
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit entsteht mitten in Europa, in London und damit an einem der wichtigsten Wirtschafts- und Finanzplätze der Welt, eine heimliche chinesische Kommandozentrale, mit der die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ihre EInflussnahme in der westlichen Hemisphäre massiv ausbauen dürfte – und das ohne irgendeine nennenswerte Gegenwehr der britischen Regierung oder seitens der Europäischen Union. Im Gegenteil wurden die Sicherheitsbehörden, die sich gegen das heikle Projekt stellten, nicht nur ausgebremst, sondern gerichtlich überstimmt: Trotz der immensen Gefahren, die von dem Projekt ausgehen, hat der britische High Court Ende Juli eine Klage gegen den geplanten gigantischen Botschaftsneubau Chinas in London abgewiesen. Das Urteil war eine schwere Niederlage für die Royal Mint Court Residents’ Association (RMCRA), die befürchtet, dass das Gelände ganz in der Nähe des Tower eine Spionagegefahr darstellt und dazu genutzt werden wird, drakonische chinesische Gesetze gegen “Staatsfeinde“ und Oppositionelle in Großbritannien durchzusetzen und Dissidenten ins Visier zu nehmen.
Das Ministerium für Wohnungswesen, Gemeinden und Kommunalverwaltung und der Londoner Stadtbezirk Tower Hamlets verteidigten die Entscheidung für den Neubau und erklärten, sie hätten die Bedenken der Anwohner „gewissenhaft und sorgfältig berücksichtigt“. Die chinesische Botschaft in London erklärte, dass „die Unterstützung und Erleichterung des Baus diplomatischer Einrichtungen eine internationale Verpflichtung des Gastlandes darstellt“. Der Planungs- und Entwurfsvorschlag für die neuen Räumlichkeiten der chinesischen Botschaft im Vereinigten Königreich sei „von hoher Qualität“, die Antrags- und Genehmigungsverfahren entsprächen „vollständig den internationalen Gepflogenheiten sowie den lokalen Vorschriften und Verfahren.”
Unüberschaubare Gefahr
Die Klägerseite sieht dies aus nachvollziehbaren Gründen anders: RMCRA-Sprecher Mark Nygate sagte, die Anwohner gingen davon aus, dass dies nur eine erste Auseinandersetzung im Kampf gegen die Mega-Botschaft sei. „Wir wussten, dass dies ein langwieriger Kampf werden würde, und wir beabsichtigen, ihn bis zum Ende durchzuziehen … bis hin zum Obersten Gerichtshof“, sagte er. Dies sei „ein riesiger Fall mit Folgen, die weit über das Baurecht hinausgehen, weit über die Anwohner hinaus, weit über die lokale Gemeinschaft hinaus – hier geht es um unser Land“. Tatsächlich birgt die Botschaft – mit abnormen 22.000 Quadratmetern die größte chinesische Vertretung in Europa – die unüberschaubare Gefahr, dass innerhalb ihrer Mauern ein gigantischer Spionagemoloch mit einer geradezu militärischen Überwachungs- und auch Kommandozentrale Gestalt annimmt. Seit letztem Jahr wird dagegen demonstriert.
Das Gebäude soll nicht weniger als 208 geheime Räume (!) enthalten, zudem eine versteckte Kammer „nur wenige Meter neben den Telekommunikationsleitungen, die zur City of London führen“, wie Alicia Kearns, die innenpolitische Sprecherin der Konservativen im britischen Unterhaus bereits zu Jahresbeginn ausführte. Die Chinesen hätten vor, im Zuge des infrastrukturellen Ausbaus die Wände und Schächte hin zu den hochsensiblen Verkabelungen zu zu öffnen, über die der gesamte systemrelevante Datenverkehr der Wirtschaft – vor allem der Finanzindustrie – laufe. Dieser Zugang gebe der kommunistischen Partei Chinas eine “Startrampe” für einen Wirtschaftskrieg gegen Großbritannien, so Keans damals.
Kaum abzuschätzender Schaden
Zu den schärfsten Kritikern des Bauprojekts gehört auch Luke de Pulford von der Interparliamentary Alliance on China (IPAC), der die RMCRA in ihrem juristischen Kampf unterstützt. In einem kürzlichen Interview führte er aus, welche kaum zu überschätzende Gefahr von diesem Gebäude ausgeht. Wieder einmal war es der unrühmliche Ex-Premierminister Boris Johnson, der den Chinesen das Gelände in seiner Zeit als Außenminister “zu einem Spottpreis” überlassen habe; als dann später das für das betreffende Gebiet zuständige Stadtgremium den Bau verboten habe, habe die Regierung kurzerhand die Entscheidung an sich gerissen und die Genehmigung trotzdem erteilt.
