Das Grundübel: Der deutsche Untertan

Angst: „Untertan:in” (Foto:Imago)

Der ADAC hat eine Seite bei Facebook. Eine Meldung: „Raser im Glück: Wie der Miesbacher ‚Merkur‘ berichtet, verdeckte ein ‚kleines weißes Buberl aus Ton‘ für mehrere Stunden die Messlinse eines Blitzers. Nach wenigen Stunden war dann nicht nur die Gartenfigur, sondern auch der Blitzer verschwunden. Derzeitiger Aufenthaltsort unbekannt. Blitzer fallen immer wieder Vandalismus zum Opfer – nicht immer geht es so friedlich zu. So werden Blitzer zuweilen mit roher Gewalt zerstört, besprüht oder in Brand gesetzt.“ – Soweit die Meldung. Die Kommentare waren teils erfreulich schadenfroh, zum anderen Teil auch sehr ernüchternd hinsichtlich der Frage, weshalb sich die Deutschen solche Figuren wie die aus der Ampelkoalition bieten läßt. Fast möchte man sagen: Die Ampelkoalition ist ein Spiegel der deutschen Untertanenseele. Ein erfreulicher Kommentar: „Tolle Idee!!Find ich klasse. Und das ganz ohne Sachbeschädigung“ (316 Likes). Das konnte der Seiten-Admin (?) des ADAC aber nicht unkommentiert lassen. Er dann: „klasse finden wir es wenn sich an die vorgegebene Geschwindigkeit gehalten wird.“ Re-Antwort: „Ich hoffe auch Sie halten sich stets an alle geltenden Gesetze!“ Reaktion darauf: „und ob ich das tue,ich darf nämlich gleich in 2 Jobs die traurigen Ergebnisse durch Unfälle bearbeiten,auch die wo zu schnelles fahren mit ursächlich ist. Und selbst wenn ich mal geblitzt werde was auch vorkam dann bin ICH schuld und nicht der Blitzer weil ICH war zu schnell und somit die Gefahr!“ – Alter Schwede. Wenn jemand sich selbst als eine Gefahr begreift, weil sein Tachometer eine etwas höhere Zahl angezeigt hat, als ein Blechschild am Straßenrand, sollte er das Autofahren vielleicht ganz bleiben lassen. Zu gefährlich.

Es sind einfach Leute eine Gefahr, die nicht einsehen wollen, daß die Gefährdung, die von ihnen ausgeht, an vielen verschiedenen Parametern hängt – und daß eine Gefahr durch „Geschwindigkeitsüberschreitung“ davon abhängt, wer das mit welchem Material unter welchen äußeren Bedingungen macht. Meinereiner wurde bereits mitten in der Nacht mit 80 in einer menschenleeren BAB-Baustelle geblitzt, die auf 60 begrenzt war, weil das tagsüber bei dichtem Verkehr eventuell sinnvoll gewesen ist. In der Nacht und in der Situation wären auch 100 oder 150 kein Sicherheitsproblem gewesen. 80 statt 60 – mein Geld war futsch. Wofür? Letztlich dafür, daß ich eine sinnvolle eigene Entscheidung getroffen hatte. Es gibt keine überhöhte Geschwindigkeit. Es gibt Leute, die in gewissen Situationen und unter gewissen äußeren Umständen zu schnell gefahren sind und dadurch einen Unfall verursachten. Es ist ein deutscher Wahn, daß ein Blechschild auf jeden Fall und jederzeit klüger sei als der Wahlberechtigte. Ist es nämlich nicht.

Wir müssen, wir brauchen, wir dürfen

Das ZDF war es, glaube ich, das dieser Tage ein Umfrageergebnis zur Helmpflicht für Radfahrer veröffentlichte. Wenn es nicht wieder gelogen war, dann sind 59 Prozent der Befragten dafür, daß es eine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer geben soll. Diese 59 Prozent haben jede Ampelkoalition und jede EU-Kommission verdient. Die übrigen 41 Prozent aber nicht. Können wir Kneipen mit Raucherbereichen und Nichtraucherbereichen haben? Gehen Raucherkneipen und Nichtraucherkneipen? Oder könnten wir es vielleicht so lassen, wie das früher gewesen ist, als Raucher und Nichtraucher einträchtig in ein- und derselben Kneipe beinander saß und einfach eine „jolly good time“ zusammen hatten? – Nein, können wir natürlich nicht. Wir brauchen ein generelles Rauchverbot in sämtlichen Kneipen. Warum? Weil das „vernünftig“ ist. Deswegen brauchen wir auch eine Ampelkoalition und eine völlig degenerierte Medienlandschaft. Damit wir jederzeit wissen, was „wir müssen”, was „wir brauchen“ und was „wir nicht dürfen”.

Die ganze Republik ein einziger Kindergarten voller Entmündigter, die sich in ihrer inferioren Infantilität vorkommen wie die Klone von Einstein. Sie halten sich für „vernünftig”. Man schaue sich ein YouTube-Video an, resp. die Werbung vorher: Stramm wandert die guterhaltene Sechzigjährige durchs Gebirg‘, umgeben von netten Wanderfreunden voll lauter Frohsinn & Heiterkeit. Doch ein Unheil bedroht sie. Der Sprecher: „Über 60 steigt Ihr Risiko für Gürtelrose!“ – Prompt schaut die rüstige Wandersfrau in die Kamera, als habe ihr jemand einen tiefgefrorenen Aal eingeführt. Iiiih! Gürtelrose! Waaaahhh! – Zum Dreinschlagen. Sie hat keine Gürtelrose. Sie könnte nur vielleicht eine bekommen. Soll abstürzen, die Alte, im Bergsee ersaufen, sich mit einem Rosengürtel erhängen, was-weiß-ich. Es ist sowieso alles viel zu gefährlich.

Vulnerable Gruppen

Friedhelm Fürchtegott (104) sieht schlecht, hat Blasenkrebs, Herzschwäche, Diabetes und letale Mittelohrvergiftung. Mit anderen Worten: Er gehört einer „vulnerablen Gruppe“ an. Die Alten und Schwerkranken sind total vulnerabel. Niemand würde Friedhelm Fürchtegott (104) etwas Schlechtes wünschen. Würde er einem Mord zum Opfer fallen, dann würde die Täterin, eine fiese und selbstsüchtige Altenpflegerin, so schwer bestraft werden, als ob Friedhelm Fürchtegott in der Blüte seiner Jahre gestanden hätte. Das ist auch sehr richtig so. Man darf Alte und Kranke genauso wenig umbringen wie sonst jemanden. Außer Ungeborene. Das geht. Aber ich will hier nicht abtrei … abschweifen. Es ist wunderbar, daß Friedhelm Fürchtegott noch lebt. Man muß Friedhelm Fürchtegott (104) mit viel Zuwendung und liebevoller Fürsorge begegnen. Nur: Daß er bald sterben wird, läßt sich leider nicht verhindern. Meine Güte, er ist 104 und schwerkrank.

