
Seit gestern beherrschen die Vorwürfe der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren im gleichen Metier tätigen Noch-Ehemann Christian Ulmen sämtliche Schlagzeilen. Fernandes hat Ulmen unter anderem wegen Anmaßung des Personenstands, öffentlicher Beleidigung, Offenlegung von Geheimnissen, wiederholter Körperverletzung im familiären Näheverhältnis und schwerer Bedrohung angezeigt. Zehn Jahre lang soll er unter ihrem Namen Fake-Profile erstellt haben, „die sich eng mit meinem beruflichen Umfeld vernetzten, vor allem Männer kontaktierten. Nach anfänglich normaler Konversation wurde es flirtiver” (sic!). Und weiter: „Die Person schickte (falsche) Nacktfotos und Sexvideos von mir, die privat anmuten und so wirken sollten, als habe ich mich selbst nackt fotografiert und heimlich beim Sex gefilmt“, so Fernandes auf Instagram. „Hunderten von Männern habe ‚ich‘ in dieser Zeit Nacktfotos und Sexvideos ‚von mir‘ geschickt: ‚meinen‘ gespreizten nackten Schritt, ‚meinen‘ nackten Körper.“ Männer aus der Medienbranche hätten geglaubt, dass sie selbst dahintersteckte, teilte sie weiter mit. Die Person hinter den Fake-Profilen habe sogar mit den Männern telefoniert – mit KI-generierter Stimme, die sich anhörte wie ihre eigene.
2024 drehte Fernandes eine Dokumentation über ihre Situation. „,Die Jagd nach den Tätern‘ nannten wir den ersten Teil, für den ich weit umherreiste. Doch das wäre gar nicht nötig gewesen, denn der Täter war (wie ich jetzt weiß) die ganze Zeit über ziemlich nah. Sein Name: Christian Ulmen“, schreibt sie. Auch in der Ehe soll es immer wieder zu Ausrastern, Drohungen und körperlichen Übergriffen gekommen sein. Bis heute leide sie unter Panikattacken. Ulmen ließ die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückweisen. Die Berichterstattung sei „nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig“. Man sei „daher auch beauftragt, gegen den ‚Spiegel‘ rechtliche Schritte einzuleiten“. Es würden weiterhin „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet. Wohl nicht ganz zu Unrecht– denn ganz unabhängig von dem Wahrheitsgehalt ihrer Anschuldigungen stellt sich auch in diesem Fall wieder die Frage, wieso Fernandes gerade jetzt damit an die Öffentlichkeit geht, wo sie sich in einem Scheidungsverfahren befindet. Laut ihrer Schilderung hatte Ulmen ihr bereits an Weihnachten 2024 gestanden, dass er hinter all diesen Aktionen gesteckt habe, da es ihn erregt habe, sie zu erniedrigen.
Weniger Angst vor Christian Ulmen als vor der AfD
Noch schwerer wiegt jedoch eigentlich, dass Christian Ulmen bereits Anfang 2023 seiner Frau gegenüber im gemeinsamen Wohnsitz auf Mallorca zwei Tage lang körperlich übergriffig geworden sein soll. Bei diesem Streit sei es um andere Frauen und Lügen seinerseits gegangen. Auf ihre “Hilfeschreie” sei die Polizei informiert und Ulmen vorübergehend festgenommen worden. Das zuständige Gericht habe ein Schnellverfahren wegen des Verdachts auf häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt durchgeführt, die Richterin habe festgestellt, es bestünden „ausreichend Anhaltspunkte dafür, den Festgenommenen strafrechtlich für den Tatbestand der Misshandlung verantwortlich zu halten“. Dann habe sie angeordnet, Ulmen freizulassen, der sich dazu verpflichtet habe, das Gericht zu informieren, sobald er seinen Wohnsitz ändere. Fernandes habe sich damals jedoch dagegen entschieden, das Verfahren gegen ihren Mann weiterverfolgen zu lassen. Auch die Staatsanwaltschaft habe damals entschieden, die Ermittlungen zu diesem Vorfall einzustellen. Dies wirft natürlich die Frage auf, wieso Fernandes die Ehe nach einem derart dramatischen Vorfall fortsetzte und keinen Verdacht schöpfte, dass Ulmen hinter den Fake-Videos stecken könnte.
