
Ab dem 1. Januar 2026 setzt China als erster Markt der Welt verbindliche Energieverbrauchsgrenzen für batterieelektrische Autos durch. Personenwagen, welche die Limits überschreiten, dürfen nicht mehr verkauft werden. Keine Empfehlungen, kein „wir schauen mal“ – sondern harte Fakten. Und sie verändern alles. Jahrelang drehte sich der Wettkampf unter Elektroautoherstellern um Reichweite: Größere Batterien, schwerere Fahrzeuge, höherer Energieverbrauch. China macht jetzt Schluss damit. Effizienz zählt mehr als Kapazität. Jede Kilowattstunde pro Kilometer wird zur Messlatte – und wer sie nicht erfüllt, fällt durch. Als größter EV-Markt der Welt sendet China damit ein Signal, das globale Designstandards, Produktionsstrategien und Ressourcenplanung auf den Kopf stellen wird.
Die neuen Regeln sind gewichtsabhängig und damit differenziert für verschiedene Fahrzeugtypen. Gleichzeitig verschärfen sie die Standards um rund 11 Prozent gegenüber früheren Empfehlungen – keine Schlupflöcher, kein Wegschauen. Wer in China erfolgreich sein will, muss sein Auto als ganzes System optimieren: Antriebsstrang, Aerodynamik, Leichtbau, thermisches Management, intelligente Softwaresteuerung – alles muss zusammenspielen. Die Batterie allein ist nicht mehr die Lösung – auch die Batterien selbst werden hinterfragt. Forschung und Entwicklung konzentrieren sich mittlerweile auf neue Materialien, optimierte Lade- und Entladezyklen sowie intelligentes Batteriemanagement. Ziel ist ein Fahrzeug, das effizient arbeitet; nicht eines mit möglichst großer Batterie.
Reichweite allein genügt nicht mehr
Die Folgen reichen weit über China hinaus. Hersteller weltweit müssen nachziehen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Weniger Energieverbrauch pro Kilometer reduziert den Druck auf Batterien, kritische Rohstoffe und Ladeinfrastruktur. Firmen, die ganzheitliche Effizienz meistern, sichern sich einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil – im Reich der Mitte wie global. Und es geht noch weiter: Effizienz ist nur der erste Schritt. Zukunftsvisionen sehen E-Autos als integralen Bestandteil des Stromnetzes – optimiertes Laden, Lastverschiebung, Vehicle-to-Grid und Energiespeicherung. Batteriegröße zählt nicht mehr; entscheidend ist, wie klug die Energie genutzt wird.
China investiert massiv in Produktion und Ladeinfrastruktur – trotzdem bleiben große Herausforderungen: Ungleich verteilte Ladestationen, Strom aus fossilen Quellen und Umweltbelastung durch Batterien. Zehntausende Ingenieure arbeiten daran. Ein Erfolg ist bereits sichtbar: Chinesische E-Autos sind heute deutlich effizienter als Verbrenner – und neue Standards werden ihren Vorsprung weiter ausbauen. Wer die globale EV-Landschaft beobachtet, erkennt: China zieht die Schrauben an – und der Rest der Welt muss nachziehen. Reichweite allein genügt nicht mehr; intelligente, integrative und kosteneffiziente Konzepte werden zum neuen Standard. Was bedeutet das für die Zukunft der deutschen Autoindustrie? Geben Sie, liebe Leser, Ihre Einschätzung dazu gerne im Kommentarbereich ab!
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11 Antworten
Jo, schon toller Fortschritt der Chinesen. Deswegen stehen die Kisten auch zu x-tausenden auf gigantischen Parkplätzen, nicht nur im chinesischen Hinterland, sondern mittlerweile auch hierzulande, weil China versucht seine E-Auto-Blase über Dumpingpreise zu exportieren und so aus der wirtschaftlichen Falle zu entkommen.
Die Elektrokarren sind genauso eine über staatliche Subvention und „Investorengelder“ künstlich erzeugte Wirtschaft wie KI. Die Frage ist eigentlich nur, wann und in welchem Umfang das an der Realität zerschellt und sich das meiste davon in Rauch auflöst. Bzw Unmengen Elektroschrott. Zusammen mit gigantischen Mengen Subventionen und „Inverstorengeldern“.
Dreimal kurz gelacht, denn China sitzt auf gigantischen Halden von E-Autos, die keiner kaufen will.
😜
Aktuelle Analysen von Argonne National Laboratory (GREET), ICCT, IEA und U.S. DOE zeigen, dass Elektrofahrzeuge (EVs) selbst unter Einbezug aller vorgelagerten Verluste (Stromerzeugung, Netzverluste, Ladeverluste, Batteriezyklus) eine deutlich höhere Well-to-Wheel-Effizienz (WTW) aufweisen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE). EVs erreichen je nach Strommix ca. 25–40 % WTW-Effizienz, in stark erneuerbaren Netzen bis zu ~40–70 %. In kohlelastigen Netzen liegen sie typischerweise bei ~20–30 %.
Verbrennungsfahrzeuge erzielen aufgrund hoher Verluste in Förderung, Raffination und Verbrennungsprozess lediglich ca. 11–27 % WTW-Effizienz (Benzin) bzw. bis ~37 % im Best-Case bei Diesel. Der thermodynamisch bedingte Abwärmeverlust von ~70–80 % ist dabei der dominierende Faktor.
