Denk ich an Deutschland…

Gesichtslose Blankoscham (Symbolbild:Pixabay)

Heines Verse sind im kulturellen Gedächtnis einigermaßen verankert. Aber die Sicht der Deutschen auf ihr Land ist kaum auf irgendeinen konsistenten Nenner zu bringen. Jeder mag sich fragen, womit er den Begriff Deutschland heute assoziiert. „Was ist Deutschland für Dich?” Innehalten. Kurz nachdenken… Luther, Goethe, Einstein, Bach, Beethoven und Beckenbauer? Pünktlichkeit, Sauberkeit, Disziplin und Fleiß? Erfindergeist und Ingenieurwesen? Oder doch einfach Autoliebe, Bratwurst, Bier und Fußball? Oder, kritischer – Badehandtücher, die morgens hektisch und gänzlich humorbefreit auf Sonnenliegen am Pool verteilt werden?

Nicht ganz fernliegend ist, dass nicht nur den Nichtdeutschen in aller Welt, sondern auch den Deutschen selbst nicht Größen aus Kunst, Kultur oder die mehr oder weniger positiv besetzten Klischees einfallen, sondern…der Holocaust! Dieses Stigma sitzt zweifellos am tiefsten. Hitler, Nazis und Shoa haben das Erwachsenwerden sämtlicher Nachkriegsgenerationen begleitet. Überschattet, sagen viele. Eine Abwehrreaktion, die schließlich in polemischen Begriffen wie „Schuldkult“ und „Erbsünde“ mündete, was die Nation als „geschichtsrevisionistischer Vorstoß der Neuen Rechten“ umgehend aufschäumen ließ. Die einzige Chance, Verantwortung zu tragen und international wieder auf Augenhöhe zu agieren, lag und liegt unzweifelhaft in der Rolle als Hüter eines unumstößlichen „Nie wieder!”. Und zwar an der Spitze der Bewegung. Ein neuer Führungsanspruch. Konsens. Natürlich. „Mein Kampf!“ abgelöst durch „Mein Kampf mit mir selbst!“.

Schuld verschwindet mit den Schuldigen

Und so vergeht kein Tag, an dem man sich nicht in Medien, Museen, Büchern, Filmen, Bildern, in Reden, mit Stolpersteinen und im Schulunterricht mit der Schande des Dritten Reichs konfrontiert sieht. Ewig soll sie dauern, die Schuld. Augenwischerei. Schuld verschwindet mit den Schuldigen. Unweigerlich. Und nein, ein Schlussstrich ist damit nicht gezogen, sondern ein Prozess hat eingesetzt, in dem aus Schuld Verantwortungsbewusstsein erwächst. Erwachsen kann. Und zwar keine aggressiv belehrendes, reumütiges oder verleugnendes, sondern ein kluges, selbstbewusstes und zugleich demütiges. Man sollte etwas gelernt haben und nicht in die üblichen, historisch immer wieder zu beobachtenden inversen Schaukelextreme verfallen, bei der die Befreier am Ende dann endlich die Richtigen ermorden.

Man kann ein solches, in unendlich schmerzvollen Debatten erarbeitetes Verantwortungsbewusstsein aber auch abwürgen. Zum Beispiel, indem man Menschen, die keinerlei innere Verbindung zum Nationalsozialismus haben aber, vielleicht politisch nicht in Reih und Glied stehen, bei jeder Gelegenheit als Nazis, Rechtsextreme oder gar Neofaschisten bezeichnet. Wie sollen Impfskeptiker, Regierungskritiker, protestierender Mittelstand, genervte Pfleger, Lehrer und Polizisten, inzwischen die halbe Gesellschaft, die sich angesichts der Entwicklung in Deutschland unzufrieden zeigt, eine kritische Distanz zum Nationalsozialismus bewahren, wenn sie öffentlich, jeden Tag, genau dort verortet werden?

