
Die Ereignisse vom 31. Juli 2026, als 50.000 oder mehr Marokkaner und Afrikaner in die spanische Exklave Ceuta eindrangen, wird in den Medien als Problem illegaler Einwanderung dargestellt. Auch viele Beiträge auf Ansage! wie hier, hier oder hier gehen in diese Richtung. Aus der spanischen Perspektive – der Verfasser wohnt an der spanischen Südküste, allerdings nicht im Domizil der Millionäre Marbella – geht diese Sichtweise jedoch am Kern der Sache vorbei. Dazu eine kurzer geschichtlicher Abriss: 1668 erwarb Spanien Ceuta von Portugal, das es 1415 erobert hatte. Die Stadt liegt gegenüber von Gibraltar, das 1704 von England erobert wurde. Damit wurde Spanien die alleinige Kontrolle über die Straße von Gibraltar entzogen; Ceuta verhindert diese alleinige britische Kontrolle bis heute. In einem Vertrag vom 27. November 1912 wurde Spanien von Frankreich ein Küstenstreifen im Norden Marokkos als Protektorat zugestanden. Formal blieb dieses Gebiet Teil des machtlosen Königreichs Marokko; Ceuta und auch die Stadt Melilla, die seit 1497 spanisch war, wurden allerdings nie in das Protektorat eingegliedert. Beide blieben deshalb auch nach der Unabhängigkeit Marokkos 1956 spanisch.
Dieser international anerkannten Rechtslage wird interessanterweise in einem Bericht des US-Repräsentantenhauses vom 30. April 2026 () widersprochen, in dem von „Spanish-administered cities of Ceuta and Melilla .. located in Moroccan territory“ gesprochen wird. Spanien und Marokko werden darin zu einer Klärung des zukünftigen Status der Städte aufgefordert. Die Einwohner der Städte sind zu rund zwei Dritteln ethnische Spanier und zu etwa einem Drittel marokkanischer Abstammung. Aber auch letztere wünschen sich keine Übernahme durch das Nachbarland – denn dann würde ihr Lebensstandard spürbar sinken.
Beispiel Westsahara
Die Vorgänge vom 31. Juli 2026 erinnerte viele Spanier an das Ende der spanischen Besitzung Westsahara: Das Gebiet war ab 1884 spanische Kolonie und ab 1958 eine Überseeprovinz gewesen, ebenso wie die benachbarten Kanarischen Inseln. Die UN betrachteten das Gebiet weiterhin als Kolonie und forderten von Spanien ein Referendum über seine völkerrechtliche Zukunft. Dem stimmte das Franco-Regime zwar grundsätzlich zu, verschleppte aber die Durchführung. 1974 forderte Marokkos König Hassan II. den Anschluss der Westsahara an Marokko. Im Mai 1975 stellte eine UN-Delegation in der Westsahara fest, dass die Bevölkerung die Unabhängigkeit wünsche und der Befreiungsbewegung Frente Polisario breite Unterstützung zukommen lasse. Der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen, dessen Zuständigkeit in dieser Sache durch Marokko allerdings bestritten wurde, wies im gleichen Jahr Souveränitätsansprüche Marokkos und Mauretaniens zurück. Trotzdem kam es im Oktober 1975 zu ersten Übergriffen der marokkanischen Armee auf das Territorium der Westsahara. Am 6. November 1975 führte der damalige Premierminister einen “Grünen Marsch” von 40.000 unbewaffneten Marokkanern an, die illegal die Grenze zur Westsahara überschritten und einige Kilometer weit in spanisches Gebiet eindrangen. Diktator Franco war zu dieser Zeit bereits schwer erkrankt und wurde vom späteren König Juan Carlos vertreten. Es war nicht zu erwarten, dass dieser das Militär gegen die unbewaffneten Demonstranten einsetzte.
