Autogrammkarten und Gratisbücher statt menschlicher Regungen: Friedrich Merz, der Grand Wizard der Peinlichkeit

Autogrammkarten und Gratisbücher statt menschlicher Regungen: Friedrich Merz, der Grand Wizard der Peinlichkeit

Nicht mehr ganz knusper: Friedrich Merz (Foto:Imago)

Die schiere Abfolge von Fehltritten, empathielosen Entgleisungen, soziopathischen Exzessen und Affronts, mit denen es Bundeskanzler Friedrich Merz gelingt, praktisch alles und jeden in kürzester Zeit gegen sich aufzubringen, ist schier atemberaubend – vor allem, weil man Gift darauf nehmen kann, dass sich an jede fremdschamwürdige Situation sogleich die nächste Hochnotpeinlichkeit anschließt. Der Lügenbold aus dem Sauerland ist ein ganz und gar stilloser Klotz, dem wahrlich absolut alles fehlt, was es für eine Führungsposition – geschweige den für die Regierungsleitung eines Noch-Industriestaates – braucht: Rückgrat, Charakter, Einfühlungsvermögen, Anstand, Integrität, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Zurechnungsfähigkeit. Und voilà: Erneut hat Merz nun bewiesen, dass er nicht einmal imstande ist, durch zumindest kleine, symbolträchtige Gesten einen Fehler zugeben und auf Augenhöhe mit den Bürgern sprechen.

Was war passiert? Vergangenen Monat hatte Merz eine verletzende, arrogante und herablassende Reaktion auf die Kritik einer schwer krebskranken Frau im Rahmen eines Bürgerdialog in Salzwedel gezeigt: Er fuhr der 53-jährigen, schwer an Hautkrebs erkrankten Silvia Dronsch brüsk über den Mund, weil diese von ihm wissen wollte, weshalb einerseits Vorsorgeuntersuchungen für Hautkrebs nach der Gesundheitsreform nicht mehr von den Kassen getragen würden, aber andererseits zugleich höhere Bezüge für Spitzenbeamte geplant gewesen seien. „Zu keinem Zeitpunkt, zu keinem Zeitpunkt ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben. Alles andere ist eine falsche Behauptung und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht ungeprüft wiederholen“, schulmeisterte der Regierungschef die krebskranke Frau auf offener Bühne.

Menschlicher Totalausfall

Überflüssig zu erwähnen, dass Merz auch hier wieder die Unwahrheit sagte – denn Dronschs Kritik war inhaltlich völlig korrekt gewesen: Erst kurz zuvor war tatsächlich über eine innerhalb der Koalition konkret geplante Erhöhung der Bezüge der Regierungsmitglieder berichtet worden; diese war nur deshalb (und auch nur vorläufig) abgesagt worden, weil sie für der Öffentlichkeit nicht vermittelbar eingestuft worden war. Der Fall flog Merz – selbst in ihm ansonsten eher wohlgesinnten Medien – anschließend völlig zu Recht um die Ohren und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Merz‘ Zustimmungswerte noch weiter in den Keller rauschen (kein Kanzler der deutschen Geschichte war jemals unbeliebter). Noch schlimmer: Er versuchte, das PR-Desaster durch Flucht nach vorne einzudämmen, was alles nur noch schlimmer machte: In der ZDF-Sendung „Was nun, Herr Merz?“ auf den Salzwedel Zwischenfall angesprochen, brachte der Kanzler nicht etwa die Größe auf, sich für seine völlig unwürdige Reaktion zu entschuldigen, sondern behauptete stattdessen völlig unsouverän: „Also zunächst einmal bin ich sie nicht scharf angegangen, sondern ich habe ihr widersprochen in einer Behauptung, die sie aufgestellt hat, die einfach falsch war“. Er wiederholte also auch diese Lüge erneut.

