
Auch knapp ein Jahr, nachdem ihre Berufung ans Bundesverfassungsgericht gescheitert ist, sitzt der Stachel bei der SPD-Richterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf noch tief. Nach wie vor hat sie nicht verwunden, dass die Unions-Bundestagsfraktion den mit der SPD ausgekungelten Kuhhandel nicht anstandslos abgenickt und verhindert hat, dass die ultralinke Juristin in Karlsruhe ihr Unwesen treiben darf. Seither inszeniert Brosius-Gersdorf sich als Opfer finsterer, sprich: rechter Mächte, die sie durch eine angeblich “konzertierte Kampagne” zu Fall gebracht hätten. Unsouveräner und selbstentblößender könnte sie sich kaum noch verhalten: Mit unstillbarem Hunger nach medialer Aufmerksamkeit ist Brosius-Gersdorf seitdem – hochgradig verhaltensauffällig – bestrebt, schmutziger Wäsche zu waschen und die angeblichen Schuldigen für ihre Nichtwahl anzuprangern. Sie steigert sich mit zunehmendem Abstand zu ihrem im Interesse Deutschland zum Glück noch abgewendeten Beinahe-Karrieresprung immer tiefer hinein – und bestätigt damit alle Vorurteile hinsichtlich seelischer Imbalance, Emotionalität und fehlender Rationalität, die gegenüber Frauen in hohen Entscheidungsgremien, Ämtern und Führungspositionen je vorgebracht wurden.
Die Opfererzählung, böse alternative Medien (deren Macher ja gar keine Journalisten seien) hätten sie sabotiert, verbreitet sie unablässig und wird dessen nicht müde. So nun auch wieder im Interview mit dem SPD-nahen „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: Die “Kampagne” gegen sie, rezitierte sie ihre Mär aufs Neue, sei „von verschiedenen Seiten“ ausgegangen, und zwar „aus unterschiedlichen Gründen, die im Ergebnis zusammengewirkt und ineinandergegriffen haben“. Ein Teil der Akteure habe verhindern wollen, dass sie in den Zweiten Senat komme, der für Parteiverbotsverfahren zuständig ist, andere hätten „einen Keil in die Regierung“ treiben wollen. „SPD und Union sollten auseinandergetrieben werden, um eine neue Regierung zu etablieren“, raunt sie konspirationistisch. Teile der Union hätten echte Bedenken wegen des Schwangerschaftsabbruchs gehabt, „die allerdings teilweise auf einer recht dünnen Informationsbasis fußten“. Von den Abgeordneten erwartet sie, dass diese „sich sachlich informieren“ und nicht „nur aus neuen rechten Medien und sozialen Netzwerken“ ihre Informationen beziehen. „Bestimmte neue rechte Medien” hätten nur deshalb Kampagnenmacht, „weil manche Unionsabgeordnete sich fast ausschließlich dort informiert haben. Und das finde ich schade“, so Brosius-Gersdorf.
Faktenoffenlegung als “Kampagne“
Zunächst einmal war nicht die “Kampagnenmacht“ dieser angeblichen “rechten Medien“ ausschlaggebend für die gerade noch rechtzeitig angestoßene Debatte um ihre koalitionsintern längst ausgekungelte Kandidatur, sondern diese Medien waren als einzige Bereit, der Öffentlichkeit vorenthaltene Fakten zugänglich zu machen – indem sie die wahren, ungefilterten und objektiven Ansichten Brosius-Gersdorfs veröffentlichten. Unliebsame Wahrheiten als Desinformation zu verleumden, ist jedoch die Paradedisziplin des Linksstaats, in dessen Diensten sich diese Professor stellen wollte, was ihren Furor gegen “Nius“ & Co. erklärt. Dass sie mit ihren radikalen Ansichten zur Spätabtreibung im diametralen Gegensatz zur gesamten bisherigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts steht und sie keinen Anspruch darauf hat, ohne kritische Prüfung durch die mediale Öffentlichkeit in eines der höchsten Ämter dieses Landes berufen zu werden, ist für Brosius-Gersdorf und die abgehobene Kaste, der sie angehört, natürlich eine Zumutung und einzige Unverschämtheit.