Daß aber alle sehr viel Jüngeren auf ihr altersgemäßes Leben verzichten sollen, damit der vulnerable Friedhelm Fürchtegott in aller Seelenruhe an seinen Krankheiten verscheiden kann, ohne kurz vorher noch von einem Virus dahingerafft worden zu sein, der total dringend von ihm ferngehalten werden muß, – was ist das? – Infantil ist das. Das Leben ist nicht so. Und hier etwas von „Solidarität mit den vulnerablen Gruppen“ zu plärren, ist einfach saudämlich. Wenn Friedhelm Fürchtegott noch etwas mitbekäme, würde er vielleicht sogar sagen, daß die Dinge eben ihren Lauf nehmen und daß die anderen ruhig ihr Leben führen sollen wie ihnen das gemäß ist. Weil er seines nämlich schon gelebt hat. Und weil er noch einer vom alten Schrot & Korn ist, nicht so ein neumodisch pussyhafter und durchgeknallter Realitätsflüchtling. Das ganze Leben ist nunmal eine Krankheit zum Tode. Deswegen gibt es die Fortpflanzung mit zwei Geschlechtern: Damit nicht gleich alles aus ist. Deswegen liebt der Mensch auch seine Kinder. Weil er in ihnen sehen kann, daß er nicht ganz verschwunden sein wird. Und seine Enkelkinder liebt er abgöttisch. Weil seine Zeit abläuft. Es gibt nichts Berührenderes, als das Bild einer schrumpeligen alten Frau, die mit dem liebevollsten Blick der Welt das dicke Patschhändchen ihres jüngsten Enkels hält. Der lernt gerade das Laufen. Er hat seinen Lebenslauf noch vor sich. Jederzeit würde sie ihr Leben dafür geben, daß dasjenige ihres Enkels seinen Lauf nimmt. Dieser ganze „vulnerable Gruppen”-Schwachsinn rührt vermutlich daher, daß Alter, Krankheit & Tod fast schon systematisch aus dem Leben der „werberelevanten Zielgruppe“ verbannt worden sind. Die kriegt schon Schweißausbrüche, wenn sie bloß daran denkt. Das ganze Leben bestand seit jeher im Zusammenleben von Gesunden, Alten und Kranken, ohne daß jemandem der Begriff „vulnerable Gruppe“ eingefallen wäre.

Andererseits….

Der Bürger muß gar nicht einer vulnerablen Gruppe zugerechnet werden, damit er es von sich aus tut. Es wird ihm ständig ein unaushaltbarer Tort angetan. Wenn der Hund des Nachbarn bellt, wenn die Kirchturmglocken zur Unzeit läuten, wenn der Nachbar seinen Rasen mäht oder wenn er ihn nicht mäht, die Musik der anderen zu laut oder das Essen zu kalt ist – immer wird der Bürger zum Opfer eines Anderen. Nur von seiner Regierung läßt er sich klaglos schikanieren. Wird er aber rechts überholt, schreit er auch noch: „Der darf das nicht! Den zeige ich an! Hildegard, hast du sein Kennzeichen!?“ – Nur noch Maulschellen. Wer rechts überholt wurde, hätte auch links überholt werden können, wenn er selber rechts gefahren wäre. So schaut’s aus. Und das allerbeste: Zwei Jahre lang sich mit „Maßnahmen“ schikanieren lassen, sich dann erklären lassen, daß es keine Daten gibt, welche die Wirksamkeit solcher Maßnahmen belegen könnten, sich gefallen lassen, daß die Zahl der schweren und schwersten Impfnebenwirkungen unter den Teppich gekehrt werden, daß Kleinkinder die Gesichter ihrer eigenen Eltern inzwischen ohne Mund malen, daß sie wegen der Maskenpflicht Sprachentwicklungsstörungen haben, die Schule versäumen – Kinder und Kleinkinder: „vulnerable Gruppe“? – aaaaber: Den Russen aufs Maul! Waffen an die Ukrainer! Unsere westlichen Werte! Die Demokratie! Die Freiheit! Der Selenskyj! Rückschluß: Der Deutsche ist in der Masse leichter zu dressieren als ein Hund. Kalt duschen gegen Putin.

Da steht meinereiner einfach nur noch da, kratzt sich am Kopf und fragt sich, weshalb dieses Volk eigentlich nicht mit Donner und Doria untergehen sollte. Er fragt sich, ob es auf der Welt noch irgendwo ein Volk gibt, in dem man sich mehrheitlich sagt: „Da schau, diese Deutschen. An denen sollten wir uns aber ein Beispiel nehmen.” Die Deutschen waren global noch nie so verzichtbar wie heute. Ich weiß auch nicht, welchen Segensreichtum eine Demokratie noch in einem solchen Volk entfalten soll. Es scheint doch wohl so zu sein, daß die kleine Minderheit Normalgebliebener es als „demokratisch“ begreifen soll, sich von einer unaushaltbaren Masse den lieben langen Tag terrorisieren zu lassen.

Sich unbeliebt machen

Und während ich diese Zeilen schreibe, wird mir dann auch klar, daß ich mit allem auf verlorenem Posten stehe. Was ich hier treibe, ist Publikumsbeleidigung. Kein Politiker, der gewählt werden muß, könnte es sich leisten, seine potentiellen Wähler so anzugehen, wie ich hier gerade dieses versiffte Volk. Kein Fernsehmoderator könnte sich das leisten. Auch im Journalismus gilt eigentlich: Wir schreiben für unsere Leser, nicht gegen sie. Gegen den Leser zu schreiben, schadet der Auflage und der Reichweite. Der Erdinger hat sie doch nicht mehr alle!? Mir gefällt das auch nicht. Aber was soll ich machen? Die Leser weiter in dem Wahn halten, diese Regierung hätte mit ihnen nichts zu tun, und daß sie bloß die armen, unschuldigen Opfer einer solchen Regierung seien? Es entspricht nicht meiner Überzeugung von Ursache und Wirkung in diesem Zusammenhang. Diese Ampelkoalition paßt zu diesem Volk! Leider! Und Selbsterkenntnis ist die erste Voraussetzung dafür, daß sich etwas bessert.

