
Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, die Schwalben knatterten durch das Ländchen. Doch die Brandmaurergesellen hörten nichts. Sie bauten weiter. Als der Turm fertig war, bemerkte die CDU, dass sie selbst darin gefangen saß. Wieso Turm? Ja, Hungertürme waren mittelalterliche Gefängnisse – und es gab sie auch im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt.
Diese Tradition lebt erneut wieder auf, in anderer Form: Der Überlieferung nach wurden zum Tode Verurteilte darin eingemauert, bis sie verhungerten. Die CDU hat sich freiwillig in ihren Hungerturm begeben. Niemand musste sie einsperren. Sie ging hinein und mauerte die Tür von innen zu. Draußen standen die Wähler. Sie klopften kräftig und mit dem Wahlzettel. Aus dem Turm erscholl die Antwort, man werde keinesfalls öffnen. Das sei eine Frage der Haltung. Die Haltung ist ausgezeichnet. Die Partei kann nun im Sitzen verhungern.
Im Land der Abbruchunternehmer: Mörtel, mit Tränen angerührt
In den Gemeinderäten sitzen CDU und AfD nebeneinander. Sie beschließen Straßen, Schulen und Feuerwehrhäuser. Stellt ein CDU-Mann fest, dass die Dorfstraße voller Schlaglöcher ist, darf ein AfD-Mann dasselbe feststellen. Oder umgekehrt. In Magdeburg wird daraus jedoch eine “Gefahr für die Demokratie”. Eine mit AfD-Stimmen reparierte Straße gilt vermutlich als rechtsextrem unterwandert. Der schwarze Asphalt muss beobachtet werden, nicht aber die schwarz vermummten Schreihälse.
Die CDU wollte die AfD mit der Brandmauer ausschließen. Das gelang in etwa so gut wie eine Hungerkur mit drei Schweinshaxen am Tag. Die AfD wurde größer, die CDU kleiner. Die Maurergesellen im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin rühren den Mörtel derweil mit ihren Tränen an. Die Brandmaurer erklären, das Wahlergebnis beweise, wie wichtig die Mauer sei.
Die Verpflegung kommt von links
Nach dieser Logik zeigt jedes verlorene Stockwerk, dass dringend das Oberstübchen Löcher bekam, weil der Blitz wie aus siegreichem Munde einschlug. Von rechts darf kein Brot in den Turm gereicht werden. Also bleibt die kleine Luke auf der linken Seite.
Dort können Linke, SPD und Grüne eine Schüssel Haferschleim durchschieben, um das Sterben hinauszuzögern. Friedrich Merz trägt den Schlüssel. Sven Schulze zählt die leeren Teller. Über dem Eingang hängt ein Schild: “Hier verhungert die frühere Volkspartei Deutschlands – für ihre Haltung!”
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4 Kommentare
Die AfD muss niemandem sympathisch sein. Sie soll in Deutschland einfach mal richtig aufräumen und massenweise Kriminelle und Illegale abschieben. Und dazu ist die AfD offenbar die einzige die das durchziehen könnte.
Hervorragende Analogie, Glückwunsch
Von wegen „Hungerturm!
Sie sitzen immer noch dreist und fett in diesem Turm! So fett, dass sie nicht einmal durch das Tor herauskommen.
SELBSTABSCHIEBUNG: Millionen-Eigentor: Asyl-Stopp als Belohnung? | AfD Wahlsieg & TGD