
Sind Sie auch so interessiert an heißen Spuren wie Sherlock Holmes? Wenn ja, dann empfiehlt sich heute weniger “The Strand Magazin“, in dem die Kriminalgeschichten von Arthur Doyle erschienen, sondern die “Zeit“. Unvergessen die atemberaubende Enthüllungen des Hamburger Haltungsblatts vor wenigen Jahren, das eine ganze Seite der Aktion “#actout” widmete, auf der sich Schauspieler outeten. Nein… homosexuelle Schauspieler! Hätten Sie es geahnt? Da ich es seitdem weiß, müssen Sie es nun auch wissen: Der langjährige “Polizeiruf-110”-Darsteller Jacky Schwarz ist bisexuell. Es ist mir schleierhaft, wie ich jahrelang ohne diese wichtige Information überleben konnte. Danke, “Zeit”!
Der “Kontrafunk“ machte mich nun erneut auf eine ganz heiße “Zeit“-Spur aufmerksam, wonach lediglich vier Prozent aller Sterneköche Frauen seien. Das muss man sich mal vorstellen! Anders gesagt: 96 Prozent aller Sterneköche sind Männer. Welche eine himmelschreiende, ganz klar strukturell bedingte Ungerechtigkeit! Diesem Misstand nehmen sich nun allerlei “JournalistInnen” dieser Wochenzeitung an, freilich ohne konkret zu werden. Dabei gibt es im Wesentlichen zwei effektive Methoden, dieses “heterofatalistische” (Ich habe ein neues Wort gelernt!) und patriarchale Leid, an dem vermutlich vor allem die AfD und Putin schuld sind, zu kurieren. Die eine Option: Man nimmt den Männern einfach die Michelin-Sterne weg. Die zweite: Man zwingt mehr Frauen in die Sterneküche. Letzterer Lösungsvorschlag erscheint besonders charmant – denn nach Hunderten von Jahren, in denen die Küche das natürliche Habitat der Frau war, in dem „KKK“ (lange vor der Bedeutung “Ku-Klux-Klan”) selbstverständlich für „Küche, Kinder, Kirche“ stand, müssen Frauen, jedenfalls wenn man die Ernährungsdesiderate der “Zeit” zu Ende denkt, endlich wieder an den Herd gezwungen werden. Rückabwicklung der Emanzipation zum Ausbau der Emanzipation? Diese Quadratur des Kreises findet in einem linksliberalen Milieu statt, in dem jeder neue woke Scheiß einzelner verirrter Hirne immer auch gleichzeitig zum neuen heißen Scheiß der Zeit werden muss – was dann wiederum und folgerichtig seinen Weg in die gleichnamige Zeitung findet.
Wann kommt die Quote für intelligente Journalisten?
Hätten diese “JournalistInnen” auch nur einen Moment kritsich darüber nachgedacht, warum nur 4 Prozent Frauen Sterneköche sind, wären sie vermutlich selbst auf die Idee gekommen, dass der Beruf des Kochs ein sehr körperlicher ist. Eine Sterneköchin, so beschreibt es der “Kontrafunk”, habe sogar mit dem Gewichtheben angefangen, um die schweren Töpfe tragen zu können. Männer haben hier hingegen einen klaren physiologischen Vorteil. Zum anderen ist der Ton gerade in der Spitzenküche ein sehr rauer, der fast schon an militärische Drills erinnert und garantiert nichts für Zartbesaitete oder empfindliche Snowflakes ist – was daran liegt, dass minuten- oder gar sekundengenaues Timing beim Kochen alles ist (bereits jeder ambitionierte Hobbykoch weiß das). Und je höher das Niveau der Küche, desto intensiver sind Präzision, Logistik, Einhaltung von Hierarchien und Respekt vor Autoritären. Hier gibt es keine Befindlichkeitsübungen, kein Duzuduziduzi, keine Stuhlkreise oder keine Diskussionsrunden – alles muss zack, zack klappen. Mag sein, dass mit dieser Arbeitsanforderung Männer vielleicht nicht immer, häufig psychisch besser klarkommen, vor allem aber mit schwerem Gerät natürlicherweise physisch besser hantieren können als Frauen. Das ist kein Chauvinismus, sondern angewandter Realismus. Ungleichheiten der Geschlechterverteilung im Endresultat festzustellen ist noch kein Beweis für Diskriminierung; wenn sich einfach viel weniger Frauen für einen bestimmten Beruf interessieren, dann wird man dort auch weniger Frauen antreffen. Auf Diskriminierung würde hindeuten, wenn es eine gleich hohe männliche und weibliche Zahl an Berufsanfängern gäbe und am Ende nur wenige Frauen, aber viele Männer reüssierten (ein ähnlicher Trugschluss liegt übrigens auch dem Mythos der “Gender Pay Gap” zugrunde.
