Bodo Ramelow und die Bäume von Buchenwald

oder: Wenn sich Linke in der eigenen Gedenkkultur verfangen

Luftbild der KZ-Gedenkstätte Buchenwald (Foto:Imago)

Es ist kein Geheimnis, dass sich die deutsche Linke als Hüterin der Erinnerung an den Nationalsozialismus betrachtet. Zwar ist ihr dieses Amt niemals übertragen worden und auch die frühen Achtundsechziger interessierten sich, entgegen zahlreicher Beteuerungen, nie sonderlich für die sogenannte „Aufarbeitung”. Denn hinter dem „Klassenkampf” musste alles zurückstehen, was heute als linke Domäne gilt: Vor allem der Feminismus, aber eben auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit. Durch die sexuelle Befreiung änderte sich für die Frauen nur scheinbar etwas – und als die Linke dann Ausschwitz für sich entdeckte, erging es den Juden nicht viel anders. Ich kann es nur immer wiederholen: Wer glaubt, im Zuge der deutschen Erinnerungskultur setzten sich Linke für das Judentum ein, ist ihnen schon auf der Leim gegangen. Die Linke kämpft unter dem Deckmantel des „Erinnerns” nur für eines: Für sich selbst und ihre Ideologie.

Das verkauft sie nicht ungeschickt – aber hin und wieder tappt sie in ihre eigene Falle, vor allem, wenn sie vergisst, die selbst aufgestellten Regeln zu beachten. Genau das ist dem Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow nun passiert: Derzeit bewegt die Zerstörung der Gedenkbäume rund um das ehemalige KZ Buchenwald nahe Weimar die Öffentlichkeit. Seit 1999 haben Bürger die Möglichkeit, Baumpatenschaften zu übernehmen, mit denen vor allen an die 1.600 Kinder erinnert werden soll, die im Lager starben. In den letzten drei Jahren wurden immer wieder einige dieser Bäume von Unbekannten beschädigt, allerdings konnten auch bei den jüngsten Akten des Vandalismus noch keine Täter ermittelt werden – auch wenn man wie selbstverständlich davon ausgeht, es müssten „Rechte” gewesen sein. „Wer solche feigen Taten begeht, ist geistig genauso unterwegs wie die Mörder in allen Konzentrationslagern”, äußerte sich Bodo Ramelow gegenüber der „taz“ zu den Vorfällen. Und mehr noch „Mit dieser Brutalität gegen wehrlose Bäume begeht man diese barbarischen Taten erneut.

KZ-Horror mit Sachbeschädigung gleichgesetzt

Da ist man als Leser erst einmal erschrocken. Hat Bodo Ramelow hier gerade die Ermordung von jüdischen Kindern mit politisch motivierter Sachbeschädigung gleichgesetzt? So übel die Gesinnung der für den Baumfrevel verantwortlichen Täter gewesen sein mag: Das ist schon ein starkes Stück. Fürsprecher des Ministerpräsidenten könnten nun einwerfen, es wäre gewiss nicht so gemeint gewesen und er habe lediglich sein Entsetzen über die Tat ausdrücken wollen. Ein klassisches Missverständnis oder eine sprachliche Ungeschicklichkeit also. Einmal abgesehen davon, dass diese milde Betrachtungsweise der politischen Gegenseite grundsätzlich vorenthalten wird, ist der Vergleich dennoch verräterisch und wirft ein bedenkliches Schlaglicht auf den Stand der Erinnerungskultur in Deutschland, auf die man in unserem Land sehr stolz ist.

Begegnungen zwischen Juden und Nichtjuden laufen hierzulande noch immer recht verkrampft ab, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass junge Menschen zwar einiges über den Holocaust wissen, aber kaum etwas über lebendiges Judentum. Man trifft sich an Denkmälern und zu Ritualen. Bodo Ramelow hat sich unbewusst selbst verraten: Es geht nicht um Menschen, es geht um Symbole. Auch wenn die Absicht der Spender der Gedenkbäume in den meisten Fällen eine gute und ehrenhafte ist – in der Politik neigt man dazu, solche Symbole zu instrumentalisieren. Das zeigt sich spätestens dann, wenn der Täter, der sie beschmiert oder zerstört, nicht aus der gewünschten Ecke kommt. Er kenne „kein anderes Land, das in der Mitte seiner Hauptstadt ein Mahnmal der eigenen Schande errichtet hätte”, schreibt Neil MacGregor im Vorwort seines Buches „Deutschland. Erinnerungen einer Nation”. Aber was nutzt das, wenn das Gedenken einseitig vereinnahmt wird und nur eine politische Gruppe darüber bestimmt, wie Aufarbeitung zu geschehen hat? „Relativierung des Holocaust” ist einer der schlimmsten Vorwürfe, der einen in Deutschland treffen kann. Er traf auch Hannah Arendt, die den Totalitarismus der stalinistischen Sowjetunion ebenso untersuchte wie die Strukturen des Nationalsozialismus. Auch der Historiker Jörg Baberowski sieht sich mit derlei Anwürfen konfrontiert: Die Gedenkkultur wird benutzt, um einen Diktator wie Josef Stalin zu schützen!