Dieselbe elitäre Arroganz hat Brosius-Gersdorf nun auch noch bemüßigt, ein selbstgerechtes Buch mit dem Titel „Wahl und Wahrheit“ zu schreiben, das am 1. September erscheint. Darin macht sie Vorschläge, „was man am Richterwahlverfahren ändern könnte“ und erklärt auch, warum sie hinsichtlich neuer Medienformate und Plattformen „Regulierungsbedarf“ sieht; im Klartext also wohl: Nur Wahlen, bei denen das Abstimmungsergebnis vorher schon sicher feststeht, und Berichterstattung, die den Mächtigen genehm ist, sind Garanten unserer Demokratie. Zwar könne die Vergangenheit, meint die Juristin, nicht mehr geändert werden; umso entschlossener aber will sie künftig verhindern, dass die Öffentlichkeit allzu umfassend darüber informiert wird, wer da ans höchste Gericht des Landes berufen wird: „Das darf sich aber nicht wiederholen!“
Der Staat als persönliche Verfügungsmasse
Richterwahlen sollten in Zukunft also gefälligst wieder in aller Heimlichkeit geschehen – und Medien, die die Kandidaten genauer unter die Lupe nehmen, sollen “reguliert” werden. Der lupenreine Superdemokrat Daniel Günther hatte mit demselben, rundum DDR-kompatiblen Verständnis von “Meinungsfreiheit“ bei seinem schamlosen Lanz-Auftritt vom Januar im ZDF Repressionen gegen “Nius“ und andere freie Medien gefordert – eben wegen deren Aufklärungsarbeit in Sachen Brosius-Gersdorf. Was solche furchterregenden wahren Feinde der freiheitlichen Grundordnung verlangen – und “Bro-Ger“ nun sogar noch in Buchform postuliert – ist letztlich dies: Abgeordnete und am besten alle Entscheidungsträger sollen sich möglichst nur noch bei ARD, ZDF, „Spiegel“, „Zeit“ und der Selektion einiger weiterer linker Mainstream-Medien informieren, die die Alt-Parteien als “seriös” billigen – während alle anderen ja eigentlich keine Journalisten sind und deshalb nach Belieben gegängelt oder am besten ganz vernichtet werden.
Ach ja: Über die – mehr als plausiblen – Plagiatsvorwürfe zu ihrer Doktorarbeit verliert Brosius-Gersdorf natürlich kein Wort, so wie sie generell keinen einzigen Fehler bei sich sieht. Sie betrachtet den Sitz am Bundesverfassungsgericht als ihr Recht, um das sie auf perfide Weise gebracht wurde, und präsentiert sich als Märtyrerin, die völlig unverschuldet zwischen die Mühlsteine politisch-medialer Machenschaften geraten ist. Mit ihrer Larmoyanz liefert sie nicht nur ein Zeugnis ihres schwachen Charakters, dem es ganz offensichtlich an Stil- und Selbstkritik mangekt, sondern auch ein Sittengemälde der Kräfte, die sich diesen Staat zur Beute gemacht haben und ihn als ihre persönliche Verfügungsmasse ansehen. Jedes Bewusstsein für demokratische Entscheidungsweisen und Verantwortung gegenüber den Bürgern ist hier gründlich verlorengegangen. Das gesamte Verhalten von Brosius-Gersdorf vor und während dieser Affäre bestätigt nur, wie wichtig es war, dass diese Frau nicht in eine derart einflussreiche Position gelangt ist.
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8 Kommentare
Typisch weibliches Verhalten bei vielen Frauen was die zeigt.
Es fehlt nur noch das mit den Füßen stampfen und das Geschirr auf den Fußboden werfen wenn die nicht ihren Willen bekommen.
