Das Leben der Stars: Verdammt zum Mitläufertum – oder Untergang

Nach außen toll und glamourös, doch tatsächlich sind Prominente auch nur Marionetten der Mächtigen

Cancel Culture
Cancel Culture: Das Damoklesschwert über jedem Promi heutzutage (Symbolbild:Imago)

Sie sind (meistens) gutaussehend, reich, erfolgreich und werden von Millionen von Menschen angehimmelt: Stars, Prominente, Showgrößen. Viele beneiden sie und denken, dass sie keine Ängste und Nöte hätten, können sie sich doch alles kaufen, was sie wollen und jeder liest ihnen den Wunsch von den Augen bzw. Lippen ab. Doch bekanntermaßen ist nicht alles Gold, was glänzt. Wer kennt sie nicht, die abgestürzten, drogensüchtigen (Super-)Stars, die tragisch in der Badewanne verunglücken – wie erst vor kurzem Aaron Carter, der ehemalige Teenie-Schwarm und Bruder von Backstreet Boy Nick Carter. Oder auch die vielen Stars und Sternchen, die neben Drogenproblemen auch mit Depressionen sowie Einsamkeit zu kämpfen haben, pleite gehen und/oder sogar in den Knast wandern.

So weit, so bekannt. Was vielen jedoch nicht klar ist, ist die Tatsache, dass so gut wie alle Promis nach der Pfeife des politischen Mainstream tanzen müssen – andernfalls kann dies schnell das Karriereaus bedeuten, wie sich in den letzten Jahren und Monaten immer wieder gezeigt hat. Im folgenden möchte ich einige prominente Fälle genauer beleuchten, die veranschaulichen, wie sehr Stars doch heutzutage Angepasste und Marionetten sein müssen, damit ihr Ruhm und Prestige nicht in Gefahr geraten. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der amerikanische Rapper Kanye West, der aufgrund seiner antisemitischen sowie angeblich rassistischen Äußerungen in Ungnade gefallen ist. Seine jüngsten Äußerungen, nämlich die judenfeindlichen, sind tatsächlich nicht ohne, werden zu Recht kritisiert und auch geahndet. Auf diese soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden.

Kruder Wokism

Zuvor hatte West aber auch mit einem T-Shirts mit dem Aufdruck „White Lives Matter” – eine Anspielung auf die Bewegung „Black Lives Matter” – von sich reden gemacht – und galt plötzlich, obwohl selber schwarz, als übler „Rassist”, und das nur, weil er darauf hinweisen wollte, dass das Leben Weißer ebenso viel wert sei wie das von Schwarzen. Wenn man darauf hinweist, dass das Leben Schwarzer wichtig sei, sprich „zählen” würde, ist alles super; macht man das Umgekehrte mit Weißen, ist man böse und rechts, denn – so die krude Denkweise des „Wokism” – schließlich weise man hier auf eine Binsenweisheit hin, die ja auch immer mit der gelebten Realität übereingestimmt habe, die schon immer allgemeiner Konsens gewesen sei. Denn schließlich war es die „weiße Rasse“, welche die Schwarzen immerzu brutal unterdrückt und sogar gemordet habe, und indem jemand auf das Lebensrecht Weißer hinweise, betone er damit eine Selbstverständlichkeit. Laut dem woken Zeitgeist könnte also der Eindruck entstehen, wer ein Shirt mit der Aufschrift „Das Leben Weißer zählt“ trägt, befürworte alles, was Weiße den Schwarzen je angetan haben (und vereinzelt noch antun). Macht man dasselbe mit Schwarzen, geht das jedoch nicht nur völlig in Ordnung, sondern man wird regelrecht gefeiert – schließlich wurden Schwarze so lange erniedrigt, unterdrückt und unterjocht, dass man gar nicht oft genug betonen könne, was für tolle, anständige und wichtige Menschen sie nur aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe doch seien.