Gekaperte Erinnerungskultur

Nicht jeder hat in dieser gekaperten Erinnerungskultur das Recht, auf Elemente des Nationalsozialismus zu verweisen, wenn er einen gesellschaftlichen Missstand entdeckt. Es ist zwar salonfähig, mit der Bezeichnung „Nazi” um sich werfen, als sei es Konfetti, aber keineswegs darf man bei linker Programmatik auf Parallelen verweisen; so etwa bei den neuerlichen massiven Eingriffen in die Privatsphäre der Familie, die längst kein Schutzraum vor propagandistischen Übergriffen mehr ist, wenn schon Erzieherinnen angewiesen werden, Frisuren und Freizeitaktivitäten ihrer Schützlinge zu beobachten. Verweist ein Nicht-Linker hingegen bei der Stigmatisierung Ungeimpfter auf die Lust der Nazis, Menschen zu kennzeichnen, dann gilt das als Sakrileg – obwohl ihm Ähnliches schon seit Jahren von links vorexerziert wurde. Als Björn Höcke vor ein paar Wochen daran erinnerte, dass die Bundesrepublik aus dem Nationalsozialismus resultierend auch der medizinischen Ethik besonders verpflichtet sei, erlitt der linke Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff einen medienwirksamen Empörungsanfall. Auf eigene Attacken auf Freiheit und Menschenwürde wird man nicht gern aufmerksam gemacht – streitet man doch stets für das „Gute”. Da wird es Zeit für einen dramatischen Auftritt, der die Deutungshoheit wieder herstellt.

Noch ist nicht aufgeklärt, wer seit Jahren die Gedenkbäume rund um das KZ Buchenwald zerstört. Die Bürger, die sie stifteten, sind zu Recht entsetzt, denn in der „Normalbevölkerung” besteht zum Glück noch aufrichtige und ehrliche Anteilnahme am Schicksal der damaligen Häftlinge. Es ist ein glaubwürdiges Engagement, was man „Gedenkprofis” wie etwa Claudia Roth, Frank-Walter Steinmeier oder eben auch dem Thüringer Kulturminister nicht mehr recht abnehmen mag. Zu oft schon verflog ihre Empörung jäh, wenn Täter, die Synagogen angriffen oder Grabsteine schändeten, eben keine Neonazis waren, sondern arabische Migranten oder deren linke Sympathisanten. Daran sollten allerdings auch diejenigen denken, die glauben, Juden würde in Deutschland noch immer zu viel Aufmerksamkeit wegen des Holocaust zuteil. Das Interesse ist häufig lediglich vorgeschoben, um den Gegner zum Schweigen zu bringen, selbst wenn deren Ziel ein Massenmörder wie Mao oder Stalin ist. Denn die Linke darf um keinen Preis mit etwas Negativem in Verbindung gebracht werden – selbst wenn man dafür auch lügen und diffamieren muss.

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14 Kommentare

  1. Herr Ramelow sollte eigentlich wissen, das es seine geliebten Kommunisten waren, die das KZ Buchenwald
    und viele andere in Deutschland noch lange nach dem Krieg betrieben , um unliebsame Gegner aber auch viele Unschuldige einzusperren und zu vernichten.

