Der „Flugkapitän“ im Sturzflug: Warum Friedrich Merz einfach nicht landen will

Der „Flugkapitän“ im Sturzflug: Warum Friedrich Merz einfach nicht landen will

Kanzler im Abwärtsrausch: Merz und seine Wahrnehmungen (Symbolbild:KI)

BRDigung: Es ist eine historische Leistung, die man Friedrich Merz, dem Kanzler der „Alternativlosigkeit“, erst einmal nachmachen muss. In einer Zeit, in der das Land dachte, das Charisma-Vakuum von Olaf Scholz sei die absolute Nulllinie der politischen Begeisterungsfähigkeit, hat der aktuelle Bundeskanzler bewiesen: Da geht noch was! Nach einem Jahr Schwarz-Rot, der „Koalition der gegenseitigen Verachtung“, wie Spötter sie nennen, erreicht Merz Umfragewerte, die selbst bei der gescholtenen FDP für Mitleid sorgen würde. Mit einer Zustimmung von satten 15 Prozent hat er es geschafft, Scholz wie einen medialen Rockstar wirken zu lassen. Doch während das Schiff nicht nur Schlagseite hat, sondern bereits als künstliches Riff für Buckelwale dient, steht der Kanzler auf der Brücke und poliert die Knöpfe seiner Weste.

Warum stellt sich Merz nicht dem offensichtlichen Scheitern? Die Antwort ist so simpel wie ein Flugplan aus den Neunzigern: Friedrich Merz kann nicht scheitern. In seiner Welt sind Umfragen lediglich „irrationale Befindlichkeitsstörungen“ eines Volkes, das einfach noch nicht verstanden hat, wie gut es ihm unter seiner ordnenden Hand gehen könnte, wenn die SPD nur endlich aufhören würde, mitreden zu wollen. In seinem jüngsten Interview gab er sich gewohnt staatsmännisch: „Eine Minderheitsregierung ist keine Option. Neuwahlen sind keine Option. Rücktritt ist… was war das dritte Wort nochmal?“ Für Merz ist das Weitermachen kein politisches Kalkül, sondern eine Frage der Ehre. Er hat zwanzig Jahre darauf gewartet, dieses Land endlich wie eine gehobene Mittelstands-AG zu führen. Dass die Aktionäre gerade massenweise ihre Anteile verkaufen und das Volk zur AfD-Konkurrenz abwandert, liegt laut Kanzleramt ausschließlich an der „mangelnden Kommunikation der Erfolge“.

Trümmerhaufen? Nein, „Gestaltungsspielraum“!

Die Koalition liegt in Trümmern. Vizekanzler Lars Klingbeil und Merz schreien sich mittlerweile vorzugsweise über passiv-aggressive Pressemitteilungen an und bewerfen sich mit Aktenordnern im Kabinett. Trotzdem Merz sieht darin kein Chaos, sondern „konstruktive Reibung“. Die Wirtschaft? Schrumpft mit Stil. Zustimmungswerte? Im freien Fall – aber der Ausblick ist super. Die Stimmung im Land? Ein einziger großer „Wutbürger”-Chor, den Merz als „lebendige Demokratie“ missversteht. Warum er bleibt? Der wahre Grund für seine Hartnäckigkeit ist vermutlich psychologischer Natur. Wer so lange im Wartezimmer der Macht saß wie Friedrich Merz, geht nicht freiwillig, nur weil die Behandlung nicht anschlägt. Er bleibt sitzen, bis der Arzt kommt – oder in diesem Fall: bis die nächste Wahl ihn mit der Wucht einer Airbus-Turbine aus dem Amt fegt.

Bis dahin wird er weiter regieren, die SPD nach außen täscheln, hinter dem Rücken demütigen, sich gleichzeitig demütigen lassen – und sich wundern, warum die Menschen Olaf Scholz plötzlich für seine „dynamische Art“ und sein „ansteckendes Lachen“ vermissen. Merz macht mit irrem Blick einfach weiter. Denn in seiner privaten Cloud ist er immer noch der beliebteste Kanzler, den Deutschland je verdient hat. Ein kleiner Trost für Friedrich: Er ist immerhin noch beliebter als sein Fraktionschef Jens Spahn. Und wenn man ganz fest daran glaubt, ist das fast wie ein Sieg. Ob Merz tatsächlich bis zum Ende der Legislaturperiode durchhält? Wo ist bloß der „Friedrich-Notaus-Knopf“?