Zwar waren es letzten Endes die besagten antisemitischen Äußerungen, die Kanye Wests Karriere den vorläufigen Todesstoß versetzten – doch so oder so hatte seine Reputation aufgrund des „Skandals” um sein „White Lives Matter”-Sweathirt einen gehörigen Knacks erlitten, zumal auch schon Jahre zuvor seine Freundschaft zu Donald Trump für negative Schlagzeilen im Mainstream gesorgt hatte. Möchte man ein allseits beliebter, gern gesehener Star sein, der sich überall blicken lassen kann, muss man sich entweder politisch komplett zurückhalten und brav zu Kreuze kriechen, oder sich demonstrativ beim linken Mainstream anbiedern, sprich: immer wieder darauf hinweisen, welch „schlimmes Schicksal” die armen, unterdrückten Schwarzen unter der Knute der „bösen, weißen Suprematisten” doch erlitten hätten, welch ein böser weißer Rassist Donald Trump doch sei – und wer „Nigger/Neger”, das sogenannte N-Wort, in den Mund nimmt, ist natürlich automatisch Rassist (es sei denn, der Betreffende ist selber schwarz, dann gehört das Wort fast schon zum guten Ton).

Ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Gefälle

Natürlich genügt all das noch lange nicht, um zum allseits beliebten, massentauglichen Star zu avancieren. Selbstverständlich muss man auch noch – je öfter, desto besser – gegen Corona geimpft sein, sich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzen und für den Klimaschutz stark machen. Allerdings gibt es hier, wie bereits erwähnt, ein ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Gefälle: Gebraucht man als Schwarzer oder allgemein als Nichtweißer bestimmte Wörter, ist das nicht ansatzweise so schlimm, als wenn dies ein Weißer tut; für Prominente gilt das umso mehr. So bin ich mir sicher, hätte ein weißer Star Trump gehuldigt und obendrein ein „White Lives Matter”-Sweatshirt getragen, so hätte es der antisemitischen Aussagen gar nicht mehr bedurft, um die Person sofort und unverzüglich zu canceln; hätte ein Weißer dann noch solch judenfeindliche Aussagen getätigt, hätte es gewiss Morddrohungen zuhauf gehagelt, wahrscheinlich würde man so jemandem sogar Polizeischutz verweigern (es sei denn, die spezifische Ausdrucksform des Antisemitismus fände den Zuspruch der Linken, die ja selbst  mit vielen antisemitischen Positionen liebäugeln). Doch normalerweise ist jede beliebige Kombination angeblicher „rassistischer“, antisemitischer und auch noch impfkritischer Aussagen ein absolutes Killerkriterium, um eine Karriere als Star nicht länger fortsetzen zu können

Dies veranschaulicht auch gut der Fall Kyrie Irving. Der schwarze, amerikanische Basketballspieler wurde erst diskriminiert, weil er die Corona-Impfung verweigerte, jetzt ist sein Ruf noch mehr ruiniert, da er neuerdings als böser Antisemit gilt.Weil er auf seiner Twitter-Seite einen mutmaßlich antisemitischen Film geteilt hatte und zunächst nicht bereit war, den Tweet zu löschen, ist er nun für mehrere Spiele gesperrt; mehr noch: Nike trennte sich von seinem Werbestar und sagt die Markteinführung eines neu entworfenen Irving-Schuhs, der im November präsentiert werden sollte, ab. Dabei hatte sich Irving sogar noch bereit erklärt , 500.000 Dollar an die Anti-Defamation League (eine Organisation, die gegen Diskriminierung und Diffamierung von Juden eintritt) zu spenden, und sich ausdrücklich entschuldigt. Auch der Tweet ist gelöscht – doch all das reicht dem woken Establishment nicht. Irving wird zur „Resozialisierung“ von seinem Club, den Brooklyn Nets, eine Reihe von Auflagen gemacht, um wieder spielen zu dürfen: „Er muss sich natürlich beraten lassen und sich mit einigen jüdischen Vertretern in unserer Gemeinde treffen. Er wird sich mit ihnen zusammensetzen müssen, er wird sich danach mit der Organisation zusammensetzen müssen. Wir werden abwägen und sehen, ob dies dann die richtige Gelegenheit ist, ihn zurückzuholen.“ Außerdem solle er „ein Sensibilisierungstraining absolvieren” und den Chef seines Basketballteams „davon überzeugen, dass er seinen Fehler eingesehen hat”, was ja doch sehr subjektiv ist. Was ist, wenn Irving sein Handeln aufrichtig bereut, sein Gegenüber aber anderer Meinung ist?