In der Nationalhymne werden Einigkeit und Recht und Freiheit nicht beschworen, weil die das Endstadium aller Glückseligkeit wären, sondern weil sie Voraussetzung dafür sind, sich nicht knechten lassen zu müssen. Sich darüber zu beschweren, daß der Andere rechts überholt, das Verkehrte raucht, das Verkehrte ißt, die falsche Musik hört und überhaupt voller Fehler ist, schafft keine Einigkeit, sondern Hader & Zwietracht. Mit „mir die Rechte, den anderen die Pflichten“ untergräbt man jedweden Zusammenhalt. Man schafft keine Freiheit dadurch, sondern man verhindert sie. Deswegen wird die Fragmentieren der Gesellschaft auch so vorangetrieben. Raucher gegen Nichtraucher, Motorisierte gegen Unmotorisierte, Männer gegen Frauen, Auflösung der Zweigeschlechtlichkeit, Ansprüche jedes x-beliebigen Einzelnen an die Gesamtheit, „Vernünftige“ gegen „Unvernünftige“, Installierung zivilreligiöser Glaubensdogmen und Ächtung von Kritikern solcher saublöden Dogmen – alles das dient nicht der Freiheit, sondern der Installierung einer je individuellen Illusion von Freiheit, die letztlich zur Knechtung des Ganzen durch eine kleine und dreckstotalitäre Regierungsclique führt. Das sind nicht zufällig dieselben Individuen, die völlig konträr zu ihrem eigenen Tun ständig den „gesellschaftlichen Zusammenhalt“ beschwören, tatsächlich aber den kollektiven Gehorsam der Enthirnten ihren extremistischen Anordnungen gegenüber meinen. Dieses ständige „wir müssen”, „wir brauchen” und „wir dürfen nicht” heißt in die Realität übersetzt: Ihr müßt, ihr braucht und ihr dürft nicht.

Einigkeit und Recht und Freiheit

Das ubiquitäre „Wir“ im Sprachgebrauch dieser Hochverräter soll eine Einigkeit von Regierung und Volk suggerieren, auf welche die Regierung tatsächlich keinen Pfifferling mehr gibt. Spätestens seit Merkel macht die deutsche Regierung, was sie will – und weder Grundgesetz noch irgendwelche anderen allgemeinverbindlichen Moralstandards hindern sie daran. Was will sie? Offensichtlich will sie sich lieb Kind machen bei den wahren Mächtigen dieser Welt. Deren Macht bröckelt aber inzwischen selbst ganz gewaltig, weil eine Mehrheit der Völker und deren Regierungen sich die Impertinenzen dieser Macht nicht länger mehr bieten lassen wollen. Der US-amerikanische Unilateralismus steht vor seinem Ende – und damit auch die Zustände in der Bundesrepublik. Dieses ganze Regierungshandeln ist nur noch geprägt von Lügen zur Kaschierung vorangegangener Lügen, von Wort- und Gesetzesbrüchen, logischen Inkonsistenzen, Doppelstandards und einer insgesamt bigotten Pseudomoral, die zum Himmel stinkt!

Es geht zu wie im Kindergarten, was sich an den Schuldzuweisungen im Ukrainekrieg sehr gut beobachten läßt. Diese Regierung führt sich auf, als befänden sich USA, NATO und EU im Zustand der reinweißen Unschuld – und damit man ihr das abnehmen soll, werden Putin, alle Russen und Russland regelrecht dämonisiert. Und das, obwohl sie der Ukrainekrieg rein vertragstechnisch nicht das geringste anzugehen hätte. Die müsste mit den Zähnen knirschen – und gut hätte es zu sein damit. Kindergarten: Der hat angefangen! Und dann stimmt’s noch nicht mal. Putin hat nicht angegriffen, sondern eingegriffen. Der marodierende westliche Kindergarten hatte es einfach übertrieben. Sich das noch länger bieten zu lassen, war mit der russischen Selbstachtung nicht länger mehr zu vereinbaren.

Zwei, nicht hundert Geschlechter

Was Deutschland anbetrifft: Raucher können mit Nichtrauchern zusammen fröhlich in ein- und derselben Kneipe sitzen. Es ging früher. Es ginge auch heute. Männer und Frauen sind ihrer unabänderlichen biologischen Kreatürlichkeit wegen aufeinander verwiesen. Zusammen sind sie der Mensch im Sinne von „die Menschheit“. Es gibt zwei Geschlechter, keine hundert. Die hundert sind je individuelle Befindlichkeiten, die mit der objektiven Realität nichts zu tun haben, linker Soziologenterror. Es pflanzen sich nicht hundert Geschlechter fort, sondern zwei. Seine subjektive Realität darf der Einzelne gern leben, ohne jedem anderen dauernd aufs Butterbrot schmieren zu müssen, wie er sich gerade fühlt.

Einmal im Jahr das Geschlecht wechseln zu „dürfen“ – für einen derartigen Schwachsinn wäre jede Regierung früher geschlossen in die Klapse gewandert. Was denn als nächstes? – „Frau Meier, Sie haben vor einem Jahr Ihr Geschlecht gewechselt. Der Bürger: innen-Service für die „die Menschen“ von Pumpelhausen informiert Sie mit diesem Schreiben darüber, daß Sie es ab heute erneut wechseln können, wenn Sie möchten. Weil Sie nämlich dürfen. Dürfen ist geil. Mit freundlichen Grüßen …

Weg ist weg

Menschen mit einer schwarzen Hautfarbe nennt man in Deutschland „Neger“ ohne jede böse Absicht. Und daß man niemanden ein „Arschloch“ nennen darf, heißt nicht, daß es keine mehr gibt. Ein Vorurteil heißt deswegen so, weil es das Urteil vor dem eigentlichen Urteil ist. Das Vorurteil als solches ist nicht zu beanstanden. „Lustig ist das Zigeunerleben“ und „Die Tiroler sind lustig” sind keine unzulässigen Verallgemeinerungen, sondern alte Volkslieder. Das Leben findet jetzt statt, nicht später. Niemand kann „für ein paar Jahre auf Lebensfreude verzichten”, wie der alte Gauck recht pseudomoralisch meinte, und kein Kind kann auf seine Kindheitsjahre verzichten. Was weg ist, ist weg.