  2. Sehr geehrte Frau Lübke, ihre Gleichmacherei kotzt mich gelinde gesagt an. Außerdem denke ich, das sie selbst in ihrer Ideologie befangen sind! Haben sie etwas mit einem gewissen Heinrich Lübke zu tun, dann kann ich ihre verbalen Aussetzer verstehen. Die Relativierung faschistischer Verbrechen sind selbst ein Verbrechen und ebnen den Weg für Faschismus. Ich kann nur hoffen das ihnen das klar ist. Buchenwald ist ein Gesamtkomplex der auf die Verbrechen des „Nationalsozialismus“ wie die Faschisten sich selbst nannten verweist. Jede Krume Erde und jeder Baum sind Zeugen dieser Verbrechen. Sie gehören zum Geschichtsbild dazu. Das müssen sie nicht verstehen aber sie sollten es einfach nur akzeptieren. Und damit sie mich nicht falsch einordnen, ich bin kein Freund der Partei die Linken, obwohl ich ein Linker bin. Die Zerschlagung alles dessen was links ist, wird am Ende dieses Prozesses euch selbst auf die Füße fallen. Denn dann werden neue Linke gesucht die man zerschlagen kann. Und diese Linken werden immer weiter rechts gefunden werden, wie man heute schon sieht. Am Ende steht die Zerstörung der eigenen Spezies weil es nichts mehr gibt an dem man seine eigene Schuld und Verantwortung noch fest machen könnte als an Gott. Und dann ist die Menschheit wieder da angelangt wo sie sich schon einmal befand. In der Sklaverei einiger wahnsinniger, ideologisch, verblendeter betuchter Sklavenhalter. Wir sind auf dem besten Weg in diesem Sinne. Euer Hass auf alles Linke führt die Menschheit in den Untergang, nicht die Linken, die wie ein Korrektiv in dieser Gesellschaft wirken könnte, wenn man sie nicht bedingungslos zerschlagen wollte.

    • @jhkua43wt8oklgj 27. Juli 2022 Beim 10:58

      Das mit dem Korrektiv, das die Linke in der Gesellschaft sein könnte, hat mir an Ihrem Kommentar besonders gut gefallen.

      „Sie müssen damit leben, ein Ministerpräsident von Gnaden derjenigen zu sein, die Liberale, Bürgerliche, Linke und Millionen weitere in Buchenwald und anderswo ermordet haben.“ – Benjamin-Immanuel Hoff (LINKE) zu Thomas Kemmerich (FDP) am 05.02.2020

      Nur dieses unverzichtbare Korrektiv konnte schließlich die ultimative Lösung dafür bereitstellen, dass die Gesellschaft niemals wieder von der Gnade jener Unmenschen abhängig sein muss, die Liberale, Bürgerliche, Linke und Millionen weitere in Buchenwald und anderswo ermordet haben:

      „Alle AfDler gehören in die Gaskammer.“ – Bianca Deubel (LINKE) am 25.12.2018

      „Eigentlich müsste man euch Nazis genau so vernichten wie man es im zweiten Weltkrieg getan wurde.“ – Steffen Thieme (SPD) zur AfD am 03.05.2020

    • Aber das stimmt doch gar nicht. Hätten Sie jetzt diese ‚Petra‘ (der Nachname wurde leider nicht genannt) auf dem Parteitag von ‚Die Linke‘ mit ihrem Ausspruch zu dem einen Prozent der Superreichen zitiert, dann hätte ich Ihnen zugestimmt. Aber die heutige Linke ist doch zutiefst globalistisch und damit großkapitalhörig und kriegslüstern. Sogar beim Rußland-Ukrainekonflikt ist diese Partei umgefallen. Ich kann verstehen, dass Sie kein Freund dieser Partei sind, aber mit solchen Aussagen befördern Sie nur die Spaltung. Echte Linke und Rechte sind gegen die Globalisierung und somit gegen das Großkapital. Wir brauchen kein Black Rock, Vanguard andere Verwalter des Großkapitals, weil das immer auf Ausbeutung hinausläuft. Darauf sollte man sich konzentrieren und sich nicht gegenseitig in sinnlosen Grabenkämpfen zerfleddern.

  3. Hallo, liebes ANSAGE – Team,

    die ROTEN übten schon zu Zeiten des National –
    sozialismus ein übles Regime, in angeführtem KL Buchenwald, aus.
    Publikationen darüber, wie rote Block – Kapos mit ihren Mithäftlingen umsprangen, gibt es genug.
    Denn es waren nicht unbedingt die Wachmann –
    schaften, welche brutale Gewalt an Häftlingen ausließen, sondern inhaftierte kommunistische Funktionäre, welche sich durch Denunziation, physische und psychische Gewalt, in der Häft –
    lingshierarchie nach oben quälten.
    Es wurden viele Erinnerungen ehemaliger Buchenwaldhäftlinge veröffentlicht, in welchen dieses Thema angesprochen wird.
    Entgegen der meistens von Linken verbreiteten
    These, das Kommunisten in den Lagern beliebt gewesen wären, konterkarieren die Erlebnisse der Mitgefangenen diese Aussage.
    Im Gegenteil, die Roten waren meistens noch mehr verhasst, als die SS – Wachmannschaften.
    Natürlich wird von Linken dieses Thema tunlichst gemieden, wie die Pest, denn darauf angespro –
    chen, reagiert diese Klientel mit asthmareifer Schnappatmung.
    Auch das Nachkriegsunwesen der Roten, sollte in den nun heißenden SONDERLAGERN, nicht un –
    beachtet bleiben.
    Die selben Elemente aus dem roten Spektrum, welche sich soeben noch der SS anbiederten, taten dies jetzt gegenüber des sowjetischen NKWD und GPU.
    Mit den selben Ergebnissen, wie oben angespro –
    chen.

