Das unsägliche Anspruchsdenken der 9-Euro-Gesellschaft

Auf ewig billig Zug fahren – zu Lasten der geschröpften Leistungsträger? (Foto:Imago)

Es wird mal wieder Zeit, sich unbeliebt zu machen: Die „Welt” hat einen Artikel über zwei arbeitsunfähige Frauen veröffentlicht, die sich vehement für eine Fortführung des 9-Euro-Tickets aussprechen. Dass die gegenwärtige Situation für Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten nicht einfach ist, braucht mir niemand zu erzählen. Genau das ist der Grund, weshalb ich mich seit Jahren beispielsweise gegen die Energiewende oder die Niedrigzinspolitik ausspreche: Weil eben die Einkommensschwachen am härtesten getroffen werden und meine Heimatstadt zufälligerweise eine der ärmsten Städte Deutschlands ist. Dennoch muss man sich die vorgebrachten Argumente genau anschauen.

Die „Welt“ schreibt: „Es soll an die Nordsee gehen. Es ist ihr (Frau Duwe’s) erster Urlaub seit 15 Jahren. ‚Ich will noch ein letztes Mal vom 9-Euro-Ticket profitieren‘, sagt die 52-Jährige aus Köln.“ Hierzu folgendes: Das 9-Euro-Ticket war nie dazu gedacht, Urlaubsreisen, die in den letzten 15 Jahren schon nicht realisierbar waren, in einer Krisenzeit zu ermöglichen. Es sollte zum einen als Entlastung für die Bürger aufgrund gestiegener Energiekosten dienen und zum anderen Anreize setzen, um den Umstieg vom Auto auf die Schiene voranzutreiben. Ersteres war nichts als sinnlose Symptombekämpfung, und letzteres ist als staatliches Umerziehungsprogramm abzulehnen. Aber so oder so war die Absicht jedenfalls NICHT, Vergnügungsfahrten zu ermöglichen.

Wohlfeiles Gejammere

Dann heißt es in der „Welt”: „Für Hella Duwe ist das ein dramatischer Verlust. Schon während der Corona-Pandemie seien die Preise für Güter des täglichen Lebens so stark gestiegen, dass sie sich nicht einmal ein Sozialticket habe leisten können.“ Das verstehe ich vollkommen; immerhin lebe ich im gleichen Land und spüre die Preissteigerungen ebenfalls. Bloß: Bei mir interessiert sich niemand dafür, weil ich zur Gruppe der Steuerzahler gehöre, die medial keine Lobby besitzt und – bei einer Steuern- und Abgabenquote von faktisch über 70 Prozent – von der Politik als offenbar unerschöpfliche Melkkuh betrachtet werde. Und auch Mitmenschen wie Frau Duwe scheinen kein Problem damit zu haben, ihre steuerzahlenden Mitbürger weiter zu schröpfen – denn die müssen ja schließlich staatliche Wohltaten wie das 9-Euro-Ticket finanzieren.

Auch die bisherigen Corona-Hilfen für Grundsicherungsbezieher seien zwar besser als nichts, ‚aber sie fangen die Preissteigerungen nicht auf‘. Das Geld ist knapp. Freizeitaktivitäten sind kaum finanzierbar.“ So weiter die „Welt“. Schön, dass die Corona-Hilfen für Grundsicherungsbezieher „besser als nichts“ waren! Für die Steuerzahler, die nicht im medizinischen Sektor arbeiten oder Kurzarbeitergeld benötigten, gab es nämlich ganz buchstäblich nichts – außer höhere Steuern und Sozialversicherungsbeiträge für die kommenden Jahre. Zu glauben, der Staat könne die Preissteigerungen Eins zu Eins auffangen, ist aberwitzig. Wie soll das funktionieren? Da bräuchte ja nie mehr ein Staat Angst vor Wirtschaftskrisen und Abschwung zu haben, wenn die Regierung sowieso alle Kosten der Bevölkerung übernehmen kann!

Es gibt kein Menschenrecht auf von anderen bezahlte Freizeit

Freizeitaktivitäten sind bei mir auch so ein Ding: Da ich regulär sieben Tage am Stück arbeite, habe ich genau ein freies Wochenende im Monat. Alleine deshalb sind meine Freizeitaktivitäten stark eingeschränkt. Interessiert das irgendwen? Nein. Man möchte mich mit noch mehr Abgaben belasten, weil ich es mir ja angeblich leisten kann. Dass ich es mir nur leisten kann, weil ich so viel arbeite, ist bloß eine Randnotiz. Aber um mich so richtig unbeliebt zu machen, möchte ich auch noch einmal deutlich darauf hinweisen: Es gibt kein Menschenrecht darauf, seine eigenen Freizeitaktivitäten vom Geld anderer Leute finanzieren zu lassen! Jeder Empfänger von Sozialleistungen in Deutschland sollte froh darüber sein, dass wir in einer Gesellschaft leben, die bereit ist, Bedürftigen grundsätzlich zu helfen und sie nicht verhungern zu lassen. Aus dieser Gutmütigkeit aber einen Anspruch auf irgendwas abzuleiten – etwa Reisen oder Urlaub -, geht entschieden zu weit!

Nochmals die „Welt“: „Für den Vorwurf von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), die Forderung nach einer Fortführung des 9-Euro-Tickets würde eine ‚Gratismentalität‘ bedienen, haben Armutsbetroffene wenig Verständnis.  Ich empfinde das als verachtend‘, sagt Thune. (…) Duwe aus Köln sieht das ähnlich. ‚Wenn ich so Sprüche von Gratismentalität höre, wird mir schlecht‘, sagt die Epileptikerin. ‚Chronisch krank sein ist alles andere als witzig.‘” Hat irgendwer behauptet, dass es witzig sei, chronisch krank zu sein? Es ist ziemlich perfide, den eigenen Zustand so zu instrumentalisieren! Eine chronische Krankheit verleiht jedenfalls genauso wenig einen Anspruch auf das Geld anderer Menschen. Schon gar nicht in Krisenzeiten, in denen die zahlenden Menschen ebenfalls ins Schwimmen geraten.