Damit sind EVs rund 2–4-mal effizienter als ICE-Fahrzeuge; keine seriöse Quelle weist höhere Gesamtwirkungsgrade für Verbrenner aus.
„keine seriöse Quelle“…. alles klar…
Ich kenne übrigens keine einzige Quelle, die ICH als seriös bezeichnen würde, die den Elektrokarren eine insgesamt bessere Energieeffizienz als Verbrennern ausweist. Aber hey, ich bin als Physiker nur Laie, kein fanatisch Glaubender der „Energiewende“. Was weiss ich schon…
Das gerade China wert auf effiziente und umweltfreundliche Technologien legen soll , halte ich zwar eher für ein Märchen. Das dient wohl eher dazu die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen.
Die chinesischen Verbrenner konnten sich auf dem internationalen Markt nicht durchsetzen. Umso gelegener kam es ihnen dass die europäischen Autofabrikanten , dank grüner Ideologien, gerade selber ihren Markt mit Verbrennungsmotoren zerstören . Schlauerweise ohne vorher die Produktion von E-Autos entsprechend ausgebaut zu haben oder wie in Deutschland, überhaupt über genügend Strom dafür zu verfügen.
Dummer geht es wohl nicht mehr .
Genau da kommen die Chinesen uns jetzt zuvor und mischen den Markt auf. Europäische, speziell aber deutsche Autohersteller werden in ein paar Jahren keine Rolle mehr spielen und Hunderttausende Mitarbeiter auf der Straße sitzen.
Wieder so ein Abgefeiere der chinesischen E-Autos. Wieder kein Hinweis auf die parallel gut augestatteten Verbrennerflotten der vielen chinesischen Autobauer. JIM, JAC, Maxus – wer kennt hier diese Marken schon? Deren SUV und Pickup eteablieren sich peu a peu auf dem Land in Südamerika und Afrika. Die überfrachteten und teuren deutschen Modelle sucht man da vergebens. Preis und Ersatzteilverfügbarkeit tun das Übrige. Träumt weiter Euren Elektrotraum.
„Chinesische E-Autos sind heute deutlich effizienter als Verbrenner“
Was heißt „effizienter“? Sind E-Autos auch effizienter bei der Umwandlung von Energie aus Mineralöl in Antriebsenergie? E-Autos nutzen andere Energieformen, das kann man nicht vergleichen.
Die Komplexität der Autos wird überall dort stark erhöht, wo China weit vorne dabei ist, so dass möglichst viele andere Hersteller aus dem chinesischen Markt gekegelt werden. Das wird zu einem Professionalisierungswettlauf führen. Die Leistungsgesellschaft (Ost) fordert die ehemalige Leistungsgesellschaft (West) heraus. Mit Figuren wie dieser gepinkten XY-Kitty biegen wir bestimmt schon bald in die Gewinnerstraße ein.
Drei Bemerkungen.
1, China hat einen hohen Anteil (60 %) Kohle in seiner elektrischen Energieerzugung.
Jedes km mit EV bedeutat also mehr CO2-Emission.
2, Sind die neuen, strengeren Vorschriften nicht als eine Hilfe für die Verbrennermotoren zu betrachten? Und als Pendant zu den strengen EU-Vorschriften für Verbrenner?
3, Ich denke, der Wirkungsgrad der Elektromotoren ist so gut, wie ausgereizt. Da ist kaum was zu holen, höchstens im Promillebereich.
Erstens dient die Verschärfung der Vorgaben nur dazu ausländische Hersteller aus dem Markt zu drängen. Zweitens bezahlt China seine Elektroinitiative mit deutlich gestiegenen Öl und Gas Importen, die dann verstromt werden. Es spielt in der Effizientsrechnung keine Rolle ob die Thermodynamische Wärme in einem Gaskraftwerk (China baut hunderte neue Gas- und Kohlekraftwerke) oder in einem Verbrennungsmotor anfällt. Die physikalischen Prozesse sind die selben. Da wird also viel Augenwischerei betrieben. Energie kann man weder herstellen oder verbrauchen, sondern nur umwandeln. Und da ist der Dieselmotor unschlagbar. Erst bei sehr hohen Laufleistungen könnte sich ein Vorteil von Seiten der E-Autos ergeben, wenn da nicht die nach fünf Jahren schlapp machende Batterie wäre.
Allein mit Blick in die Zukunft, wenn der Mensch alle Kohlenwasserstoffe aus der Erdkruste gepumpt und verbrannt hat, benötigt man zwangsläufig eine andere Technologie. Insofern ist der hype um das E-Auto schon nützlich.
Die dümmste aller Möglichkeiten ist aber die Sache mit dem E-fuels, bei deren Herstellung mehr CO2 verbraucht wird als beim Verbrennen eingespart wird. Dito Windrad. So ein Ding erzeugt bei der Her- und Aufstellung mehr CO2 als es in der kalkulierten Lebenszeit von zehn Jahren jemals einsparen kann. Technik für Dumme nenne ich das.
Fazit: Es gibt keine umweltneutrale Energietechnik und wird es auch nie geben. Der Mensch sollte sich mal Gedanken darüber machen wie weit er seinen Heimatplaneten noch ausplündern und zerstören will. Ständiges Wachstum in einem konstanten Habitat ist nicht möglich !
Fahre im Moment einen 35 Jahre alten Audi 80 Benziner, Verbrauch zwischen 5 und 8 Liter/100 km. Bin mir sicher, daß KEIN chinesisches „Auto“ so lange durchhält!