Planet, Menschheit und Weltklima sind deswegen Themen für Politiker, weil man zum Moralisieren nicht viel wissen muß, aber viel meinen kann, was diesen Figuren sehr entgegenkommt. Das Geschwätz von Zielen, die umso bedeutsamer sind, je weiter ihre Verwirklichung in der Zukunft liegt, dient dem Erhalt der eigenen Wichtigkeit und fungiert als planungssichere Arbeitsplatz-Perspektive für Ideologen. Die Zukunft „zukünftiger Generationen“ ist angesichts der unüberschaubaren Vielzahl von Variablen nicht prognostizierbar – und computerisierte Rechenmodelle sind deswegen nutzlos, weil ihre Ergebnisse von den Variablen abhängen, mit denen sie a priori zu füttern sind. Eine unberücksichtigte Variable kann bereits zu einer entscheidenden Abweichung der Prognose von der tatsächlichen Zukunft führen.

Gerede von der heutigen Schuldigkeit

Im Übrigen ist auffällig, daß das Gerede von der heutigen Schuldigkeit „unseren Kindern und Enkelkindern“ gegenüber in einem Land stattfindet, in dem Abtreibung als der Gipfel des Fortschritts bei den Menschenrechten begriffen wird. Frauenrechte haben auch so einen Hautgout wie „Sahnehäubchen auf den Menschenrechten obendrauf”. Man fragt sich, weshalb die Menschenrechte exklusiv für Frauen um besondere Rechte erweitert worden sind – und wie das zusammenpassen soll mit der Behauptung, Frau könne man auch nur temporär sein, weil Geschlecht nur ein soziales Konstrukt sei. In diesem Land passt nichts mehr zusammen. Wer per Frauenquote in ein Amt gehievt wurde: Muß die „Quotze“ wieder gehen, wenn sie sich einmal im Jahr für ein anderes Geschlecht entscheidet? – Und wenn nein, warum dann nicht?

Um jetzt einmal zum Ende zu kommen: Das einzige, was Volk und Regierung in Deutschland zusammenschweißt, ist, daß sie in einem gemeinsamen Irrenhaus leben. Volk und Regierung bedingen sich gegenseitig. Daß diese Regierung noch immer weitermarodieren kann, liegt daran, daß sich das Volk das bieten läßt. Damit es sich diese Regierung nicht mehr bieten ließe, müsste es sich erst einmal darüber klarwerden, wozu es selbst geworden ist, um dann zu dem Entschluß zu kommen, daß es das nicht länger mehr sein will. Dann – und erst dann – wäre diese Regierung in ernsthafter Gefahr. Vorher nicht. So sehr man auch rechthätte damit: Es bringt nichts, sich immer nur ungläubig an den Kopf zu fassen und sich über diese Regierung zu beschweren. Davon geht sie nicht weg. Man müsste sich schon klarwerden über die Irrtümer, denen man selbst erlegen sein muß, damit es zu einer solchen Regierung überhaupt kommen konnte.

Intellektuelles Totalversagen

Fest steht: Wir haben einen Wirtschaftsminister, der früher Kinderbücher geschrieben hat. Der brilliert mit Einlassungen wie derjenigen, daß Inflation die Gefahr von Kaufkraftverlust birgt. Also nicht Resultat, sondern Gefahr von Resultat. Wahnsinn, diese Kompetenz. Wir haben eine Außenministerin, die Schwierigkeiten hat, einen einzigen sinnvollen Satz fehlerfrei über die Lippen zu bringen, eine überführte Lügnerin und Plagiatorin. Wir haben einen StamoKap-Kanzler, auf dem schwer der Verdacht lastet, er könnte im Gegenzug für Spenden an seine Partei die Eintreibung von Steuerschulden in Millionenhöhe vereitelt haben. Wir haben einen schwer verhaltensauffälligen Gesundheitsminister, eine privilegienbewußte „Häkelomi“ als Verteidigungsministerin, eine intellektuelle Totalversagerin als Vorsitzende einer Regierungspartei, eine gekaufte Presse als „vierte Gewalt”, einen Rundfunkrat der „unabhängigen Öffentlich-Rechtlichen”, der größtenteils aus Parteifunktionären besteht, einen langjährigen Merkelfreund und CDU-Bundestagsabgeordneten als Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, soziale Medien, für die der Artikel 5 des Grundgesetzes offensichtlich nicht gilt, weil er nicht gelten soll. Wir haben eine Polizei in Berlin, die Klebstoff-Nötiger gegen die Genötigten verteidigt, wir lassen zu, daß unsere Heimat von Windradmonstern verschandelt wird, die von der ersten Minute ihrer Produktion bis zum Tag ihrer Verschrottung eine Energiebilanz haben, daß es einer Sau graust – und wir lassen uns bereitwillig von Ungebildeten und Inkompetenten „die Welt erklären”.

Diese Regierung marodiert, weil wir das zulassen. In Deutschland sitzen die Extremisten nicht außerhalb der Regierung, sondern in der Regierung. Schluß jetzt mit diesem blamablen Trauerspiel. Auf die Barrikaden! Wenn nicht: Einfach brav sein und die Suppe auslöffeln, die man sich selber eingebrockt hat.

43 Kommentare

    • @ dgu

      Weichei! Grob wird das sein, was in nächster Zukunft ihr Leben auf den Kopf stellen wird! Wenn sie nicht spätestens dann lernen, auch einmal grob zu sein, wird sie das ihr Leben kosten…

      • Nix Weichei!
        Der Ton macht die Musik und hier herrscht schon länger bei vielen Artikel ein Ton, den ich für mich nicht mehr toleriere, mit Stammtischunterkante möchte ich nichts zu tun haben.

      • Also auch nur einen Tod mehr.
        Jeder stirbt. JEDER!
        Wodurch? Wann? Wie? Womit?
        Keine Ahnung, aber JEDER STIRBT!

        Aber hat auch jeder bis dahin gelebt? Hatte er Spaß im Leben? Hat er ein Leben gelebt, ohne anderen Menschen absichtlich zu schaden?
        Hat er auf dem Todesbett Gedanken daran, was er alles nicht gemacht hat, um Spaß zu haben, ohne anderen Menschen zu schaden?

