August 1806 in memoriam

Die Hildesheimerr Michaeliskirche: Nach dem 2. Weltkrieg originalgetreu wiederaufgebaut (Foto:privat)

Am 6. August 1806 endete das Heilige Römische Reich deutscher Nation. Franz II. legte die römisch-deutsche Kaiserwürde ab und regierte fortan (nur noch) als Kaiser Franz I. von Österreich. Wien blieb also – wenn auch anders als bis dahin – eine Kaiserresidenz, und Haydns „Kaiserhymne“ konnte dort mit dem Text „Gott erhalte Franz den Kaiser, unsern guten Kaiser Franz“ noch jahrzehntelang gesungen werden. Wir stimmen auf diese Melodie heutzutage „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland“ an. Was aber bis in unsere Gegenwart musikalisch nachwirkt, kann doch nicht verwischen, dass damals eine regelrechte Zeitenwende besiegelt wurde.

Denn das Duell zweier Kaiser nahm eine denkwürdige Wendung: Der eine, Napoleon, konnte ein ganzes altes Reich nicht in sein neues einverleiben und selber dessen Imperator werden, weil der andere, Franz, seines, das vom Korsen begehrte, einfach kurzerhand auflöste. Seitdem ist es aus der Geschichte verschwunden, nach fast achteinhalb Jahrhunderten Bestand.

Am 2. Februar des Jahres 962 war einst der deutsche König Otto, nachmals „der Große“ genannt, in Rom zum römischen Kaiser gekrönt und gesalbt worden. Seitdem gab es in Mitteleuropa wieder ein Imperium Romanum, gar bald mit dem Zusatz sacrum versehen, also ein „Heiliges Römisches Reich“, erstanden aus den idealisierten Resten der fränkisch-karolingischen Welt, diese wiederum fußend auf den verchristlichten Vorstellungen einer Pax Romana, die seit der heidnischen Antike die Geschichte und Kultur rund um das Mittelländische Meer geformt hatte.

Verlust der europäischen Dimension

Dieses ottonisch, später salisch und staufisch regierte Reich büßte im Laufe der Zeit immer mehr von seinen hehren Idealen und den Möglichkeiten zu deren praktischer Umsetzung ein. Im Investiturstreit zerrieben sich weltliche und kirchliche Herrschaftsträger wechselseitig. Seit dem 13. Jahrhundert wuchs überdies das Selbstbewusstsein unter den Nachfolgern der ursprünglichen Lehnsnehmer. Und nach dem Verlust seiner europäischen Dimension seit dem 15. Jahrhundert galt das Reich nur noch „deutscher Nation“ angehörig. Die Wirren von Reformation, Gegenreformation und Dreißigjährigem Krieg setzten der tatsächlichen imperialen Macht der Kaiser weiter zu. Nun, 1806, hatte sich das Reich im Furor von Revolution, Terror und Kriegen endgültig überlebt.

Kaiser Franz sah das Ende kommen und installierte 1804 für sich und die Seinen ein „Kaisertum Österreich“, als Reaktion auf die Ausrufung eines französischen Kaiserreichs, ebenfalls 1804, welcher im Dezember desselben Jahres die eigenartige Selbstkrönung Napoleons in Paris folgte. So gab Kaiser Franz II. sein heiligrömischdeutsches Reich preis, um als Kaiser Franz I. von Österreich ungehindert weiterregieren zu können. Seine Gesamtregierungszeit umfasst die Jahrzehnte ab seiner Wahl 1792 bis zu seinem Tod 1835 – vierzehn Jahre davon als deutscher König und römischer Kaiser, neunundzwanzig weitere als österreichischer Herrscher in der traditionellen Nachfolge der habsburgischen Erzherzöge.

Das Absterben des Alten Europa, dessen größten Gebietsanteil eben das Heilige Römische Reich deutscher Nation einnahm, begann mit der Französischen Revolution ab dem 14. Juli 1789. Damals, so sagt es ein Merksatz aus meiner Schulzeit, gab es in Deutschland ebensoviele Groß-, Klein- und Kleinststaaten wie man Jahre nach Christi Geburt zählte, also 1789: eintausendsiebenhundertneunundachtzig. Deutschland war groß und der Kaiser in Wien weit weg: so erlebte man diese zerklüftete politische Landschaft gleich einem Flickenteppich.

