Mittwoch, 17. Juli 2024
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Bruchlandung linker Moral: Nazijäger Serge Klarsfeld wählt nun lieber Le Pen

Bruchlandung linker Moral: Nazijäger Serge Klarsfeld wählt nun lieber Le Pen

Serge und Beate Klarsfeld (hier bei der Kranzniederlegung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin) (Foto:Imago)

Das absehbare Wahldebakel fast aller linken Parteien und Gruppen bei den jüngsten Wahlen im In- und Ausland markierte nur die Spitze eines schmelzenden Eisbergs. Links ist out! Die Jugend wendet sich in Scharen ab, Aufmärsche der Bauern bis nach Brüssel und immer mehr selbstkritische Stimmen aus dem einst geschlossenen Lager der „gutesten Bessermenschen“ aller Zeiten deuten auf eine Zeitenwende. Es kommt ja auch viel zusammen bei diesem moralischen Bankrott der linken Extraklasse. Bevor wir zu aktuellen Stimmen aus dem linken Lager – mit teils verblüffend vernichtender Selbstkritik – kommen, hier zunächst ein Blick auf den bis dato geleugneten Weg eines selbst verschuldeten, permanenten Niedergangs der linken Kräfte in Europa.

Der wohl letzte bedeutsame Liberale und Soziologe Ralf Dahrendorf hatte bereits zu Beginn der 1980er Jahre festgestellt: „Wir haben alle ein paar Vorstellungen in uns aufgenommen und um uns herum zur Selbstverständlichkeit werden lassen, die das Thema des sozialdemokratischen Jahrhunderts definieren: Wachstum, Gleichheit, Arbeit, Vernunft, Staat, Internationalismus.“  Noch bis heute hallt diese These nach und lässt die Genossen freudig Haltung annehmen, allerdings längst in einem alles absorbierenden Eigennutz: Vorwärts, Genossen, der Staat ist unsere fette Beute! Dabei wird nämlich gerne verschwiegen, was eben dieser Vordenker dann noch schnell hinterherschob: Denn schon 1983 (!) erklärte der von den Briten zum Lord geadelte Ralf Dahrendorf diese historische Mission der Sozialdemokratie für beendet.

Überdauern als störrische linke Funktionäre

Frei übersetzt: Laut ihm würden die zu volksfernen Bürokraten mutierenden Gestalten, nur noch an den Futtertrögen der Macht hängend,  schließlich „an ihrem eigenen Erfolg zugrunde gehen, da ihr identitätsstiftendes Versprechen – der soziale Aufstieg einer ganzen Gesellschaftsklasse – eingelöst sei.“ Sie überdauerten jedoch – als störrische Funktionäre. Etliche Verdienste lassen sich den Sozialdemokraten zwar gar nicht absprechen, besonders in jenen Jahren eines Willy Brandt; aber schon in dieser Willy-Ära wurden zehntausende Genossen in den Staatsdienst geholt und wurde der Apparat auf Steuer-Kosten der Bürger immer weiter aufgebläht. Inhaltlich begann, auch dank staatlichem Bürokratismus, der Absturz in wendehalsige Politik mit wechselnden Partnern. Hauptsache für die fette Beamten- und Diätenkohle drinnen bleiben; um jeden Preis!

Und ab hier wird es interessant. Denn die Themen wurden und werden hierzulande schon lange nicht mehr von der SPD selbst, sondern überwiegend in den Bündnissen mit der linksradikalen Klima- und Kriegs-Sekte der Grünen gesetzt. Und nun gehen den Altgenossen einer jämmerlichen 13-Prozent-Partei ausgerechnet auch noch die Grünen von der Fahne, die sie mit den Themen Massenmigration und Gewaltexzesse, sich ausbreitendem Kalifats-Islamismus samt abscheulichem Judenhass sowie ihrer verbotsgeilen Gender-Woke-Ideologie vor sich hergetrieben hatten. Die Grünen, von denen immer mehr Deutsche genug haben, sind laut neuesten Umfragen nur noch bei 11 Prozent und die SED-Linkspartei befindet sich in beschleunigendem Verwesungsprozess unterhalb parlamentarischer Relevanz.