Totalitäre Anmaßung

Es ist nicht nur eine totalitäre Anmaßung, sondern auch ein ungeheuerlicher, von Politik, öffentlich rechtlichen Medien und der aktivistischen Szene betriebener Geschichtsrevisionismus, wenn man originären demokratischen Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition, zwischen Befürwortern offizieller Linien und bürgerlichem Protest, dem Meinungsstreit und Diskurs, den im Rahmen des Demonstrationsrechts stattfindenden Kundgebungen permanent braune Etiketten anzuhängen versucht. Und das möglichst noch, bevor diese überhaupt stattgefunden haben. Was sind das eigentlich für geschichtsvergessene Hasardeure, die am Rednerpult im Bundestag und in den Redaktionen mit lockerem Stift Verbindungen von Gegnern der Impfpflicht zum Antisemitismus, von Kritikern der Migrationspolitik zur Euthanasie, von Goebbels zu Gauland, von Mengele zu Kimmich, vom „Stürmer“ zu „Tichys Einblick“ herbeiraunen, während gleichzeitig Hunderte Millionen Euro an „die Palästinenser“ überwiesen werden, deren „Autonomiebehörde“ einschlägige Terrorakte prämiert?

1945 hätte lehren können, dass das deutsche Konglomerat aus Fürstentümern, mit seinen pflichtbewussten Bürgern, preußischen Tugenden und stoischen Apparaten einen unstillbaren Hunger nach Vorkämpfern mit heiligen Zukunftsvisionen hat. Eine latente Faszination für den von Deutschland ausgehenden Umbau der Welt, der dann regelmäßig in kollektiver katastrophaler Verirrung endet. Beginnend damit, dass man den reinen, geläuterten, unfehlbaren, den „Neuen Menschen” ausruft, nach innen sämtlichen Gegnern der neuen Lehre die Luft zum Atmen nimmt und nach außen seinen moralischen Führungsanspruch möglichst laut und mit größtmöglicher Arroganz der Welt überzuhelfen versucht. Das war die Botschaft! Jedenfalls für mich.

23 Kommentare

  1. Warum Menschen als Nazi, Rechtsextreme oder Neofaschisten tituliert werden? Weil es Totschlagargumente sind, die bei fast allen, denen sie entgegengeschleudert werden, ein solches Erschrecken auslösen, dass man lieber gar nichts mehr sagt, auch wenn es die Wahrheit ist. Wer etwas sagt, muss mit der „Staatsmacht“ rechnen, weil sich gewisse Leute rassistisch beleidigt fühlen https://www.bz-berlin.de/berlin/das-ist-mein-land-und-du-bist-hier-gast-ermittlungen-gegen-berliner-polizist Währenddessen andere „Auffälligkeiten“ ungestraft davon kommen https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/gericht-lehnt-prozess-wegen-corona-hilfe-ab Denk ich an Deutschland und so weiter.

    • @Wolfgang K.: Da muss ich Ihnen teilweise widersprechen. Sie wissen es selbst. Es gibt genug Kollaborateure im eigenen Volk, die selbst Verbrechen begehen, weil die Regierung ihren Nerv trifft. Ein Verbrechen beginnt schon, wenn man Nachbarn anschwärzt irgendetwas nicht zu tun, was z.B. in der Coronazeit, vorgeschrieben war.

  2. …….denke ich an die einzige, ehrliche, demokratische Partei,
    die Deutschland wieder zu Recht, Ordnung, Grenzschließungen
    und der Wirtschaft und den Bürgern ein friedliches Auskommen
    bereiten könnte.
    Alles andere ist schlecht schmeckender, kalter Kaffee.
    Wünsche mir Alice Weidel als Bundeskanzlerin, damit endlich
    effektiv gesäubert werden kann !