Und, übrigens: Mir wird auch schlecht. Vor allem dann, wenn ich auf meine Gehaltsabrechnung blicke und sehe, wie viel Geld mir der Staat Monat für Monat abnimmt und wie wenig ich dafür zurückbekomme. Ich finde es als verachtend, wenn diejenigen, die sich jeden Morgen um 5 Uhr aus dem Bett quälen, vom Staat als Sparschwein und Zahlesel betrachtet werden, die für alles – bis hin zur Mobilität anderer Menschen – aufzukommen haben! Und es ist noch verachtenswerter, wenn diejenigen, die sozialstaatliche Leistungen beziehen (aus welchen Gründen auch immer) vergessen, woher das Geld kommt, das ihnen jeden Monat pünktlich überwiesen wird.

34 Kommentare

  1. Aller richtig. 9 €-Ticket sowie alle anderen „Maßnahmen“ waren alles Blödsinn. Wenn man etwas gegen die Energiekriese machen will, gibt es nur die Möglichkeiten: NS2 in Betrieb nehmen, die Turbine für NS1 samt erforderlicher Dokumente nach Russland liefern, Atomkraftwerke länger laufen lassen bzw. wieder in Betrieb nehmen. Weiterhin Schluss mit Waffenlieferungen, Ende der sog. E-Mobilität, Schluss mit Klima- und Coronawahn.

  2. Das 9-Euro-Ticket war eine blanke Schnapsidee der Grünen. Deshalb mache ich auch nicht die Menschen für ihr Verhalten verantwortlich.

    Die Grünen wollen die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Natur bewusst zerstören. Und als Kriegstreiber, wie sie nun mal sind, möchten sie am liebsten einen 3. Weltkrieg gegen Putin anzetteln.

    • Es freut mich durchaus, wenn sich arbeitsUNfähige Menschen, die seit Jahren keinen Urlaub finanzieren konnten, mit 9-Euro-Ticket mal einen Kurzurlaub leisten können. Ich nehme mal an, „arbeitsunfähig“ ist hier „schwerbehindert“ oder „chronisch krank“?
      Urlaub ist kein Menschenrecht, nur sollte man schon zugestehen, dass auch HartzIV-ler mal einen kleinen Urlaub machen sollen dürfen, vielleicht nicht jedes Jahr, aber doch hin und wieder mal.
      Nur könnte man das auch einfacher haben: einfach solche Bedürftigen mal ein paar kostenlose Tagestickets geben, dann können die mal günstig in den Urlaub fahren, aber die Züge sind nicht dermaßen ständig überfüllt.

  3. einer der Gründe für mich bereits vor rund 2 Dekaden die Reißleine zu ziehen.
    Als damals gut verdienendert Lediger überstiegen schon damals die Steuerlasten die Grenze des Erträglichen bei weitem. Vor allem seit Ende der 90er das Firmenfahrzeug mit 1% des NP monatlich versteuert werden musste. Die Progression schlug da unerbittlich zu und jede ‚Lohnerhöhung‘ äußerte sich prompt in noch weniger ‚Netto vom Brutto‘. Irgendwann reichte es mir und ich zog die Konsequenzen und warf das Handtuch. Firma verkauft, abgemeldet, ausgewandert. Jetzt fühle ich mich befreit.

  4. Möchte der Autor gar eine Prüfung für die Nutzung des 9-Euro-Tickets einfordern? Er stört sich daran, dass jemand mit wenig Geld dies für eine Urlaubsreise nutze. Warum denn nicht? Was wäre da anders als bei Verwandtenbesuchen oder Städtetouren? Warum man überhaupt mit diesem 9.Euro-Ticket um die Ecke gekommen ist, lassen wir mal offen.

    Absurd ist es jedenfalls, hier mit „Missbrauch“, „Mitnahme-Effekt“ oder „Sozialschmarotzertum“ zu argumentieren oder dies zu unterstellen. Solange Milliarden für Waffen und Waffenexporte ausgegeben werden, sogar für Waffen, die erst dann überhaupt geliefert werden können, wenn mit größter Sicherheit ohnehin alles vorbei ist, was irgendwie mit NATO und Ukraine zu tun hat, solange ist nicht zu wenig Geld vorhanden, sondern zu wenig Hirn. Damit meine ich nicht beim Autor, dem ich einfach von Grund auf gar nicht zustimmen kann, sondern die Regierenden samt den kriegsgeilen Einpeitschern, die mit Beraterstäben und einer riesigen Personalausstattung durchaus die tatsächlichen Wahrheiten und Informationen kennen und dennoch herum-lügen, dass sich die Balken biegen (… müssten, leider nur müssten – sonst würde es ja jedem ins Auge springen!).

    Richtig ist einzig, dass selbst die billigste Variante im öffentlichen Verkehr an den tatsächlichen Verhältnissen scheitert und logischerweise auch scheitern muss. Von Großstadt zu Großstadt mag man gern reisen. Aber wie zum Anschluss kommen, wenn man auf den Land wohnt – oder zu Besuch aufs Land will? Eine ziemliche Ungleichbehandlung, die aber gewiss nicht ausgeglichen werden kann und unter anderen Aspekten auch gar nicht erwünscht wäre (z.B. Lärmbelastung; eigenes Grundstück etc.).