Tatsächlich räumte Spanien im Februar 1976 seine Überseeprovinz; die Nachbarländer Marokko und Mauretanien (letzteres zog sich 1979 wieder zurück) teilten sich das Land auf. Die von den UN geforderte Volksabstimmung wurde bis heute nicht durchgeführt. 1978 soll der damalige König Hassan II dem damaligen spanischen Ministerpräsidenten Adolfo Suárez mit einer Invasion Ceutas und Melillas gedroht haben: “Sie wissen, dass Ceuta und Melilla einer überraschenden Invasion Marokkos schutzlos ausgeliefert sind!” Die Antwort von Suárez folgte prompt: “Sie wissen, dass wir, sollte es dazu kommen, Rabat oder Casablanca innerhalb von nur 48 Stunden bombardieren könnten!” Am vergangenen Freitag Abend sprach der derzeitige spanische Ministerpräsident Pedro Sanchéz im spanischen Fernsehen von einem “Angriff auf die territoriale Integrität Spaniens”. Am folgenden Tag kehrten die Mehrzahl der Marokkaner von Ceuta plötzlich „freiwillig“ in ihr Land zurück. Hatte Sanchéz mit seiner Formulierung an die damalige Aussage von Suárez erinnert?
Eine politische Aktion zur Geltendmachung marokkanischer Gebietsansprüche
Bei dem, was sich am 31. Juli 2026 in Ceuta ereignete, handelte es sich also aus spanischer Sicht nicht eine Massenankunft von Wirtschaftsflüchtlingen, sondern um eine politische Aktion zur Geltendmachung von marokkanischen Gebietsansprüchen, die allerdings – anders als 1975 in der Westsahara – zumindest nicht offiziell von der marokkanischen Regierung unterstützt. Allerdings hätten sich ohne die Duldung der marokkanischen Behörden sicher keine 50.000 Marokkaner gleichzeitig auf den Weg nach Ceuta gemacht – und ohne die wohlwollende Haltung der USA für die marokkanische Position hätte Marokkos Regierung diese Provokation Spaniens mit Gewissheit nicht gewagt. Der US-Präsident hatte im Zusammenhang mit der spanischen Haltung zur Erhöhung der Rüstungsausgaben und zum Iran-Krieg angekündigt, Spanien trotz NATO-Mitgliedschaft bei einem Angriff nicht zu unterstützen; zudem kritisierten die USA wie auch die meisten EU-Länder die spanische Amnestie für alle illegalen Einwanderer, die sich Stand Mitte 2025 im Land befanden und nicht straffällig geworden waren. War Spanien damit also isoliert? Klar ist: Wegen der guten Beziehungen der USA zu Marokko und angesichts der Aussage des republikanisch dominierten Repräsentantenhauses zum Status von Ceuta und Melilla dürften die USA in dem Konflikt wohl eher Marokko unterstützen.
Es gibt ernsthafte Befürchtungen in Spanien, dass Ceuta und Melilla nicht die einzigen Ziele sind. Die Kanarischen Inseln liegen etwa 60 Kilometer vor der Küste Marokkos im Atlantik, gehören also geografisch zu Afrika. Sie sind seit 1402 spanisch, aber erst seit 1833 eine Überseeprovinz. Auch Argentinien begründet seine Ansprüche auf die von Briten bewohnten Falkland-Inseln (beziehungsweise Islas Malvinas) allein aus der geografischen Lage 300 Kilometer vor der argentinischen Küste. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit und die Befürchtungen für die Zukunft lassen die Erfahrungen von Ceuta nicht als Teil einer Migrationsbewegung erscheinen; dieser Eindruck sollte aber erzeugt werden. Die Länder des Schengen-Raumes wären von der Invasion Ceutas nie betroffen gewesen. Es ist technisch nicht möglich, ohne gültige Papiere oder gut gemachte Fälschungen von Ceuta auf das Festland zu gelangen. Auch von Melilla oder den Kanarischen Inseln ist das nicht möglich. Trotzdem wird das Thema in Brüssel unter der Überschrift „Migration“ diskutiert. Will man es sich womöglich nicht mit den USA verderben?
Wer falsche Spuren legt, offenbart damit seine wahren Absichten. Die offenbare Mitwirkung der marokkanischen Behörden lässt sich nicht verbergen und das Beispiel von 1975 ist bekannt. Und die marokkanischen Gebietsansprüche sind alt. Neu ist dagegen die Haltung der USA, die in dem Bericht des Repräsentantenhauses vom 30. April 2026 formuliert wurde. Für Kritiker der Vereinigten Staaten bestätigt sich erneut: Wer Freunde wie die USA hat, braucht keine Feinde mehr!