  3. @dass das deutsche Konglomerat aus Fürstentümern
    eine erfolgreiche multikulturelle Gesellschaft !
    Nur einige aus den oberen Etagen mußten etwas zurücktreten von ihrem gottgleichen Herrensitz!
    Sie sind heute wiedergekommen – um über das IFSG alle Grundrechte zu streichen, die Menschen als verwertbare Humaresourcen und Eigentum der Politik und ihrer globalistischen Herren zu verwerten.
    Sie nennen sich nicht mehr Adel, sondern „demokratische Politiker“ – ihre Meinung ist „Demokratie“ – ihr Erbrecht ist der Sitz in Parlamenten und die Herrschaft über Leib und Leben des Volkes – eine Herrschaft, noch totalitärer und gewalttätiger als die Fürsten, denn in der Herrschaft der Finanzwirtschaft spielt Existenz und Funktion des Volkes keine Rolle mehr !

  4. für mich ist das ein grün kommunistisches Irrenhaus, fern jeglicher Realität, das auch noch von seinen ärgsten Feinden nämlich der WEF US-Globalisten, ferngesteuert wird. Darüber hinaus, die Masse schlicht zu dämlich ist zu begreifen was und wie mit ihnen gemacht wird und nichts desto trotz auch noch arrogant und moralisch überhöht glauben alles zu wissen. Links anfällig sind die Deutschen schon seit Generationen, sonst wäre das alles in der einen oder anderen letztlich katastrophalen Form nicht möglich gewesen. Im Schnitt alle 33 Jahre, diesmal grün angestrichen, danach wird geflennt und wieder 12 Stunden am Tag bis zum Umfallen malocht. Von Dichtern, Denkern usw ist nichts mehr übrig geblieben, sonst würde man schon längst diese grünen Figuren der WEF-Gemerkelten Blockparteien, aber auch diese absolut schrägen Genossen und ganz besonders diesen kuriosen aber komplett inkompetenten Typus der Quoten Frauen die allesamt heute in Vorstandsetagen und überall wo man Lärm erzeugen kann herum toben, schon längst vertrieben haben. Aber wenn man selbst nur zum bequemen eingedosten Bückling taugt, ist da nichts zu erwarten und so geht es wieder einmal seinen gewohnten Gang der Geschichte. Das sehe ich wenn ich an die neue und beste DDR 2.0 aller Zeiten denke und um meinem Schlaf gebracht wurde…

    • Worauf basiert dieses heutige System? Sie haben sich bereits vergackeiern lassen. Die Produktionsweise gibt ihnen dafür eine Antwort. Schauen sie mal in die politische Ökonomie.
      Im Kapitalismus / Imperialismus herrscht das Kapital und nicht der Kommunismus. Den gab es übrigens noch nirgendwo. Und wer die Herrschaft hat wird ihnen erzählen , der andere wars. Und da macht auch China keine Ausnahme. Die sozialistischen Staaten Kuba und Nordkorea sin abhängig von diesem Kapital. Siehe Herrschaft der USA. Und deshalb sind sie arm. Nicht weil sie keine Ahnung hätten oder arm sein wollen. Sie werden umringt von einer Welt voll Rudel Wölfe die das sagen auf dieser Welt haben. Wann begreifen die Menschen das ihnen mit der kapitalistischen Produktionsweise und seiner bürgerlich neoliberalen Ideologie über den Kommunismus ein riesiger Bär aufgebunden wurde, an dem sie sich die Zähne ausbeißen können und doch nichts verändern werden. Die Mehrheit schaufelt sich sein eigenes Grab und gibt denen die Schuld die es gar nicht oder nur als Spurenelement im Kapitalismus gibt. Was für ein Irrsinn wurde den Menschen hier über ein Jahrhundert lang eingehämmert. Auch der Sozialismus ist nicht der Kommunismus sondern eine Übergangsgesellschaft zum Kommunismus die objektiv notwendig erscheint wenn man das Gesäusel über diese Fragen heute hört. denn es geht tatsächlich ums Bewusstseins Fragen die wir in unseren Köpfen klären müssen. Es geht darum klar zu machen wer die Verantwortung in einem Gesellschaftssystem hat und was die materiellen Grundlagen dafür sind. Nicht die Systeme begehen Massenmorde sondern Menschen die diese Systeme sichern und erhalten wollen um ihre eigene Macht zu sichern. Die Systeme dienen dem Menschen dazu Taten jedweder Art zu begehen die sie politisch motiviert begründen und rechtlich fixieren. Ob dies objektiv betrachtet der Menschheit dient oder nicht ist eine Frage die sich aus diesem System und seiner Produktionsweise selbst ergibt. Aber um das zu verstehen, muss man kein Kommunist oder Kapitalist sein, sondern nur die Funktionsweise der kapitalistischen Produktionsweise objektiv und unabhängig von ideologischen Phrasen analysieren. Die Politik weist euch den Weg dahin, wer die Macht hat. Aber sie macht euch auch für die objektive Betrachtungsweise dieses System blind. Und das ihr diese Politik immer wieder in einer anderen Zusammensetzung wählt beweist dies auch Und das macht Politik um selbst ihre korrumpierte Macht zu erhalten, genauso wie die Kirche, die bis heute an euch verdient. Ihr schafft selbst immer neue Felder der Ausbeutung siehe öffentlich rechtlicher Rundfunk der wie ein Staat im Staate funktioniert, eben wie die Kirchen selbst. Ich habe eigentlich genug von diesem Gelaber über den Kommunismus über den viele ein Feindbild aufgebaut haben das ihnen über die Medien und die Politik indoktriniert wird. Viele sagen sie lassen sich nicht beeinflussen. Solche Kommentare beweisen genau das Gegenteil.