Das Reich als Flickenteppich

Jeder Landesfürst war eifersüchtig auf seine hoheitlichen Rechte bedacht. Da gab es größere Herrschaftsgebiete wie etwa Preußen, Württemberg oder Bayern, sodann unzählige Herzogtümer und Grafschaften, dazu etliche Ritterschaften und Freie Reichsstädte. Alle ihre jeweiligen Herrscher oder Senatoren pochten auf ihre Eigenständigkeit. Sie schlossen Bündnisse mit ausländischen Mächten, waren mit ihnen dynastisch verbunden – etwa Hannover mit Großbritannien oder Oldenburg mit Dänemark und Russland – und verbaten sich normalerweise jedes Hineinregieren des Kaisers.

Und es gab die geistlichen Herrschaften, regiert von zumeist römisch-katholischen Fürstbischöfen. Diese Territorien waren es, die am schmerzlichsten die Wucht der politischen Veränderungen durch die Vorgänge in Frankreich zu spüren bekamen. Revolutionstruppen hatten das Rheinland besetzt. So ging seit Ende des 18. Jahrhunderts das ganze linksrheinische Gebiet des Alten Reiches verloren. Um die deutschen Fürsten zu entschädigen, löste man im sogenannten Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 in Regensburg nahezu alle geistlichen Fürstentümer auf und schlug deren Gebiete weltlichen Herren zu.

Mit dieser staatskirchenrechtlich bis heute bedeutsamen Flurbereinigung verschob sich insgesamt das konfessionelle Gefüge des deutschen Ancien régime. Mit einem Male erbten protestantische Herrscher mitunter auch kurfürstliche Funktionen. Es wurde dadurch unwahrscheinlich, dass eine evangelische Mehrheit in diesem erlauchten Kreise der Kurfürsten einen römisch-katholischen habsburgischen Kaiser bestätigen würde. Auch deshalb zog sich Franz II. lieber auf sein Stammland Österreich zurück.

Aufstieg und Fall neuer Caesaren

Mit der Gründung des Rheinbundes in der ersten Jahreshälfte 1806, faktisch dem Austritt einer klaren Mehrheit von deutschen Staaten aus dem Reich, wurde ein weiterer Schritt von Napoleons Gnaden unwiderruflich vollzogen. So erlöste der römisch-deutsche Kaiser seinerseits den lebenden Leichnam heilig-römisch-deutscher Herrlichkeit und überließ ihn seinem Schicksal, zumeist in der Faktizität französischer Besatzung.

Das Römertum ging habituell auf Napoleon über, der ja als „Erster Konsul“ 1799 reüssiert und zunächst den republikanischen Gedanken in der diesbezüglich aufgeheizten gesamteuropäischen Stimmung starkgemacht hatte. Sein Caesarentum wurde folglich von denen, die damals dachten und mitfieberten, vielfach als Verrat empfunden. Beethovens nachträglich-spontane Widmungsverweigerung seiner Dritten Symphonie an Bonaparte ist das vielleicht prominenteste Beispiel für den intellektuellen Umschwung jener Zeit.

Napoleon wurde nun nicht länger als der tatkräftige Volkstribun einer neuen allgemeinen freiheitlichen Ordnung gefeiert, sondern als ein übler Machtmensch erkannt, der sich in der Folge in halb Europa als rücksichtsloser Kriegsherr und brutaler Militärdiktator entpuppte.

Stunde der Gerechtigkeit

Der Griff nach dem Sein als Imperator („Empéreur“) schien andererseits folgerichtig: Nach vielen Jahrhunderten der seit der Reichsteilung von Verdun im Jahre 843 zunächst von Aachen aus herrschenden Kaiser, während in Frankreich „nur“ Könige residierten, war nun, 1804 und 1806, sozusagen die Stunde der Gerechtigkeit gekommen. Diese Gelegenheit, nach mehr als neunhundert Jahren, konnte und durfte nicht ungenutzt bleiben! Aber bekanntlich war bereits 1815 mit dem napoleonischen Kaisergehabe Schluss. Und auch sein Neffe, der von 1852 bis 1870 als Napoleon III. einem französischen Kaisertum vorstand, hat dieses nicht halten können.