Hinweis: Auf Ansage! schreiben viele Autoren mit unterschiedlichen Sichtweisen. Deren Meinung entspricht nicht zwingend der der Redaktion.
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14 Kommentare
danke , gegenwart versteht man nicht ohne historie xd
Es handelte sich also um islamische Landnahme, sprich Eroberung. Der Versuch ist momentan noch als gescheitert zu betrachten, im Gegensatz zu den islamischen Eroberungen des Libanon, Afghanistans und großen Teilen Schwarzafrikas, die islamisch voll gebrütet werden, worauf die islamische Jungmännerarmee sich dann an die Errichtung des Kalifats macht, wie in Europa.
Es ist völlig irrelevant, ob diese Exklaven, spanisches Staatsgebiet, irgendwann mal irgendwas waren! Alaska war Teil des russischen Kaiserreichs! Marschieren Russen zu zehntausenden nach Anchorage, verwüsten die Stadt und brüllen „Stalin hat den größten“? Eben.
Der islamischen Invasionsarmee geht es auch nicht um Ceuta. Der geht es um die Eroberung des ganzen Planeten und islamische Weltherrschaft.
Einschließlich Alaska.
Das Gute daran ist, dass die Bilder der marodierenden Moslemhorden Schockwellen durch das akut bedrohte Europa geschickt haben, die die anstehenden Wahlen sehr interessant gestalten dürften.
Die sind sehr wahrscheinlich als Rache oder große Ablenkung durch Russland geschickt worden.
Hinter diesem Drama deckt sich Russland mit marokkanischem Öl und Benzin ein.
Kein Fake !
Man kan auch übertreiben und irgendwann merkt dies auch der letzte Dummkopf.
Danke, für die Teilbestätigun meiner Darlegungen. Vergessen wurde die Einbindung Israels. Israel ist sehr sauer über den Einsatz Spaniens für Palästina. Die EU hat es mit paar wirtschaftlichen Auseinandersetzungen und Geldflüssen zur Zeit mit Marokko auch nicht leicht. Da tobt schon ein Streit im Untergrund. Es wurde auch vegessen Lybien zu erwähnen und paar weitere Gebiete. Das Ganze war ein geopolitischer Testlauf. Mal schauen, wer die Oberhand gewinnt. Spanien wird es meiner Meinung nach nict sein.
Staaten haben keine Freunde.
Staaten haben Interessen!
Ne, mit Mitgration hat das NIx zu tun! Hier proben die Schleußer, NGOs und Andere schon mal, wie weit sie gehen können und alle, die ein besseres Leben wollen in die EU und dann nach Germoney bringen können. Wenn man genau hionschaut, sind das ja nicht alles Marokkaner. Die meisten kommen aus Schwarzafrika und harren schon seit Jahren in Marokko aus. Jetzt hat man sie mal an die Grenze geschickt, weil ein dämlicher Richter eine ganz tolle Idee hatte.
Hätte auch klappen können, wenn da nicht die bösen RÄCHTEN wären und überall in Europa Wahlen vor der Tür stehen. Und es soll blos Keiner glauben, dass die 60 000 alle wieder zurück in Marokko sind. Viele werden kommen, und keiner wirds merken. Migrationspakt!!!!!!!!!!!!!
In einigen Wochen redet keiner mehr über Ceuta und diese angeblichen Flüchtlinge und der Steuerzahler in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz hat diesen Menschen lebenslang die Sozialhilferente zu bezahlen.