  5. Dieser Artikel ist Ausdruck unserer heutigen Denkweise und beweist zudem, das wir uns viel intensiver mit Begriffen aus der Philosophie und der Rechtswissenschaften auseinandersetzen müssen. Die Schuldfrage ist aber nicht nur ein rechtlicher oder philosophischer Begriff, sie ist zu aller erst ein moralischer Begriff für jeden Menschen. Ein Begriff der das Tun und oder Unterlassen in seinem Leben beeinflusst. Und das heißt jeder Mensch kann nur für sein Tun oder unterlassen zur Verantwortung gezogen werden. Das moralische Gelaber von einer moralischen Schuldfrage aller Deutschen oder jeden andern Volkes muss sachlich richtig gestellt werden. Die Deutschen von heute haben keine Schuld an den Kriegen von gestern. Ihre Schuld ergibt sich aus ihrem tun oder unterlassen von Entwicklungen zu ihren Lebzeiten. Die Deutschen haben aber eine Verantwortung gegenüber sich und anderen Völkern. Und dieser Verantwortung können sie nicht gerecht werden wenn sie falsche Schlussfolgerungen aus vergangener Schuld ziehen. Der Opfer von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu gedenken und alles zu unternehmen das es nie wieder zu solchen Verbrechen kommen kann, ist die moralische Verantwortung gegenüber den Opfern und ein Symbol der Schuldanerkennung vergangener Taten. Diese Schuldanerkennung ist eine gesellschaftliche Anerkennung die der einzelne nicht auf sich selbst beziehen darf, aus der aber Schlussfolgerungen für seinen eigenen Standpunkt ziehen muss. Wer die Opfer negiert, negiert auch die Täter und die Umstände die zu solchen Taten führen. Und das gilt ideologisch und vom Glaubensbekenntnis unabhängig. Menschrechte gehen vor ideologischer Schuldzuweisung. Deshalb ist geschichtliche Aufklärung ohne Schuldgefühle notwendig. Denn der Mensch hat zu seinen Lebenszeiten nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Und diese nicht in Schuld und Sühne zu verbringen ist es wichtig aus Fehlern zu lernen. Auch aus den schwersten. Wer die Fehler die schon gemacht wurden ignoriert, wird irgendwann von ihnen eingeholt und für schuldig durch die Opfer erklärt. Und das dies geschehen kann erfahren wir hier in Deutschland besonders krass. Die Politik die uns begleitet beweist das sie nicht bereit ist wirklich aus der Geschichte zu lernen und zieht uns in einen Sumpf der von den Medien bereitet wird. Beide beweisen damit ihren Menschen verachtenden Charakter. Die neuen Kriegstreiber dürfen nicht durchkommen. Das ist unsere moralische Verpflichtung die uns auch vor neuer Schuldzuweisung schützen kann.