    Fazit aus allem: Man kann gar nicht genau genug hinsehen, um zu erkennen, wie viel und von wem und für was der Staat seine Finanzierung sicherstellt und dagegenhalten, für was der Staat die eingenommenen nahezu 500 Milliarden Euro anschließend und vorauseilend auch mit Schuldenmachen ausgibt. Schon früher fragte man: Wem nützt das? – Und heutzutage durchweg bei wichtigen Dingen durch die Bank: Bestimmt nicht dem Volk! 9-Euro-Bonbons dienten bloß der Ruhigstellung.

    • Das 9-Euro-Ticket verführt auch dazu, es gut zu finden, wenn Zugtickets demnächst zugeteilt werden, damit die Züge nicht überfüllt werden.

  5. Demut und Dankbarkeit sind halt unbekannt im besten Deutschland aller Zeiten. Aber die Folgen dieses Verhaltens sind schon unterwegs….

  6. „Und es ist noch verachtenswerter, wenn diejenigen, die sozialstaatliche Leistungen beziehen (aus welchen Gründen auch immer) vergessen, woher das Geld kommt, das ihnen jeden Monat pünktlich überwiesen wird.“
    Gegen ihre „Verachtung“ kann Ihnen geholfen werden! Verlieren Sie ihren Job und „leben“ Sie von HartzIV. Ich meine dauerhaft leben, nicht mal so im Selbstversuch zwei Wochen rumspielen – Sie ARSCHLOCH!

    • Es geht nicht darum, Sozialhilfe-Empfänger pauschal abzukanzeln, ihr karges, aber gesichertes Leben als Luxus o.ä. zu verharmlosen, aber im alten kewil-blog hat mal ein Ex-DDRler geäußert, daß Hartz4 höher sei als der durchschnittliche Lebensstandard in der DDR!!? Es geht darum, auf die -in allen Schichten, aber speziell in der Unter- und Unterstschicht gewachsene- oft dreiste Anspruchsmentalität hinzuweisen auf einen Vollkasko-Statt, lebensfremd vergessend oder nie als Jung-BRDler in der Wohlstands-Dekadenz erfahrend, daß der im Weltvergleich üppige Versorgungsgrad aller, speziell aber der Sozialstütze-Bezieher, so eine historische Besonderheit ist und erst über Jahrzehnte wirtschaftlichen Erfolges der BRD aufgestockt werden konnte. Es fehlt bei vielen das Bewußtsein, speziell beim 90% Wahlpöbel aller Schichten, daß nur eine intakte erfolgreiche Volkswirtschaft das leisten kann, was heute extrem reichlich verteilt wird, und daß das von einer unfähigen, verfetteten Politikerkaste gefährdet wird und ist, siehe die verblödete und real kriminelle Abschaffung einheimischer Energiequellen im Wahn, das Geld zum Wohlstand werde immer fließen wie bisher!!

      • @info68. Da hat aber der gelogen, der meinte, dass der Lebensstandard in der DDR niedriger war, als der mit H4 heute. Mir geht es jetzt nicht besser, sondern anders. Das einzige, was ich nicht in der DDR konnte, war, in alle Welt fahren zu können. Ich konnte das nach 1990. Viele konnten das trotzdem nicht, weil die Industrie weggefallen war. Und im Westen konnten das damals auch nicht alle.

      • Sehe ich ähnlich.
        Ich bin durchaus der Ansicht, dass einem HartzIVler hin und wieder ein Urlaub zusteht. Nur ein dauerhaftes 9-Euro-Ticket kann nicht die Lösung der Mobilitätsprobleme sein. Man hätte auch Joker-Bahn-Tickets and hartzer verschenken können, die sich dann damit einen Urlaubstrip hätten aussuchen können, das hätte zumindest dieses Bahnchaos verhindert.
        Dann sollte man aber auch die Kehrseite der Medaille sehen, und die sieht so aus, dass sich ein Vollzeitjob im unteren Lohnsegment nicht mehr lohnt. Schon lange nicht mehr. Ein Bekannter arbeitete Vollzeit bei der Stadt, Ehefrau machte Teilzeit und haben 3 Kinder, er sagte, wenn er auf HartzIV machen würde und alle Register ziehen würde, hätte er 50-100 Euro weniger pro Monat. Das kann auch nicht richtig sein.
        Dazu kommt dann noch die Arbeitszeitverdichtung bei vielen Jobs im unteren Lohnsegment, die Leute werden kaputtgehetzt. Frag mal bei den Packetdiensten oder bei Amazons Lagerarbeitern oder bei den Feuerwehrleuten. Früher konnten die in einer 12-Stunden-Schicht auch mal Pause machen, Kaffee trinken, heute arbeiten die in 12h am Stück durch. Und anscheinend übernimmt die Feuerwehr jetzt auch die Rettungsfahrten, wenn mal jemand Samstag Abend Bauchschmerzen hat, kein Witz. Anscheinend ist das Protokoll, das in der Leitstelle abgefragt wird, so „sinnvoll“ aufgebaut, dass die Feuerwehr eine Rettungsfahrt macht, wenn sich jemand in den Finger schneidet.