Anschwellende Skepsis

Die in gegenseitiger Umarmung abstürzenden Ökosozialisten aus Grünen und Sozialdemokraten brauchten sich über Jahre stets gegenseitig, ernährten sich auch vom Partner, bildeten Koalitionen. Auch wenn Fehler gerade auch von der linksorientierten CDU-Matrone Merkel zuhauf relevante Ursachen akuter Krisen sind, ist es doch insgesamt ein Verweis auf die Stimmigkeit der Thesen des Ralf Dahrendorf. Die SPD, wie alle Linken, kleb(t)e und klammert(e) an Sitzen und Macht und verzögert(e) so nur ihren anhaltenden, immer dramatischeren Bedeutungsverlust. Das Zeitalter linker Hegemonie neigt sich seinem Ende. Die Themen samt Fragen und Anworten passen nicht mehr.

Dafür sorgt auch eine anschwellende Skepsis und zunehmend kritische Bestandsaufnahme linker Politik in der Gesamtöffentlichkeit. Wer dieser Tage auf ungewöhnliche Meinungsäußerungen aus eher linken Kreisen stößt, der merkt, dass hier ein unweigerlicher historischer Prozess eingesetzt hat: Am Ende jedes krampfhaften Festhaltens falscher Politik an überkommenen Inhalten und Zielen kommt nämlich immer zwangsläufig die Abrechnung. Und die fällt heftig aus. Reihenweise kehren prominente Persönlichkeiten – neben Millionen von Wählern – allen linken Parteien den Rücken.

Klartext von Klarsfeld

Das aber ist aber nicht nur ein deutsches Phänomen. Im Gegenteil: Österreich, Frankreich, Italien oder Griechenland – überall befinden sich vor allem die Sozialdemokraten, neben weiteren dezidiert linken Gruppierungen, in schweren Krisen – mit der einzigen Ausnahme Labour in England (die sich dafür allerdings zunehmend zur Islampartei wandelt). Der Verlust an Glaubwürdigkeit ist allgemein immens, die politischen Irrwege deutscher und europäischer Linker geraten auf den Prüfstand – begleitet von massiven Realitätsschocks, strategischen Eigentoren und katastrophalen Ereignissen.

Den Sargdeckel auf die Doppelmoral der Linken legte jetzt allerdings der legendäre französische Nazijäger Serge Klarsfeld. Seine aktuellen Statements – in seiner Position als jahrzehntelange Kultfigur der internationalen Linken – dürfte den Niedergang sozialistischer Kräfte nun noch weiter beschleunigen. Klartext von Klarsfeld: Er würde sich im Fall eines Duells zwischen dem Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen und den Linkspopulisten bei der kommenden Parlamentswahl in Frankreich “sicher für den RN” entscheiden. Der prominente Nazijäger unterstrich dies auf Rückfrage sogar noch ausdrücklich – und verprügelte damit öffentlich den ekelhaften Antisemitismus bei allen europäischen und deutschen Linken, welche im Zweifelsfall lieber den iranischen Ayatollahs die Füße küssen würden, als Israel konsequent gegen Hamas und Islam-Terror zu unterstützen.

Alte und neue Nazis

Im Gegenteil. Nicht nur an den linksversifften Hochschulen sind Juden wieder in Europa ihres Lebens nicht mehr sicher; linke “Free-Palestine“-Bündnisse sind die vielleicht letzte große Schande einer abstürzenden Linken. Klarsfeld würde seine Entscheidung „ohne Zögern“ fällen, wie er es gegenüber dem französischen Fernsehsender LCI zu Protokoll gab. Der 88-Jährige hat, von der Weltöffentlichkeit begleitet, über viele Jahrzehnte mit seiner deutschen Frau Beate Klarsfeld gegen alte und neue Nazis und gegen jeden Antisemitismus gekämpft. Es lässt tief blicken, wenn so jemand ein klares Bekenntnis zur Rechten abgibt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte nach dem Sieg des RN bei den Europawahlen bekanntlich Neuwahlen angeordnet. Wenn nun in den jeweiligen Wahlkreisen keiner der Kandidaten in der ersten Runde am 30. Juni eine absolute Mehrheit holt, müssen die Sieger dieser ersten Runde am 7. Juli in eine Stichwahl. Dabei dürfte es auch zu direkten Duellen zwischen den Linkspopulisten von La France Insoumise (LFI) und den Rechtspopulisten von Marine Le Pen kommen.