Sie selbst will dies, wie gesagt, erst fast zwei Jahre später an einem Weihnachtsmorgen in einem Hamburger Hotel von ihm selbst erfahren haben. Damals hatte Fernandes jedenfalls weniger Angst vor ihrem gewalttätigen Ehemann als vor vor der AfD, wie sie damals bei „Hart aber fair“ verkündete. Sie habe das Gefühl, dass vielen gar nicht klar sei, was die Partei vorhabe. Dass die AfD keine Inklusion in Kitas wolle, sich gegen behinderte Kinder richte und außerdem von sich wahrheitswidrig behaupte, die Partei der Geringverdiener zu sein, und sich trotz alledem stets als missverstandene Partei inszeniere – das alles brachte Fernandes in der Sendung auf die Palme. Vor einem knappen Jahr ließ sie außerdem wissen, dass sie wenig Lust habe, in den USA Urlaub zu machen, “seit Donald Trump Präsident ist”. Die aktuelle Entwicklung bereite ihr “Sorge”, schwadronierte Fernandes – vor allem, wenn sie höre, „dass es für Transmenschen Probleme bei der Einreise geben kann, weil das Geschlecht im Pass nicht identisch ist mit dem Geschlecht bei der Geburt, wenn Touristen für mehrere Wochen in Haftanstalten festgehalten werden, aufgrund von Missverständnissen“. Auch die „reaktionäre Weltsicht von Trump und seinen Adlaten“ besorge sie sehr. „Wir müssen unseren Kontinent stärken und dem ein erstarktes Europa entgegensetzen“, forderte sie.
Schuldig bei Verdacht?
Rückblickend betrachtet standen die böse, rechtsextreme AfD und der reaktionäre “Grab’em-by-their-pussy”-Trump auf ihrer Agenda offenbar ganz oben. Und wer soviel politisch korrekten Zorn und systemkonformes Gesinnungssalbader öffentlich absondert, dem fliegen in diesem Linksstaat natürlich die Herzen zu, sobald er sich zum Opfer erklärt – und dem wird daher jetzt auch vorbehaltlos alles geglaubt. Das soll nicht heißen, dass Fernandes die Unwahrheit sagt; Tatsache aber bleibt, dass sie den letzten beiden Jahren offenbar völlig andere Sorgen hatte als ihren so bösartigen, toxischen, übergriffigen und sexuell gestörten Ehemann. Über dessen Fehlverhalten echauffiert sich jetzt die linke Kulturblase natürlich ebenso vorschnell wie einst über Kachel- und vor drei Jahren dann Lindemann (beides Fälle, die sich am Ende als Luftnummern erwiesen).
”Schuldig bei Verdacht” ist seit den Fällen Dominique Strauss-Kahn und vor allem Harvey Weinstein überall im Westen die Devise, sobald Frauen die Stimme erheben, und es gibt auch keine Verjährung oder auch nur Plausibilitätshinterfragung bei oftmals verdächtig späten, stark zeitverzögert erhobenen Anschuldigungen: Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Trump, aber auch die teils postumen Anschuldigungen spätberufener Opfer gegen namhafte Regisseure, Darsteller und Autoren erfolgten zufällig immer erst dann, wenn es um etwas Schnödes wie Macht oder Geld geht; etwa vor einer Wahl, lanciert vom politischen Gegner; bei Rollenbesetzungen; oder, wie hier, in einem Scheidungs- oder Unterhalts-Rosenkrieg, wenn um Geld gestritten wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Natürlich würde nichts davon Ulmens Verhalten irgendwie entschuldigen, sollten sich die Vorwürfe als wahr erweisen; aber der Zeitpunkt, zu dem Fernandes nun mit riesigem medialem Getöse damit an die Öffentlichkeit geht, legt zumindest den Verdacht nahe, dass hier auch Zwecke verfolgt werden, die über das Anprangern von emotionalem, psycho-sexuellem und körperlichem Missbrauch hinausgehen.