        Jetzt kommt noch die Gasumlage. Hier gibt es einen netten Menschen, der als Kellner arbeitet, und der klipp und klar sagt, dass er zum Amt geht, damit er heizen kann. Der Mann arbeitet, er will alles selbst bezahlen, nur wird ihm das durch politsches Herumge-ha(m)-beck-el l bei der Energieversorgung und folgliche Energie-Preisinflationen unmöglich gemacht.

        ich kann diejenigen verstehen, die auf HartzIV gehen, wenn sie dann kaum weniger haben. Das ist politisch so gewollt und das wird sich erst ändern, wenn massiv Druck kommt. Jetzt fehlen ja angeblich Arbeitskräfte, bei einer Arbeitslosenquote von 5,4% und einer Zuwanderung von 3-5 Mio „Facharbeitern“, die zu 60-70% aus jungen, arbeitsfähigen Männern besteht.
        Da läuft einfach vieles falsch. Erhöht die Löhne, dann kriegt ihr ganz schnell Arbeitskräfte. Das wird vermutlich nicht passieren, stattdessen gibts dann Bürgergeld und dann merkt man, dass man doch einen kleinen Arbeitszwang dazutun muss, damit es weiter läuft.

  7. Grundsätzlich stimme ich dem Artikel zu, allerdings mit einem Einwand. Abhängig beschäftigte werden in der Regel dazu gezwungen, Beiträge in die Sozialsysteme abzuführen, diese haben also sehr wohl einen Anspruch auf Unterstützung.
    Allerdings tragen viele andere sozialen „Geschenke“ der Regierenden eben nicht zu einem sozialen Ausgleich bei, sondern verarmen die Teile der Bevölkerung, die diese „Wohltaten“ finanzieren müssen.
    Der soziale Ausgleich müsste über gerechte Steuern finanziert werden, nicht aber über Wahlgeschenke, die man im Endeffekt ja selbst bezahlen muss. Der Staat kann nichts kostenlos oder verbilligt zur Es wird mal wieder Zeit, sich unbeliebt zu machen: Die „Welt” hat einen Artikel über zwei arbeitsunfähige Frauen veröffentlicht, die sich vehement für eine Fortführung des 9-Euro-Tickets aussprechen. Dass die gegenwärtige Situation für Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten nicht einfach ist, braucht mir niemand zu erzählen. Genau das ist der Grund, weshalb ich mich seit Jahren beispielsweise gegen die Energiewende oder die Niedrigzinspolitik ausspreche: Weil eben die Einkommensschwachen am Härtesten getroffen werden und meine Heimatstadt zufälligerweise eine der ärmsten Städte Deutschlands ist. Dennoch muss man sich die vorgebrachten Argumente genau anschauen.erfügung stellen. Er muss es uns Bürgern zuerst nehmen, um dann einen kleinen Teil wieder zurückzugeben.
    Eine Steuerreform, die ja schon seit Jahrzehnten im Gespräch ist, gibt es bis heute nicht.
    Großkonzerne werden nach wie vor steuelich begünstigt, die Abschaffung der kalten Progression ist nicht in Sicht.
    Für wen machen unsere Politiker also Politik? Für die Masse des Volkes oder doch für die Superreichen, denen es weiter ermöglicht wird, den Kleinbetrieben und Mittelsand den Garaus zu machen,

  8. Gut nachfühlbar wie verständlich! Allerdings läuft so einiges quer, in diesem Staate, d.h. in der sogenannten Bestimmer-Fraktion.
    Für sogenannten Urlaub oder Erholung – ist allemal zu hinterfragen, für welchen Ausgleich – dürften Staatsgelder (Summen aus verschiedenen Abgaben der Bevölkerung, ein Großteil allerdings aus erarbeitetem Lohn) nicht verwendet werden. Sind wir jedoch auf der Schiene, zu hinterfragen, hängt sich da noch so einiges an – bezogen auf Mißbrauch und Vergeudung; nicht nur wie nicht allein die Umsonst-Zugfahrten der großen Schar an „Neubürgern“. Das nur mal zum Thema Zugfahrt.
    Schmarotzertum ist auffallend gestiegen, allerdings durch alle Reihen; verschieden verteilt, jedoch bis zur sogenannten Spitze. „Zu viel“ bedeutet der Bogen ist überspannt und der eigentliche Sinn verfehlt, das Ausbeutertum zur erschreckenden Realität geworden und damit die „Kleinen die Klappe halten“ dürfen sie mit ins Boot, natürlich mit angepaßten Bröseln. Großzahler dieser Ego-Schifffahrt ist der derzeit arbeitende und der ehemals arbeitende Teil der Bevölkerung (Rentner). Mal ganz zu schweigen über den Teil der fleißigen Selbständigen, die ohne Staatskosten ihren Nachwuchs zum Laufen brachten, dafür an der eigenen Vorsorge sparen mußten (Grundrente = Blendwerk, Anteil der Ehezeiten/mit u. ohne eigene Selbstständigkeit wird nicht zeitlich angerechnet – weiterlaufendes Hartz4/Grundsicherung im Alter u. bei Erwerbsminderung steht besser da).

    Nicht nur der Sozial-Bereich scheint ausgeufert, entartet zu sein, abseits dem ehemaligen und eigentlichen Sinn und Zweck. Gerechtigkeit bei der „Gleicher-als-Gleich-Strategie“, die mit Gleichwertigkeit nichts zu tun hat??

  9. Könnt ihr Journalisten mal einen Bericht plus Link zum Berliner Corona-Feuerwehr-Video bringen?
    Bei YT gelöscht, kann man auf ZEHN verschiedenen Seiten lesen, aber nirgendwo ist ein Link; google-Suche („letzte 24 Stunden“) ebenfalls ergebnislos; angeblich auf vimeo.com verfügbar, wo man sich aber anscheinend zuerst „anmelden“ muss, bevor man dort suchen darf.
    Wenn ihr nichts dazu bringt, kann man von „erfolgreicher Totalzensur“ des Videos sprechen: Wollt ihr das? (Die beiden Berliner Feuerwehrleute selbst kennen sich offenbar nicht gut genug aus und haben – welche Naivität! – auf YT vertraut.)
    Macht also bitte was draus: Nur Pressemeldungen, die man einen Tag vorher woanders lesen kann (meist bei Reitschuster oder Tichy), dann nochmal zu kommentieren, ohne weitere Infos dazu zu geben, ist KEIN Journalismus.
    Und im Zensieren seid’s ja eh Mit-Weltmeister, in einer Reihe mit den Systemnutten.

