Das Ende der Demokratie

Das Ende der Demokratie

Spaltung und kein Ende (Symbolbild:Pixabay)

Wer als Verzweifelter noch gewillt ist, Hoffnung aus dem zunehmend desolaten Zustand eines links-wokeistischen Lagers zu schöpfen, möge sich die öffentlichen Redeschlachten Charlie Kirks vor amerikanischen Universitäten noch einmal in den zahlreich verfügbaren Videos ansehen. Es sind Lehrstücke einer Debattenkultur, die zum erbitterten Kampf um Deutungshoheit geworden ist. Kirk musste vor allem sterben, weil er diese Schaukämpfe zu oft gewann. Warum gelang ihm das? Das heute inflationär benutzte Wort „Hinterfragen“ gelangte bei ihm als Diskurstechnik zur Vollendung. Kirk hatte ein spezielles Talent, die vermeintlich eisenhart trainierten Weltbilder seiner Kontrahenten mit wenigen gezielten Gegenfragen ins Wanken zu bringen. Der überzeugte Christ missionierte nicht durch wortreiche durchgeistigte Verkündigungen sondern im streng rational geführten Wortgefecht. Zahlen, Fakten, Definitionen, Statistiken. Einfache Sprache.

Seine zumeist jugendlichen Herausforderer traten so unbedarft wie siegesgewiss in die Arena. Ideologisch aufmunitioniert. Vollgepumpt mit Zeitgeistparolen und vermeintlich unangreifbaren Gewissheiten. Vorgetragen in der typischen, atemlos ratternden, jeden Zweifel ausschließenden Diktion. Demonstrativ im Regenbogenstrick. Um Zustimmung heischend. Voller Pathos. Mit theatralischen Gesten. Einmal sogar mit umgehängtem Megaphon. Selbstherrlichkeit bis an die Grenze des Erträglichen. In welcher Aufmachung auch immer – sie hatten ein ums andere Mal keine Chance. Nicht selten verloren sie schon nach wenigen Sekunden die Kontrolle, wurden zur Weißglut gebracht. Stehenden Fußes wurde ihnen die Zustimmung des hinter ihnen versammelten, johlenden Publikums entzogen. Stück für Stück. Am Ende verließen sie den Campus, für jeden sichtbar, als Geschlagene.

Wie ein Simultanschachspieler

Kirk gelangte so mit der Zeit in die Rolle eines Simultanschachspielers, der seine Gegner gleich reihenweise Schachmatt setzte. Er studierte sein Gegenüber, erkannte blitzschnell die Schwächen und startete dann seine gezielten Attacken. Wer in den Mitschnitten in die geröteten, wutverzerrten Gesichter der Unterlegenen blickt, kann nachvollziehen, dass unter den intellektuell Entwaffneten Rachegelüste aufkamen. Eine gefühlte Oberschicht, deren Kapital vor allem aus geistiger Überlegenheit über den vermeintlich zurückgebliebenen Pöbel besteht, sieht sich angesichts ihrer Enttarnung als Ansammlung flacher Eiferer vor ein existenzielles Problem gestellt.

Es gibt Parallelen zu Deutschland. Man kann etwa – eine andere Dimension zwar, aber doch angebracht – Vergleiche zu Michael Stürzenberger ziehen. Auch er stellte sich in der Öffentlichkeit, wenn auch indirekt, dem linken Zeitgeist in den Weg, in dem er vor mitlaufenden Kameras, unbeirrt und wortgewandt, auf das wachsende Problem der Islamisierung aufmerksam machte. Auf ein trojanisches Pferd, vor dem er schon gemeinsam mit PEGIDA vergeblich gewarnt hatte. Die mediale Aufmerksamkeit und Popularität, die Kirk in den Staaten genoss, blieb Michael Stürzenberger verwehrt: Linksdominierte Medien erklärten den ehemaligen Christsozialen und Journalisten zum extremistischen Islamfeind, der daraufhin ein Schattendasein als politisch Geächteter in sozialen Medien führte. Sein striktes Bekenntnis zum Frieden und die nur schlecht “verwertbaren” Parteinahmen für die Ukraine und Israel wurden ausgeblendet.