    MfG, aus Dresden

  4. Was ist denn das für ein merkwürdiger „Eintrag“?

    Wenn man dieser Logik folgt, toppt Ramelow nicht nur die Kriminalität der Bäume-Fäller, sondern wird sogar als versteckter Judenfeind „geoutet“, da er ja nur seinen Antisemitismus als Ablenkung von linkem Terror zum Besten gibt?

    Da sollte die Autorin mal schön die Kirche im Dorf lassen! Ich bin gewiss kein Freund des „christlichen“ Herrn Ramelow, der vor Jahren ganz wesentlich dazu beitragen haben dürfte, dass die Partei Die Linke kein säkulares Profil gewann, indem sie sich gegen die Verbindung von Kirchen und Staat und damit gegen das herrschende Christentum stellen wollte. Ihm jedoch in dieser Frage aufgrund verquerer Formulierung quasi Scheinheiligkeit zu unterstellen, halte ich für abwegig. Jeder, der schon einmal in einem Konzentrationslager war, wird nur mit Abscheu auf die Täter blicken können.

    Im übrigen sind die „Links vs. Rechts – Argumentationen“ längst überholt! Beide Richtungen werden von den Herrschenden als Buh-Männer/Frauen gebraucht, um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Schon viele haben gemerkt, dass der Kampf zwischen Kapital und Arbeit überholt und ganz andere Feinde der Demokratie er-/gewachsen sind. Ganz außen findet man sowohl bei den Linken als auch bei den Rechten durchaus Faschisten. In der Mitte des klassischen Parteienspektrums wird man diese jedoch gerade nicht finden. Die Gefahr entsteht durch die schleichende Entpolitisierung und Entdemokratisierung. Diese gefährliche Strategie findet man eine Etage darüber, in den wirklichen Machtzentren.

  5. Nun dies ist seit vielen Jahren zu beobachten denn die „Wahrheit“ das ist ein Begriff, der unter der Deutungshoheit immer wieder derer liegt, die hiervon profitieren d.h. gerade im Hinblick auf diese rot-güne ideologisch von sich besoffene Truppe die Vereinnahmung all dessen was an Greueltaten im NS Regime verübt wurde. Welche üblen Taten gerade derzeit begangen werden und da meine ich das vorsätzliche gesundheitliche schädigen der Bevölkerung durch Giftspritzen, die Zerstörung des Rechtsstaates,die Zerstörung der freiheitlichen Grundordnung, das fluten Deutschlands mit sozialen Hängemattennutzern, die Zerstörung der FAMILIE,die Zerstörung der unbeschwerten Kindheit,die grandiose Kriegstreiberei,das permanente diskreminieren demokratisch gewählter und auch demokratisch agierender politischer Gegner, das besetzen der ÖRS, das nur sich selbst verpflichtet sein dieser unfähigen und saudummen Kinderterrorgruppierungen,die Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlagen unserer Heimat und, und dies ist sehr wichtig das erschaffen von sudummen Dumpfbackenjobs für die Wasserträger dieser kranken Ideologie.
    Also wir werden nicht daran vorbeikommen diesen Schmarotzern der übelsten Sorte tatkräftig eins auf diese dummen Mäulert zu verpassen und diese Schwurbler,Volks-und Landesverräter dorthin zu befördern wo sie hingehören und zwar in die Abraumhalde der Deutschen Geschichte.
    NIE WIEDER GRÜN NIE WIEDER ROT diese Gruppierungen nebst ihren Handlangern sind in unserer Heimat nicht mehr geduldet!

  6. Die Gratismutigen

    In keinem Land der weiten Welt
    wimmelt es so sehr von Nazis,
    sogar ins Parlament gewählt,
    die so vermaledeiten Bazis.

    Vielleicht ist das der wahre Anlass,
    weshalb ist Deutschland auserkoren,
    von denen, die der Judenhass
    im Mutterleib ist angeboren.