        Die wenigsten Menschen können das bejahen. Sie haben ihre Lebenszeit hier auf Erden verschwendet.

  1. Einer der genialsten Texte, die nicht treffender einen Zustand beschreiben könnten, der jedem 7-jährigen ins Auge sticht. Auf den Punkt gebracht!

  2. super Beitrag!

    Mir aus der Seele gesprochen (könnte von mir sein.

    Mein Frust über „die deutschen Mitbürger“, diese Schlafschafe, diese feigen Duckmäuser, diese Opportunisten ist maßlos!

    Es muss etwas im Trinkwasser sein, das diese Menschen sediert. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie man teilnahmslos und ohne jede Gegenwehr dem eigenen Untergang zuschaut!

  3. Lieber Herr Erdinger,

    als verzweifelte Bürgerin danke ich ihnen herzlichst für dieses klare Statement.
    Es spricht mir so aus der Seele und in dem Moment ist die Einsamkeit in diesem Irrenhaus etwas leichter zu tragen. Und Sie haben Recht, uns blüht Schlimmes, weil wir es geschehen lassen, anstatt uns mit aller Gewalt gegen diese Gewalt zur Wehr zu setzen.

  4. Hervorragender Artikel. Halte nichts von unserer Regierung und dem Irrweg der Selbstschädigung durch die Sanktionen. Aber Putin hat definitiv angegriffen. — Dennoch: Ansage! ist eine Entdeckung! Vitalisierende Frischluft in dem paralysierenden Jauchedampf der Öffentlich-Rechtlichen Alt- und Systemmedien.

    • Er ist einmarschiert, um seine russischen Landsleute im Osten der Ukraine zu schützen (sie sozusagen „heim ins Reich zu holen“) – und landesweit ein paar Säuberungsaktionen gegen Feinde (keinesfalls Ukrainer) durchzuführen.
      Den wenigsten ist klar, dass wir hier mit den selbst herbeigeführen Sanktionen bewusst Selbstmord begehen. D.h. das Ende von Freiheit, Frieden und Wohlstand kommt unausweichlich.
      Unter Krieg stelle ich mir übrigens schon was anderes vor, als das uns gezeigte.
      Eine gute Doku heißt „HELLSTORM“ die es sich lohnt, anzuschauen.

    • @ Churchill

      „Putin hat definitiv angegriffen“.

      Als wenn das schon ins Unrecht setzt!

      „Nicht wer den ersten Schuss abgegeben hat ist entscheidend, sondern was den ersten Schüssen
      vorausgegangen ist!

      • So ist es! Aber viele Leute verstehen das nicht. Dabei sieht man es in jedem Sandkasten: verbale „Schläge“ ziehen letztlich oft physische Schläge nach sich, wenn der Attackierte sich nicht anders zu helfen weiß.

    • Du hast den Namen des Schlächters des deutschen Volkes angenommen?
      Er führte den feigsten Krieg, den die Menschheit kennt: Krieg gegen Zivilisten. Krieg gegen Kinder, Frauen, Männer, Invaliden, Alte. Wehrlose!
      Er ließ Kulturschätze in Brand aufgehen, die unersetzlich sind. Er zerstörte unsere Heimat. Machte sie dem Erdboden gleich.
      Seine Bomben fielen NICHT auf die Frontlinien. Sie fielen NICHT auf die Schienen zu den Lagern. Sie fielen NICHT auf die Gaskammern und Krematorien.

      Er ließ übrigens auch die französische Seekriegsflotte versenken, mit Mann und Maus.

      Dieser Name steht für Vernichtung.

  5. Ja, auf die Barrikaden. Zu allererst gegen die Mainstream-Medien mit ihrem Lumpenjournalismus. Solange diesen Medien gestattet wird, zu täuschen, zu lügen, zu verzerren und zu verschweigen, solange wird sich nichts ändern.

    Und was macht der Deutsche?

    Ja, auf das Sofa. Dort sitzt er mit seiner über Augen und Ohren gezogenen Zipfelmütze und genießt die Gehirn-Schleuderwäsche samt Heißmangel von ARD & ZDF.

  6. Schreiben ist schön und tut der Seele gut. Nur schafft uns das nicht diese Marionetten vom Hals. Auch werden die nicht aufhören weil Montags ein paar Menschen spazieren gehen. Es gibt einfach zu wenige von uns die das notwendige tun wollen..

  7. Guter Text, weil man(n) spürt, nicht alleine zu sein.
    Seit Jahren kann ich unser Lokalblatt nicht mehr lesen – nur noch überfliegen.
    Und seit Beginn des Co*-Hypes nicht mal mehr das. Die Headlines reichen, um das Blatt angewidert beiseite zu legen. Mit Banalitäten werden ganze Seiten gefüllt. (Das Abo bleibt natürlich bestehen, weil meine Frau die Todesanzeigen unbedingt lesen will!)
    Das Grundübel liegt m.E. beim Einschub „…bei unserer Vergangenheit“ der bei abweichender Meinung sofort erfolgt.

  8. Ach Maxe…wie immer genau am Puls der Zeit. Ich kann deine Wut sehr gut verstehen! Geht mir übrigens nicht anders. Was ich zu dem Thema denke und wie es behoben werden könnte…ist nicht mehr zeitgemäß und würde mir Verfolgung und die Acht einbringen. Schade, oder gut..ich weiß nicht genau…dass ich zu alt bin. Aber nachladen oder den Gurt halten…das kann ich noch.

  9. …..sie merken es einfach nicht. Lesen Sie´s vor und der deutsche Durchschnittstrottel kämpft mit seinem Verstand, merkt, daß sich eigentlich was regt in der Birne…. und läßt es dann doch lieber bleiben. Der beste Satz im Artikel ist der mit dem Rechts-Überholen: Hier wird komprimiert festgestellt, warum: „Denn wenn er rechts gefahren wäre, hätte man ihn links überholen können.“ Tja, kognitive Dissonanz allerorten. Dazu ein Beispiel aus dem wahren Leben: Ich frug einen Radfahrer, warum er denn auf der Straße und nicht auf dem Gehweg führe, auf dem das Radfahren auch erlaubt war. Antwort: Weil ich das Recht dazu habe. Auf meinen Einwand, daß er sich mit seinem Verhalten aber doch gefährden würde, insistierte er:“ Ich habe aber das Recht, mich in Gefahr zu bringen.“ So ist er eben, der liebe Landsmann. Dumm, deutsch, rechthaberisch bis zum letzten Gefecht. Wenn die deutsche Regierung in Gefahr wäre mit einer Titanic unterzugehen, würden sie sich darum sorgen, ob die Rettungsboote mit umweltgerechter Farbe gestrichen sind. Liebe Prsychologen unter den Leser: Gibt es sowas wie ein gesamtdeutsches Traumaerlebnis? Müßten wir nach Kaiserreich, Adolf und der DDR-Diktatur nicht eigentlich komplett geheilt sein? Wieso kann es heutzutage immer noch so viele Dummköpfe, Trottel und Ideologen geben.?Ich bin mittlerweile ratlos geworden, komme mir machmal vor wie in einem surrealen Theaterstück.