  10. Ganz so ist das nicht richtig. Das 9-Euro-Ticket sollte nicht unbedingt die Belastungen der Bürger senken, sondern, die Bürger vom Auto auf die Bahn lenken. Das ist eigentlich der tiefere Hintergrund. Die Bürger sollten Geschmack am Bahnfahren finden und ihr Auto stehen lassen oder verkaufen. Das Ticket war eigentlich ein „Klimaticket“, was verbrämt wurde unter den Mantel der Energiepreise. Wohin jeder Bürger im Zuge des 9-Euro-Tickets fährt, ist seine Privatangelegenheit und hat niemanden zu interessieren. Was soll also der Neid, wenn Bürger, die arm sind, mal in den Urlaub fahren. Das 9-Euro-Ticket wäre auch leicht zu finanzieren. Man frage sich nur, wohin das viele Geld geht. Es wird nach Afrika verschleudert ohne Ergebnisse. Es wird an die Ukraine verschleudert, ohne Ergebnisse. Es wird an Migranten und deren weitläufige Familien in den Ursprungsländern verschleudert. Junge arbeitsfähige Männer werden gepampert ohne dass sie eine Gegenleistung erbringen müssen. Das gleiche passiert jetzt mit Bürgern aus der Ukraine, die überhaupt nicht im Kriegsgebiet leben. Sie sind sofort auf H4. Da sagt aber niemand etwas. Und das ist nur ein kleiner Teil dessen, wohin unser Geld fließt. Man denke auch an den Unsinn der Klimamilliarden, der Subventionen für die sogenannte grüne Energie, die keine ist, an die Belastung der Bürger, die den größten Teil der Beiträge für die EU aufbringen müssen oder an die Geldverschwendung im Gesundheitsministerium usw. usf. Und da regt man sich auf, weil mal welche in den Urlaub fahren wollen und sicherlich nicht in einem 5-Sterne-Hotel wohnen wollen? Wenn das erarbeitete Geld im Lande bliebe, wäre das alles kein Problem. Wir kennen auch nicht die Vita dieser beiden Frauen. Wir wissen auch im einzelnen nicht, warum Deutsche arbeitslos sind und Unterstützung bekommen. Sicherlich ist ein kleiner Teil Fauler dabei, aber die Masse ist es sicherlich nicht. Wenn man die Leute vom Auto auf die Bahn locken will, muss der Ticketpreis sehr viel günstiger ausfallen als das Normalticket jetzt, damit sich das lohnt und der Bahnverkehr muss besser organisiert sein. Alles wäre machbar, aber wir geben ja lieber Geld für Firlefanz aus, wie das Gendern, was ich noch vergessen habe, anzuführen. Dazu kommt ein aufgeblähter Staatsapparat und ein ÖR, der nur Regierungssprech ist und ansonsten das ganze Geld für seine Angestellten und für die Pensionen ausgibt. Dort ließe sich sehr viel einsparen. Ehrlich, ich fahre auch nicht Bahn, weil ich mit dem Auto besser und günstiger dorthin komme, wo ich hin will. Erschwerend kommt z.Z. noch die dämliche Maske hinzu, die ich nicht gewillt bin aufzusetzen.

    • @Rollenspielerin

      Ich lese Ihre Beiträge immer gern, da sie Substanz haben!
      Ich denke, dass auch andere alles nachvollziehen können, was Sie anführen. Offensichtlich machen Sie ja noch erfolgreich von Ihrem gesunden Menschenverstand Gebrauch – was man ja nicht jedem, der hier die Seiten füllt so nachsagen kann.
      Weiter so …

      • @Justus: Oh, jetzt bin ich rot geworden (wirklich). Vielen Dank für Ihr Lob. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich verdiene, hat mich aber gefreut.

  11. Der Schreiber …hat das Prinzip „Teile und Herrsche“ nicht begriffen.

    Das Geld für die Bedürftigen kommt NICHT vom „Steuerzahler“, sondern der korrupten Maschinerie des Staates, der privaten Jobcenter, die aus einem horrenden Budget Almosen für die nicht-arbeitenden verteilen, das meiste aus diesem Budget verschwindet in den oberen Etagen des Jobcenters. Der naive Schreiberling sollte sich mal bei DENEN erkundigen, wo sein Steuergeld geblieben ist.

    Desweiteren verschwindet sein Steuergeld innerhalb Finanzieller Geschenke ins Ausland, die in die Millionen gehen.

    Artikel hat nichts mit Journalismus zu tun, pure Meinungsmache: Setzen 6!