Linke Kontaktschuldinquisition

Nachdem Stürzenberger 2024 beim denkwürdigen Anschlag des afghanischen Messerschwingers Suleiman Ataee auf dem Mannheimer Marktplatz einen sehr hohen persönlichen Preis für sein Engagement bezahlte hatte, beeilten sich sämtliche etablierten Medien, seinen Namen aus den Wahrnehmungswelten zu tilgen. Für Mannheim steht heute allein der aufgeschlitzte und anschließend vor Kameras verblutende Rouven Laur; Stürzenberger dagegen, eigentliches Ziel des Anschlags,  verschwand. Auch, dass inzwischen kaum eine Talkshow, kein Parteitag, keine politische Debatte vergeht, in der die von Stürzenberger, Sarrazin, PEGIDA oder der AfD angekündigten Entwicklungen nicht ein mit gespielter Besorgtheit behandeltes Dauerthema wären, vermag hieran nichts zu ändern. Eine Rehabilitation der Stigmatisierten wäre das Letzte, was den Wokeisten und Heuchlern einfiele.

Die strukturelle Diskursunfähigkeit der im Westen gewachsenen linken Maschinerie zeigt sich nicht nur in den genannten Fällen, sondern flächendeckend, bei jeder sich bietenden Gelegenheit: Beim Niederbrüllen des Streitgesprächs Palmer – Frohnmaier in Tübingen; beim Übertönen des gebührenfinanzierten Sommerinterviews mit Alice Weidel; bei den ständigen gegen Regierungskritiker gerichteten Übergriffen, Verboten, Ausladungen und Veranstaltungsblockaden. Inzwischen findet sich sogar die vermutlich letzte Dimension kultureller Verständigung – die klassische Musik – im Strudel linker Kontaktschuldinquisition wieder: Das Musikfestival Gent, gelegen im Land mit dem höchsten muslimischen Bevölkerungsanteil Westeuropas, lädt die geladenen Münchner Philharmoniker aus und schiebt die abenteuerliche Begründung nach, die “Haltung” des jüdischen Dirigenten Shani zur israelischen Regierung sei “zu wenig bekannt”. Es gibt in dieser Hexenjagd kein Miteinander mehr. Nirgendwo.

Unüberwindliche Gräben

Natürlich wird deshalb auch dem bestialisch vor den Augen seiner Familie umgebrachten Konservativen Charlie Kirk noch jede Menge rechtfertigender, teils frei erfundener Schlamm hinterhergeworfen. Die parteiverbotsaffine Sozialdemokratin Katharina Barley, vor kurzem noch heiß gehandelt als Nachfolgekandidatin fürs bundesdeutsche Verfassungsgericht, setzt der Soziopathie die sprichwörtliche Krone auf, indem sie in Brüssel einem schwedischen Antragsteller barsch verkündet, dass es für Kirk mitnichten eine Gedenkminute im EU-Parlament geben wird. Dem bei einer Verhaftung ums Leben gekommenen polizeibekannten Junkie George Floyd, dessen Tod Initialzündung für wochenlange Vandalenzüge, Brandschatzungen und Plünderungen der “Black-Lives-Matter”-Bewegung quer durch amerikanische Großstädte war, wurde diese Ehrerbietung selbstverständlich damals zuteil.

