Thomas Hartung

Die Pathologisierung der Demokratie

Karl-Rudolf Kortes Diagnose in der “Zeit” kommt mit der Attitüde wissenschaftlicher Nüchternheit daher, doch sie ist von bemerkenswerter politischer Sprengkraft: Mehr junge Menschen drifteten ins Extreme, die Mitte verliere an Bindekraft – und, zugespitzt formuliert,

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Faschismus als Leerformel – und Herrschaftstechnik

Die gegenwärtige Faschismusdebatte, die am Wochenende in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ) und der ”Welt” wieder mal hochkochte, leidet nicht an einem Mangel an moralischer Erregung, sondern an einem Mangel an begrifflicher Disziplin. Genau darin

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Mündigkeit unter Vormundschaft

Das Wort „Mündigkeit“ gehört zu den großen deutschen Selbstbeschreibungen. Es klingt nach Kant, nach Aufklärung, nach dem Versprechen, dass der Bürger nicht Objekt staatlicher Fürsorge ist, sondern Subjekt politischer Freiheit. Gerade deshalb ist es bemerkenswert,

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Umgang mit der AfD: Safranskis Versuch der Entkrampfung

Rüdiger Safranski ist kein politischer Aktivist im Intellektuellenkostüm, sondern ein Autor, der seine Autorität aus einer anderen Quelle bezieht: aus der geduldigen Arbeit an Denk- und Lebensgeschichten. Wer über Schopenhauer, Nietzsche, Heidegger und die Romantik

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Kritische Wissenschaft im Ausnahmezustand

Als in den Corona-Jahren Politikwissenschaftler oder Virologen öffentlich den Regierungsnarrativen widersprachen, schien die Sache auf den ersten Blick einfach: Hier „die Wissenschaft“, dort die „Skeptiker“. Heute zeigt sich der hohe Preis dieser Sortierung. Die entscheidende

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