Anschließend setzte sich dann die Republik dauerhaft durch, wenn auch in fortlaufenden Numerierungen von drei bis (derzeit) fünf. 1871 ging der Kaisertitel an ein kleindeutsches Reich über, absichtlich völlig losgelöst von den Habsburgern in Wien, aber auch nur für gut siebenundvierzig Jahre. Danach, seit Kriegsende 1918, war endgültig Schluss: Die k.u.k. gutkatholische Doppeldonaumonarchie streckte ebenso die Waffen wie die preußisch-protestantische Hohenzollernherrschaft.

Weder die beiden Napoleons in Frankreich noch die zwei Wilhelms (im Gegensatz zu Friedrich, dem 99-Tage-Kaiser des Jahres 1888!) in Deutschland haben sich sonderlich auffallend um das Erbe des im Jahre 1806 aufgelösten Heiligen Römischen Reiches gekümmert. Seit den Ergebnissen des Wiener Kongresses 1815 sah man überall in Europa nur noch auf die jeweils eigene nationale Prägung. Dass das verflossene „Heilige Römische Reich“ den Zusatz „deutscher Nation“ eher einschränkend verstanden hatte und keinesfalls selbstherrlich, spielte nun keine große Rolle mehr. Jegliches Denken im Sinne von karolingischen und ottonischen Großzügigkeiten wurde durch die maßgeblich Mächtigen des 19. Jahrhunderts eher verdrängt denn positiv und schöpferisch in Anschlag gebracht.

Zeitenwende nach bitterem Ende

Es musste der Zweite Weltkrieg zum bitteren Ende gelangen, um die europäischen Völker in ihrem Widerstreit innehalten zu lassen. Im Blick auf die ganze Welt geschah dies ab einem weitaus schrecklicheren 6. August: dem des Jahres 1945, als durch US-amerikanisches Militär die erste Atombombe über bewohntem Gebiet gezündet und die japanische Stadt Hiroshima zerstört wurde. Dass man mit den „Vereinten Nationen“ und später mit der „Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft“ versuchte, eine dauerhafte Friedensordnung aufzubauen, war folgerichtig und ist nach wie vor begrüßenswert.

Die antike und christliche Grundlage Europas ist heutzutage fast völlig in Vergessenheit geraten, mit ihm zugleich ihre Wirkmacht. Im ottonischen Kirchenbau wäre sie neu zu erkennen: Nach dem Zweiten Weltkrieg baute man aus den Trümmern eine neue Kirche nach alten Plänen: die Michaeliskirche zu Hildesheim (siehe Beitragsfoto oben) erstand in ihrer ursprünglichen Gestalt. Ihr einstiger Bauherr, Bischof Bernward (in die Ewigkeit gerufen Anno Domini 1022), blieb im historischen Gedächtnis als zeitweiliger Erzieher von Otto III. gegenwärtig. Freilich war der bei Grundsteinlegung des Gotteshauses schon acht Jahre tot.

Gewiss: Die damaligen Umstände mitsamt der neu-alten „Rom-Idee“ des Enkels von Otto dem Großen sind mit den derzeitigen überhaupt gar nicht vergleichbar. Aber dieses Bauwerk, im schwärmerischen Nachgang christlichrömischer Kaiserherrlichkeit sowie bischöflichen Mönchtums errichtet, hat immerhin alle Höhen und Tiefen der gemeinsamen europäischen Geschichte überstanden, ohne auch nur eine der vielen Zeitenwenden auszulassen.

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5 Kommentare

  1. Mit großem Interesse und Vergnügen habe ich diesen löblichen Überblick über die deutsche Geschichte gelesen! Dank dem Autor!

    So sehr ich jede Art von Wissensvermittlung und Meinungsäußerung auch schätze, ist mir doch nicht klar geworden, was der Autor damit vermitteln will.
    Wie es so ist, alles ist durch Vorverständnis und Überlieferungen geprägt. Geschichte ist immer die Geschichte der Sieger bzw. heute maßgeblichen Meinungsmachern. Und da können leicht leicht missverständliche Äußerungen, Fehldeutungen, Unterlassungen oder Verkürzungen Platz greifen, die zu fehlerhaften Sichtweisen führen können.