  6. Was ich mit Deutschland assoziiere? Grenzenloses Eindringen in den Sozialstaat aus den, Zitat Trump: „Shitholes“ dieser Welt!
    Solange hier ganze rumänische, syrische, afghanische, somalische und was weiß ich für Großfamilien auf Kosten einer abnehmenden Zahl wertschöpfend tätiger Steuerzahler fürstlich alimentiert werden, ohne einen Finger zu rühren, sind das in Wahrheit unsere neuen Herren und wir das größte Shithole dieser Welt!
    Eine ausländische Familie mit drei Kindern und ohne auch nur einen Finger zu krümmen, erhält deutlich mehr Güterleistungen vom Staat, als ein Ingenieur verdient!
    Wer sich dann noch wundert, dass hier alles den Bach runtergeht, ist entweder dumm oder Politiker, was heutzutage praktisch ein und dasselbe ist.
    Fleißige und ehrliche Arbeit dient dieser Politkloake ausschließlich dazu, sie wegzunehmen und umzuverteilen. Diese Vollidioten von Politiker haben damit die wahre Forderung der Massen bei der franz. Revolution in Deutschland zum obersten Prinzip erhoben, die Güterteilung! Wer die regiert und unterdrückt, war den Massen völlig egal, die wollten ausschließlich die Güterteilung. Nun wissen wir warum sich die Revolutionsführung nicht darauf eingelassen hat, dass hätte Frankreich binnen Monaten bis ins Knochenmark ruiniert.

    Allerdings freuen sich unsere Politiker und üppig Beschenkten etwas zu früh, denn das Land muss unter dieser ungerechten Last zerbrechen und dann sind die jetzigen Ziele von Sozialpolitik die denkbar ärmsten Schweine! Der Schein vom Asozialamt, auf dem all deren Ansprüche vermerkt sind, hat dann nur noch einen Wert, seinen Brennwert.
    Die Politiker sollten den Laden hier zusammen mit ihren einzigen Herzliebchen, den Indianern vom Stamme Nimm, acht Wochen lang alleine schmeißen, dann würde sich schon so manche Fehlentwicklung von ganz allein korrigieren.
    Wie oft muss dieser verfluchte Sozialismus noch scheitern, ehe die Menschen einsehen, dass diese Ideologie ein einziger Hirnfurz ist?

  7. „Was ist Deutschland für Dich?”

    Das wichtigste wurde leider vergessen: Überhaupt deutsch zu sprechen bzw. schreiben oder lesen zu können!

    Als Aspekt aber auch: Sich überhaupt in einer Umgebung zu befinden, die man sofort und auch dominant als „deutsch“ erkennen kann – Schriftbilder, Sprache von Passanten, Umgangsformen – auch Kleidung (keine Kopftücher).

    Sich über Deutschland und Deutschsein Gedanken zu machen, macht nur Sinn, wenn mein Gegenüber der deutschen Sprache mächtig ist – oder wir uns hilfs- und ausnahmsweise (!) in einer gemeinsamen Fremdsprache verständigen können!

    Vermutlich im Gegensatz zum Autor bin ich jedoch durchaus der Meinung, dass man als Deutscher nicht vergessen sollte, welche Verbrechen – natürlich insbesondere die Vernichtung der Juden – im Namen Deutschlands verübt wurden. Dies ist nicht als persönliche Schuld zu verstehen, sondern gerade das Gegenteil von dem, auf das man als Deutscher stolz sein kann – eben Goethe, eben Sauerkraut, eben Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit oder das, was im Beitrag eben als positiv-deutsch aufgelistet wurde. Schon bei manchem Deppen musste ich mir aber auch sagen, was hat der mit Goethe, Kant oder Nietzsche oder dem Athleten zu tun, wenn er selbst sein Deutschsein auf proletenhafte Weise heraus-posaunt!?

