Ayleen könnte noch leben: Kastrieren statt therapieren?

Die getötete 14-jährige Ayleen, Opfer des mutmaßlichen Kinderschänders P. (Foto:PolizeipräsidiumFreiburg)

Der gute deutsche „Maßregelvollzug”: Zuerst dachte ich, das hätte irgendwas mit dem 9-Euro-Ticket der Bundesbahn zu tun – doch weit gefehlt! Denn durch besagten Maßregelvollzug soll Vergewaltigern und psychisch kranken Triebtätern die Chance gegeben werden, wieder auf den Pfad der Tugend zurückzufinden und wieder zu einem „wertvollen” Teil der Gesellschaft zu werden. Da wäre zum Beispiel Jan Heiko P. (vermutlich steht das „P.” für „Penis”?): Mit 14 versuchte er, ein 11-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Das brachte ihm neun Jahre in hessischen Fachkliniken ein. Anschließend wurde er ambulant betreut. Kostenpunkt: circa 600 Euro am Tag – natürlich auf Staatskosten.

Insgesamt 14 Jahre lang bemühten sich Ärzte, Betreuer und Therapeuten intensiv um den heute 29-Jährigen. Macht über den Daumen also rund 1,4 Millionen Euro Steuergelder – nur für diesen einen gestörten Vollhonk. Offenbar mit bahnbrechendem Erfolg: Jetzt steht Jan Heiko P. im dringenden Verdacht, die 14-jährige Ayleen aus dem baden-württembergischen Gottenheim ermordet zu haben.

Bahn frei für „P. wie Penis”

Möglich machte es wieder mal der deutsche Irrsinn grenzenlos verständnisvoller Psychiater und Juristen: Im Januar 2022 endete die sogenannte „Führungsaufsicht”, während der der Sexualstraftäter überwacht wird. Ein Gericht folgte prompt dem Rat eines Gutachters und stellte die Überwachung ein. Bahn frei für unseren Penis Heiko! Am Ende lag ein Mädchen tot im Baggersee. Also: Alles für die Katz, wie man so schön sagt.

Ein Vorschlag könnte die Sache enorm billiger machen: Zwei Kastrationen, und zwar gleich zu Beginn der Therapie: Eine für den Täter und die andere für den Gutachter, der einen solchen Typen für geheilt erklärt. Scheitert aber vermutlich an der Ampel – denn vor Kastrationen haben die noch mehr Angst als vor kalter Progression.

12 Kommentare

  1. Die eigentliche Tragik liegt in der Kindheit dieser Täter. Jugendämter platzieren Kinder oft zu spät
    und hier und da in wechselnde Betreuung, anstatt sie bei problematischen Herkunftsfamilien sofort
    in eine gute Pflegefamilie oder zur Adoption zu geben. Fast alle Täter sind „gemacht“ worden.

  2. Die einzige Therapie bei Veranlagungen (also Psyche) ist die Quelle vernichten. Dazu muss man den Täter nicht töten… nur seine „Kronjuwelen“.
    Und schon ist das Problem gelöst.
    In orientalischen Ländern macht man es rigoroser: Dort werden öffentlich auf dem Marktplatz dem Täter die gesamten Waffen entfernt.

  3. Nur kastrieren hilft nicht viel, da müsste der Schniedel mit ab und die Hände ebenfalls. Die sicherste Variante möchte ich hier nicht näher erklären nur ein Tipp, Autokran.

  4. Wenn eine Ärztin Maskenattests ausstellt, den Patienten aber nicht extra untersucht, weil sie sich auf seine Gesundheitsakte bezieht, dann bekommt sie eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren und Berufsverbot.

    „Falsche Maskenatteste: Gefängnisstrafe für Ärztin | BR24“
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/falsche-maskenatteste-gefaengnisstrafe-fuer-aerztin,TDXKLRI

    Wurde dabei jemand körperlich geschädigt?
    NEIN – eher wurde er davor bewahrt.

    Wenn aber ein gewissenloser Gefälligkeitsgutachter ein wohlwollendes Gutachten für einen Herrn P. ausstellt, dann ist ihm doch der Auftrag für ein nächstes Gutachten so gut wie sicher. Haftung gibt es keine.

    Wurde dabei jemand körperlich geschädigt?
    JA – Ayleen musste einen grauenvollen Tod erfahren.