  12. Ein durchaus lesenswerter und kontrovers zu diskutierender Artikel:
    „Es gibt kein Menschenrecht darauf, seine eigenen Freizeitaktivitäten vom Geld anderer Leute finanzieren zu lassen!“
    Ja, OK, kann ich verstehen. Um diese Aussage so stehen lassen zu können müsste es aber ein Grundrecht auf menschenwürdig entlohnte Erwerbstätigkeit geben, mit der man seinen Lebensunterhalt selber bestreiten kann!
    Menschen verhungern zu lassen, verbietet sich aus moralischen und ethischen Gründen. Das extra erwähnen zu müssen, ist ein Armutszeugnis!
    Niemand ‚zwingt‘ hierzulande jemanden, arbeiten zu gehen und damit den Unfug und den Schwachsinn unserer völlig abgehobenen Politdarsteller zu finanzieren. Im Gegenteil: Arbeitsverweigerung und die damit zwangsläufig einhergehende Konsumverweigerung ist – meiner Meinung nach – die effektivste, gewaltfreie Form des Widerstandes gegen diese ReGIERung. Beim Gedanken, dass ein großer Teil des von mir verdienten Geldes in linksgrüne GaGa-Projekte und Kriegstreiberei versenkt werden, Politikern die Taschen voll macht oder mit vollen Händen in aller Welt verschenkt wird, bekäme ich Magengeschwüre.
    Ich habe mich inzwischen auf Sozial- und Verwaltungsrecht spezialisiert und treibe das Mobcenter mit Widersprüchen, Anträgen und Klagen vor mir her. Auch das erfordert ‚Arbeitseinsatz‘ – aber zum größten Teil verbringe ich inzwischen meine Zeit mit Freizeitbeschäftigungen. Während die braven und auf ihren Arbeitseinsatz ach so stolzen Drohnen diesen Staat finanzieren, treibe ich Sport, fahre Motorrad, zocke am PC und lasse es mir gut gehen.
    Nein, ich habe nie jemanden darum gebeten, ‚arbeitslos‘ zu sein. Im Gegenteil – vor einigen Jahren hatte ich noch als Selbstständiger ein florierendes, kleines IT-Unternehmen, arbeitete auch 24/7 und drückte den größten Teil meines ‚Gewinns‘ an den Staat ab. Die mangelnde Zahlungsmoral deutscher Behörden, für die ich einen großen Auftrag übernommen hatte, brach meinem Unternehmen das Genick und mich in den Konkurs.
    Warum ich mich jetzt schämen soll, mir zumindest einen Teil meines Geldes über H4 zurück zu holen, erschließt sich mir nicht. Jeder Desperado, der sich über deutsche Grenzen schleppt und ‚Asyl‘ stammelt, erhält hier das volle Programm der deutschen ‚rund-um-die-Uhr-Vollversorgung‘ – ohne jemals auch nur einen Cent in die Sozialkassen eingezahlt zu haben.
    Meine Meinung: Wer in diesem Land noch arbeiten geht – und sich herablassend über diejenigen mokiert, die es nicht tun – hat den Knall nicht gehört! Diese Narren sind es doch, die den ganzen korrupten Politbetrieb überhaupt am laufen halten und aus den Abhängigkeiten heraus, die sie sich selber geschaffen haben (mein Haus, mein Boot, mein Auto…) keilen Sie gegen diejenigen aus, die einfach ’schlauer‘ sind und das Spiel nicht mehr mitmachen.
    ‚Wahre Freiheit zeigt sich immer erst dann, wenn man nichts mehr zu verlieren hat‘ – oder im Umkehrschluss:
    ‚Alles was Du hast, hat immer auch dich!‘ Daraus folgt: ‚Erst wenn Du alles verloren hast, hast Du die Freiheit, Alles zu tun‘.
    Würde der steuerzahlende Mittelstand einfach mal in den Generalstreik treten, wäre der wahnsinnige Horror-Spuk aus Berlin und Brüssel ganz schnell vorbei. Das würde natürlich den Mut voraussetzen, sein ach so lieb gewonnenes ‚Eigentum‘ (das einem der Staat ohnehin mit einem Handstreich enteignen könnte bzw.. es schon über ‚Inflation‘ und selbst herbeigeführte Energiekrise nach und nach entwertet) zu riskieren. Aber die Angst davor, die Raten für Auto und Haus nicht mehr abzahlen zu können und die Verpflichtungen, die man eingegangen ist, als man noch an das ewige Wachstum glaubte, nicht mehr bedienen zu können, sind einfach zu stark. Viel einfacher ist es, nach unten zu treten und diejenigen zu verurteilen, die aus diesem Clockwork Orange ausgestiegen sind.

  13. „Da ich regulär sieben Tage am Stück arbeite, habe ich genau ein freies Wochenende im Monat. Alleine deshalb sind meine Freizeitaktivitäten stark eingeschränkt. Interessiert das irgendwen?“

    Ja und? Ist doch nicht mein Problem.
    Als ich noch 4schichtig gearbeitet habe, habe ich auch nur alle 4 Wochen ein Wochenende frei gehabt.
    Interessierte das irgendjemanden? Nein, denn es war mein Problem. Das habe ICH geändert, in dem ich mir eine andere Arbeit suchte.

    Übrigens lebst Du nicht im gleichen Land, sondern im selben Land, wie die Frau.
    Deutschland ist einzigartig. Also immer dasselbe. Gebe es das noch einmal, und zwar exakt 1:1, dann wäre es das Gleiche.

  14. mit dem FLIXTRAIN ab köln nach hamburg gehts für 19.99 €, fast immer wenn man flexibel ist, was ja bei fr duwe der fall wäre.

    das sollte drin sein, auch mit rückfahrt.

  15. SOLIDARPRINZIP heisst es bei krankenversicherungen etc immer.
    aber solidarisch ist es ohnehin nicht, weil ja beamte aussen vor sind.

    aber auch, die die davon profitieren, sollten sich solidarisch zeigen!
    gegenüber ihren zahlenden gesunden mitbürgern.
    es könnte ja auch leicht umgekehrt sein, da sollte jeder versuchen den aufwand/kosten niedrig zu halten.

  16. Wer einen Honigtopf aufstellt, darf sich nicht wundern, dass Wespen kommen.

    Als Ruhegehaltsbezieher habe ich Respekt vor den Menschen, die mich alimentieren. Gerade jenen, die gar nicht bis wenig selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, sei ein bisschen mehr Demut angeraten. Dasselbe gilt für jene, die Verantwortung tragen für staatliche Umverteilungsmaßnahmen aller Art.