Dronsch, auf diese Weise erneut vorgeführt, drängte daraufhin – von der öffentlichen Anteilnahme und Solidarität ermutigt – auf eine Entschuldigung des Kanzlers und verlangte öffentlich, dass dieser die Unterstellung zurücknahm, ihre Frage an ihn hätte auf falschen Tatsachenbehauptungen basiert. Als Merz sie weiterhin ignorierte, insistierte sie sogar hartnäckig im Kanzleramt. Dann erfolgte nun eine Reaktion, die alles über Friedrich Merz aussagt, was man über diesen menschlichen Totalausfall wissen muss: Dronsch erhielt ein Schreiben eines Merz-Mitarbeiters aus dem Kanzleramt, der ihr für ihre Krankheit zynisch „Kraft“ und „Zuversicht“ wünschte – und dazu eine signierte Autogrammkarte des Regierungschefs, auf der Merz sich eine persönliche Widmung und ein „alles Gute“ abrang. Das war alles. Kein Wort der Entschuldigung oder das geringste Eingeständnis eines Fehlverhaltens.

Notebook-Finder mit Freiexemplar abgespeist

Diese Ungeheuerlichkeit zeigt, dass Merz sich kein bisschen verändert hat. 2004 gab es einen ganz ähnlichen Vorfall: Damals hatte Merz es fertiggebracht, an einem Berliner Taxistand sein Notebook voller sensibler Daten zu verlieren. Der obdachlose Straßenzeitungsverkäufer Enrico J. fand dieses. Anstatt es zu verschachern oder die kompromottierenden Inhalte gegen Honorar an Journalisten weiterzugeben, gab der ehrliche Finder das Gerät beim Bundesgrenzschutz ab – und hinterließ seine Adresse über eine Einrichtung der Obdachlosenhilfe. Merz zeigte sich nach rund einen Monat “erkenntlich”: Über eine Sozialarbeiterin ließ er J. ein Exemplar seines damaligen Buches „Nur wer sich ändert, wird bestehen”, versehen mit einer Widmung. Eine persönliche Begegnung, ein Telefongespräch, eine finanzielle Anerkennung oder das Angebot, dem Finder des Computers aus seiner prekären Lage zu helfen, kam dem Millionär Merz natürlich nicht in den Sinn.

Sowohl bei diesem damaligen Fall als auch jetzt im Umgang mit der schwerkranken Silvia Dronsch zeigte sich Merz völlige Instinktlosigkeit und seine Unempfänglichkeit für sich bietende Chancen. Jeder andere Politiker, auch wenn er nicht gerade psychologisch bewandert oder ein PR-Genie ist, hätte die Gelegenheit sofort genutzt, öffentlichkeitswirksam zumindest Demut zu heucheln und sich zu bedanken, und hätte – vielleicht augenzwinkernd-selbstironisch mit der eigenen Ungeschicklichkeit kokettiert und hätte so Pluspunkte in der Öffentlichkeit sammeln können. Doch Merz war und ist nicht fähig, so etwas auch nur aus Berechnung, geschweige denn aus menschlichem Anstand zu tun. So wie er damals einen Finder, der ihn vor einer noch größeren Peinlichkeit bewahrt hat, gönnerhaft ein Gratisexemplar eines albernen Schwafel-Buches zu übersenden, das niemanden interessierte und längst zum Ladenhüter verkommen war, so verspottet er nun eine Frau, die ausgerechnet er der Lüge bezichtigt hatte, doch Übersendung einer Autogrammkarte. So etwas tut kein normaler Mensch; nur ein grenzenlos arroganter Gernegroß ohne jede Klasse, dem simple kommunikative Grundlagen und menschliche Regungen abgehen, ist zu solchen Unverfrorenheiten imstande. Und erneut muss man sich fragen, wie lange die offenbar von Todessehnsucht erfasste CDU diesen Hasardeur an ihrer Spitze noch herumfuhrwerken lässt.

17 Kommentare

  1. dem ÖRR verblödeten Stammwähler der Versagerpartei reicht das, wie weiland Mutti Merkel die das Zerstörungswerk begann und 16 Jahre weitervernichten durfte weil der deutsche orgasmuslose Masobürger es so geil findet sich dauernd selbst in den Arsch zu treten.
    Diese 80 % dürften kein Wahlrecht haben sonst gehen wir unter, aber genau dafür wurde es gemacht

    1. Bevor man autofahren darf, muß man einen Führerschein beantragen und eine Fahrprűfung machen.

      So etwas ähnliches sollte man vielleicht auch einführen, bevor man wählen darf!