Im Übrigen bin ich bei der einen oder anderen Dame, die ich in meinem Umfeld kenne, ganz froh, dass sie nicht in die Küche gezwungen wird – schlicht und einfach deswegen, weil sie nicht kochen kann (sorry, Ladies, nicht böse gemeint; ich hab euch trotzdem lieb und weiß, dass Ihr dafür andere Dinge könnt, die ich nun gar nicht kann… Putzen zum Beispiel!). Und auch wenn ich mit diesen Zeilen meine in den letzten Tagen zart erworbenen feministischen Pluspunkte gerade zerschieße (so habe ich mich in meinem Bekanntenkreis auf die Seite einer Frau gestellt, die von einem wesentlich älteren Oligarchen belästigt wurde), bleibe ich dabei: Der Sterneköche-Genderlücke ist keine – auch wenn die “Zeit” und andere linke Zeitgeistpostillen regelmäßig meinen, auf den heißen Spuren woker Wahnvorstellungen unterwegs zu sein. Nee, nee nee: Solange es echte Probleme gibt, wie massive physische Gewalt gegen Frauen, solange haben die Identitätspolitikaktivisten zu schweigen. Am besten schweigen sie sogar dann weiter, wenn diese eines Tages gelöst sind. Alternativ könnte die “Zeit” ja mal eine Quote für intelligente “RedakteurInnen” einführen? Es kann doch wohl nicht nur Anna-Sofies mit Problempony geben, die für die Wochenzeitung arbeiten möchten. Wobei… vielleicht doch?
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6 Kommentare
Es geht das Gerücht um, dass es auch nur ganz wenige Kanalarbeiterinnen, Sargträgerinnen und Eisenflechterinnen gibt. Hat sich „die Zeit“ schon dieser Problematik angenommen?
Da fehlt die Quote, so gemein…
@“…Ihr dafür andere Dinge könnt, die ich nun gar nicht kann… Putzen zum Beispiel!).“
Als Handwerker bin ich in viele Wohnungen gekommen da war das mit dem Putzen und Ordnung der Frauen auch nicht so prickelnd.
Eventuell liegen meine Maßstäbe da etwas hoch. Als älteres Kind und Jugendlicher musste ich im Haushalt vieles machen, Treppe bohnern, Fenster putzen von der Leiter, Wäsche in der Waschküche waschen und spülen, bei einer überaus peniblen Mutter. In der Waschmaschine wurde die Wäsche nicht weiß genug. Mit kochen war da auch nicht viel drin, Anbrennen war ihre Spezialität.
Bei meiner Frau in unserer Wohnung wurde alles schon so bereitet das es viel leichter war. Ein geschenkter Teppich von Schwiegereltern brachte ich wieder auf Vordermann, so das Schwiegermutter ihn wieder zurück haben wollte. Er sah aus wie neu. Meine Frau nahm ihn dann bei der Trennung wieder mit.
Kochen war auch nicht so ihr Ding. Festtagsessen machte immer ich.
Nach dem Einkaufen von Lebensmitteln musste erst ein mal eine Tasse Kaffee getrunken werden und eine Zigarette geraucht werden bis die Lebensmittel in den Kühlschrank wanderten.
Verfärbte weiße Wäsche beim Waschen wanderte in die Mülltonne statt die zu entfärben.
In der Nachbarschaft im Mietshaus da waren auch einige Frauen auch nicht so das Gelbe vom Ei. Besonders Peinlich war es wenn eine Nachbarin die Wäsche auf dem Hof neben meiner Werkstatt auf hing. Die ihre Schlüpfer hatten in Form und Farbe Ähnlichkeit mit Kartoffelsäcken.
Mister Perfect,kein Wunder dass sich Ihre Frau von dannen gemacht hat.
„Ein Mann der alles kann“-wie langweilig.
Sie hat sich nicht von dannen gemacht, sondern ich hab sie eindringlich gebeten wieder zurück zu ihren Eltern zu gehen. Die ganzen Probleme stellten sich erst heraus als wir einen eigenen Haushalt hatten. Es waren ja nicht nur die hier geschilderten Probleme, Da lag ja noch mehr im Argen.
Als ihre Eltern dann ins Altersheim gingen hat ihr Bruder ihr dann einen staatlichen Betreuer verpasst. Der Betreuer sagte mir dann, so was von Sturheit ist ihm noch nicht untergekommen. Weil sie keine Miete zahlte musste man sie aus der elterlichen Wohnung tragen. Der steckte sie dann erst einmal in eine Psychoklinik. Erwerbsunfähig mit Anfang 40. Mir sind viele Jahre Stress erspart geblieben und mein Können lies mich nicht verwahrlosen. Wie oft bei vielen Männern.
Auch das noch:
Bei Krawallen in Mannheim
Pferde und Hunde auf dem Platz: Peta will Polizei anzeigen
Nach dem Pokalspiel zwischen Kaiserslautern und Mannheim droht der Polizei juristischer Ärger. Die Tierschutzorganisation Peta will wegen der Gefährdung von Diensttieren Anzeige erstatten.
https://www.focus.de/sport/fussball/pferde-und-hunde-auf-dem-platz-peta-will-polizei-anzeigen_2064fb9d-b716-40bf-ac84-647ef977d792.html