  17. Danke, ich dachte, ich bin allein.
    „ Aus dieser Gutmütigkeit aber einen Anspruch auf irgendwas abzuleiten…“
    Es geht mir seit geraumer Zeit auf den Wecker, das immer mehr Menschen meinen, sie hätten einen Anspruch darauf, das andere für sie bezahlen.
    Ich finde es ist das Mindeste Danke zu sagen.

  18. Da will man der armen chronisch kranken Frau nicht einmal eine einzige Urlaubsreise in 15 Jahren gönnen. Der Artikel ist menschenverachtend. Der Autor muss ja nicht 7 Tage am Stück arbeiten oder ist er Workaholic?

    Der Staat verpulvert das meiste Geld garantiert nicht bei den Armen, sondern für Rüstung (sinnlose Kriege, die nur Leid und Elend verursachen), für Nobelbauten (überdimensionierte Rathäuser, Behördengebäude und Bürokomplexe), für kriminelle Firmen, wo Spekulanten sich bereichern und wenn sie pleite gehen dürfen das die dummen Steuerzahler berappen, für unsere Neubürger (Wohnungen komplett eingerichtet mit komplett neuen Haushaltsgeräten, aber den Einheimschen gönnt man nicht mal ein Stück Butter auf dem Brot), für Bauvorhaben wie BER, u.s.w. Da könnte man noch etliches aufzählen, aber die wahren Schmarotzer sind diese kapital-faschistischen Spekulanten, die sich am Leid und an der Not der Menschen seit Jahren bereichern. Dieses Pack sollte man jetzt endlich mal in die Pflicht nehmen, für die exorbitanten Preisexplosionen aufzukommen!

    Der Autor sollte nicht die Schuld, bei den ohnehin benachteiligten unserer „Gesellschaft“ suchen, sondern die wahren Übeltäter suchen und das auch benennen.

  19. Jeder Deutsche hat Anspruch auf Unterhalt nach HLKO, Art. 7. Dies sind ca. 2.100 Euro netto. Die Politdarsteller betrügen uns um dieses Geld. Natürlich interessiert das den Autor nicht. Hier greift dann: „Es geht uns doch gut“. Dieser Betrag, als Lohnuntergrenze verstanden, führt auch dazu, daß alle Löhne ca. 1.000 € höher sein müssten.
    Wenn der Autor glaubt, er müsse die Sozialabgaben mit seinen Steuern finanzieren, so kennt er die HJR 192 nicht. Das Eine hat mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun.
    Da dem Autor seine hohen Abgaben nicht passen, wäre die bescheidene Frage an die Firma FINANZAMT nach einer beglaubigten Kopie der ratifizierten Abgabenordnung angebracht. De jure gibt es keine Steuerpflicht in der BRD.
    Im Jahr 2012 hat der ICC in Den Haag entschieden, daß Steuern, GEZ etc. vom Deutschen Reich und nicht von der BRD mit ihren Unterfirmen zu erheben wären.

    Also mit ein bißchen Einsatz zu „staatlichen“ Fragen hätten wir höhere Löhne, keine Steuern, keine GEZ etc.
    Aber dies sind natürlich keine Themen für einen Journalisten.

  20. ich glaube ja, das sind alles Fakeartikel.

    Köln-Norddeich z.B. kostet Hin-Rück mit DB Sparpreis, dafür statt 9Euro-Regioverkehr, im gemütlichen IC =58,80 Euro.

    Hat die Dame mit 9E-Ticket zwar knapp 50 Euro gespart,
    1 Woche Urlaub z.B. kosten an der See im Sommer aber minimum 700-1000 Euro.

    Kann mir keiner erzählen,
    dass die 49,80 Euro-Bahnfahrt-Ersparnis dann DAS Krtiterium sind „um nach 15 Jahren wieder mal Urlaub zu machen“. Unsinn.

  21. Es sind immer die gleichen. Bei Beginn der Plandemie Klopapier, Nudeln usw. horten, dann Speiseöl, dann kamen Heizlüfter resp. Elektroheizungen an die Reihe, nun das 9 € Ticket. Ihr dummer, kurzsichtiger Egoismus kennt keine Grenzen. Durch ihre Heizlüfter forcieren und garantieren sie den Blackout, denn das deutsche Stromnetz ist dem nicht gewachsen. Aber das schert diesen Wohlstandsschrott in keiner Weise. Ein Gutes hat es, sie müssen die Folgen ihres Tuns mittragen, auch wenn sie dachten, sie könnten all dem ein Schnippchen schlagen, weil sie ungeheuer schlau sind.

  22. „Aber so oder so war die Absicht jedenfalls NICHT, Vergnügungsfahrten zu ermöglichen.“

    Nicht?
    „Zuckerbrot und Peitsche“

  23. @selbstgefälliger Großkotz 30. August 2022 Beim 12:41
    Ich lebe seit 2016 von H-IV*, habe am Monatsende ohne Tricks, ‚Nebenerwerb‘ etc. >>100€ übrig. Es ist primär eine Frage von Eigeninitiative (Angebote suchen und nutzen) und Disziplin (sich z.B. unterwegs eben nicht den Burger oder das Bier zu gönnen), ein wenig Wissen in Hauswirtschaft schadet natürlich nicht.
    Also: SELBER ARSCHLOCH, und ein Dreistes/Undankbares obendrein!