      Allerdings ist es von der Politik erwünscht, daß politische Idioten wählen dürfen. Darum wird das Alter zum Wählen immer weiter heruntergesetzt.
      Bald dürfen auch 12-jährige wählen. Ihre Stimmen kann man sich sichern, indem man ihnen lebenslang kostenlose Lutscher verspricht.
      😜

  2. Ein charakterlich verabscheuungswürdiges Individuum, eine Kreatur ohne soziale Empathie und soziale Kompetenz, unnahbar wie ein Klotz, der sich zufällig in der Haut eines Menschen befindet aber mit einem menschlich menschlichen Wesen mit Eigenschaften wie Moral, Anstand, Güte, Mitgefühl usw. nichts, aber auch gar nichts gemein hat, also Jemand, den die Welt nicht benötigt, den ich nicht zum Nachbarn haben möchte, genau so jemanden lassen die Menschlein in Deutschland ihr Land und ihre Zukunft zerstören! Wo bitte ist bei der Masse Menschlein in diesem Land der Verstand geblieben?
    Von wem wird dieses Monster eigentlich genau dafür bezahlt? Zufall? Allein mir fehlt der Glaube!

  3. Der Herr Merz ist ein erfolgreicher Staatsmann, der weiß, wo es lang geht und viel Rückhalt in der Bevölkerung hat.

    Er ist der beste Repräsentant, den Deutschland auf der Welt zu bieten hat und international höchst angesehen.
    Einen solch fähigen Kanzler finden wir so bald nicht mehr.

    Der Furzmeister meint dazu: „Pffrrz!“
    😜

  4. Meine Frage lautet eher, weshalb „die offenbar von Todessehnsucht erfaßte CDU diesen Hasardeur“ an die Spitze ihrer Partei befördern und zulassen konnte, daß dieser Kerl Bundeskanzler werden konnte! Er war in der CDU doch lange bekannt. Aber offenbar hat die CDU eine Schwäche für solche Lügner und Zerstörer: erst Merkel, nun Merz. Selbst nach über 20 Jahren noch immer nichts gelernt. Die CDU mitsamt der Brandmauerparteien müssen weg!!

  5. Ich nehme diesen Artikel zum Anlaß, endlich auf einen sprachlichen Fehler hinzuweisen, der den meisten Journalisten offenbar überhaupt nicht mehr auffällt. Immer öfter liest man von „drängen auf“ anstelle von „dringen auf“. Dem Wort drängen folgt normalerweise ein Akkusativ (jemanden drängen). Nur das Wort dringen wird mit dem Wort auf ergänzt. Stattdessen liest man immer öfter: jemand „drängte auf“ statt jemand „drang auf“. Ansonsten gilt: drängen-drängte-gedrängt und dringen -drang – gedrungen.
    Danke, Herr Oberlehrer! Bitte, gern geschehen!

  6. Dieser größenwahnsinnige Gernegroß………abführen, in den Knast, und Schlüssel wegwerfen….!!!!!!

  7. Sauerfritze sollte sich folgendes
    merken:

    Wir Bürger sind keine UNTERTANEN!

    Wir sind freie Bürger.

    Und im Herbst kann er in Rente!!!

  8. das ar…ch interessieren die menschen im lande einen dreck. bin gespannt, wann wir unsere autogrammkarten kriegen, wir warten seit jahren..merkel und scholz wollten nicht.

    Öffentlicher Brandbrief
    an das Umweltbundesamt (UBA), Prof. Dr. Dirk Messner

    sowie in Kopie an:

    Bundeskanzler Friedrich Merz
    Bundesminister für Umwelt, Carsten Schneider
    Bundesministerin für Gesundheit, Nina Warken
    Bundesministerin für Wirtschaft, Katharina Reiche

    sowie an alle:

    Ministerpräsidenten
    Landesumweltminister
    Landesumweltämter

    sowie an die EU-Kommisson:

    Präsidentin der EU-Kommission
    Generaldirektor Umwelt
    Generaldirektor Gesundheit
    Generaldirektion Energie
    Executivagentur des europäischen Forschungsrats (ERCEA)

    Gesundheitsauswirkungen großer Windradturbinen sowie anderer technischer Infraschall-Emitter
    Jetzt durch weitere internationale wissenschaftliche Studien bestätigt:

    Bereits heute ist ein 10-15 Kilometer Schädigungsradius gegenüber Menschen, Tieren und Natur durch ein Windrad der heutigen Generation sowie Vergrämung von Tierpopulationen wissenschaftlich bestätigt.