Milliarden für Weltpolizei-Anspruch
Brisant: Ceuta laut US-Kongress-Bericht ‚marokkanisches Territorium‘
Nach dem Massenansturm auf Ceuta durch rund 60.000 Migranten kristallisiert sich immer mehr heraus, dass dies nicht im luftleeren Raum geschah, sondern sich in die Realitäten geopolitischer Interessenspolitik einfügt. Für Aufsehen sorgt nun ein von den US-Republikanern gebilligter Bericht mit Empfehlungen zum Außenpolitik-Budget, wonach die spanische Exklave in Nordafrika aus amerikanischer Sicht „marokkanisches Territorium“ darstelle und dass man die Ansprüche des maghrebinischen Königsreichs darauf unterstützt.
https://derstatus.at/globalismus/brisant-ceuta-laut-us-kongress-bericht-marokkanisches-territorium-5162.html
Wann werden die geschichtsvergessenen US-Republikaner die US-Südstaaten den Mexikanern zurückgeben?
https://www.heise.de/tp/features/Westliche-Demokraten-sprechen-mit-gespaltener-Zunge-4469794.html
Vielleicht dringen die Portugiesischen Galeeren ja bald vom Atlantik in die Straße von Gibraltar ein…
,,Biowaffen“ gegen (mohamedanische, männliche ) ,,Biowaffen“ aus Afrika…
,,In Frankreich und Portugal…
Mehrere Badestrände wegen hochgefährlicher Portugiesischer Galeere gesperrt…“
https://www.focus.de/reisen/mehrere-badestraende-wegen-hochgefaehrlicher-portugiesischer-galeere-gesperrt_3530f26f-aa59-4d1a-915a-665f9ff0a934.html
,,Auswanderin auf Sansibar missbraucht – jetzt jagt sie ihre Täter“
Für Luisa Dana beginnt ihr Traum vom Leben auf Sansibar zunächst vielversprechend. Die 25-Jährige wandert auf die Insel aus, arbeitet als Immobilienmaklerin und möchte sich dort beruflich eine Zukunft aufbauen. Doch dann wird ihr Leben durch eine grausame Tat erschüttert.
Am helllichten Tag wird Luisa an einem abgelegenen Strand von zwei Männern überfallen und missbraucht.
„Goodbye Deutschland”-Auswanderin auf Sansibar missbraucht – jetzt jagt sie ihre Täter…
https://www.focus.de/kultur/kino-tv/goodbye-deutschland-auswanderin-auf-sansibar-missbraucht-jetzt-jagt-sie-ihre-taeter_7622e7e0-8095-41b2-a8a2-56ca91c529b1.html
…
Der CEUTA Strand tut es doch auch…
Sansibar ist jetzt schon in Südspanien angekommen
Dort gibt es genug paarungsbereite exotische Männchen für die dummen europäischen Frauen…
Da brauchen sie nicht mehr ganz so weit fliegen, um sich einem ,, reichen Zulu-König“ hinzugeben…
Krise in Ceuta: Ansturm auf Europas Grenzen –
https://www.welt.de/politik/ausland/plus6a706cd4cc46967c04cad522/krise-in-ceuta-ansturm-auf-europas-grenzen-diese-hebel-hat-die-eu-nun-in-der-hand.html
https://images.welt.de/6a706cd4cc46967c04cad522/d71e40565a13666d96027bac6ef2786e/ci23x11-w2000/gyi-2288764351-jpg
Dann soll Spanienen diese Gebiete zurückgeben, fertig. …………… Kosten nur einen Haufen Steuerngeld und machen nur Ärger.
Sehr gutef Artikel, sehr gut recherchiert!
s.a. von Gerald Gros im
österreichischen TV -sender oe24.at
( kostenloser Live -stream )
Europa mangelt es an Verteidigungs fähigkeit
Danke für die Aufklaerung. Da mir die Vorfaelle von vorherein etwas Spanisch vorkamen, sehe ich jetzt etwas klarer. Wie man Trump kennt und dessen beleidigten Rachewunsch, ( Verweigerung der Landung amerikanischer Militaerflugzeuge auf
Spanischen Stützpunkten, oeffentliche Bloßstellung Trumps durch Obama …. ) halte auch ich eine derartige Aktion für nicht unwahrscheinlich.
Ein mögliches Ziel Trumps, Sánchez durch die EU seines Postens entheben zu lassen und mit Hilfe der
Angstmache ‚ Migration ‚ die europäische Bevölkerung dafür gefügig zu machen.