  10. Die Mehrheitsdeutschen wollen keine Freiheit, sie wollen Kapo sein und das geht nur in repressiven Systemen.
    Sie bauen sich selber auf, indem sie linientreu gehorsam sind und das aggressiv von anderen einfordern.
    Einer der dümmsten Sprüche in DE: „Der Ehrliche ist der Dumme!“
    Stimmt, wer sich stets korrekt den Lappen vors Maul bindet und spritzen läßt, schädigt sich im Vergleich zum „Ungehorsamen“, ist also in der Tat der Dumme. Buchstäblich und sprichwörtlich.
    Noch schlimmer ist die Marotte, vorauseilend seine Mitmenschen mit Gehorsamsritualen und Erzwingungen zu terrorisieren, um sich ins linke Licht zu setzen:
    Paradebeispiel jetzt Wohnungsgesellschaften, die Warmwasser regulieren und damit reinste Terroristen sind.
    Das kommt nicht von Oben, das wird von kleinen Nacktschnecken bei den Selbstdarstellungsritualen ausgeheckt, die man so neudeutsch Meetings nennt.
    Helmpflicht auf dem Fahrrad? Wozu eigentlich eine Pflicht, wenn sich angeblich eh jeder dran hält? Ganz einfach: Ohne gibt es keine Möglichkeit, sich selber gut zu fühlen, indem man andere anherrscht oder bekopfschüttelt.
    Absurdeste Regeln einhalten und andere durch aggressiv „vorbildliches“, demonstratives zur Schau stellen seines Gehorsams zur Befolgung auffordern ist eine der liebsten Beschäftigungen.
    Man kommt sich hierzulande mittlerweile vor, wie ein Fremdkörper unter Fremdgesteuerten und Zombies.
    In DE wird halt nicht der gehaßt, der das Stöckchen hält, sondern der, der sich weigert, drüber zu springen.
    Wie gut, daß ich trotz allem noch stolz von mir behaupten kann:
    Ich bin ein schwer erziehbarer alter, weißer Mann und werde das auch bleiben!

  11. Die berühmten 59%…
    Ist schon mal aufgefallen wie oft diese Zahl als sogenannte „Mehrheit“ genannt wird und als „Zustimmung“ interpretiert wird?
    Diese angebliche „59%“ kommen in angeblichen „Umfragewerten“ derart häufig vor, das ich sie inzwischen für konstruiert halte.

    Das ist aber nur eine Möglichkeit, was allerdings unsere verkommenen Superschlaumeier trotz ihrer „überragenden Weisheit“ dabei völlig übersehen, es sind jedesmal 41% dagegen, JEDESMAL!
    41% sind also nach eigenen Angaben GRUNDSÄTZLICH gegen die Beschlüsse der Regierung und sind GRUNDSÄTZLICH gegen den Status Quo der Bundesrepublik!

    Was ich damit sagen will und das sollte man sich einmal vor Augen halten – 41% Contra sind enorm VIEL und ein klares Armutszeugnis das diese Regierung ca. 34 Millionen Menschen in diesem Land NICHT auf ihrer Seite haben!
    34 Millionen : 49 Millionen, das ist KEINE „überwiegende Zustimmung“ und das ist ja nur das was man zugibt!

  12. Zitat Winston Churchill: „Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein 5-minütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler“.
    Das beschriebene Problem betrifft also nicht nur die Deutschen und hat nicht primär mit der heutigen Zeit zu tun.

    • Das ist ein dummer Ausspruch von Churchill. Richtig heißen müßte es: „Das beste Argument gegen die Demokratie ist eine duckmäuserische Presse/Medienlandschaft, die der Macht die Füße küßt.“ Vom duckmäuserischen Bundestag, Bundespräsidenten und Bundesverfassungsgericht ganz zu schweigen.

  13. @Weil das „vernünftig“ ist.
    Es war auch einmal „vernünftig“, hexen zu verbrennen oder Leute, die dazu erklärt wurden. Meist von Inquisitoren – um ihre unsterbliche Seele zu retten.
    Besonders intellektuell und geistreich war die Wasserprobe – ist die „Hexe“ ersoffen, war sie keine – hat sie das Band überlebt, wurde sie als Hexe verbrannt, weil sie nur dank ihrer Hexenkräfte überleben konnte.

    Ich habe nie verstehen können, wie solche Dinge passieren konnten – letztlich immer durch Zwang und Interesse höherer Machthaber!
    Heute kann ich es nachvollziehen, wie das Land wegen Labortheoretiker und Excel-Modellierern von dem Regime terrorisiert wird, um „Menschenleben“ zu „retten“ !
    Das beste Mittel der Herrschenden und Meinungsmacher ist es, die Realität zu ignorieren !
    Und die Dummheit derer, die diesen Unsinn dann auch noch akzeptieren – „verbrennt sie“ damals wie „spritzt sie“ heute !
    Es ist ein armseliges Land geworden und kein Verlust für den Planeten!

  14. Einigkeit in „Einigkeit und Recht und Freiheit“ bedeutet nicht, dass alle einer Meinung sind. Das ist ja ganz normal. Die angesprochene Fragmentierung der Gesellschaft rührt vielmehr aus der vorherrschenden Intolleranz der „Toleranten“ und „Weltoffenen“ gegenüber Meinungen, die von der eigenen (Welt-)Anschauung abweichen.
    Wenn wir uns darauf einigen könnten, dass jeder das Recht auf eine eigene Meinung hat und diese auch vertreten darf, wären wir schon einen großen Schritt weiter!