Wenn zwei dasselbe tun…

Ich möchte hier keinesfalls Antisemitismus verharmlosen, auch habe ich den den Vorwürfen zufolge holocaustleugnenden Film, um den es hier geht und der den Titel „Hebrews to Negroes: Wake Up Black America“ trägt, nicht gesehen, um beurteilen zu können, wie antisemitisch dieser konkret ist (im großen und ganzen geht es darin ja um Schwarze, die laut eigener Behauptung „die wahren Juden sind”; auch ist darin von einer jüdischen Weltverschwörung die Rede) – doch finde ich eine Entschuldigung sowie eine Löschung des Posts ausreichend. Jedenfalls wäre es schon arg übertrieben, einen talentierten Leistungssportler und Star zu canceln, weil dieser nicht bis zum Abwinken brav zu Kreuze kriecht, überall Klinken putzt und gebetsmühlenartig betont, dass er ein Meinungsverbrechen begangen hat, wie verwerflich und antisemitisch sein Post doch war und wie leid ihm doch alles tue. Das sieht übrigens auch sein Basketballkollege LeBron James so. Sicher: Man muss sich entschuldigen und das sollte dann auch aufrichtig rüberkommen; aber das scheint bei Kyrie Irving ja der Fall gewesen zu sein, insofern sollte man es gut sein lassen. Jedenfalls sind die unterschiedlichen Standards, die man bei religionsfeindlichen Äußerungen anlegt, nicht in Ordnung. Wobei ich auch hier der felsenfesten Überzeugung bin, dass es für Irving noch viel dicker gekommen wäre, wenn er weiß wäre.

Denn so richtig unter Beschuss steht er eigentlich erst seit den Antisemitismusvorwürfen, seine Impfverweigerung sorgte für längst nicht so viel Entrüstung, was allerdings nicht selbstverständlich ist, wie der Fall Joshua Kimmich zeigt. Zwar ist der eine ein amerikanischer Star und der andere ein deutscher, doch ich glaube nicht, dass die Cancel Culture große Unterschiede zwischen Deutschland und den USA macht: In der westlichen Welt geht es überall ähnlich irre zu. Uns allen dürfte noch in bester Erinnerung sein, welchem Hass und welcher Hetze Kimmich ausgesetzt war – und das nur, weil er sich nicht gegen Corona impfen lassen wollte. Letzten Endes wurde der Druck derart groß, dass er ihm nicht mehr standhalten konnte und sich schließlich doch noch den mRNA-Schuss verpassen ließ.

Von Kimmich bis Nena und Wendler

In einem peinlichen Interview, in dem er wie ferngesteuert wirkte (möglicherweise auch eine Impfnebenwirkung?), zeigte er sich quasi „geläutert“ und bereute es zutiefst, sich nicht eher habe impfen zu lassen: „Natürlich wäre es besser gewesen, mich früher impfen zu lassen. Aus mehreren Gründen. Es gibt ja mehrere gute Gründe, sich impfen zu lassen. In erster Linie, damit man sich selbst nicht infiziert. Wobei man das ja auch nicht mit Gewissheit sagen kann. Aber mit Gewissheit kann ich sagen, dass ich nicht hätte in Quarantäne gehen müssen als Kontaktperson.” Natürlich ist es alles andere als gesichert, dass Joshua Kimmichs Sinneswandel aufrichtig war, und die Frage steht im Raum, ob er sich wirklich hat impfen lassen. Es wäre – spekulativ – auch möglich, dass seine Haltung noch immer die gleiche ist und er in Wirklichkeit im Besitz eines falschen Impfzertifikats ist; doch veranschaulicht dieser Fall sehr gut, wie sehr man als Star beschattet und ausgegrenzt wird, wenn man sich nicht mainstreamkonform verhält, zumindest wenn man nicht zu einer ethnischen Minderheit gehört, sondern weiß ist. Ein Schwarzer wie Kyrie Irving kann sich diesbezüglich mehr erlauben.