Wer, selbst als Bevorzugte(r), keinerlei Anstoß an einem Prozedere nimmt, welches bloß durch eine Handvoll Politiker ehemals starker Parteien in Hinterzimmern „gestaltet“ wird, hat den Sinn einer Republik, oder der Demokratie an sich, eh nicht verstanden.
DBDDHKPUKKU
Das dieses Element überhaupt noch eine öffentl. Professur ausüben darf und insbes. als Juristin mit 1. + 2. Staatsexamen sich als Antidemokratin zeigt, ist nicht hinnehmbar !
Solche eine Person darf niemals das höchste Richteramt bekleiden !
Heul doch Brosius-Gersdorf !
Für mich ist dieses Weib nicht nur charakterlich, vielmehr auch
mit ihrer abwegigen Einstellung zur Demokratie und dem Recht
fachlich ungeeignet.
Es ist gut so, wie es gekommen ist, das ihr der Zugang zum höchsten Richteramt verschlossen wurde !
Die ewige Leier in ihren Worten ist nur noch erbärmlich !
Der arme Ehemann, der muss sich das bestimmt jeden Tag anhören. An den hat sicher niemand in der Politblase gedacht, als die Kandidatin abgesägt wurde.
Abgesehen davon kann sie sich doch herzlich freuen und lachen, denn während ihrer Kandidatur hat sie penetrant oft erwähnt, wie sehr sie Wissenschaftlerin sei und dass ihr die Wissenschaft besonders gut liegen würde und wie sehr sie ihre wissenschaftliche Arbeit schätzt. Also kann sie doch froh sein, dass sie der FH erhalten bleibt und all den neuen leuchtenden Studentengesichtern Jahr für Jahr dasselbe wissenschaftlich optimierte Skript vorliest. Wo anders kann sie ihren Hang zur Wissenschaft so gut ausleben, wie an einer FH? Denen kann sie schließlich alles erzählen und wenn sie später merkt, dass es Quatsch war, dann fällt es wenigstens nie einem auf. Wahrscheinlich hat sie noch nie so wissenschaftlich gearbeitet wie jetzt, also kann sie sich doch doppelt herzlich freuen und lachen! Und die Studierenden freuen sich sicher auch, dass ihnen eine wissenschaftlich derart engagierte Lehrkraft erhalten bleibt. Also freuen sich am Ende alle Beteiligten, wo gibt es das heute noch in Deutschland? Nur bei Frauke Brosius-Gersdorf und kaum jemand hat so einen langen Wikipedia-Artikel, schließlich ist wissenschaftliche Arbeit nirgendwo so bedeutend bis weltbewegend wie in der Juristerei!
Na ja, mit Frauke Brosius-Gersdorf wäre ein AfD-Verbot ein Spaziergang geworden.
„… dass damit dann natürlich nicht die Anhängerschaft beseitigt ist.“ – Frauke Brosius-Gersdorf (Uni Potsdam) bei Lanz am 25.07.2024 über die AfD
… wäre dabei zwar ein Problem, aber Frauke Brosius-Gersdorf hätte das dann sicher auch im Handumdrehen gelöst.
„Die Annahme, dass Menschenwürde überall gelte, wo menschliches Leben existiert, ist ein biologistisch-naturalistischer Fehlschluss.“ – Frauke Brosius-Gersdorf (Uni Potsdam) in: Brosius-Gersdorf u.a. (Hrsg.), Rechtskonflikte, Festschrift für Horst Dreier zum 70. Geburtstag, 2024, S. 885 ff.
Das hätte sie unheimlich gerne gemacht.
„Das hätte ich unheimlich gerne gemacht, aber es sollte nicht so sein.“ – Frauke Brosius-Gersdorf (Uni Potsdam) bei Lanz am 17.12.2025
Jetzt müssen sich leider andere um ein Verbot der AfD und die Beseitigung der Anhängerschaft kümmern.
Karakterlos von kopf bis Fuss und bis zur Urne!