
Ein Ruck der Veränderung statt Denkmalschutz für das Establishment – und ein echter Aufbruch für Deutschland: Das ist es, was dieses Land braucht – und genau das war vorgestern Abend Thema in Düren. Man hatte es ja geahnt – doch nun ist es amtlich: Die Hütte brennt, und zwar lichterloh. Wer dachte, in der beschaulichen Nordeifler Stadt an der Rur würden am Vorabend von Fronleichnam nur die Grillwürstchen anbrennen, wurde eines Besseren belehrt.
Denn im Winkelsaal von Schloss Burgau brannte das „Feuer der Nation“ so heiß, dass selbst der historische Denkmalschutz kurz vor dem Herzinfarkt stand. Das Motto des von der AfD NRW ausgerichteten Abends? „Zukunft NRW – Zukunft AfD“. Ein Slogan wie ein Versprechen – oder eben eine Drohung, je nachdem, auf welcher Seite der Hecke man stand.
Die volle Besatzung beim Löschzug
Die Crème de la Crème der politischen Feuerwehr war angerückt, um sich der Löschung des lodernden Großbrands im Lande zu verschreiben. Mit im Löschzug: Tino Chrupalla, Sascha Lensing, Dr. Martin Vincentz, Klaus Esser und Tim Kellner alias “Love Priest”. Ein Aufgebot, bei dem der durchschnittliche Polit-Feinschmecker ehrfürchtig das Besteck fallen lässt.
Der Andrang war verständlicherweise gigantisch: Fast 800 Anfragen bei 450 Plätzen! Die Veranstalter mussten viele Enthusiasten wegschicken. Ein echtes Drama: Da will man einmal live dabei sein, wenn Deutschland gerettet wird, und dann scheitert es an den Brandschutzauflagen des Winkelsaals. Tragisch.
Die heilige Hecke als Schutz vor der Apokalypse
Draußen, auf dem vorderen Teil des Parkplatzes, fand schon ab 16 Uhr das statt, was der feinsinnige Beobachter gerne als „links-grünen Spuk“ bezeichnet. Das bewährte Ensemble aus Trillerpfeifen und Sprechchören gab sein Bestes. Doch die Organisatoren hatten ein geniales Einsehen mit der Ästhetik des Abends: Eine majestätische, bis zu drei Meter hohe heilige Hecke trennte beide Welten.
War das etwa der Botanische Verfassungsschutz? Eine Hecke als Bollwerk der Zivilisation – jenseits das Pfeifkonzert, diesseits die Rettung des Abendlandes? Man kann der Burgauer Schlossgärtnerei für dieses grüne Wunderwerk der Deeskalation gar nicht genug danken. Doch pünktlich um 18 Uhr hatte es sich ausgetrillert. Anscheinend reichte die Puste nur für zwei Stunden – oder die Demonstrationszulage war abgearbeitet.
Zwischen Aufbruchstimmung und saurer Milch
Im Schlosshof bot sich sodann das wahre, unzensierte Bild des normalgebliebenen Deutschlands. Ein bunter Querschnitt der Bürgerschaft – von Jung bis Alt, von Weiß bis Schwarz, ob Frau oder Mann. Ein wahres Festival ohne verordnete Diversität, dafür mit Deutschland-Sticker am Revers. Als Erstes lief mir Serge Menga über den Weg, wie immer mit einem Lachen auf den Lippen. Zwei Dinge suchte man hier allerdings vergeblich, Kopftücher (die waren vermutlich an der Hecke hängengeblieben) und Regenbogenfahnen – wenn wohl auch vor allem wegen der Gefahr von Windböen auf dem Schlosshof.
Warum das Ganze? Weil die Gesellschaft aufwacht! Wer dachte, nach dem Cum-Ex-Kanzler des kollektiven Gedächtnisverlusts könne es nicht schlimmer werden, wird nun vom Kanzler der gebrochenen Wahlversprechen eines Besseren belehrt. Die politische Resterampe Berlin liefert jeden Tag verlässlich. Nicht nur in Düren steht man bereit, den Schutt wegzuräumen.