Palmers erfrischende Offenheit

Und genau hier platzierte Klarsfeld nun seine Bombe, deren Explosion gewaltigen Schaden im linken Lager verusachen dürfte: Denn laut Klarsfeld sei LFI eine „dezidiert antijüdische Partei. Ich würde Rassemblement National wählen, weil ich mein Leben lang dafür gekämpft habe, die jüdische Erinnerungskultur, verfolgte Juden und den Staat Israel zu verteidigen und weil ich einer extremen Linken gegenüberstehe, die von La France Insoumise beherrscht wird, die nach Antisemitismus stinkt und deutlich antizionistisch ist“, erklärte er.

Aber auch hierzulande rumort es immer lauter: Erneut macht gerade der Grünen-Renegat Boris Palmer auf sich aufmerksam, der sich auf eine nichtlinke Sinnsuche begeben hat. Bekanntlich hatte der beliebte Tübinger Bürgermeister nach steter Kritik an konkret desaströsen Ergebnissen und Folgen ökosozialistischer gender-wokistischer Ideologie, von Schmähungen begleitet, dem linksgrünen Haufen auf Nimmerwiedersehen gesagt – und tritt nun mittlerweile für die Freien Wähler in seiner Region. Das bringt Ex-Grünen jede Menge Hass seiner Ex-Genossen ein – denn Selbstkritik war bei Linken noch nie sehr beliebt. Auf Instagram konnten Palmers Follower nach den jüngst besonders gehäuften Messer-Exzessen durch Migranten in Deutschland, zu ihrem blanken Entsetzen, auf dessen Seite lesen: „Die Abfolge der Ereignisse macht nur noch fassungslos. Nach Mannheim ein Messerangriff auf eine Frau aus der Ukraine, die hier Sicherheit gesucht hat. Und nun ein Messerangriff auf einen Afghanen und eine EM-Party.

Verlorene Avantgarde

Die Reaktion auf diese völlig zutreffende und ehrliche Äußerung, die wohl jeder emphatische und normaltickende Mensch in diesem Land teilen würde, folgte auf dem Fuße: Es kam zu einem Aufschrei in seiner Stadt; ausgerechnet die stets schleimige Wendehals-CDU distanzierte sich vom ökolinken Abtrünnigen Palmer wohlfeil und seierte etwas von „eines Bürgermeisters nicht würdig“. Dafür hätte die Tübinger CDU wahrlich den erst noch zu stiftenden „Angela-Merkel-Flüchtlingsorden am SED-Band“verdient!

Hintergrund war übrigns, dass sich der Tübinger Gemeinderat am kommenden Donnerstag mit einer ebenfalls tödlichen Messerattacke in einem Tübinger Park befassen wird. Palmer ließ sich nicht einschüchtern – und führte das Problem auf Instagram unerschrocken weiter aus, womit er Wort für Wort richtig lag (aber noch ist in Deutschland die Wahrheit nur verlorene Avantgarde und längst nicht an der Macht): „Wer vor solchen Entwicklungen gewarnt hat, wie ich in meinem Buch 2017, der wurde als Rassist abgestempelt. Und da wundern sich manche, dass die Jugend AfD wählt. Ich nicht. Von Flüchtlingen darf man erwarten, dass sie friedlich sind, arbeiten und einen plausiblen Fluchtgrund haben., Damit sind 90 Prozent der Leute auch fein. Aber solche Geschichten zerstören die Akzeptanz des Asylrechts.

11 Responses

  1. Klarsfeld …würde sich “sicher für den RN” entscheiden.

    Das wundert nicht! Wird doch wohl noch zu unseren Lebzeiten Frankreich “judenrein” werden, und das ist nicht die Schuld der “Rechten”.
    Im Gegenteil ist Marine Le Pens RN der einzige Verbündete, den jüdische Menschen in Frankreich noch haben, denn der Antisemitismus ist bei Moslems die Regel* und bei Linken nicht selten.

    Nur bei den vorgetragenen Zahlen irrt m.E. Boris Palmer, obwohl Mathematiker:
    “Von Flüchtlingen darf man erwarten, dass sie friedlich sind, arbeiten und einen plausiblen Fluchtgrund haben.”