    Die Deutschen unterscheiden sich zweifach von anderen Nationen: Zum einen anerkennen sie ihre historische Schuld – im Gegensatz zu US-Amerikanern, die von ihrem Völkermord an Indianer, von Türken, die von ihrem Völkermord an Armeniern oder von Engländern mit ihren Völkermorden in Indien, Südafrika oder sonstwo nichts wissen wollen und nur aggressiv reagieren, wenn man sie darauf anspricht. Recht geben muss ich dem Autor allerdings, dass es andererseits verfehlt ist, daraus quasi eine neue Form von Erbschuld oder Staatsraison abzuleiten. Als Deutscher muss man sich weder selbst noch von anderen in eine Nazi-Ecke stellen lassen, nur weil man die Regierung kritisiert. Und beschämend ist es umgekehrt, wenn eine Regierung meint, alle Kritik unter der Verleumdung nationalsozialistisch/rechts bekämpfen zu können oder angeblich zu müssen.

    Richtig dürfte viel mehr sein, dass es politisch sowohl rechts als auch links durchaus absolute Spinner gibt. Das Problem ist jedoch viel eher, dass es in der Mitte heutzutage absolut viele Mehrheits-Spinner gibt.

    Deutsch sein heißt eben auch, zu einem historisch gewachsenen Kulturvolk zu gehören, was für US-Amerikaner schon mal nicht gilt. Sie sind deshalb auch erkennbar aus einem anderen Holz geschnitzt als sämtliche Europäer. Zur Kultur gehört aber auch das eigene National-Bewusstsein und das Ringen um ein gemeinsames Bewusstsein. Dies wurde z.B. als politischer Auftrag mit einem „Beitritt“ und eben keiner „Wiedervereinigung“ (als Zusammenfassung/Einheit) gründlich sabotiert und rächt sich bis heute. Die wahren Hintergründe für etwas sind immer eine andere Geschichte.

    Wem es in Deutschland zu „deutsch“ ist, der mag sich gerne dort hinbewegen, wo er nichts Deutsches mehr zu beanstanden hat oder verteidigen muss. Doch das eigentliche Problem stellt sich für Deutsche ja gerade andersherum: Ihr Deutschland driftet ins kulturelle Niemandsland ab – dafür werden Corona-Maßnahmen, der politische Diskurs und nicht zuletzt eine ungesteuerte Fremdzuwanderung mit erkennbarer Sicherheit sorgen.

    • Wenn Sie im Artikel den Wunsch nach dem Vergessen entdeckt haben, sollten Sie aufmerksamer lesen. Es ist ja mehr als deutlich ausgeführt, dass kein Schlussstrich zu ziehen ist sondern eine besondere Verantwortung der Nachkriegsgenerationen (nämlich gegenüber blinder Gefolgschaft) erwächst.

  8. Man liest selten solchen einen vernünftigen Artikel in den MS-Medien. Die teilen mir mit, dass meine Kinder Enkel und Urenkel bis ins zehnte Glied für die Sünden ihrer Vorfahren zu büßen hätten.
    Das kann wohl vom Kpf her nicht ganz gesund sein.

  9. Das Nachdenken über Deutschland und die Deutschen musste ich mir verbieten, denn es überkam mich nur noch ein inneres leeres Elend und ich fühlte mich, als „Biodeutscher“, maßlos entwurzelt und enttäuscht. Dieser massenhaft bodenlosen Dummheit gespickt mit dominantem Machtgehabe oder Untertanengeist und dieser penetranten und besserwisserischen Arroganz und Hybris kann und werde ich mich niemals wieder aussetzen. Heimat war das nicht länger und ich ging!