Wahres Hochamt der Ausdauer
Mit der obligatorischen, fast schon traditionellen Verspätung startete ein wahres Hochamt der Ausdauer. Ein Sechs-Reden-Marathon. Sechs! Das ist die politische Variante von Iron Man, nur dass am Ende nicht gelaufen, sondern verbal ausgeteilt wurde. Der Saal bebte vor einem ganz bestimmten Gefühl: Aufbruch! Sprich: Dem Wunsch nach einem Ruck. Einem Ruck, der das Land so gründlich durchschüttelt, dass die Altparteien vor Schreck in Deckung gehen.
Für den ersten intellektuellen Twist des Abends sorgte der Landesvorsitzende Dr. Martin Vincentz. In einem Akt subtiler Ironie vollbrachte er das Kunststück, ausgerechnet das ewige Feindbild der eigenen Anhänger – Angela Merkel – zu loben. Warum? Weil die Altkanzlerin eine visionäre Seherin war! Sie hat schließlich schon vor Jahren erkannt, dass Friedrich Merz so viel Kanzlerformat besitzt wie eine leere Packung Toilettenpapier. Wenn die Feindin deiner Feinde recht hat, wird sie eben kurzzeitig zur Kronzeugin der Wahrheit befördert.
Hart an der Grenze zur Ekstase
Den humoristischen Zenit erreichte jedoch Tino Chrupalla mit einer zoologisch-kulinarischen Abrechnung mit der FDP. Nach deren jüngster Wahlschlappe goss er puren Spott über Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus. Seine messerscharfe Analyse: Wer diese Frau wählt, wählt den häuslichen Super-GAU. Zitat: „Stellt euch vor, ihr sitzt mit so einer Frau am Tisch, da wird doch die Milch sauer, der Hund geht in Deckung und der Wellensittich fliegt durch das geschlossene Fenster.“
Man lernte an diesem Abend: Die FDP ist nicht nur politisch angeschlagen, sie ist auch eine Gefahr für Haustiere und Molkereiprodukte; ein wahres biologisches Kampfstoff-Szenario am Frühstückstisch! Chrupallas rhetorisches Meisterwerk entfesselte im Saal jedenfall seine Welle der Begeisterung, die hart an der Grenze zur Ekstase kratzte. Stehende Ovationen! Sprechchöre! „Tino, Tino!“-Rufe hallten durch den Saal, als hätte er gerade eine Runde Freibier ausgegeben.
Der Mythos der Wiederauferstehung aus Würselen
Der aus dem Lippischen angereiste reichweitenstarke Youtuber Tim Kellner alias „Love Priest“ sodann betrat die Kanzel und verkündete das erste Gebot: „Wer die Show macht, ist der Boss.“ Was folgte, war ein pausenloser Dompteur-Akt für die johlende Menge, die von seinen schonungslosen rhetorischen Tiefschlägen begeistert war. Zum Finale gab es noch einen Schuss historischen Beziehungsratgeber: Mohammed – optisch definitiv keine „Dampfnudel“ – stand auf das Modell „Vier Frauen“, Startalter: sechs Jahre. Ein Konzept, das sich beim nächsten Nachbarschaftsfest wohl nur schwer als neuer Trend verkaufen lässt. Auch ansonsten nahm Kellner kein Blatt vor den Mund und rechnete gnadenlos mit Deutschlands Politikerkaste ab. Die Kernbotschaft seiner immer wieder von Applaus unterbrochenen Rede: “Deutschland ist nicht verhandelbar!”
Doch was wäre eine politische Bewegung ohne ihre eigenen Legenden? Auftritt: Jürgen Klever aus Würselen. Ein Mann, der den Begriff „Parteisoldat“ so wörtlich genommen hat, dass die moderne Medizin an ihre Grenzen stößt. Seit zehn Monaten fesselt ihn ein Unfall im Dienst der Sache an den Rollstuhl – doch die Biologie hat die Rechnung ohne den unbändigen Willen Klevers gemacht, denn in Düren wurde das Wunder Wirklichkeit: Er ist einfach aufgestanden! Gut, es fehlt ihm jetzt ein Bein – aber er steht! Wie eine deutsche Eiche, nur eben mit etwas weniger Bodenhaftung. Ein medizinisches Wunder, angetrieben von reinem Parteigeist!
