Thomas Hartung

Verklärte Erinnerung als politische Waffe

Christian Bangels “aktuelles Zeit“-Essay beginnt als Erinnerungstext und endet als politische Zukunftswarnung. Dazwischen liegt eine argumentative Verschiebung, die für einen beträchtlichen Teil der gegenwärtigen Debatte über die AfD charakteristisch ist: Aus der realen rechtsextremen Gewalt

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Der rücksichtslose Staat

Thomas Schmid hat in der “Welt” eine bemerkenswerte Volte vollzogen. Jahrzehntelang galt in der politischen Publizistik der mündige Bürger als Ideal der Demokratie: informiert, selbstbewusst, kritisch, bereit, Regierungen abzuwählen und Autoritäten nicht länger qua Amt

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Nemesis im Netz

Alexander Wendt beginnt seinen aktuellen Text auf “Tichys Einblick“ mit jener berühmten Schlussszene aus „Alexis Sorbas“, in der die aufwendig errichtete Seilbahn beim ersten ernsthaften Einsatz spektakulär zusammenbricht. Sorbas schaut auf die Trümmer, lacht und

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Der Bär als Sicherheitsrisiko

Es gehört zu den eigentümlichen Begleiterscheinungen langer Kriege, dass sich ihre Fronten immer weiter vom eigentlichen Schlachtfeld entfernen. Irgendwann wird nicht mehr nur um Ortschaften, Nachschublinien und Lufthoheit gekämpft, sondern um Wörter, Lieder, Bücher, Denkmäler

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Propaganda mit Scheiße

Manchmal genügt ein einziges Internet-Meme, um ein ganzes Geschichtsverständnis offenzulegen. Der zwangsgebührenfinanzierte Jugendsender “Fritz” von “Radio Berlin Brandenburg“ (rbb)  hat in einem Social-Media-Beitrag mal eben die mittelalterliche Wissenschaftsgeschichte verdichtet: Arabisch sei die gemeinsame Wissenschaftssprache in

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„Leben mit AfD-Wählern”: Der Nachbar als Material

Es ist ein freundlicher Instagram-Aufruf: Pastellfarben, Kaffeetassen, fünf Menschen an einem Tisch. Keine Schlapphüte, keine konspirative Wohnung, kein toter Briefkasten. Darüber die Aufforderung des “Freitag”: „Für eine Recherche suchen wir Menschen, die mit uns über

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Der Staat, sein Personal und seine Sprache

Deutschland braucht Beamte. Sehr viele sogar. Nach der Erhebung des Deutschen Beamtenbundes (dbb) sollen dem öffentlichen Dienst rund 631.000 Beschäftigte fehlen, wenn er seine gegenwärtigen Aufgaben erfüllen soll. Besonders groß sei der Bedarf in Schulen,

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