    Heute denke ich gezwungenermaßen über die gesamte westliche Welt nach, vor allem über deren bösartige und lenkende Führungshierarchien und mir geht es dadurch schlechter. Muss ich mir wohl auch verbieten. Aus klimatischen und zivilisatorischen Gründen bzw. auch aufgrund der mir zuteil gewordenen Sozialisation kann ich nicht dauerhaft überall auf der Welt leben, auch wenn ich es finanziell durchaus könnte. Mein letztes viertel bis fünftel meines Lebens will ich im Umfeld von guten und verlässlichen Menschen leben und nicht im Umfeld von Gutmenschen, denn irgendwann kann ich nicht mehr ausreichend auf mich aufpassen. Den Tod fürchte ich nicht, nur der Weg dorthin stimmt mich nachdenklich und harrt noch irgendwann einer Lösung.

  10. Denk ich an Deutschland, dann denke ich sofort und mittlerweile fast ausschließlich an der Deutschen liebstes Kind.
    Und nein, der Deutschen liebstes Kind ist ganz sicher nicht das Auto, das ist ein Vorurteil.
    Nein, der Deutschen liebstes Kind ist einfach das Verbot! Nichts hat der Deutsche lieber, nichts macht ihn mehr an, nichts fordert er vehementer.
    „Das gehört verboten…, wenn ich was zu sagen hätte, dann…., aber die Politik sitzt ja alles aus…“
    Das sind die Lieblingssätze der Deutschen, es gibt fast nichts, was nicht „verboten gehört“. Drei Deutsche, dreißig geforderte Verbote in dreißig verschiedenen Belangen, die alle eines gemeinsam haben: Sie gehen den Verbotsforderer einen feuchten Dreck an!
    Es stört die Fliege an der Wand. Natürlich nur die, an der Wand des Anderen, die eigenen Fliegen stehen unter Naturschutz, denn die verdecken die eigene Sch…..
    Fällt mir sonst momentan noch was ein, wenn ich an Deutschland denke? Nee, außer Baustellen, die sich seit Jahrzehnten nur von einem Abschnitt zum anderen bewegen und Verkehrschaos verursachen eigentlich nichts. Und das ist, wie die Grünen bereits vor vielen Jahren beteuerten, Absicht, um das Autofahren zu vermiesen.
    Nun, da wären wir wieder beim liebsten Kind: Dem Verbot und der Eigenschaft, immer anderen alles verbieten und vermiesen zu wollen.
    Typisch deutsch eben.

  11. Das ist ja alles gut und schön. Das, was im Artikel beschrieben wird, kenne ich erst seit 1990. Wir wurden in der Schule nicht mit irgendwelcher Erbsünde traktiert. Wir gehörten mit zu den Siegern der Geschichte. Unsere Antifaschisten kämpften gegen das Hitlerregime und letztendlich wurde es durch die Alliierten besonders durch die Rote Armee besiegt. Das war unsere Geschichtserzählung. Ich habe deshalb überhaupt kein Verständnis für den Schuldkult. Und nein, mir fällt nicht Hitler und die Shoa ein, wenn ich etwas über Deutschland erzählen müsste. Ich habe auch meine eigene Erzählung darüber, warum uns jede Woche irgendeine Doku oder irgendetwas über das 3. Reich eingehämmert werden soll. Meine Erzählung geht so, dass diese Linksgrünen diese Dokus nur jede Woche bringen, weil sie ihnen selbst so gut gefallen. Sie brauchen diese Dokus, um sich Anregungen holen zu können, was sie auch mehr oder weniger erfolgreich tun. Man denke, an die Verunglimpfung von denen, die die Geschichte hinter Covid aufgedeckt haben. Man denke an Typen, wie Lauterbach, der uns wiederum – mit dem Segen des sogenannten Parlamentes – terrorisiert. Man schaue in den Papierkorb und man findet dort das GG. Die Zeitungen sind wie zu unseligen Zeiten Propagandainstrumente. Das Handwerkszeug, was die Linksgrünen heute sich aneignen, hat seine Grundlagen im 3. Reich und bei Mao. Es hat sich nur eines geändert, die Bürger 2. Klasse sind heutzutage die Deutschen selbst.