Auch sonst ist es um die Meinungsfreiheit von (biodeutschen) Stars nicht zum besten bestellt. Nena und Michael Wendler etwa können ein Lied davon singen. Bloß weil Wendler vor rund zwei Jahren berechtigte Kritik an den Corona-Maßnahmen geübt hat, wurde er Knall auf Fall aus der RTL-„DSDS”-Jury geschmissen, verlor seine Werbeverträge und bekam auch sonst keinen Fuß mehr in die Tür des deutschen Mainstreams. RTL war es nicht einmal zu peinlich, Sendungen, die bereits mit ihm abgedreht waren, zwar auszustrahlen, den Sänger jedoch zu verpixeln. Kollegin Nena ist – beziehungsweise war – aus denselben Gründen auch über ein Jahr lang persona non grata im Showbiz. Sie sah sich sogar dazu veranlasst, ihre komplette Tour abzusagen, da sie nicht bereit war, ihre Konzerte unter diskriminierenden 3G- oder sogar 2G- Bedingungen abzuhalten, die ja heute zum Glück kein Thema mehr sind. Langsam scheint sich das Blatt für Nena zum Positiven zu wenden: Immerhin durfte sie neulich bei Florian Silbereisen im Öffentlich-Rechtlichen auftreten und sie gibt auch wieder Konzerte, die sogar ausverkauft sind. Zwar rümpfen einige die Nase darüber, es setzte einen Shitstorm gegen Silbereisen und viele meinen, man dürfe der Sängerin auch weiterhin keine Plattform wegen ihrer angeblichen „Schwurbeleien“ geben; glücklicherweise sehen das jedoch genügend Menschen anders und es kommt immer mehr ans Licht, dass Nenas Bedenken und Einwände mehr als berechtigt waren.

Keine Aussicht auf Rehabilitierung?

Zudem ist Nena natürlich eine solche Ikone der deutschen Popkultur und Zeitgeschichte, dass man sie nicht so leicht vom Sockel stoßen kann. Sie hat das Glück, obwohl sie selbst nach wie vor jugendlich wirkt und geistig fit ist, auf eine bereits rund 40-jährige Karriere zurückblicken zu können – und jemand wie sie, die Groß und Klein seit Jahrzehnten begeistert, ist nun einmal nicht so leicht zu canceln. Schon gar nicht wegen Aussagen, die sich im Nachhinein mehr oder weniger als wahr herausgestellt haben. Ein Newcomer oder jemand, der erst seit wenigen Jahren im Geschäft ist, wäre hier wohl plattgemacht worden; doch Nena hatte immer das Image der unangepassten, coolen, lockeren, sympathischen und familientauglichen Rockerin, die sehr bodenständig rüberkam, sodass man sich sehr gut mit ihr identifizieren konnte.

Bei Michael Wendler hingegen sehen die Dinge etwas anders aus. Während er einst der gut gelaunte, sympathische und gutaussehende Schlagerstar war, der eher Frauen mittleren Alters begeisterte und deren Herzen höher schlagen ließ, klebte an ihm in den letzten Jahren wie Pattex das Image des alternden, armseligen Lustmolchs (manche bezeichneten ihn bösartig sogar als „pädophil”) – weil er eine Beziehung mit der fast 30 Jahre jüngeren Laura Müller einging. Welche 50-Jährige möchte schon einen Star anhimmeln, von dem sie weiß, dass sie bei ihm aufgrund ihres Alters nicht den leisesten Hauch einer Chance hat, weil er sich offenbar nur für Mädchen interessiert, die locker seine Töchter sein könnten? Als er dann auch noch Kritik an den Corona-Maßnahmen übte, brachte dies das Fass zum Überlaufen. Wendler, der inzwischen eine beachtliche Followerschaft auf Telegram mit seinen politischen und mainstreamkritischen Ansichten bespielt, hat keine Aussicht mehr auf Rehabilitierung durch das „Establishment“ – was aber auch gar nicht mehr in seinem Interesse liegt.

Es kommt immer auch auf die Fanbasis an

Der Hauptunterschied zwischen Nena und Michael Wendler ist also die unterschiedliche Fanbasis, die bei Nena deutlich größer ist. Erschwerend kommt für Wendler hinzu, dass er seit Jahren weit weg, in Florida, lebt, wogegen Nena die ganze Zeit über immer in Deutschland blieb. Für sie war es daher viel leichter, immer wieder mal in deutschen TV-Shows aufzutreten, wofür Wendler erst einmal einen weiten und kostenintensiven Weg auf sich nehmen musste. Während Nena auch internationale Erfolge hatte (”99 Red Balloons”) und zu den bekanntesten Deutschen zählt, ist Wendler eher ein Nischen-Star, der nur im deutschsprachigen Raum bekannt ist und auch nur in einem bestimmten Schlagermilieu.