    Bereits heute bestehen schwere Beeinträchtigungen der Gesundheit der Menschen, Tiere und Pflanzen durch technischen, impulsiven und chronischen Infraschall.

    Häuser bieten keinerlei Schutz vor tieffrequentem technischem Infraschall:
    Kinder, Schwangere und andere sensible Personen sind besonders gefährdet

    Die gesamte Schallkulisse eines Mehrturbinenbereichs wurde z.T. erheblich unterschätzt.

    Bereits heute wird der Biodiversitätskrise Vorschub geleistet durch Ausbau technischer Infraschall-Emitter ohne entsprechende Folgeabschätzung / Ökobilanzierung:
    Aktuell leiden Tiere und Pflanzen aufgrund der impulsiven chronischen Tieffrequenzen durch z.B. Vergrämung aus 10 Kilometer-Radius,
    Energiedefizit u.v.m., dem Insekten- und Bienensterben, Naturzerstörungen, Zusammenbruch von Ökosystemen u.v.m.

    Der Wissenschaftsstand zeigt eine zweite Wahrnehmungsebene für Schall auf, die bei allen Organismen außerhalb des Ohres liegt (PIEZO-Kanäle – Medizin-Nobelpreis-2021)

    Weitere Wissenschaftler fordern: ein Ende des Missbrauchs von dB(A) Beurteilungen von Infraschall und Messungen in dB(Z) (ungewichtet).

    Die Schalldruckpegel der noch größeren Generation MW 7 haben hohe Schalldruckpegel als Immissionswerte, die 90 dB(Z), 100 dB(Z) und 110 dB(Z) und mehr erreichen werden. Damit sind die nachweisbar für tierische Organismen schädlichen Schalldruckpegel in angewandten experimentellen Studien eingeholt.

    Lebenswichtige Organe wie das Gehirn sind mit PIEZO-Kanälen ausgestattet- eine Überstimulation kann daher zu Störung der Gehirnstruktur, -funktion und Kommunikation führen.

    anmerkung von mir: DEN LETZTEN SATZ BITTE ZWEIMAL GRÜNDLICH LESEN U N D VERSUCHEN ZU VERSTEHEN!!!

    WALD UND BÄUME!!!

    Den ausführlichen Brief als UBA-Brandbrief mit wissenschaftlichen Nachweisen finden Sie unter:

    https://storage.e.jimdo.com/file/e378e49c-73bb-417f-8f2e-e0f6d410dc59/B.brief%20a.%20UBA-Messner_22.11%202025_Webseite.pdf

    merz hat sich nahtlos hinter merkel und scholz eingereiht. nicht zu vergessen die ganzen gesundheits- und umweltminister der letzten dekaden und deren sekretariatsstäbe.

    noch eine letzte frage: erwarten sie von einer chronisch geschwächten kranken bevölkerung, der ständig eingeredet wird ihr (causal unbestimmtes) leiden sei ganz normal ( von schlafstörungen über konzentrationsbeschwerden, kognitiven aussetzern und erschöpfungszuständen bis hin zu den härteren und ganz harten brocken in der anamese) etwa fortschritte in gesellschaft, sozialsystem und wirtschaftlicher entwicklung oder gar technische innovationen oder sonstige geistige meisterleistungen? eine erhebung aus dem staub wie phönix aus der asche?

    die wissen ganz genau was sie wollen und sind absolut bereit dafür auch temporär den sünden bock zu simulieren.

  9. Es wäre sicher interessant zu wissen, was das Gratisexemplar seines albernen Schwafel-Buches mit persönlicher Widmung auf eBay oder bei Hermann Historica bringen würde. Wahrscheinlich nen Fünfer bis Zehner, falls nicht mehrere CDUler mit Landeslistenambitionen zugleich die Schwarte finden.

  10. …dumm dümmer deutsch.. do guck na: oma mit 50 jahre arbeit bekommt 750.- rente – illegal eingeschleußter analphabet bekommt 1900.- plus sprachkurs haus telefon essen heizung … wofür bezahle ich eigentlich steuern… alice erlöse u