Man sieht: Die Gräben sind unüberwindlich geworden. Wahrscheinlich ist das Bild einer Trutzburg, in die sich eine von der bürgerlichen Gesellschaft immer mehr isolierte Elite zurückzieht, inzwischen geeigneter als das vom Graben in der Landschaft. Niemand spricht dort oben mehr vom “Zuhören”, vom “mit Rechten reden” und “Verständigung”. Auch ihre resignierenden Gegner haben die Hoffnung auf Dialog aufgegeben. Die ausgestreckten Hände sind zur Faust in der Tasche geworden. Das linke Europa rätselt derweil über die Hintergründe des unaufhaltsamen Vormarschs der “Populisten” und “Postfaschisten” draußen vor der Brandmauer. Kirk hätte ihnen das Phänomen vermutlich erklären können. Deshalb ist er jetzt tot. Seine öffentliche Hinrichtung markiert quer durch den Westen nun den Schlussstrich unter die “Gesellschaft gemeinsamer Werte”, die “Art zu leben” die “wir uns nicht nehmen lassen” wollten, uns aber nun selbst genommen haben. Die Verständigung mit einer über Jahrzehnte indoktrinierten Nomenklatura, die Menschlichkeit, Diversität, Buntheit exklusiv für sich reklamiert, aber in entgrenztem zynischen Hass auf Andersdenkende und der Sehnsucht nach kollektivem Selbstmord gelandet ist, wurde spätestens in Utah beendet.

Ich analysiere nicht mehr. Ich konstatiere. Die zur Kulisse verkommene westliche Demokratie ist am Ende.

15 Antworten

  1. @Die zur Kulisse verkommene westliche Demokratie ist am Ende.
    ja – die schon bei Corona belegte Geisteskrankheit der Eliten bedeutet so nebenbei nicht nur das Ende des Volkes und der Kultur, sondern so ganz nebenbei auch das Ende der „Demokratie“.
    Insgesamt eine Auftragsarbeit, die Agent IM Erika mit Bravour erledigt hat.
    Und die gesamte Blockpartei hat Beifall geklatscht !

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    1. War es nicht schon der Beginn des Endes, als gewisse Personen, die es dann bei den Grünen zu Amt und „Ehren“ gebracht haben, 1977 anlässlich der Ermordung des Generalbundesanwalts Buback „klammheimliche Freude“ empfanden? Oder durch all die Sympathisanten der RAF, die wie heute gewisse islamische Kreise, anlässlich jedes Mordes an den „Richtigen“ in Jubelschreie ausbrachen? Wie heute die Linken anlässlich des Mordes an Charlie Kirk?Wo war, wo ist denn der angeblich „starke Staat“, der diese unmenschlichen Verhaltensweisen bestraft? Wobei der 1977 noch weitaus rechtsstaatlicher war als heute. Heute wird diese klammheimliche Freude durch Personen wie Hayali , Theveßen und Böhmermann im ÖRR öffentlich ausgelebt, mit Lügen und Verleumdungen, wie man es auch mit der hiesigen Opposition macht.

      Jemand schrieb in einem anderen Blog, die RAF sei eine NGO der DDR gewesen. Kann man so sehen. Dieses Prinzip, über NGOs das tun zu lassen, was der Staat sich (noch) nicht öffentlich selber traut, hat dort zumindest seinen Anfang genommen.

  2. Dafür haben wir hier im besten Deutschland aller Zeiten doch die noch viel bessere UnsereDemokratie ™ bekommen …

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  3. Im EU-Parlament war entschieden worden, keine Schweigeminute für Kirk einzulegen. Sagt schon alles. Ein Parlamentsmitglied wollte deshalb seine Redezeit für die Gedenkminute zur Verfügung stellen. Das hätte er dürfen müssen, denn die Redezeit stand ihm zu und diese kann er nutzen, wie er das für richtig hält. Die Barley hat in ihrer Funktion als stv. Präsidentin den Parlamentarier um seine Redezeit betrogen, die Barley hätte die dem Redner zustehende Redezeit nicht entziehen dürfen. Aber deutsche Juristen haben von der Rechtswissenschaft eh wenig Ahnung und so kommt es denn auch zu Rechtsbeugung und Gesinnungsjustiz.

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    1. @Rechtswissenschaft
      ach – ich weiß nicht, ist das nicht zu hoch gegriffen ?
      Mir als Pack aus Dunkeldeutschland kommt es im praktischen erleben eher als politisierte Scharlatanerie vor !
      Auch Tuchoslky dürfte die reale Justitia gemeint haben, als er bemerkte : »Gesetze sind Jungfrauen im Parlament, aber Huren vor Gericht.«

    2. Es sind weisungsgebundene Knechte, welche sich das Studium hätten schenken können!
      Justiz und Verfassungsgericht sind nur damit beschäftigt, die Fehler der Regierung mit kruden Ausreden zu entschuldigen anstatt sie zur Verantwortung zu ziehen!

