CDU in Brandenburg plant „Stadt(kewitz)-Mauer“ gegen den Rechtsdrall

CDU in Brandenburg plant „Stadt(kewitz)-Mauer“ gegen den Rechtsdrall

Bald eingemauert hinterm neuen antifaschischen Schutzwall der Superdemokraten alias “Stadtkewitzmauer“? Zehdenicks neuer AfD-Bürgermeister (Collage:Grok)

Es ist die politische Sensation des märkischen Frühlings: Nachdem der AfD-Kandidat René Stadtkewitz die Bürgermeisterwahl in Zehdenick für sich entscheiden konnte, schaltet die lokale CDU in den ultimativen Krisenmodus. Die Lösung für das „Problem Zehdenick“ ist so historisch wie pragmatisch: Eine Mauer muss her! Sicher ist sicher.

Man wolle „Verantwortung übernehmen“, heißt es aus Kreisen der märkischen Union. Wenn der Wählerwille schon nicht in die gewünschte Richtung korrigierbar sei, müsse man eben die Geografie korrigieren. Unter dem Arbeitstitel „Operation Schutzwall Zehdenick“ wird derzeit ein Konzept geprüft, das die gesamte Kommune hermetisch vom Rest der Zivilisation – oder zumindest von Brandenburg – abriegeln soll.

„Niemand hat die Absicht, eine Stichwahl zu ignorieren“

Ein Sprecher der CDU-Ortsgruppe erklärte dazu mit ernster Miene: „Wir respektieren das Wahlergebnis natürlich vollumfänglich. Aber wir wollen verhindern, dass der Wahlsieg von Herrn Stadtkewitz auf umliegende Gemeinden wie Gransee oder Löwenberger Land überspringt. Das ist quasi eine politische Quarantäne-Maßnahme.“ Die „Stadtkewitzmauer“ soll pünktlich am 13. August, zum 65. Jahrestag des berühmten Berliner Vorbilds, fertig sein. Laut ersten Entwürfen wird sie folgende Spezifikationen aufweisen:

  • Höhe: Exakt 3,60 Meter (man greift auf bewährte Baupläne aus der Region zurück)
  • Material: Recycelte Wahlplakate der demokratischen Parteien, verstärkt durch eine Schicht aus purer Fassungslosigkeit
  • Besonderheit: Das integrierte Remigrations-Programm – wer bei der Flucht aus der Stadt, eine Regenbogenfahne trägt und das CDU-Grundsatzprogramm zitiert, erhält Asyl im Brandenburger Umland.

Wirtschaftsförderung mal anders

Kritiker werfen der Union vor, hier ein wenig überzureagieren. Doch die Strategen sehen darin eine riesige Chance für den lokalen Tourismus. „Zehdenick wird das erste politische Freilichtmuseum der Welt“, schwärmt ein Planer. „Wir nennen es ‚JurAfD-Park‘. Man kann von Aussichtstürmen aus beobachten, wie eine Verwaltung ohne Fördermittel vom Land und mit einer Isolationsstrategie überlebt. Das ist ‚Survival-Politik‘ für Fortgeschrittene.

Auch die Baumärkte in der Region melden bereits Rekordumsätze bei Zement und Stacheldraht. Die CDU überlegt derweil, ob man die Mauer nicht sogar durch den Bund fördern lassen kann – als „Maßnahme zur Stärkung des ländlichen demokratischen Zusammenhalts“.

Der „Check-Point-Charlie-Z“

An der Bundesstraße 109 soll der „Checkpoint Charlie-Z“ entstehen. Hier werden Einreisende streng kontrolliert: Wer mehr als zwei Deutschlandfahnen am Auto hat oder verdächtig oft „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ murmelt, wird direkt in die Enklave Zehdenick durchgewinkt. Ob die Mauer auch gegen den Fachkräftemangel hilft, bleibt abzuwarten. „Wenn erst mal keiner mehr rauskommt, müssen die Leute zwangsläufig hinter der Mauer arbeiten“, so die optimistische Prognose aus der CDU-Zentrale.

Der Slogan für die nächste Landtagswahl steht in Zehdenick jedenfalls schon fest: „Zehdenick – Wir bleiben unter uns. Ob wir wollen oder nicht!“ Die AfD reagierte gelassen auf die Mauerpläne. Man forderte lediglich, dass die CDU die Baukosten übernimmt. Schließlich sei man ja jetzt „Regierungspartei“ und müsse das Geld für wichtigere Dinge ausgeben – zum Beispiel für ein neues Hinweisschild, auf dem „Zehdenick rechts abbiegen“ steht.

2 Kommentare

  1. Nichts wäre schöner, als eine Mauer. Auf der einen Seite: Migranten, Dealer, Blockparteienanhänger, auf der anderen Seite: aufrichtige Deutsche. Durchgang nur mit Paß und Angabe des Grundes des Grenzübertritts.

  2. Zehdenick? Da war doch was?
    Bei der Wahl erinnerten sich wohl die Zehdenicker an die Versprechen von Kohl (CDU) mit den blühenden Landschaften. Zehdenick war zu DDR Zeiten eine Stadt mit sehr viel Leichtindustrie, die wurde gleich nach der Vereinigung platt gemacht. Ich kannte Zehdenick noch aus früheren Jahren. Als Student hatte ich mir dort eine Planstelle als Technischer Leiter, nach meinem Studienabschluss besorgt. Wurde aber von der Leitung der Studieneinrichtung nicht anerkannt und wurde auf eine miserable Stelle in einer anderen Stadt zwangsweise umgeleitet. Weil ich im 5. Semester nicht in die SED eingetreten bin.
    Auch kannte ich die Stadt aus noch jüngeren Jahren. Weil unsere Meute oft dort hin fuhren um in der Turnhalle ein Tänzchen zu wagen mit den vielen Mädels die es dort gab. Leichtindustrie. So manch Einer hat seine Spur dort hinterlassen. Die Band spielte ausschließlich Westtitel.
    Lange nach der Einheit besuchte ich Zehdenick. Industrie war alles weg. Die Stadt ist nur noch für den leichten Tourismus zu gebrauchen weil an der Havel gelegen. Übrigens der Betrieb bei dem ich dort hätte anfangen können ist nach einigen Versuchen dann auch in die Insolvenz gerutscht.
    Ich hoffe die AfD macht aus dieser Stadt wieder was sehenswertes und jagt die Altparteien zum Teufel.

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