jede Lebensgrundlage der menschlichen Zivilisation, systematisch durch politische Sabotage zerstört wird, während sich täglich Meldungen häufen, das komplette Ernten, Lagerhäuser oder Fleisch- und Lebensmittelfabriken auf mysteriöse Weise abfackeln und wegen plötzlicher ominöser Krankheiten ganze Viebestände gekäult werden müssen.

    Erst am Freitag vergangener Woche verbrannten aufgrund einer ungeklärten Ursache im deutschen Langenfeld rund 60 Tonnen Futtermittel, während vor vier Tagen im rumänischen Timis ein Hundert Hektar umfassendes Weizenfeld von einer Feuersbrunst vernichtet wurde. (Quelle 2 und 3)

    All das lässt jedenfalls unbedingt die Erwägung zu, das sich hinter harmlos erscheinenden Begriffen wie Klimaschutz oder Green Deal die furchtbare Absicht zur weitgehenden Ausrottung der Menschheit, also eine perfide wie hybride Genozid-Agenda verbirgt.

    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/deutsche-bauern-und-die-verantwortung-fuer-das-eigene-schicksal-a3886802.html

    http://www.pressreader.com/germany/rheinische-post-langenfeld/20220702/282364043373067

    https://euroweeklynews.com/2022/07/05/watch-huge-fire-burns-in-wheat-field-in-timis-romania/

  5. Gut und richtig so.
    Warum nicht auch hier?
    Es ist höchste Zeit den unsäglichen Typen den entspr. Gegenwind in die Visage zu blasen.

  6. Keine direkte Kritik an Sie Herr Sommer, allerdings zeigen die Videos von dem Schusswaffengebrauch Niederländischer Polizisten lediglich quer geparkte Einsatzwägen an einer Straßenkreuzung, der Aufforderung umzukehren sind die Lanwirte nicht nachgekommen und sie fuhren einfach weiter.
    Daraufhin haben die Polizeikräfte mit scharfer Munition auf die fahrenden Traktoren geschossen, ob sich die Polizisten dadurch bedroht gefühlt haben ist dabei unerheblich, das ist keine Rechtfertigung für eine klare Tötungsabsicht.
    Auf den Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen wurde ebenfalls unter diesem Vorwand wahlos von deutschen Polizeikräften auf Demonstranten eingeprügelt.
    Millionen haben gesehen das die Einsatzkräfte zu keinem Zeitpunkt bedroht wurden, es dauert nicht mehr lange und es wird grundsätzlich auf „Konterrevolutionäre“ das Feuer eröffnet, der Staat fühlt sich bedroht und er weiß ganz genau warum!

  7. Vielleicht ist das der Anfang. Vielleicht wird das zu Flächenbrand.
    Ich wünsche allen Beteiligten viel Glück und Durchhaltevermögen.
    Mögen sich auch die Nichtbauern erheben und ihren Regierungen zeigen, dass sie eine rote Linie erreicht haben, an der es nicht mehr weitergeht.
    Bis hierher und nicht weiter.

    • Tut mir leid, können Sie sich noch an den Truckeraufstand in Kanada erinnern?
      That’s new normal, die wurden als Verbrecher, Rechte, Homophobe, Frauenhasser, Unsolidarisch, Gefährliche Subjekte… abgewickelt.
      Es gibt nur eine Möglichkeit dies alles zu beenden und nur ein Teil davon hat mit der endgültigen Ausschaltung der Propaganda zu tun die das Narrativ vorschreibt und Kleingestigen das Hirn verbrennt.
      Der letzte Kommunismus ging unter weil er Pleite ging, wir geben ja gerade auch Vollgas in diese Richtung, ironischerweise hat das zumindest symbolisch gesehen ausgerechnet Russland eingeleitet, auch wenn es der Propaganda nur als Sündenbock dient.

  8. Es wird Zeit, dass nicht nur die Landwirte verstehen, wohin die Politik ohne Realitätsbezug (dafür aber eine Agenda bedienend) führt.

  9. Wer soll hier eigentlich noch Kommentare lesen, wenn diese teilweise erst mehr als 10 Stunden später nach dem erscheinen des Artikels freigeschaltet werden? Die meisten Leser dieser Seite haben bis dahin den Artikel doch schon längst gelesen!

  10. Das ist zu mindest ein Anfang, aber das langt noch nicht um diesen korrupten Polit Marionetten ihre Arroganz in den Hals zu stopfen! Bin mal gespannt, wie lange WIR uns das noch gefallen lassen wollen…

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