    Ich möchte nur einige Aspekte aufgreifen, die meiner Meinung nach einer Abrundung bedürfen.

    Zitat:
    „Mit einem Male erbten protestantische Herrscher mitunter auch kurfürstliche Funktionen.“

    Das muss man anders ausdrücken. Die römische Kirche hatte es durch den Niedergang des römischen Imperiums verstanden, staatliche Aufgaben (wenn auch nur rudimentär versteht sich) an sich zu ziehen. Insbesondere in Deutschland glaubten die ungebildeten Herrscher, sich der Loyalität durch gebildete Kirchenleute, eine bessere Regierung zu verschaffen. Der jahrzehntelange Investiturstreit war das Ergebnis dieses Machtstreites zwischen Kaiser und Papst. Ein tatsächliches „Canossa“ gab es übrigens so nie! Nur die Folgen des Streits wurden von der Kirche als „Canossa“ verbreitet. Egal. Schon die Bezeichnung Fürstbischof verrät ja die Unvereinbarkeit eines wahren Christentums mit weltlicher Herrschaft. Die Kirchenleute standen in Arroganz und Machtbesessenheit hinter keinem weltlichen Herrscher zurück. (Im Film „Amadeus“ bekommt man davon einen schlüssigen Eindruck)
    Richtig formuliert:

    Die protestantischen Herrscher übernahmen die Regierung in Gebieten, die zuvor einem Kurfürsten oder Abt unterstellt waren.

    Zitat:
    „Napoleon wurde nun nicht länger als der tatkräftige Volkstribun einer neuen allgemeinen freiheitlichen Ordnung gefeiert, sondern als ein übler Machtmensch erkannt, der sich in der Folge in halb Europa als rücksichtsloser Kriegsherr und brutaler Militärdiktator entpuppte.“

    Dass auch ein Napoleon kein Rund-um-Wohltäter war, darf man durchaus sagen. Allerdings brachte er auch ganz wesentliche Reformen, die bis heute nachwirken. Man darf nicht vergessen, gegen wen er jeweils kämpfen musste und auch nicht warum. Immerhin hat er in England seinen Hauptfeind gesehen. Mit dieser Erkenntnis stünde er heute als ganz großer Geschichtsversteher da, wenn man die Wege in den Ersten und Zweiten Weltkrieg genauer untersucht! Egal. Mit Sicherheit konnte er eben so das nicht verwirklichen, was ihm vermutlich für ein, sein großes Imperium vorschwebte. Seine Feinde waren nicht die kleinen Leute von der Straße, sondern eben die herrschafts-ge- und verwöhnten, stockkonservativen Kreise, die sich nach der Niederlage Napoleons ab 1815 wieder sicher im Sattel wähnten.

    Zitat:
    „1871 ging der Kaisertitel an ein kleindeutsches Reich über, absichtlich völlig losgelöst von den Habsburgern in Wien,“

    Der Kaisertitel ging nicht so einfach über, sondern war das Ergebnis Bismarck’scher Politik. Es bedurfte eines geschickt eingefädelten Krieges gegen zunächst Österreich (Habsburg) und dann gegen Frankreich und nicht zuletzt gar einer Bestechung von Ludwig II. aus Bayern, um die deutschen Fürsten zu einer Unterordnung und Auferstehung eines Kaiser-Reiches zu veranlassen.

    Zitat:
    „Nach dem Zweiten Weltkrieg baute man aus den Trümmern eine neue Kirche nach alten Plänen: die Michaeliskirche zu Hildesheim“.

