
Es gibt politische Entscheidungen, die falsch sind, weil sie unter Zeitdruck getroffen wurden. Und es gibt Entscheidungen, die falsch sind, obwohl jeder Zeit zum Nachdenken gehabt hätte. Der deutsche Atomausstieg gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Denn er wurde nicht im Nebel einer Krise beschlossen, sondern im hellen Scheinwerferlicht moralischer Selbstgewissheit.
Alternativlos, hieß es damals. “Irreversibel”, erklärte man den Bürgern in der Pose historischer Endgültigkeit. Heute, Jahre später, beginnt plötzlich ein merkwürdiges Schauspiel: Plötzlich räumen dieselben damals verantwortlichen politische Kreise ein, der Ausstieg war doch ein strategischer Fehler gewesen. Plötzlich klingt der Ton vorsichtiger, fast nachdenklich, beinahe so, als hätte man sich lediglich bei der Wahl einer Geschmacksrichtung vertan. Als hätte man statt Erdbeereis eben Schokoladeneis bestellt und festgestellt, dass man es doch nicht so gerne mag. Nur dass es hier nicht um Eis geht. Es geht um eine der teuersten politischen Fehlentscheidungen der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Der Energieökonom Manuel Frondel spricht inzwischen von volkswirtschaftlichen Verlusten in dreistelliger Milliardenhöhe, die durch den Atomausstieg – tatsächlich irreversibel – entstanden seien. “Irreversibel” ist dabei das Wort, das plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommt. Nicht die Kernkraftwerke waren irreversibel. Nicht die Technologie. Nicht einmal die energiepolitischen Optionen. Irreversibel war nur eines: die Verluste. Das Geld ist verschwunden. Futsch. Oder, wie der alte Satz aus der Wirtschaft so treffend lautet, es ist natürlich nicht weg, es haben jetzt nur andere.
Vermeintliche simple Entscheidung zwischen zwei Welten
Während Deutschland seine Kraftwerke stilllegte, bauten andere Länder neue. Während hierzulande funktionierende Infrastruktur gesprengt wurde, entstanden jenseits der Grenzen neue Reaktoren. Während Berlin die moralische Führungsrolle in der Energiewende reklamierte, kaufte man gleichzeitig Strom aus französischen Atomkraftwerken. Der Widerspruch ist so offensichtlich, dass man sich fragt, wie lange ein politisches System braucht, um ihn überhaupt zu bemerken. An einem gewöhnlichen Abend musste Deutschland kürzlich über zehn Gigawatt Strom aus dem Ausland importieren. Das entspricht ungefähr der Leistung von zehn Kernkraftwerken. Der Preis lag bei über 200 Euro pro Megawattstunde, während normale Preise etwa bei 60 Euro liegen. Man muss kein Energieexperte sein, um zu verstehen, was das bedeutet. Es bedeutet, dass Deutschland seine eigenen Kraftwerke abschaltet und anschließend den Strom derselben Technologie teuer aus dem Ausland einkauft.
Das ist ungefähr so, als würde ein Bäcker seine Backöfen verschrotten, um anschließend Brötchen beim Nachbarbäcker zu bestellen – nur zu einem dreifachen Preis. Doch der eigentliche Kern des Problems liegt tiefer. Die deutsche Energiepolitik wurde über Jahre so dargestellt, als gäbe es eine einfache Entscheidung zwischen zwei Welten: Erneuerbare Energien oder Kernkraft.
Genau das war der Denkfehler. Denn erneuerbare Energien funktionieren niemals allein. Sie funktionieren nur in Kombination mit bewährten, grundlastfähigen Energieformen. Wind und Backup. Sonne und Backup. Dieses kleine Wort „und“ ist der Schlüssel jeder realistischen Energiepolitik. Solange es keine Speicher gibt, die Strom monatelang, saisonal und in gigantischen Mengen speichern können, bleibt jedes Stromsystem auf stabile Grundlast angewiesen. Das ist keine politische Meinung. Das ist Physik.
Wer glaubt, ein hochindustrialisiertes Land könne ausschließlich von wetterabhängigen Energien leben, verwechselt Energiepolitik mit Wunschdenken.