    @Rollenspielerin 30. August 2022 Beim 20:12
    Ich bin da bei @info68: Wenn man mal vom Auto absieht ist der Lebensstandard des Hartzers heute höher, als der des DDR-Facharbeiters.
    Das liegt natürlich auch an den meist höherwertigen Waren im Westen, an der der technischen Weiterentwicklung und an der oft sehr mangelhaften DDR-Wohnsituation.

    @friedrich 31. August 2022 Beim 0:16
    Dem Hartzer steht Einiges zu, wenn man der Auslegung der „Menschenrechte!!!“ interessierter Kreise Glauben schenkt.
    Man sollte aber auch da beide Seiten betrachten und zuerst die Frage „Mit welchem Recht wird der Arbeitnehmer unter Gewaltandrohung(!) gezwungen, Frondienst zu leisten?“** beachten, insbesondere wenn es um ‚Luxus‘ geht.

    @ Rainer Gläsel Gläsel 30. August 2022 Beim 13:03
    Im Gegensatz zu KV und ALG I ist ALG II (H-IV) kein Teil des beitragspflichtiger Sozialsysteme, sondern wird komplett aus Steuermitteln finanziert
    Der Staat DE hat weniger ein Einnahmen-, als ein Ausgabenproblem – es braucht also weniger neue Steuern, als das rigide Zusammenstreichen der diversen Subventionen.

    feuerwehr 30. August 2022 Beim 13:40
    Das Video ist u.A. auf https://odysee.com/@paulbrandenburg:8/berliner-feuerwehr-warum-schweigen-die:c?r=AhEATUfo8PywTksr6nihezmnhnfXcPcK

    @truthseeker 30. August 2022 Beim 14:52
    Doch, die Gelder für H-IV oder das 9€-Ticket KOMMEN vom „Steuerzahler“, die „korrupten Maschinerie des Staates“ hat keinen einzigen Cent, den sie nicht Bürgern und Unternehmen zuvor unter Gewaltandrohung abgepresst hat.

    @Rene Gator 30. August 2022 Beim 14:58 – „Grundrecht auf menschenwürdig entlohnte Erwerbstätigkeit“
    Man kann sich natürlich streiten (und es differiert je nach örtlichem Mietpreisniveau), aber der alleinstehende Mindestlöhner hat netto (nach Wohnkosten) fast doppelt so viel zur Verfügung, wie der Hartzer***. Erst bei Familien ist H-IV recht schnell auch finanziell lukrativer als (prekäre) Beschäftigung.

    @ JD 30. August 2022 Beim 20:41 – „Da will man der armen chronisch kranken Frau nicht einmal eine einzige Urlaubsreise in 15 Jahren gönnen. Der Artikel ist menschenverachtend.“
    Siehe mein Kommentar zu @friedrich. Es wird nicht „der armen armen Behinderten“ ihr Urlaub missgönnt, sondern implizit erklärt, dass der Autor dafür nicht gratis Frondienst leisten will. Das ist sein gutes Menschenrecht.

    @Max-S 31. August 2022 Beim 5:44
    Der Urlaub armer Menschen ist oft nur ein Tagesausflug – eben weil die Übernachtung massiv kostet.
    Sobald es darüber hinausgeht haben Sie völlig Recht, dann sind die Fahrtkosten marginal in Bezug auf die Gesamtkosten.

    Motto: Wenn die Deutschen beschlossen haben, dass weltweit jeder nach DE kommen und die Hand aufhalten kann, dann darf ich das auch!
    ** nichts Anderes ist der Zwang, für Andere gratis zu arbeiten
    *** Beispiel bei uns: (max) 400€ Warmmiete + 460€ H-IV == 860€. Der Mindestlöhner hat ~1250€, also nach 400€ Miete noch 850€ zur Verfügung

  24. Zum sog. 9–Ticket kann man gaanz weit ausholen, also von der Aufgabe des Staates beginnend, oder die Frage nach Sinn und Zweck dieses Geschenkes aus dem Steuersäckel.

    Wenn das irgendeinen ökologischen Sinn haben sollte, also Verlagerung von Auto auf die Bahn etc. muss man sagen: Null Effekt, Sinn verfehlt.

    Nun aber die soziale Seite: Wenn man Menschen Reisen ermöglichen möchte, die sich solche ansonsten nicht leisten können, dann ärgert der Gießkannen-Effekt. Ich kenne Etliche, die solche Hilfen nicht nötig haben, weil sie nach Einkommen und Vermögen normale 1.-Klasse-Tickets kaufen würden oder jedenfalls könnten – wenn sie nicht aus Bequemlichkeit lieber das Auto nehmen.

    Bei dem Billlig-Angebot hat die Geiz-ist-geil-Mentalität bei mehreren wohlhabender Paaren zugeschlagen und sie sind quasi-kostenlos gefahren. Aus Jux, mal sich in die REs Drängeln wie beim Karneval. Dies Erlebnis hat sie in ihrem Urteil bestätigt, dass die Bahn an sich schlechten Service hat und nichts für sie ist.

    Soziale Probleme sollte man gezielt angehen, nicht mit der Gießkanne.

  25. Das ist mal echt ne Ansage! Die arbeitende Bevölkerung gegen die „Nichtarbeiter“ aufhetzen, könnte glatt auch von ARD und ZDF kommen. Das System bestimmt die Regierung und die Politik. Warum werden die hier nicht angeklagt? Wenn man mir in Timbuktu ein Haus am Wasser mit Boot verspricht plus Vollversorgung ohne zu arbeiten – ich wäre dabei! Nichts anderes machen die Dauerarbeitslosen und Migranten in Deutschland! Also die sind nicht zu verurteilen!
    Sind die alternativen Medien noch alternativ oder schon von Soros, Gates etc. bezahlt oder aufgekauft?

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