    Das ist eine der folgenschwersten Fehlentwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg. War man sich schon nach dem Ersten Weltkrieg einig, die Kirchen aus dem weltlichen Bereich herauszudrängen und dafür abzufinden, transportierte das Grundgesetz diese vermeintlichen Altlasten noch bis in unsere Tage. Der Verfassungsauftrag, den schon die Weimarer Verfassung enthielt, wurde ins Grundgesetz übernommen, aber bis heute nicht verwirklicht. Noch heute fließen vollkommen zu Unrecht Millionen Euro an die Kirchen. Aus allgemeinen Steuergeldern versteht sich – nicht als Kirchensteuer. Bischöfe werden immer noch vom Staat bezahlt und millionenschwere Privilegien existieren immer noch. Insbesondere die kirchliche Denkmals-Pflege kommt den allgemeinen Steuerzahler teuer zu stehen. Allein für die Erhaltung des Kölner Domes werden jährlich 1 Million Euro aus allgemeiner Steuer veranschlagt. Den Aufbau der Kirchen in jeglicher Hinsicht hätte man sich durchaus sparen können. Der Auftrag zur Beendigung dieser Privilegien besteht nach wie vor.

    Mit diesen Abrundungen ist gewiss nicht alles gesagt, aber vielleicht deutlich geworden, dass man Geschichte stets mit Sorgfalt und immer auch in größeren Zusammenhängen sehen muss. Und vor allem: Nie vergessen, dass nur Sieger die Geschichte schreiben – nie die Besiegten bzw. Unterlegenen oder Machtlosen. Wahrheit ist immer eine Frage der Macht.

  2. Auch wenn Ihre Ausführungen je nach Interpretation korrekt sind, sollten Sie bedenken das der Autor schon allein aus Platzgründen nicht auf jedes einzelne Detail explizit eingehen kann.
    So sehr ich auch Geschichte liebe, „Ansage!“ ist ein politischer Blog und der Kernpunkt dieses Artikels war „nur“ eine Erinnerung an die Entstehung des Deutschen Nationalstaates.
    Das hier in diesem Blog viele eklante Defizite in Geschichte aufzeigen konnte ich ja schon mehrmals feststellen, diese „Unlust“ sich zu bilden wird auch recht offensichtlich da sich zumindest bis jetzt nur wir uns zwei dafür interessieren.
    Gerade aus dem rechten Spektrum wird hier lieber die schlichte Erfindung absurder und heroischer Geschichtsverfälschung bevorzugt, das ist nicht nur schade, „Diskussionen“ über diese Thematik werden da auch ganz schnell langweilig…

  3. Der Einwurf von The Rob erfolgt natürlich zu Recht!

    An die überwiegend auch in dieser Frage desinteressierte Gemeinde: Wer die Vergangenheit nicht kennt, versteht weder die Gegenwart, noch erkennt er Gefahren für die Zukunft! Geschichte ist alles andere als langweilig – vor dieser dümmlichen Allgemein_Meinung sollte man sich dringend verabschieden. Gerade durch aufgedeckte Lügen (9/11; Pearl Harbour; Tongkin; Chile oder subversiver Einmarsch in die Ukraine) erfährt man mehr über die Absichten und Interessen der Gegner oder vermeintlichen Freunde. Erst wenn man z.B. auch die Parteiprogramme früherer Parteitage kennt, weiß man, wie tief der gegenwärtige Verrat eigentlich ist.

    • Sie sprechen mir da aus der Seele, wer z.b. weiß wie der römische Senat funktioniert hat und wie die Kaiser des Imperiums geherrscht haben, versteht das „Heute“ sehr gut.
      Überraschungen von der Politik gibt es da für einen nur selten und man kann selbst sehr gut kalkulieren was als nächstes kommt.
      Viel verändert hat sich in den letzten 10.000 Jahren ja nun wirklich nicht, da schockt einen nicht einmal mehr das Toleranz erzwungen werden soll oder zum „Schutz“ der „Demokratie“ die „falschen“ Ansichten zensiert werden.

  4. Vielen Dank für alle Anregungen, die ich diesen bisherigen Kommentaren entnehmen darf. Anlass und Ziel meines Beitrags war in der Tat (Dank an The Rob) die Erinnerung an den m.E. durchaus folgenreichen 6. August 1806 – nicht mehr und nicht weniger. Zu Einzelheiten bzw. Abrundungsvorschlägen (Dank an Justus) äußere ich mich gern ein andernmal, sofern es Zeit und Raum zulassen. Bleiben wir mit unseren jeweiligen Gaben und Fähigkeiten dran am Ringen um die angemessenen Benennungen und Deutungen geschichtlicher Vorgänge!

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