    Die USA bzw. deren Rand Corporation sagt über Deutschland Folgendes: „Die Voraussetzung dafür, dass Deutschland in diese Falle tappen kann (Anm. ich: Ukraine-Krieg, Zerstörung der deutschen Wirtschaft), ist die führende Rolle der grünen Parteien und Ideologie in Europa. Die deutschen Grünen sind eine stark dogmatische, wenn nicht gar eifrige Bewegung, was es recht einfach macht, sie dazu zu bringen, wirtschaftliche Argumente zu ignorieren. In dieser Hinsicht übertreffen die deutschen Grünen ihre Pendants im übrigen Europa. Persönliche Eigenschaften und die mangelnde Professionalität ihrer Führer – allen voran Annalena Baerbock und Robert Habeck – lassen vermuten, dass es für sie nahezu unmöglich ist, eigene Fehler rechtzeitig zuzugeben.“

    Das spricht Bände. Und für dieses Deutschland habe ich überhaupt kein Verständnis mehr. Wie ich heute beim Vorbeizappen kurz hörte, sollen Sendungen oder auch eine Sendung, hab ich nicht mitbekommen, zum WIR-Gefühl in Deutschland ausgestrahlt werden. Da frage ich mich: Welches WIR-Gefühl. Die denken doch nicht, dass ich, diejenige, die seit 2017 von der sogenannten Regierung laufend mit Schimpfworten beworfen werde, dass ich je etwas für dieses Deutschland tun werden. Bei mir gibt es kein WIR-Gefühl mehr. Wir sollen, auch inspiriert durch die Hitler-Dokus lt. Linksgrünen wieder zur Volksgemeinschaft werden, wie damals im Krieg. Diese Linksgrünen sollen sich mal an ihrer eigenen Nase zupfen, wenn sie Braune finden wollen.

  12. Deutschland ist ein ewiger Zyklus der Scham, Schande & Sche….!

    Wenn ein K. Lauterbach, ein R. Habeck, A. Merkel, A. Hitler und jetzt aktuell (Aua, Aua, Aua) A. Bearbock BELIEBTESTE Deutsche sind oder waren, wo ist hier auch nur ein einziger Punkt mit Socken & Sandalen, Deutschland-T-shirt, Bierbauch und dämlichen Käppi an Mittelmeerstränden Deutschland Deutschland zu rufen!?
    Dieses erbärmliche Festhalten an irgendwelchen angeblichen edlen Tugenden eines angeblich herorischen Volkes, einer angeblich einzig ehrlichen Partei Deutschlands, dem Land der Dichter und Denker das nicht einen einzigen international erfolgreichen Film seit „Das Boot“ erschaffen hat…

    Frage: Hilft es irgendwie sich permanent selbst zu verarschen, macht es irgendwie glücklich?

    Auf was kann man als Deutscher stolz sein:
    ZWEI bedingungslose Kapitulationen!
    Millionenfaches industrieles Abschlachten eines ethnischen Volkes!
    Bald 80 Jahre Unterwürfigkeit gegenüber den USA!
    Ein sich permanent beklagendes Volk mit großer Schnauze das aber nicht einmal auf die Idee kommt sich zu wehren!
    Permanent feige und hinterrücks gegen diejenigen hetzt die es wenigstens verstehen die Dummheit der Regierung auszunutzen!
    Ein Land in dem seit dem Ende der RAF kein Politiker, kein Reichstag, keine Polizeistation, kein Medienverlag… Angst haben muss vor seinem Volk!
    Das ständig motzend aber fern jedem Impuls von Gegenwehr die höchsten Energiepreise bezahlt, das 200 Milliarden Euro mal so ganz locker für ukrainisches Feuerwerk VERSCHENKT während die eigene Armee marode ist, Rentner Pfandflaschen sammeln müssen, Wohnungen trotz eklatanten Mangel für Flüchtlinge zuruckgehalten werden…
    Ach haltet die Klappe!!!
    Es gibt überhaupt gar nichts auf was man als Deutscher stolz sein kann!

    Nochmal – A. Bearbock ist aktuell Deutschlands beliebteste Politikerin, auch K. Lauterbach war das mal, DAS ist Deutschland!!!

Kommentarfunktion ist geschlossen.