  4. Alles gut und schön, die Empfehlungen aber wir sind hier in Deutschland!
    Es kommt auf uns an. Hier im Bundesgebit, konkret am Sonntag in NRW!
    Rumjammern hilft nix! Nehmt euch zumindest Zeit die Fakten hier zur Kenntnis zu nehmen. Besser noch: werdet aktiv!
    ::::
    Mit Alice Weidel auf NRW-Tour

    Wahlkampfendspurt in NRW: Bundessprecherin Alice Weidel unterwegs mit NRW-Landesvize Sven Tritschler: Dort steht am Sonntag die Kommunalwahl an und über 5.000 Kandidaten sind für die AfD im Einsatz. Wir stellen einige davon vor. (Text YT)

    ca 60 min.

    Jeder gewonnene AfD-Politik-sitz schickt einen grün-bunt-Wokisten in die wohlverdiente Bedeutungslosigkeit !

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  5. Ich finde keine Worte mehr gegenüber diesem linken Gesocks, dass ständig über Demokratie labert, aber einem anders Denkenden diese notfalls mit Gewalt und sogar mit Tod abspricht. In welchen wirren und gefährlichen Zeiten leben wir inzwischen? Auf der einen Seite wird die AfD als das Böse schlechthin dargestellt, während auf der anderen Seite linker Terror immer gnadenloser und brutaler wird und ein feiger hinterhältiger Mord noch gefeiert wird. Der AfD wirft man Menschenverachtung vor, doch was ist das, was die Linken hier abliefern?

  6. Was ist also eine SCHEIN–Demokratie ? In meinen Augen ist es nichts anderes als Augenwischerei und Lügen. Wer hat mich gefragt, ob ich den nichtsnutzigen Euro haben wollte ? Wer hat mich gefragt, ob ich mit Merkels Grenzöffnung und Massenmigration einverstanden war ? Wer fragt mich, ob ich damit einverstanden bin, daß meine Steuergelder in die Taschen von Kriegstreibern und Völkermördern wandern für immer mehr Waffen, Mord und Totschlag ? Wer fragt mich, ob ich eine ekelhafte, linksextremistische Gruppierung wie die Antifa mit meinen Steuern finanzieren will oder eine immer größer werdende Zahl von nutzlosen Politikern wie Merz u.a.?

    Diese sog. „Demokratie“ ist nichts anderes, als eine große Lüge, ein perfides Konstrukt, das sich gegen unsere ureigensten Lebensinteressen richtet. Man macht praktisch mit uns, was immer man will. Demokratie ist Diktat, Zensur, Verbote und Verfolgung Andersdenkender. Diese Demokratie geht einher mit schrecklicher Verwahrlosung unserer Städte, wachsender Verarmung und Verelendung des deutschen Volkes und Zerstörung unserer Kultur und unserer Werte. Und das geschieht vorsätzlich und planmäßig. Das machen Verbrecher mit uns!!!

    Wenn eine überstaatliche Clique sich Regierungen in Europa kauft und sie anweist, gegen ihre Völker zu regieren, wie es seit 80 Jahren in der BRD und Österreich läuft, dann ist der Zustand beschrieben, in dem wir uns befinden. Warum durfte Ludwig Ehrhard seine Steuerpolitik nicht fortsetzen, die den Mittelstand stärkte?..Weil die internationalen Banken seine Vorgesetzten waren…..Als sich die deutsche Wirtschaft in den 30ern wieder erholt hatte und Hijalmar Schacht, der Kriegs- Financier Adolf aus Braunau, Österreich dezent darauf hinwies, in den internationalen Geldverkehr einzusteigen, Adolf das aber verneinte, sagte Schacht:“Dann gibt es Krieg“. Und so kam es auch. Wehret den Anfängen!!!