Interessant dabei ist aber noch etwas anderes: Während bei digitalen Kränkungen deutscher Showgrößen, privaten Befindlichkeitsstörungen und schmutzigen Details eines (aus Gründen) an die Öffentlichkeit gezerrten innenehelichen Spannungs- und Konfliktraums sogleich Schnappatmung, lautstarke Betroffenheitsreaktionen und Solidarisierungsreflexe des Empöriums einsetzen, schweigt dasselbe urbane Medien- und Künstlermilieu ansonsten dröhend über alltägliche, nicht bloß “virtuelle” Einzel- und Gruppenvergewaltigungen, sexuelle Übergriffe, Vielfaltsfemizide und “Ehrenmorde“. Die Heuchelei schreit zum Pimmel.
Dubioser Beigeschmack
Wir wissen nicht, was Fernandes hier antreibt. Ob es Rache ist, Berechnung oder tatsächlich ein (wenn auch retardierter) Hilfeschrei ist, müssen vermutlich die Gerichte klären. Jedenfalls wird sie die Frage beantworten müssen, warum nicht viel früher an die Öffentlichkeit gegangen ist – nachdem sie bereits seit Jahren wusste, welcher angebliche Psychopath ihr Mann war und was er ihr angetan hat. Seit Jahren war Fernandes öffentlich auf der Suche nach einem Online-Peiniger, den sie offenbar nicht im naheliegenden engsten Umfeld suchte. Sie ließ die Öffentlichkeit bis gestern glauben, dass sie noch immer nicht wisse, um wen es sich dabei handele. Lag es vielleicht am gemeinsamen Werbevertrag des Ehepaares mit der “Shop Apotheke”, der nun, infolge der Vorwürfe, natürlich sofort gestoppt wurde? Noch im vergangenen Oktober hatte Fernandes angegeben, sich zu den schon damals virulenten Trennungsgründen nicht äußern zu wollen, berichtete jedoch, es sei ihr sehr wichtig, dass Ulmen sich gleichberechtigt um die gemeinsame Tochter kümmere und dass der Ehevertrag Gütertrennung und keinerlei gegenseitige finanzielle Unterhaltspflichten vorsehe. Eher beiläufig erklärte sie tiefenentspannt, sie wolle „gerne mal schauen, was so auf dem Dating-Markt los ist“. Bereits Ende 2021 hatte sie im “Playboy“ bekannt:“Ich wünsche mir mehr nackte Männer!”.
Das alles klingt irgendwie nicht nach Trauma infolge einer – so Fernandes jetzt – “virtuellen Vergewaltigung” durch ihren Gatten; nicht einmal andeutungsweise waren seinerzeit Vorwürfe irgendwelcher Art gegen Ulmen herauszuhören, vielmehr wurde der Eindruck einer freundschaftlich verlaufenden Trennung erweckt. Nicht einmal Zweifel an seiner Eignung als Vater (die – sollten ihre nunmehrigen Beschuldigungen zutreffen – mehr als begründet wären!) ließ sie durchblicken, obwohl man vermuten würde, dass eine Mutter ihr Kind wohl kaum einem Mann anvertrauen würde, der derartige charakterliche und psychische Mängel und sich eines so ungeheuerlichen Vertrauensbruchs schuldig gemacht hat. Es bleibt also abzuwarten, wie sich diese Affäre weiterentwickelt, die definitiv einen dubiosen Beigeschmack hat.
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12 Kommentare
@wäscht schmutzige Wäsche
hat die es notwendig, ihre Karriere aufzupolieren ?