Das Urproblem: Niemand muss mehr haften für katastrophale Fehlentscheidungen
Deshalb wirkt der heutige politische Umgang mit dem Atomausstieg so befremdlich: Denn jahrelang wurde diese Entscheidung mit moralischem Ernst verteidigt. Kritiker wurden als Fortschrittsverweigerer dargestellt. Und nun, da sich die Realität immer deutlicher bemerkbar macht, wird der Fehler mit erstaunlicher Leichtigkeit eingeräumt. Kein politischer Skandal mit ernsthafte Aufarbeitung und persönliche Verantwortung. Stattdessen entsteht der Eindruck, als habe sich die Geschichte einfach ein wenig anders entwickelt als geplant. Dabei wäre die richtige Reaktion eine völlig andere: Wer eine Entscheidung trifft, die eine Volkswirtschaft um hunderte Milliarden oder sogar Billionen belastet, kann sich nicht einfach zurücklehnen und sagen: Nun ja, das war wohl ein Fehler. In jedem Unternehmen würde eine solche Fehlentscheidung sofort Konsequenzen haben. In der Politik hingegen scheint sie nur eine Fußnote zu sein.
Ich behaupte, dass genau darin das eigentliche Problem der deutschen Energiepolitik liegt: Nicht in der Technik. Nicht einmal in der Ideologie. Sondern in einer politischen Kultur, in der Fehlentscheidungen keine persönlichen Folgen mehr haben. Und deshalb ist der Atomausstieg vermutlich nur der erste Akt eines größeren Dramas. Denn wer heute genau hinsieht, erkennt bereits die nächste große Gewissheit unserer Zeit. Der Verbrennungsmotor. Auch hier wird mit denselben großen Worten gearbeitet.
Auch hier heißt es bald wieder heißen: alternativlos, unumkehrbar, irreversibel. Die Geschichte jedoch hat eine seltsame Eigenschaft: Sie wiederholt sich. Schon vor über hundert Jahren gab es Elektroautos und auch vor über hundert Jahren gab es Windmühlen. Technologien verschwinden nicht, weil sie schlecht sind. Sie verschwinden, weil sie allein nicht funktionieren.
Und deshalb könnte es gut sein, dass auch die heutige Gewissheit zum Verbrenner eines Tages in dieselbe Kategorie fällt wie der Atomausstieg. In jene merkwürdige politische Kategorie, in der Entscheidungen zuerst als historisch notwendig gelten – und später als historischer Fehler.
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17 Kommentare
Alternativlos, irreversibel … wie wär’s mit „Gott-gewollt“?
Deus lo vult – das war schon die Parole der ersten Kreuzritter.
(Eine Steigerung im geistigen Verfall sollte man immer im Auge behalten!)
und wer hat diese Arschlöcher denn gewählt?
ein Dumpfbackenvolk mit vollgeschissener ARD/ZDF Windelhose
Woran es wohl liegen mag? Böse Zungen munkeln, dass man es was die Entscheidungsträger betrifft nur mit Idioten zu tun haben…..
Idioten werden von Idioten gewählt, weil letztere mit ersteren in Resonanz sind.
Lieber frieren und keine Arbeitsstelle, als warm und arbeiten! Nicht nur in Polen, sondern im Fukushima- Japan, wird ein neues KKW gebaut. CDU/CSU setzt Merkel — GRÜNE ABRISS Ideologie fort. Deutschland im Rückwärts-gang. Irgendwann wird man das heutige Deutschland mit demselben ungläubigen Kopfschütteln betrachten wie nach der Nazizeit. Warum laufen diese fleissigen intelligenten Menschen immer den falschen Propheten hinterher? Warum müssen sie mit allem immer so übertreiben? Warum glauben sie an irgendwelche Welterretter statt ihre eigenen hausgemachten Probleme mit „HAUSVERSTAND“ sachlich zu lösen? Gehört das Schwärmerische einfach zum Volkscharakter?….Echt typisch, BRD…“Bananen Republik Dummland“
Gehirnwäsche funktioniert in Deutschland wunderbar. Anders ist der Wahnsinn, der dort abgeht, nicht zu erklären.
Man munkelt, dass ein gewisser Robert Habeck an einer US-Elite-Universität das Fach Kühlturm-Sprengung lehrt!
Man sollte jetzt mit Brücken Sprengen weitermachen. Damit der Untergang mal was beschleunigt wird. Wieviel Firmen machen am Tag Pleite? 60 ? Wieviele Arbeiter verlieren am Tag ihren Job…. ? Porsche baut 9000 Stellen ab. Audi 7000 ? Bundesbahn 7000, Post DHL 8000, VW ..50000. BASF…. Thyssen…Amazon 13.000.