Die von mir geschilderten Fälle in Ungnade gefallener prominenter Künstler machen deutlich: Sobald ein Star politisch unkorrekte Aussagen von sich gibt, ist die Karriere in der Regel vorbei oder zumindest stark angekratzt ist. Wie sehr, hängt natürlich von den Aussagen an sich ab – aber auch davon, ob jemand weiß ist oder nicht. Stars mit Migrationshintergrund oder Schwarze können sich meist mehr erlauben als Weiße und gewisse Äußerungen haben für sie keinerlei Konsequenzen, wogegen sie für Weiße schon das Karriereende bedeuten können. Darüber hinaus macht es einen Unterschied, welche „Diskriminierungsebene” jemand bedient: Antisemitische Aussagen sind schwerwiegender als impfkritische, rassistische schlimmer als sexistische. Außerdem ist entscheidend, wie lange jemand schon im Geschäft ist. Weiter kommt es drauf an, wie vermögend ein Star ist. Ein (jetzt wohl bald ehemaliger) Milliardär wie Kanye West, der allein schon dank seines Reichtums viel Einfluss besaß, ist nicht so leicht abzusägen wie jemand, der höchstens ein paar Millionen auf dem Konto hat. Außerdem ist natürlich entscheidend, ob und wie oft sich der Promi entschuldigt, aber auch wie glaubwürdig dies rüberkommt.

Offen reden und untergehen – oder schweigen…

Allgemein lässt sich konstatieren, dass für Stars der Grundsatz „Wes‘ brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing” noch mehr als für uns Normalos gilt. Sie sind weniger frei und unabhängig als es vielleicht den Anschein hat, da sie immer unter medialer und politischer Beobachtung der „Gesinnungspolizisten” stehen. Insofern sind sie nicht zu beneiden – schon gar nicht aus Sicht von jemandem, der „alternative” Meinungen vertritt. Ich jedenfalls hätte keine Lust, immer eine bestimmte Rolle zu spielen, mich zu verbiegen und das Gegenteil von dem zu sagen, was ich denke. Die Alternative wäre natürlich, zu allem feige zu schweigen. So gibt es etwa nicht einen einzigen deutschen Star, der offen zugibt (oder wohl je zugeben würde), die AfD zu wählen. Und wenn doch, dann wäre er nicht länger Star. Da diese Partei jedoch bundesweit nun schon immer bei 10-15 Prozent stand, ist es eigentlich kaum denkbar, dass kein einziger Prominenter sie wählt.

Viele tun es wohl – doch hier ist das Wahlgeheimnis essenziell: Denn gäben sie ihre politische Sympathie zu, wäre die Karriere ganz schnell vorbei. Das höchste der Gefühle ist es, wenn sich Stars abfällig über politische Angelegenheiten äußern, die im Mainstream sowohl akzeptiert als auch geächtet werden, wie etwa Sophia Thomalla über die Klimakleber. Hier ist dann Kritik in Ordnung – weil es etliche andere Möglichkeiten des Protests gegen den angeblich menschengemachten Klimawandel gibt und es nun einmal Fakt ist, dass Leute, die sich auf der Straße oder an Gemälden festkleben, Kunstwerke zerstören und Menschenleben gefährden.

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13 Kommentare

  1. interessant daran ist doch, wie diese Dinge aus dem Hintergrund gesteuert werden !
    Ein klares Zeichen dafür, daß eine totalitäre Gruppe die Medien und diese angeblichen zivilen Gruppen steuern – sonst müßten sich die Richtungen statistisch verteilen und nach ein paar Tagen verebben!
    Die Intensivbettenlüge ist nach wenigen Tagen vergessen und die Empörung verebbt – Lug und Trug des Regimes und der Maßnahmenterror konnte weitergehen !
    Im Gegensatz dazu werden Leute, wenn sie dem Regime nicht ausreichend willig erscheinen, über die Medien bis hin zur Justiz organisiert fertiggemacht !

    @Offen reden und untergehen
    das allerdings gilt überall – und es ist den Schafen unbekannt :
    https://www.gloria.tv/share/1Vrni9XBuUNt2Mk669PvgCDDj
    und sie wollen es nicht wissen, denn sonst würde dieser sehr gesunde Luft atmen!

    • Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Und auch hier sieht man, wie vorher bei Kinder- und Frauenrechten, dass das gesunde Mittelmaß nicht gefunden wird, es geht immer nur von einem Extrem ins Andere.
      Heute beschuldigen Kinder ihre Eltern grundlos, und es wird ihnen vorbehaltlos geglaubt.
      Frauen beschulödigen ihre Männer/ Freunde/ Lebensgefährten: Der Schuldige steht fest.
      Uns so ist es nun auch eim Thema „Rassismus“ „Antisemitismus“ und „Nazi“. Wo vorher Recht hergestellt worden war, beginnen die „Opfer“ nun, ihre Position auszunutzen und ins Gegenteil zu verkehren. Bis der Wind wieder anders weht.