    Das seien 90 Prozent, die Probleme seien also von 10 Prozent verursacht.
    Ich denke, es ist genau umgekehrt. Eine Anfrage an eine Landesregierung, ich meine es war Sachsen, ergab kürzlich:
    Nicht einmal 0,5 Prozent der Asylforderer sind politisch Verfolgte, denen allein das Asylrecht zusteht!

    *Sagt übrigens das Bundesamt für Verfassungsschutz, Broschüre “Antisemitismus im Islamismus”, als pdf online.

  2. Serge Klarsfeld ist lernfähig, eine Kompetenz, die den Politikern der Systemparteien in Deutschland fehlt. Ganz anders handelt dagegen der französische Nationalspieler Mbappé, der die Fußball-EM in Deutschland dazu mißbraucht, öffentlich dazu aufzurufen, bei der kommenden Wahl in Frankreich das Erstarken der Rechten zu verhindern. Bei einer funktionierenden UEFA wäre seine Sperre für alle Spiele bei der EM obligatorisch. Aber dort funktioniert auch nichts mehr.

  3. EU-Parlament
    ID-Fraktion weist AfD ab – Weidel will „Optionen ausloten“
    Die AfD hat nach der Europawahl ihren Spitzenkandidaten Maximilian Krah aus ihrer Delegation im EU-Parlament ausgeschlossen – um wieder in die ID-Fraktion aufgenommen zu werden. Dieser Plan ging nicht auf. Nun will sich die Partei um neue Bündnispartner bemühen.
    https://www.welt.de/politik/ausland/article252000764/AfD-ID-Fraktion-nimmt-sie-auch-nach-Krah-Ausschluss-nicht-auf.html

    Trotz Krah-Auschluss: Rechte ID-Fraktion im EU-Parlament nimmt AfD nicht auf
    https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/politik_ausland_nt/article252000626/Trotz-Krah-Auschluss-Rechte-ID-Fraktion-nimmt-AfD-nicht-auf.html

  4. “in schweren Krisen – mit der einzigen Ausnahme Labour in England (die sich dafür allerdings zunehmend zur Islampartei wandelt).”

    Da muss ich aber widersprechen. Der neue Vorsitzende der Labour Partei in Großbritannien
    Keir Starmer hat dafür gesorgt, dass Linksextremisten aus der Partei rausgeworfen wurden. Er kämpft mit großer Härte gegen den Antisemitismus. DIe Labour Party unter der Führung von Keir Starmer sind sogar große Fans der eisernen Lady Margaret Thatcher geworden.
    Viele Muslime treten mittlerweile als “Unabhängige” Kandidaten an.
    https://journalistenwatch.com/2024/05/05/triumph-des-politischen-islams-strengglaeubige-kandidaten-gewinnen-reihenweise-bei-englischen-lokalwahlen/

    Und nein ich bin trotzdem kein Fan der Labour Partei. Denn die Labour Partei sowie die Tories sind eigentlich eine “Uniparty”= eine Art Einheitspartei. Bei den Parteiprogrammen gibt es bei vielen Themen kaum noch Unterschiede. Beide Parteien umwerben sehr fleißig die Migrantischen Wähler mit britischen Pässen.
    Da ist mir die Partei Reform UK von Nigel Farage doch sympathischer.

  5. …und mit “plausiblem Fluchtgrund” fallen 95% der “Flüchlinge” auch aus.
    Bessere wirtschaftliche Lage auf Kosten Anderer ist sicherlich kein Fluchtgrund, der unter Asylrecht anerkannt wäre!

  6. Kann den Heroenkult um die Klarsfelds absolut nicht nachvollziehen.

    Die Frau Klarsfeld hat 2000 DM von der Stasi bekommen, um den damaligen Bundeskanzler Kiesinger zu ohrfeigen.

    Natürlich gebe ich nicht vor, die damalige Gemengelage zwischen den Geheimdiensten voll zu durchschauen, aber der Verdacht liegt ja wohl nahe, dass dieses Ehepaar deutschfeindlichen Agenten sind. Als moralische Autorität taugen sie mMn nicht.