Selfie des Aufbruchs: Der “Geist von Schloss Burgau”
Am Ende blieb das Gefühl, Zeuge von etwas ganz Großem gewesen zu sein. Hunderte Menschen spürten ihn ganz deutlich: den Geist. Oder zumindest die kollektive Entschlossenheit, das Land einmal kräftig umzudrehen. Denn wenn alles erst mal vom Kopf auf die Füße gestellt ist, steht es fest auf dem Boden – und die Welt sieht aus der Perspektive eines traumatisierten Wellensittichs gleich viel spannender aus. Bevor die Revolution das Land endgültig umkrempelt, musste natürlich das Wichtigste erledigt werden: die Social-Media-Dokumentation. Großer Andrang herrschte beim Selfie-Shooting auf der Bühne. Mit deutscher Disziplin stellten sich die Besucher artig an. Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, den Bundesvorsitzenden so nah vor die Linse zu bekommen, dass man das Polyester seines Anzugs riechen kann? Ein Bild für die Enkel – oder zumindest für die Familien-WhatsApp-Gruppe.
Der “Geist von Schloss Burgau” ist nun entfesselt! Die besten Zeiten für Deutschland werden kommen. Das Ende der Kartellparteien naht unaufhaltsam – ihnen steht der Entzug der Fleischtöpfe kurz bevor. Man sieht sie förmlich vor sich, die etablierten Politiker, wie sie panisch ihre Diäten umklammern, während die AfD-Karawane ungerührt an den heulenden Wölfen vorbeizieht.
Es muss anders werden
Um es mit den Worten des alten Georg Christoph Lichtenberg zu sagen, den ich für anlässlich des vorgestrigen Abends erneut bemühen möchte: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“
Ob es allerdings wirklich besser wird, wenn die Hecke irgendwann fällt – das bleibt das spannende Geheimnis der nächsten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 25. April 2027. Bis dahin bleibt das Schloss Burgau erst einmal das Epizentrum des gepflegten Vulkanausbruchs.
Lesen Sie hier auch den Ansage!-Artikel des Autors vom 5. September 2025 zu einer weiteren Wahlkampfveranstaltung der AfD in Düren!
- Auf Telegram teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram
- Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
- Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
- Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
- Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
- Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken










12 Kommentare
das werden die Grünen mit „Deutschland Er…….. “ kontern , passend zu einer Partei die täglich das Grundgesetz mit Schweißfüßen tritt
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Die AfD hat noch viele Schritte zu gehen, um ans Ziel zu kommen. Speziell in NRW!
Da sind einige Hundert rechte Leute gegen eine dicke, linke Wand aus Ignoranz und Arroganz leider keine große Nummer.
Jedoch ist zumindest deutlich geworden, daß es so etwas wie ein „kleines, gallisches Dorf“ auch dort gibt, wo man keinen Zaubertrank hat und keinen Obelix, der Helme einsammelt.
Bewundernswert!
Die Worte lese ich wohl, es wäre wünschenswert und dazu benötigen wir viiiiiele Düren im Land! Auf geht`s mit hoffentlich neuen „Geistern“ in Burgen und Schlösser! Es dürfen aber auch große Hallen und Wiesen sein!
Was mich bei Kellner immer wieder wundert, gehe ich doch bei ihm davon aus, daß er studiert hat und ausgezeichnet gebildet ist, ist, daß er immer so bescheuert von einer „DDR 2.0“ oder „SED 2.0“ spricht.
Weder in der DDR noch bei der SED gab es solch Chaos und Verachtung des eigenen Volkes. Beides waren ordentlich organisierte Körperschaften und was heute und hier abgeht, hatte es in der DDR und unter der SED Regierung nicht gegeben.
Vielleicht hat ihm das Chrupalla erklärt.
vielen Dank altparteien die sich demokratisch bezeichnen allen voran
CDU
CSU
SPD
Grüne
Linke
und nicht zu vergessen,
correctiv und Omas gg rechts 🖕
🥳🥳🥳🥳🥳🥳
Wenn im bevölkerungsreichen Westen dieser Idiotenrepublik mal mehr Wiederstand aufkommen würde. Nein. Ein nicht unerheblicher Teil sitzt auf seinem Wohlstand aus den 60 iger Jahren und frisst lieber eingemachte Kartoffeln von damals. Dann wird lauthals verkündet, „uns geht es doch gut. Wir sind ein reiches Land“ . Ich habe es so satt. Ich will den Schutzwall zurück.
Die AfD ist die stärkste Kraft.
Die Union würde im Falle eines
Wahlsieges in Sachsen-Anhalt
sogar mit den Kommunisten
zusammen arbeiten.