    Machen sich deshalb auf die Strümpfe,
    vor Tod und Teufel sie nicht weichen,
    queren Berge, Wüsten, Sümpfe,
    das deutsche Mekka zu erreichen.

    Hier kann man Judenhass ausleben,
    der Staat wird vieles jenen gönnen,
    will Geld und Obdach jenen geben,
    die Fahnen Israels verbrennen.

    Rasant bei uns sich jetzt vermehren,
    die mutig rufen auf zum Streite,
    weil sie das Judenland verehren,
    den Isrealis stehn zur Seite.

    Mir schwant, ich habe was erdichtet,
    denn allzu sehr ist doch bekannt
    der Streit sich gegen die nicht richtet,
    die Judenfeinde hol’n ins Land.

    Als Nazis jene sie benennen,
    bekämpfen die mit ihrer Wut,
    die sich zu Israel bekennen,
    mit ihrem feigen Gratismut.

  7. „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“
    (Joseph Goebbels, 1931, in „Der Angriff“)

    …Stehen eigendlich in irgend einem Land dieser Welt, uralte Arbeitslager als Gedenkstätten? Ich glaube nicht.

  8. Liebe Frau Lübke! Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Arbeit.
    Zu Ramelow & Co. fiel mir ein Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt vom Sept. 2009 ein:https://www.aerzteblatt.de/archiv/65889/Traumatisierung-politischer-Gefangener-in-der-DDR-Schweres-Erbe
    Traumatisierung politischer Gefangener in der DDR: Schweres Erbe

    (Auszug:)
    Schätzungsweise 42 000 Betroffene haben Anspruch auf die Entschädigung. Missbrauchsfälle stellen neuerdings jedoch die Opferrente infrage. So nimmt zum Beispiel das Bundesland Brandenburg laut verschiedener Pressemeldungen immer häufiger Bescheide zurück, weil die Pensionsantragsteller für die Staatssicherheit tätig waren. Auch im Bundesland Sachsen versuchten ehemalige Stasimitarbeiter, staatliche Hilfe zu kassieren. Etwa zwei Prozent aller Anträge wurde von Personen mit Stasivergangenheit gestellt, wobei die Dunkelziffer möglicherweise höher liegt.
    Es findet keine erfolgreiche Verarbeitung statt
    Aber nicht nur der Entschädigungsmißbrauch nährt das wachsende Empfinden von Ungerechtigkeit bei den Stasiopfern. Auch die gesellschaftlichen Umstände, die eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem DDR-Regime und dem Leid der Opfer erschweren, die Möglichkeit, den ehemaligen Peinigern jederzeit zu begegnen sowie die unzureichende Bestrafung der Täter – einige ehemalige Stasimitarbeiter und SED-Mitglieder sind in hohen beruflichen Positionen oder beziehen üppige Renten – tragen nicht gerade zu einer erfolgreichen Verarbeitung des erlittenen Unrechts bei.
    Dr. phil. Marion Sonnenmoser

  9. Na ja, Bodo „Inschallah“ Ramelow relativiert nun mal gerne die Gräueltaten der Nazis, wenn er damit sein Entsetzen über etwas ausdrücken kann.

    Um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten am 05.02.2020 mit dem Machtaufstieg der NSDAP zu vergleichen, fiel ihm auch gleich Buchenwald ein:

    „Ich musste an die Überlebenden und die Kränze in Buchenwald denken, dem ehemaligen Konzentrationslager in Thüringen.“ – Bodo Ramelow (LINKE) am 05.02.2020

  10. Also, so wenig Sympathien ich für Herrn Ramelow hege – „geistig genauso unterwegs wie die Mörder in allen Konzentrationslagern“ finde ich gut.
    Gewiss geht es hier um Symbole, nicht um Menschen, aber eben zugleich um die nicht von der Hand zu weisende Befürchtung: Wenn es heute noch um Symbole geht, sind vielleicht morgen die Menschen dran. Ebenso gewiss liegt der Verdacht nahe, dass Rechtsextreme die Schuldigen waren. Meine Güte, niemand hier leugnet doch, dass es in Deutschland Rechtsextreme gibt! Es scheint mir auch nicht angebracht, sofort präventiv Zweifel anzumelden für den Fall, dass der Täter „nicht aus der gewünschten Ecke kommt“. Das hat so einen Beigeschmack von „vorbeugender Feindbekämpfung“, und hiervon gab (und gibt) es hierzulande schon genug. Von daher meine besten Grüße an die Linke – bis zum nächsten Schlagabtausch.

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