  5. Ja, es sind wirklich Vollhonks, beide Seiten.
    Wie kommt es eigentlich dass pro Tag 600 € für eine Person ausgegeben wird von Steuergeldern? wer ist dafür verantwortlich? Es ist unfassbar wie unser sauer verdientes Geld verschleudert wird. Solche Straftäter gehören für immer weg gesperrt, denn Behandlung hilft ja nicht wie man sieht und unschuldige müssen dran glauben
    Wir müssen größtenteils für unsere Gesundheit selbst aufkommen die oft durch Arbeit, Überlastung und die Gesellschaft daran glauben muss, und die Kassen bezahlen fast nichts mehr und solche Typen werden mit Samthandschuhen angefasst. Da hatten wir schon mal bessere Zeiten

  6. Ich habe längere Zeit auf dem Maßregelvollzug gearbeitet.
    Der Ruf nach Kastration von psychisch kranken Sexualstraftätern ist nicht neu. Das Problem ist allerdings nicht ihr Penis, sondern die krankhafte Phantasietätigkeit der Täter. Diese Phantasien sind derartig mächtig, dass die Täter ihre Phantasie auch ohne Geschlechtsteil ausüben würden. Sie benutzen zum Penetrieren ihrer Opfer andere Gegenstände.

    Psychopharmaka, welche die krankhafte Phantasietätigkeit einschränken, sind weitaus sinnvoller. Diese bedürfen allerdings ständiger Überwachung, damit die Medikamente nicht heimlich abgesetzt werden.

    Allerdings hat auch der Maßregelvollzug einen deutlichen links- grünen Sprung gemacht. Dabei muss man sehen, welche Berufsgruppen auf den Stationen arbeiten. Im Gegensatz zum Strafvollzug, wo Strafvollzugsbeamte arbeiten, sind die Berufsbilder auf der Forensik Krankenschwester, Heilerziehungspflege, Altenpfleger und nur wenige haben auch eine Forensische Weiterbildung. Dazu kommen noch Psychiater und Psychologen. Und ja, ich gendere aus Prinzip nicht!

    Das Hauptaugenmerk liegt im Maßregelvollzug auf Sicherung und Besserung, nicht auf Bestrafung.
    Früher ist es deutlich strenger auf den Forensiken zugegangen, aber im Laufe der Jahre, hat die allgemeine ‚ Laschheit‘ zugenommen. Genau dies müsste man wieder ändern. Wenn ich mir den heutigen Zeitgeist ansehe, habe ich da nicht viel Hoffnung!

    • Deine Fachkenntnisse sind sehr gefragt. Bitte bringe Dich immer ein, wo es geht. Könnte man nicht mal erforschen, ob es nicht Medikamente geben könnte, die z.B. monatlich unter Aufsicht verabreicht werden können? Wer den Termin verpaßt, müßte sofort einrücken. Zudem müßte erforscht werden, wie die Arbeit auf den Stationen auszusehen hat und welche dauernden Fortbildungen es geben müßte. Man muß doch alles tun, um solche schrecklichen Taten zu verhindern. Im Falle Ayleen hätte es womöglich gereicht, maschinell die Spuren im Internet abzusuchen, wo sich ein deutlich älterer Mann einem jungen Mädchen, fast noch einem Kind, nähert. Vor allem, wenn der Mann einschlägig vorbestraft ist.

      • Es gibt bereits Medikamente mit Depotwirkung. Das Problem ist, dass Psychopharmaka zum Teil recht heftige Nebenwirkungen haben. Sie werden bereits unter Aufsicht in den Körper eingebracht, weil
        die meisten Substanzen ohnehin injiziert werden müssen.

        Medikamentöse Behandlung ist aber meist nur bei Psychosen erfolgreich. Bei Persönlichkeitsstörungen und da ordne ich den Täter ein, helfen meist keine Medikamente. Die Behandlung baut sich über Verhaltensänderung und Neustrukturierung auf. Ein sehr langwieriger und aufwendiger Prozess. Diese Behandlungsart wird unmöglich bei fehlenden Sprachkenntnissen.

        Fakt ist aber auch, dass die Rückfallquote nach dem Maßregelvollzug bedeutend niedriger ist, als beim Strafvollzug. Wie gesagt. Besserung und Sicherung ist das Thema. Im Knast wird nichts gebessert, dort wird nur bestraft, dabei sind die Strafvollzüge voll mit Persönlichkeitsstörungen.
        Bleibt die Frage was zu tun ist!
        Die Forensiken platzen aus allen Nähten, Personal nur schwer zu finden und der liberale Zeitgeist tut sein übriges.

        Permanente Fortbildung wäre sinnvoll. Wenn diese Fortbildung nur auf links-grünem Gutmensch Gedankentum aufgebaut ist, sind sie alkerdings sinnlos und verschlimmern unter Umständen die Lage. Psychiatrien allgemein unterliegen dem jeweiligen Zeitgeist, weil die Betrachtung von psychischen Erkrankungen immer von dem Stand der jeweiligen Gesellschaftsstruktur abhängig ist.

  7. für eine versuchte vergewaltigung 10 jahre.

    das gibt es heute nicht mehr, da gibts bewährung.

    und das ist viel schlimmer.

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