„Experten“ sagen, nächstes Jahr geht es steil nach oben…..VW steigt auf Rüstungs– Produktion um!!! Schwimmwägen vom 2.WK. sind noch Pläne vorhanden???? Waffenschmiede Rheinmetall produziert Tote und Krüppel. Neues Werk in Bulgarien 2027, 1,5 Mill. Schuß. Quelle Radio WDR5 28.10.25
Ob Spahn, Merkel oder V. d. Leyen.
Sie haben doch nichts zu befürchten, im Gegenteil, man hängt sich gegenseitig noch Orden für
das Zerstörungswerk um.
Solange der „Wähler“ nicht begreift, wer ihn über den Tisch zieht, geht das ewig so weiter.
„Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“
Nathaniel Meyer Rothschild
@Das neues politisches Unwort „irreversibel“
das ist nicht neu !
„Als „irreversibel“ bezeichnete Peter Altmaier die Energiewende jüngst bei der Präsentation eines „Zehn-Punkte-Programms“ zur Umweltpolitik“
https://www.cicero.de/kultur/energierwende-bundesumweltminister-peter-altmaier-widersinniges-weitermarschieren/52028
Und das war im Februar 2021 – die de-industrualisierung, die de-mobilisierung, die de-carbonisierung, die Verarmung waren schon damals unter Merkel Plan der Bundesregierung !
Hätte man damals schon alles wissen können, wenn man denn wollte – was seither passiert ist in Richtung Wirtschaft, Energieversorgung – auch die Umvolkung war schon im Gange !
Aber scheint, als wolle es die große Mehrheit bis heute nicht wissen – Hauptsache, linke Gesinnung, Haltung und Meinung !
Und so kommt es – wie gewählt, so geliefert ! Gestern im BaWü, morgen in Rheinland-Pfalz
Irreversibel !
Und ja : „Der Kannnich wohnt in der Willnich-Straße“
wer gewinnt beim bullshit bingo des ultimativhirnverbrannten Schwachsinns: „alternativlos“ vs „irreversibel“ vs „wir faffen daf“ vs „rambo zambo“ vs … …
Irre? Ja.
Versibel? Na ja.
Im Grunde muß man froh sein daß die Fanatiker die Kraftwerke gesprengt haben, gerade noch rechtzeitig bevor auch der letzte altgediente Kerntechniker in Ruhestand geht und die Maschinen dann völlig den multikulturierten quotenmaximalkonformierte Wärengernewasisabgängern der rotzGrünen Einbildungsstätten ausgeliefert wären.
Die deutschen Bürger tun sich besonders schwer, bei Wahlen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ist es ein Gen-Defekt oder auch nur fortschreitende „Volksverblödung??? Die Wahlen haben es bestätigt. Die Parteien, die diesen Kurs maßgeblich begonnen haben, wurden mit einer Mehrheit von fast 60% gewählt. Die Bürger wollen also genau diese Entwicklung. Bald werden die verbleibenden großen Unternehmen in Baden-Württemberg ihre Tore schließen und die Bürger werden das feiern.
Endlich die Industrie weg, endlich gewaltige Arbeitslosenzahlen im grünen Nirvana. Das wird ein grandioser Erfolg, ganz, ganz bestimmt. Die Deutschen sind völlig verrückt geworden. Die wollen den eigenen Untergang provozieren. Grün/Schwarz und umgekehrt. Die haben den Verstand verloren. Wir werden jetzt noch mehr Zeit im schönen Ausland verbringen. In der BRD hält uns nichts mehr.
Die Energieversorgung wurde systematisch sabotiert, und nun wird die Automobilindustrie auf dem Altar der Klima-Religion geopfert.
Hinterher sagt man dann: „Das hatten wir doch vorher nicht wissen können!“
😜
hatte ALLEN KfZ Vorständen / Aufsichtsrat / Betriebsräten & VATER vor 25/15/10 Jahren Briefe geschrieben, wohin die Reise gehen wird, Richtung UNTERGANG!!! AUSGELACHT, für „irre“ erklärt…
Hat der Kuß aber ordentlich gesessen!!! 😉
ps. selber Schuld.