Die SPd fliegt raus.
Viel Mitglieder und Sympathisanten
der AfD kommen von der SPD und
auch der CDU.
Das mit der Rechtsradikalität ist
vorgeschoben um die AfD zu
diskeditieren.
Ich kann den „Altparteien“ nur das
raten: Macht wieder Politik für das
Deutsche Volk.
Dann werdet ihr auch wieder
gewählt.
Aber diese Hoffnung wird sich
nicht erfüllen.
Die besagten „Fleischtöpfe“, an denen sich das politische Gewürm labt, wird oft auch als „Trog“ bezeichnet. Nun hatten diese Parasiten in der Vergangenheit nicht nur unverschämt und ungezügelt daraus gefressen, sondern in undankbarerweise auch dahinein gekackt. Jetzt wundern sich diese, wie das da schmeckt und stinkt! Ihr „Tischlein- deck – Dich“ ist zu einer Jauchegrube verkommen. Die, die stets und ständig für Nachschub sorgen mussten, für die blieb nichts mehr übrig. Der LügenFritz wetterte gar, man solle noch mehr ranschaffen, was man dann herausschenken und verschwenden könne, statt zu jammern und zu klagen.
Weg mit diesen Mistviechern! Nur wer gearbeitet hat, darf auch essen! Die Früchte unserer Arbeit nur für uns! Wer was fordert, muss vorher was leisten! Einigkeit und Recht und Freiheit jetzt!
Artikel gelesen. Mir schwirrt leicht der Kopf.
Kann mittlerweile diese Partei genauso schlecht einordnen wie mittlerweile alle anderen auch. Mein Leben lang hab ich nur eins verstanden – Jeder versucht mit möglichst viel Gequatsche nichts oder nicht zu viel zu sagen, bis es ans Eingemachte geht. Jeder versucht sein eigenes Süppchen als hochwertige „Sache“ und das einzige wahre anzupreisen. Dabei kosten alle dem Bürger von Anfang bis Ende nur Unsummen an Steuergelder. Von den Steuern noch abgesehen die von diesen Menschen noch versenkt und verschleudert oder verschenkt werden. Wenn ich mit meinem Einkommen so umgehen würde, wäre spätestens nach einer Woche nichts mehr da. Nur das ich nicht auf grossem Fuß einfach weitermachen könnte. Es sei denn, ich wäre eine geniale Trickbetrügerin.
Und ich würde gerne mal ein afrikanisches Land,ist eigentlich egal welcher Kontinent oder Land, wenn ich da überall mitreden wollte oder sogar Hassreden vorbrächte. Und als Frau… um Gottes Willen….
Wir leben in einer merkwürdig gewordenen Welt und Zeit. Dabei wäre alles ganz einfach. Nur allein wenn man sich an die Tugenden hielte, die jeder kennt. Eine davon ist Ehrlichkeit.
Anstelle sich anzufeinden innerhalb der Parteien. Und sowas bekommt lebenslang sein Geld weiter. Bei mir bekäme
dieses ganze Gesindel nur etwas nach Leistung. Aber halt, das braucht ja heute keiner mehr und die jungen Leute lernen dies sehr schnell . Ohne grosse Mühe oder Ausbildung … Wozu??
Ich kann doch alles werden. Recht haben sie,wie uns diese angeblich feinen Herren jeden Tag auf neue zeigen.
Danke! Danke!! Danke!!!
… für diesen Artikel und die feine humoristische Art.
Ich kann nur für mich sprechen, aber manchmal braucht man auch das Gefühl der Hoffnung. Nach der Lektüre wurde sie bei mir wieder ein kleines bisschen größer. Wäre gern dabei gewesen!
Leute macht euch nichts vor! Es wird sich nichts ändern! Das Orchester unter der Leitung von Fritze spielt noch lauter die Hymne des Untergangs. Da helfen leider auch keine knallhart Reden, denn die gehen im Lärm der Mißtöne unter.
👏 👏
::::
Rede von Tino Chrupalla
AfD Großveranstaltung mit Tim Kellner, Serge Menga uvm. Düren 3.6.26
ca 30 Min.
:::
💙 💙 💙
Andere zugehörige Videos finden sich auch im Internet!
z.B. hier
Weichreite TV
https://www.youtube.com/@weichreite/videos