Schade, dass Deutschlands talent- und ausdruckslose Systempromis nicht zur wirklich dreckigen Unterhaltung taugen, sondern nur zur Abgedroschenheit und provinzieller Langeweile, wo man den Fick auf dem Autorücksitz noch als skandalös erachtet!
auch den dümmsten wird jetzt ein Forum gegeben damit die Regierung nicht mehr so auffällt
Lügenmärchen des Tages:
Tagesspiegel
Sexualisierte Deepfake-Bilder bei X: „Der gemeinsame Nenner ist Frauenhass“
https://www.tagesspiegel.de/kultur/sexualisierte-deepfake-bilder-bei-x-der-gemeinsame-nenner-ist-frauenhass-15121440.html
Merkwürdig ist dabei nur: Elon Musk hat im letzten Jahr auf X vor allem sexualisierte mit KI-generierte Bilder/Fotos von männlichen prominenten Politikern oder anderen Celebs hochgeladen.
Denn das sind ja keine Frauen.
ABer die hirnamputierten linksliberalen Globalisten zählen neuerdings auch Transgender zu Frauen und sogar männliche polit-Elite-Clowns (Starmer?) werden wohl auch zu Feministen gezählt.
Deshalb sprechen hier die linksliberalen inkompetenten Schreiberlinge der Mainstream Medien auch hier oft von „Frauenhass“. Obwohl es völlig unlogisch ist…
Und die Welt bläst ins gleiche Horn:
Digitale Gewalt
„Was wir hier im Fall Fernandes beobachten, ist erst der Anfang“
https://www.welt.de/vermischtes/video69bd211ee5e9d619745d12c4/digitale-gewalt-was-wir-hier-im-fall-fernandes-beobachten-ist-erst-der-anfang.html
Wir erleben hier live und in Farbe das Rechtfertigungsschauspiel zur Durchsetzung massiver Beschränkungen von Social Media (Klarnamenpflicht und daran gekoppelt eine zwingende Identifikation aller Teilnehmer). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Den Politikern und linksliberalen autoritären Globalisten reicht es nicht aus, dass man in den sozialen Netwzerken die anderen User mit digitalen Funktionen blockieren oder ignorieren kann (in manchen sozialen Netzwerken lassen sich unerwünschte Kommentare sogar teilweise manuell löschen oder verstecken). Nein, unseren Polit-Clowns reicht das nicht aus. Die wollen den gesamten Informationsfluss kontrollieren, damit ja keine Kritik gegen unsere Regierung oder „Putins Propaganda“ durchkommt oder veröffentlicht wird.
Und was Fake News sind oder was wahr oder unwahr ist, das wollen ganz alleine unsere EUDSSR-Kommissare bestimmen.
Die ganz normalen User sollen hier nichts mehr zu melden haben…
Hat die nen Deal mit dem Spiegel? Zeitweise 5 Beiträge nebeneinander auf der Hauptseite über das Thema, mehr als bei jedem Krieg! Da klingelt wohl die Kasse.
Der Ulmen hat inzwischen die Anwälte losgelassen: https://x.com/stagerbn/status/2034713306150113586?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2034713306150113586%7Ctwgr%5E2d751ac15ee462e52d412792c6cba59056d8c5a3%7Ctwcon%5Es1_c10
Die Frau wird langsam und altersbedingt Schrumpelig. Also, auf zu neuen Ufern.. hat ja auch bei vielen anderen Alternden geklappt.
-und da war dann noch die seelische Grausamkeit: ER brachte mir jeden Tag den Kaffee ans Bett, der mußte nur noch gemahlen werden..
Dies ist nur ein kleines Teil der Promis die unter falschen Verdächtigungen häuslicher Gewalt bzw. Vergewaltigung angeklagt und frei gesprochen wurden wie Jörg Kachelmann, Karl Dall, Kevin Spacey, Johnny Depp, Michael Madsen, Erol Sander.
Aber weiß jemand wie viele Männer zu Unrecht verurteilt wurden und einsitzen müssen?
Habe noch nie gehört, dass irgendeine Frau für gleiches Vergehen angeklagt und verurteilt wurde!
Sowas will keiner hören, das war und ist sehr aktuell aber wird verschwiegen.
Wen interessiert es? Meinetwegen können diese linken Idioten gegenseitig über sich herfallen und sich abschlachten, da würde ich noch lachen. Lass sie machen. Keine Sau interessiert das.
Wen … ?
Ich verstehe das nicht.
Worum gehts?
Hä?
Gehört unter die Rubrik: unnützes Wissen.