Anfang des Jahres gab die Labour-Regierung dann grünes Licht für den Bau, nachdem Xi Jinping Ex-Premierminister Keir Starmer seit 2024 wiederholt gedrängt hatte, das Gelände endlich freizugeben. Als Druckmittel diente dabei offenbar auch die bislang verweigerte chinesische Genehmigung für die Renovierung der seit Jahren baufälligen britischen Botschaft in Peking. De Pulford weist darauf hin, dass eine Unzahl von chinesischen Diplomaten – und damit auch Agenten – in der neuen Botschaft stationiert würden. Wenn es ihnen gelänge, das Kabelnetz anzuzapfen, das das Londoner Finanzzentrum mit denen der USA und der gesamten westlichen Welt verbindet, wäre der Schaden überhaupt nicht abzuschätzen. Zudem droht vielen Hongkong-Chinesen, die nach Großbritannien geflohen und auf die Kopfgelder ausgesetzt sind, durch China konkrete Verfolgung, die durch eine neue Machtzentrale in London massiv ausgeweitet werden könnte. Manche von ihnen, so De Pulford, hätten bereits Briefe erhalten, in denen man ihnen drohte, sie zu kidnappen und in die Botschaft zu schaffen.
Verbrecherische Blauäugigkeit
Alleine schon diese Hinweise zeigen, dass es hier um weitaus mehr als nur eine moderne Auslandsvertretung geht. Die neue Botschaft würde sich vielmehr zu einer regelrechten Festung der KPCh mitten in London entwickeln, die als Drehscheibe für die Verfolgung von Dissidenten und der gesamten chinesischen Spionage in Europa genutzt würde. Die Schattenaußenministerin der Konservativen, Priti Patel, forderte den gerade erst ins Amt gekommenen Premierminister Andy Burnham angesichts der mehr als berechtigten und dringenden Sicherheitsbedenken auf, die Genehmigung für die Botschaft zu verweigern: “Dank dieser unseriösen Labour-Regierung wird die nationale Sicherheit Großbritanniens durch eine neue chinesische Superbotschaft gefährdet, die als Spionagezentrale im Herzen unserer Hauptstadt fungiert“, kritisierte sie. Die letzte Hoffnung, dieses Monstrum zu verhindern, ist nun noch das höchste britische Gericht.
Während die europäischen Traumtänzer sich weiter darauf konzentrieren, ihre Länder unverantwortlich dem millionenfachen Ansturm illegaler Migranten auszusetzen, ihre eigene Wirtschaft im klimasozialistischen Wahn vernichten und Abermilliarden ihres immer schneller schwindenden Wohlstands in der hochkorrupten Ukraine versenken, arbeitet China so effizient wie geräuschlos weiter am heimlich Ausbau seines Weltmachtstatus – und errichtet, dank der verbrecherischen Blauäugigkeit der britischen Labour-Regierung, eine Operationsbasis, von der aus es die halbe Welt bedroht. Dass die Botschaft übrigens ausgerechnet auf dem Terrain errichtet wird, wo von 1809 bis 1967 die britische Münzprägestätte und damit ein Symbol des einstigen britischen Empires stand, könnte kaum symbolträchtiger sein.
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6 Kommentare
Der Verfassungsschutz bezeichnet China als eine der größten Bedrohungen. Wie Agenten vorgehen, hat Jürgen Kremb erlebt und berichtet der RHEINPFALZ darüber.
https://www.rheinpfalz.de/politik_artikel,-ludwigshafener-im-visier-chinesischer-spione-_arid,5922853.html
Es begann wie eine normale Begegnung in den Bergen: Eine Frau, die allein unterwegs ist, fragt einen Passanten, ob er von ihr ein Foto machen könne. Der Passant war Jürgen Kremb, und der ahnte sehr schnell, dass hier etwas nicht stimmt.
,,Jegliche Praxis oder Politik die das Ziel oder den Effekt hat, die demographische Zusammensetzung einer Region, in der eine nationale,ethnische, sprachliche oder andere Minderheit oder eine autochthone Bevölkerung ansässig ist, zu ändern, sei es durch Umsiedlung und/ oder durch die Sesshaftmachung von Siedlern, oder eine Kombination davon, ist rechtswidrig.“
-UN ,,Menschenrechts-“kommission vom 17.4.1998
,,Grausame Fangpraxis im PazifikKiribati stoppt chinesisches Schiff mit abgeschnittenen Haiflossen an Bord“
https://www.n-tv.de/panorama/Kiribati-stoppt-chinesisches-Schiff-mit-abgeschnittenen-Haiflossen-an-Bord-id31229749.html
,,Haien bei lebendigem Leib die Flossen abzuschneiden und sie danach ins Meer zu werfen, ist in vielen Regionen untersagt. Doch die Nachfrage nach Haiflossen in Asien ist hoch. An Bord eines chinesischen Schiffs macht die Wasserschutzpolizei von Kiribati einen grausamen Fund.“
@geheimes Spionagezentrum
soll das nicht eine Botschaft sein – haben die Chinesen da von den USA und ihren Verbündeten gelernt ?
Denn deren Botschaften sind immer auch Spionagezentren – sogar die von Deutschland, wie wir im Irak-Krieg gelernt haben.
,,Die anglo-deutschen Beziehungen und die Herkunft der Deutschen – Historiker Tom Roswell“
etc.
Was machen eigentlich die Abhörantennen auf der britischen Botschaft in Berlin? (dank Edward Snowdon 2013 enttarnt) Erweitert? Verlegt? Oder bunt angestrichen wegen „divers“?