  15. Wie immer ein guter Artikel von Max Erdinger. Allerdings das Rauchverbot in Gaststätten ist schon sinnvoll weil dadurch Nichtraucher durch Qualm nicht mehr belästigt werden. Unsinnig wäre es nur, wenn sich ausschließlich Raucher im Raum befänden. Das ist aber die Ausnahme.

    • Es soll die Mitarbeiter schützen. Nicht einmal die Gäste. Die gehen auch wieder.
      Ich betrete keine Kneipe, wenn darin geraucht wird.

      Übrigens habe ich auch als Raucher damit Probleme gehabt, wenn ich noch gegessen habe.
      Ist schon in Ordnung so.

  16. Neben vielem, bei dem auch ich vollkommen zustimmen kann, kann ich dies bei zwei „implizierten Nebenaspekten“ durchaus nicht!

    1. Das Gestinke durch Raucher wurde zu Recht verboten! Bliebe der Gestank im Zentimeterbereich um den Raucher dann meinetwegen – Gestank, dass man nicht mal mehr feststellen kann, ob man Griesbrei oder Fisch ist – nein danke!
    2. Abtreibung ist eine viel zu schwerwiegende Angelegenheit, um sie so nebenbei zu kritisieren. Da dürfte es gewaltige Unterschiede an Gründen pro und contra geben. Vor allem sollten Frauen durchaus zu Recht, dabei das maßgebliche Wort zukommen. Sie haben das (aus)zu tragen. Aufklärung – in jeder Hinsicht – ist der einzige Weg, um eine angemessene Lösung zu finden.

    Ansonsten:
    3. Zu den vunerablen Gruppen: Diese werden immer wieder nur als Begründungen für andere Eingriffe vorgeschoben. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man aber, dass dem Geschwätz nur selten die entsprechenden Taten folgen. Auch hier könnte man durchaus ehrlicher und angemessener mit diesen Gruppen umgehen. Jede Bevorzugung, die z.B. Zeit und Geld betrifft (Operation eines 100-Jährigen etc.), trifft im Umkehrschluss eben auch andere als „Verzicht“ bzw. Unterlassung. Das sollte man nicht vergessen – oder übersehen.
    4. Dass gegen Blitzer vorgegangen wird, dürfte weniger an einem Widerstandswillen generell liegen, sondern an der Tatsache, dass diese oft dort aufgestellt werden, wo offensichtlich keine Gefahr besteht oder je bestanden hat, aber das Geschwindigkeitsbegrenzungsschild dennoch eine scheinbare Legitimität hergibt. Wäre das Unrechtsempfinden doch auch auf anderen Gebieten so verbreitet, es würde sehr ungemütlich in Deutschland.

    Abgesehen von diesen Einwänden, kann auch ich dem Beitrag voll zustimmen. Insbesondere, was das Führungspersonal betrifft.

    • Abtreibung ist doch echt kein Problem.
      Es wird nur ein Stück Fleisch mit Herzschlag (ansonsten wäre es ja tot) entfernt.
      Ein Fötus ist seelenlos. Instinktgesteuert, was in seiner DNS einprogrammiert ist.
      Die Seele (ich, Du, jeder andere) betritt den Körper erst, wenn dieser geboren wurde. Dass der Körper beseelt wurde, das hört man. Denn die Atmung wurde in gang gesetzt. Und der Schrei des Neugeborenen erfüllt den Raum.
      Bis dahin ist der Körper nur ein Körper, der durch die DNS Grundfunktionen besitzt. Der Körper ist ohne Seele nicht lebensfähig.
      Wenn der Körper stirbt, dann sind wir (die Seelen) wieder frei.

      Aber Herr Erdinger.
      Wir sind knapp 8 Milliarden Menschen auf der Erde. Wir haben keine Menschenknappheit. Ganz im Gegenteil. Wir laufen vollkommen aus dem Ruder, seit die Ärzte uns nicht mehr sterben lassen wollen. Sondern uns solange wie nur möglich zu quälen.
      Das Einzige, was Ärzte tun dürften, wäre uns Schmerzen zu ersparen. Auf gar keinen Fall dürften sie tödliche Krankheiten behandeln.
      Jeder ungeborener menschlicher Körper ist ein Gewinn.
      Der Jetztmensch sieht den Tod als Bedrohung. Aber er ist der Erlöser. Er erlöst und von der Qual des irdischen Daseins. Er öffnet uns die Tür in einen neuen Lebensabschnitt.

      Es überleben normalerweise die zähestens Lebewesen, die das beste Immunsystem haben. Die gesunde DNS besitzen. Und die auch ein wenig Glück haben. Das hält die Menschen auf einem bestimmten Mengenniveau.
      Heute wird alles am Leben erhalten, selbst das, was ohne Medikamente längst tot umgefallen wäre. Das ist falsch. Warum lassen wir die Menschen nicht einfach sterben? Sehr vielen davon wäre ein Scheißleben erspart geblieben.
      Die multiresistenten Keime haben wir geschaffen. Es könnte ein Pyrrhussieg gewesen sein.

      • Woher wollen Sie wissen, wann die Seele den Körper betritt?
        Was Sie schreiben, ist lediglich eine Annahme, die Abtreibungen bis unmittelbar vor der Geburt rechtfertigen soll, so wie seit dem Zeitpunkt, als die Medizin in der Lage war, Organverpflanzungen vorzunehmen, der Tod angeblich bereits mit dem Hirntod eintritt.

        In beiden Fällen geht es nur um Machbarkeit und deren Rechtfertigung.
        Das aber ist in meinen Augen zu wenig, um solche weitreichenden Entscheidungen zu treffen.

  17. Will die Masse überhaupt Freiheit und Selbstbetimmung? Ich denke nein. Seit Jahrtausenden folgt die Masse einem Führer,oder heute eben einer Regierung. Erst wenn es der Masse an die Existenz geht, begehrt sie auf. Die Grundnahrungsmittel, wie auch das Feierabendbier waren in Deutschland bisher im EU Vergleich sehr billig. Das ändert sich gerade auf dramatische Weise. Ebenso wie die Energiekosten. Dies wird nun Massen an die Existenzgrenze bringen. Das erweckt in mir neue Hoffung auf ein Erwachen eben dieser Masse.

  18. Aber Herr Erdinger, wie können Sie im „besten Deutschland aller Zeiten“ nur so etwas negatives schreiben?
    Ihnen ist auch ein Fehler unterlaufen, es heißt nicht Bundesrepublik, sondern Ban…republik.