Der ganze CO²-Schwindel und seine Konsequenzen („alternative Energien“, Verbrenner-Aus, Heizungs-Aus) sind weder technologischer nochpolitischer Natur. Sie sind einfach ein von der Hochfinanz erfundenes Folterinstrument, mit dem Geld aus den Taschen Vieler in die Taschen Weniger geschaufelt werden kann. Kapitalismus im endstadium. Schauen wir uns die entwicklung der letzten 100 Jahre an. Zuerst wurde die Arbeitskraft ausgebeutet. Konnte in den 50ern ein Mann mit seinem Lohn noch eine Familie ernähren, so war das ende der 60er/Anfang der 70er schon nicht mehr so ohne Weiteres möglich. Unter dem Titel Befreiung der Frau „ermöglichte“ (vulgo zwang) man Frauen den eigenen Gelderwerb. Daraus ergab sich die Problematik, Kindererziehung und Beruf zu vereinbaren. Das war mangels Kindergärten nicht einfach. Im Laufe der späten 80er und 90er Jahre ließ die Geburtenrate immer mehr nach. Frauen wollten sich selbst verwirklichen, und Ehepaare wollten lieber den gemeinsam erwirtschafteten Wohlstand genießen, anstatt für Kinder Verantwortung zu tragen. Der dadurch angeleierte Konsum konnte jedoch die Finanzwelt nicht nachhaltig zufriedenstellen, die Renditen mussten steigen. Auch der Aktienmarkt gab nicht mehr soviel her, das Volumen der Finanztransaktionen überstieg bei Weitem die Produktivität der Wirtschaft. Nach der ersten finanzkrise in den 2000ern (Griechenland) wurde den Hochfinanzern klar, dass sie nur durch künstlich geschaffene Krisen die Bürger weiter auspressen konnten. So erfanden sie eine Pandemie, die einen tiefen Griff in die Sozialsysteme erlaubte und dann natürlich die Allzweckwaffe CO². Beides basiert zwar auf Lügen und Betrug, aber die Bürger nehmen es hin, nur wenige wehren sich. Und diese werden kriminalisiert. Milliarden aus unseren Krankenversicherungen, Billionen aus unserem Steueraufkommen, der letzten Finanzquelle, wechseln den Besitzer. Wenn diese Quelle versiegt, sind wir alle ruiniert und es kommt der große Knall.
Die Politik spielt dabei nur insofern eine Rolle, als sie für die Hochfinanz der Garant dafür ist, dass dieser Betrug weiterläuft, bis zum bitteren Ende. Ob die Politiker dies aus Überzeugung tun, weil sie skrupellos sind, oder weil sie erpresst werden, spielt für uns dabei keine Rolle. Auch Wahlen helfen nicht, da das Herrschaftssystem auch Rechtsbruch nicht scheut, um zu verhindern, dass Wahlen etwas ändern.
Kein Wunder bei dem Geistigen Zustand der Politdarsteller seit den letzten 20 Jahren….
Den ATOM – Ausstieg hat die Deutschland-
Vernichterin Kasner/Merkel in die Wege
geleitet.
Und die anderen, auch die Grünen, sind
stolz darauf, die günstigste Energie mit
vernichtet zu haben.
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Und der Sauerfritze?
Jetzt sind die Kraftwerke halt abgerissen.
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Seit Kohl/Merkel hat sich in unserem Land
viel zum Nachteil entwickelt.
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Wir sollten an eine Rückabwicklung gehen.
Jahrestag des Erdbebens: ARD-Sender verbreitet Atom-Lüge zu Fukushima
München – Vor 15 Jahren kostete ein Tsunami in Japan das Leben von 20.000 Menschen. Doch öffentlich-rechtliche Medien lassen die Gebührenzahler glauben, sie seien an einer Atomkatastrophe gestorben! Zum Jahrestag des größten Erdbebens in der Geschichte Japans sendet der ARD-Sender Bayerischer Rundfunk (BR) eine Meldung mit der Überschrift „Jahrestag: Japan erinnert an Atomkatastrophe von Fukushima vor 15 Jahren.“
„Japan gedenkt Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima: Landesweit legten die Menschen Blumen und Kränze für die rund 20.000 Toten nieder“, lautet auch der erste Satz der Meldung des BR. Erst der weitere Text stellt korrekt fest: „Heute vor 15 Jahren hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 den Nordosten Japans erschüttert. Das löste einen Tsunami aus, die Flutwelle traf unter anderem das AKW in Fukushima. Dort kam es zu einer Kernschmelze.“
https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/jahrestag-des-erdbebens-ard-sender-verbreitet-atom-luege-zu-fukushima-69b174da2cecef886f18332f
die Doofheit der Mehrheit der Deutschen ist irreversibel sonst würden sie nicht immer die gleichen Deppen wählen-denn gleich und gleich gesellt sich gern