Thomas Hartung

Mündigkeit unter Vormundschaft

Das Wort „Mündigkeit“ gehört zu den großen deutschen Selbstbeschreibungen. Es klingt nach Kant, nach Aufklärung, nach dem Versprechen, dass der Bürger nicht Objekt staatlicher Fürsorge ist, sondern Subjekt politischer Freiheit. Gerade deshalb ist es bemerkenswert,

WEITERLESEN

Umgang mit der AfD: Safranskis Versuch der Entkrampfung

Rüdiger Safranski ist kein politischer Aktivist im Intellektuellenkostüm, sondern ein Autor, der seine Autorität aus einer anderen Quelle bezieht: aus der geduldigen Arbeit an Denk- und Lebensgeschichten. Wer über Schopenhauer, Nietzsche, Heidegger und die Romantik

WEITERLESEN

Kritische Wissenschaft im Ausnahmezustand

Als in den Corona-Jahren Politikwissenschaftler oder Virologen öffentlich den Regierungsnarrativen widersprachen, schien die Sache auf den ersten Blick einfach: Hier „die Wissenschaft“, dort die „Skeptiker“. Heute zeigt sich der hohe Preis dieser Sortierung. Die entscheidende

WEITERLESEN

Heimatliebe jenseits der Schuldkultur

In Ruth Hoffmanns “Spiegel”-Auszug ihres Buchs „Raubzug von rechts“ wird das Kyffhäuser-Denkmal zu einem Sinnbild herabgewürdigt, das eine angeblich veraltete, völkische Ideologie verkörpert und mit modernem Nationalismus gleichgesetzt wird. Hoffmanns These ist klar: Die Nation

WEITERLESEN

Haltungsheuchelei: Die entkernte Moral

„Heutzutage ist es nicht mehr nötig, ein in sich konsistentes Verhaltensmuster aufzubauen.“ Der Satz des Kölner Diplom-Psychologen Jens Lönneker, Geschäftsführer des Marktforschungs-instituts “rheingold salon”, trifft einen Nerv, weil er nicht psychologisch erklärt, sondern sozial diagnostiziert:

WEITERLESEN