  19. Ich stimme Ihnen 100%ig zu! Allerdings bin ich auch überzeugt, dass dies zu einem natürlichen Ende kommen wird, das allerdings in Gewalt ausarten wird. Gemäß der Erkenntnis von Macchiavelli [Vom Staat, Drittes Buch, 6. Kapitel): Man muss die Menschen entweder gut behandeln oder sich vor ihnen sichern. Nie aber darf man sie so weit bringen, dass sie davon überzeugt sind, sie müssten entweder selber sterben oder den anderen ermorden. Wer in diesem Fall „der Andere“ ist, dürfte klar sein. Wir sind bald soweit! Nicht, dass ich das möchte oder gar vorschlage, ich sage es nur voraus.

  20. Ja, so ist das. Mir fällt immer mehr auf, dass man mit niemandem mehr ein politisches Thema aufgreifen darf oder kann. Als würde man tunlichst vermeiden wollen, dass Dinge ausgesprochen werden, die man nicht hören mag. Stammtische dienten früher dazu sich über die Themen, die gerade anstanden, auszutauschen. Es wurde politisiert. Gibt´s nicht mehr. Einer der Anfangssätze beim königlich bayerischen Amtsgericht war: Leben und leben lassen. Das ist fast beides nicht mehr möglich. Wir sind uns in dieser Runde ziemlich einig, was den Bürger betrifft, dem scheinbar alles am Arsch vorbeigeht und schön brav den sog. „Regeln“ folgt. Gerade vor 5 Minuten hatte ich ein Telefonat mit einem Bekannten. Die Mutter ist im Pflegeheim gestürzt, Oberschenkelhalsbruch, Krankenhaus. Die Familie musste eine Person bestimmen, die ein Besuchsrecht bekommt. Sie muss dann einen Test machen und darf erst dann zur Mutter. Ich sage: „Ich glaub es nicht, es ist doch inzwischen alles vorbei und außerdem sind diese Maßnahmen völlig sinnlos, außer dass man damit eine Familie schikaniert und der Mutter auch noch die letzten Tage versaut“. Antwort: „Na ja so sind halt die Regeln“. Welche Regeln verdammt nochmal und von wem? Und wenn ich versuche den Leuten klarzumachen, dass uns, wenn „wir“ uns das alles weiterhin so gefallen lassen unweigerlich in das chinesische Solzialkreditsytem mit allen seinen entmündigenden Konsequenzen stürzen, dann bekomme ich nur Blicke wie: „Ja so ein Schmarrn, was hast du nur immer wieder für merkwürdige Quellen und Querdenkerfantasien, in meiner Zeitung steht sowas nicht“. Die heilige Süddeutsche Zeitung, die schon längst keine „Süddeutsche“ ist und die hier immer noch als vertrauensvoll angesehen wird. Wenn jemand einen Vorschlag hat, wie wir die Laute aufrütteln können, ich bin dabei. Bis jetzt wehre ich mich vehement in meinem eigenen Umfeld, lasse mich nicht kaputtspritzen, verbiegen und glaube den Sch…dreck nicht, den man mir verzapfen will. Danke Herr Erdinger.
    https://odysee.com/Dieser-Schl%C3%BCsselmoment—This-Pivotal-Moment—Episode-1:160a36adc2f263069d0a6d87254da28929cc50f0 das sollte sich mal jeder Bürger ansehen.

  21. DAS GRUSELKABINETT DES OLAF SCHOLZ

    Regiert von Grünen und von Linken,
    kann Deutschland noch tiefer sinken?
    Einzige Steigerung wär‘ nur
    die off’ne rote Diktatur.

    Die FDP versagt komplett,
    legt sich mit Rot und Grün ins Bett,
    nennen sich freie Demokraten,
    die kann man schlimmer kaum verraten.

    Von einem wird geführt das Land,
    dem das Gedächtnis schon entschwand.
    Das Land vertritt nach außen hin,
    ’ne stotternde Hochstaplerin.

    In der Wirtschaft bricht sich Bahn
    noch mehr rotgrüner Klimawahn.
    Ärzte schreien weh und ach,
    heißt ihr Chef jetzt Lauterbach.

    Familienpolitik soll stehen
    für Schwulenlesbenvieleehen.
    In Religion wird nicht verhandelt,
    das Kreuz in Mondsichel verwandelt.

    Dann gibt es noch schräge Gestalten,
    die menschliches Geschlechtsverhalten,
    zu einem Wunschkonzert erklären,
    dass Männer jetzt Kinder gebären.

    Über die an des Heeres Spitze,
    lacht man und erzählt sich Witze
    wenn die an der Kampffront erscheint,
    ergreift die Flucht vor Schreck der Feind.

    Ganz besonder steht es schlecht,
    wenn für Sicherheit und Recht,
    eine Figur das Zepter schwenkt,
    die nur an böse Rechte denkt.

    Und manch anderem Ressort,
    Minister stehen diesen vor,
    die von dem, was sie verwalten,
    nicht mehr als das Geringste halten.

    Fragt man sich: Wie soll das gehen,
    wenn die, die an der Spitze stehen,
    finden, was zwischen Rhein und Neiße,
    zum Kotzen oder ein Stück Scheiße.

    Soll keiner kommen, nicht verstehen,
    wie die Neuen ich würd‘ sehen.
    Muss mich dabei gar nicht verrenken,
    sehe sie, wie von mir sie denken.

  22. Exzellent.
    Zutreffender kann man es nicht ausdrücken.
    Und gerade deshalb so deprimierend.

    Siehe: Heinrich Mann „Der Untertan“ (1918)
    Gänzlich neu scheint „Der Deutsche“ also nicht zu sein !

  23. Wo ist der Stolz, der Kampfeswille ,die Vaterlandsliebe ,der Mut gegen Unrecht aufzustehen geblieben ??? Der deutsche Michel schaut dem Untergang Deutschlands widerstandslos entgegen ,will er das seinen Nachkommen hinterlassen ??? Es scheint so….Dies wird in einen Vielvölkerstaat mit all seinen Konflikten enden. Menschen aus aus Ländern des Islams ,wird mann zu 95%nicht integrieren können, Sie kommen hierher wegen des Geldes das wir grosszügig an sie verteilen ,unsere Lebensart verachten sie da wir nicht ihren Glauben teilen…

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