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  7. Ein wirklich guter Artikel. Und es trifft zu, was Dahrendorf bereits in den 80igern gesagt hat, nämlich dass das ‘identitätsstiftende Versprechen -der Aufstieg einer ganzen Gesellschaftsklasse – eingelöst sei. Meine Familie hat von diesem Versprechen auch profitiert . Dafür war ich sehr dankbar und hatte mir geschworen immer die SPD zu wählen, der ich meinen Aufstieg zu verdanken habe. 😂 Ich hoffe, der Autor hat Recht mit seinen Aussagen zum Niedergang der linken Mischpoke. Ich halte es eher für Wunschdenken. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

  8. Der Artikel von Hans S. Mundi markiert einen ABSOLUTEN historischen Meilenstein, der sich als umso bedeutender und grundlegender erweist, je genauer man hinschaut. Am 31. Dezember 1600, dem letzten Tag des 16. Jahrhunderts, hat die englische Königin Elisabeth I. der East India Company das Privileg für den indischen Subkontinent erteilt. – Damit war der Kapitalismus, also – korrekt verstanden – die Herrschaft des großen Geldes geboren. Ausplünderung und Entrechtung der Einheimischen und Siedler in den Kolonien, Sklaven- und Rauschgifthandel, Piraterie, Militäraktionen großen Stils (die größte Privatarmee aller Zeiten, größer als die britischen Streitkäfte) gehörten zum Geschäftsmodell. Bis heute konnten die Erben und ideologischen Nachfolger der skrupellosen Händler- Adels und Finanzclique einen rasant wachsenden Reichtum anhäufen, mit dessen Hilfe sie ihre unsolidarischen Machenschaften gegen die europäischen Nationen verfolgen und gleichzeitig geschickt verbergen konnte.

    Der systematischen Bekämpfung von Großbritannien aus sind bereits Spanien, Frankreich und Deutschland zum Opfer gefallen; Russland ist in der 1917er Oktoberrevolution unter dem westlich finanzierten Lenin schwer geschwächt und als Sowjetunion mit Sollbruchstellen versehen worden, die 1991 aufgebrochen sind.

    Vor über 100 Jahren ist – haupsächlich von der Presse – ein systematischer Antisemitismus in Gang gesetzt worden – um die inzwischen der Freiheit und Demokratie geneigten Nationen von innen her zu schächen. Seither (genauer seit dem Krimkrieg von 1853-1856) verfolgt die Finanzaristokratie einen gegen den judeo-christlichen Kulturraum gerichteten Krieg mit allen Mitteln (einschließlich Demographie, Geschichtsverfälschung und Propaganda). Die Förderung des Islam und innerhalb desselben radikaler und autokratischer Kräfte ist inzwischen unübersehbar – daher auch die Positionierung der Klarsfelds. Die bedeutet übrigens keinen Kurswechsel dieser Idealisten, sondern Standhaftigkeit.
    Denn wer sich zum billigen (und aggressiv militaristischen) Werkzeug der Finanzoligarchen degradiert hat, sind alle “Systemparteien”, egal ob sie sich sozialdemokratisch, christlich oder grün nennen. Denn die sind – noch – randvoll gestopft mit Oportunisten, Idealismus ist dort. Das wird sich rasch ändern, wenn es gelingt, die Kandidatenaufstellung zu demokratisieren. Bisher war das Prozedere von den Parteivorständen kontrolliert, die ihresgleichen aufrücken ließen.

    Aber jetzt heißt es aufwachen. Wir sitzen alle in einem Boot – sogar die vernünftigen Mitglieder der Geldaristokratie.

  9. “Die Nationalsozialisten waren links”. “Goebbels: Wir verstehen uns als die neue Linke. Nichts ist uns verhasster als der konservative (also rechte) Block”.
    Aus allen Poren dringen aktuell die unverkennbaren Parallelen und Beweise für diese These bzw. für die damalige Aussage Goebels. Die Sozialisten sind wieder an der Macht und diese Macht halten sie fest mit aller Kraft. Dabei kehren Sie ihre Ideologie nach außen, werfen den Schafspelz ab und zeigen die schon aus dunklen Zeiten bekannten Methoden “Gesinnungsstaatlichkeit, Denunziation und Diskreditierung der Opposition, soziale Ächtung und persönliche Anfriffe auf Andersdenkende, Erfinden neuer Verbrechensbegriffe “Delegitimierung des Staats”, und Einstellungen, Kriegsideologie, Propaganda und Massenkultur.
    Es ist unverkennbar, wer hier die Faschisten sind.