  2. Ehrlich, mir kommen die Tränen. Nun, diese Stars könnten ja einfach auch mal den Mund halten oder irgendeinen Allgemeinplatz von sich geben. Es gibt viele Arten, nicht aufzufallen. Aber die meisten haben sich doch geradezu gesuhlt in Diffamierungen gegenüber Andersdenkenden oder gegenüber denen, die sich die Giftbrühe nicht haben spritzen lassen. Es ist immer so, wer laufend in der Öffentlichkeit erscheinen und immer in den Schlagzeilen sein will, muss wie die Öffentlichkeit ticken. Das war so und wird immer so sein. Es gab schon immer bestimmte Sachen, die man nicht sagen durfte, die sogar unter Strafe gestellt sind, zumindest in Deutschland. Die jetzigen Zeiten haben ein Tick draufgesattelt. Trotzdem gibt es viele Stars, die nichts sagen oder eben ein Blablabla von sich geben, eben einen Textbaustein. Man muss zu jeder Zeit überlegen, ob man es sich leisten kann, mutig zu sein. Wer ein Batzen Geld hinter sich hat, dem fällt das leichter, als einer armen Kirchenmaus. Warum wohl packen Politiker und Journalisten erst aus, wenn sie in Rente gehen oder gegangen sind? Die heutigen Zeiten sind eben verrückter als alles was je da war. Da muss man sich halt durchlavieren, wenn man eben keinen Batzen Geld hinter sich hat. Jeder muss essen und seine Rechnungen bezahlen. Es wäre schön, wenn das nicht so wäre, aber die Zeiten sind eben mieß. Mut muss man sich leisten können.

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      • @Steffi71: Es gibt niemanden der absolut nichts hat. Man hat immer etwas zu verlieren, manche mehr, manche weniger.

    • In letzter Zeit gab und gibt es einige, die warnen, und man muss klar sagen, viele davon sind finanziell unabhängig, mobil, sind fachlich besser als ihre Angreifer und haben Rechtsanwälte und andere Connections, z.T. sind sie in Rente und denen kann man so leicht nichts mehr. Es sind eher diejenigen bürgerlichen Kritiker, die noch in Lohn und Brot stehen und die vielleicht keine Top-Ausbildung auf internationalem Niveau haben, die wegen kritischer Äußerungen ihren Job oder ihre Zulassung o.ä. verlieren und die Hausdurchsuchungen bekommen. Oder es sind eben Stars, die man nicht so leicht unterbuttern kann, wie z.B. Nena. Einige Stars mussten aber auch öffentlich Abbitte leisten, Liefers musste sich – gut gegen Viren verpackt – durch eine Intensivstation führen lassen und dann bestätigen, dass Corona ganz ganz schlimm sei.

  3. Im Mittelalter wären diese „Woken“ sich selbst kasteid von Ort zu Ort gezogen. Der einzige Unterschied zu den Irren von damals – heute ist es weinger schmerzhaft !

  4. Auch Lisa Fitz hat ein Auftrittsverbot im von meinem Geld bezahlten Pflichtfernsehen
    Sie hat nichts gegen Juden gesagt. Nur gegen Karl L.(59) aus D. und Co.
    Und das ist schliesslich ihr Beruf.
    Wenn Opposition nicht mehr Opposition machen darf dann sind wir wieder in einer Diktatur.
    Ich vergleiche das mit der SED und Stasi Demokratie.

  5. Alles, was Sie schreiben, gilt auch für die gesamten Hollywoodstars. Auch sie sind nicht frei, solange sie an Geld und Publicity interessiert sind.

  6. Kurz zusammengefasst, heißt die aktuelle Parole der heutigen Gutmenschen wieder einmal:

    Teil 1: „Halt’s Maul und mach was wir dir sagen!“

    Teil 2, falls Teil 1 ignoriert wird: „Ansonsten gibt’s ein paar auf’s Maul“

    War das schon irgendwann bei Gutmenschens anders? Ich denke nicht.

    Da hilft nur: Grober Klotz => Grober Keil

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