16 Kommentare

    1. Da gab es mal einen Spruch:
      Das Gegenteil von gut ist nicht böse, sondern gut gemeint.
      (Trifft meist zu.)

  1. Früher:

    Rettet den Wald.

    Rettet das Klima.

    Heute:

    Rette sich wer kann.

    Politische Veränderung müssen
    von den Vernünftigen kommen.

    Und wir werden jeden Tag mehr
    und stärker.

  2. @Friedrich Merz kann nicht scheitern
    ein bißchen mehr Realismus sollten sie dem Blackrock-Mann schon zutrauen.
    Und dann muß es heißt – merz – oder sein Nachfolger Spahn – dürfen nicht scheitern.
    Und das hat gute Gründe : die Blockpartei hat sich in den vergangenen 20 Jahren hoch kriminell aufgeführt und schützt sich jetzt durch die Ämter – Amtsmißbrauch.
    Sei nur genannt : Dot-Com, Cum-ex, Corona, Kentler, Finanzkrise 2007, Tamiflu-Seuche 2015 – …
    Wenn all diese Dinge – so wie von der AFD angesagt – wieder ausgegraben werden, und die linke Justiz mit neuen Richtern und Staatsanwälten wieder ihrer Aufgabe zugeführt ist, stehen für die ganze linke Politeska der Blockpartei Amtsverlust, Versorgungsanspruchverlust, die abgegriffenen Millionen und ihre Freiheit zur Disposition.
    Aus hochedlen Politikern werden abgehalfterte Knastbrüder – das wollen sie natürlich nicht – das gilt es zu verhindern, der platz am Futtertrog soll erhalten bleiben.
    Und da sin eben alle Mittel recht – wie gerade auch in Mainz mit der Lex AFD demonstriert wird.
    Und die spekulieren natürlich auf die NWO ab 2030 mit der Post-Wahlen-Ära – sie müssen nur so lange im Amt durchhalten !

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  3. 🤔…..ich frag mich langsam ob der Typ überhaupt noch was merkt. er und seine roten Kollegen haben Deutschland innerhalb eines Jahres den Rest verpasst. als ob was die Ampel und davor regierende Kanzlerin nicht schon genug zerstört haben!
    ja leccomio geht doch endlich zum t…….., sowas hat Deutschland nicht verdient!

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    1. @.ich frag mich langsam ob der Typ überhaupt noch was merkt.
      ganz banal – er hat seine Befehle !

  4. Der kann nicht anders. Er wollte unbedingt Kanzler werden und will es auch bleiben und wird deshalb jede Kröte schlucken, die ihm der Lars und seine SPD auf den Teller legen. Er ist nun der Kanzler und spielt seine Rolle des Lebens, dabei ist ihm das Land und die Bürger ziemlich Wurst. Er diskutiert, streitet, ringt um faule Kompromisse und erzeugt lahmenden Stilstand. Er kanns nicht, aber das ist dem Lars und der SPD doch gerade recht. So können sie weiter ohne Wiederstand ihre irre linke Ideologie den Bürgern aufdrücken und die CDU schaut tatenlos zu. Merz wird als traurigste Gestalt in der deutschen Politik untergehen und mit ihm das ganze Land. Zu verdanken haben wir das der SPD, die das Land einfach mal so wegschredert.

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    1. CDU und SPD arbeiten in gegensätzlichen Rollen gemeinsam an der Zerstörung Deutschlands.
      Merz hat als Kanzler die Richtlinienkompetenz, zudem genügend wirtschaftlichen Sachverstand, um zu erkennen, welche Maßnahmen nötig wären, um Deutschlands weiteren Niedergang aufzuhalten und umzukehren. Im Wahlkampf hat er sich ja immer wieder deutlich dazu geäußert. Zusätzlich konnte Merz sich seinen Koalitionspartner frei wählen ( und kann es noch immer, wie Alice Weidel auf Nius gestern klar äußerte). Daß sich Merz für die SPD entschied und an ihr bislang eisern festhält, zeigt doch mehr als deutlich, daß uns hier lediglich ein Märchen von zwei sich angeblich bekriegenden Parteien präsentiert wird. Die Wahrheit ist: Merz hat der CDU durch seine Lügerei die Kanzlerschaft gesichert und gibt nun der SPD als Koalitionspartner die Möglichkeit, ihr sozialistisches, Deutschlands Wirtschaft und Gesellschaft weiter zerstörendes Programm umzusetzen, was auch in Merz` Sinn bzw. seiner Auftragsgeber ist. Weshalb sonst erhielt nach der Wahl nicht die CDU als Wahlsieger die beiden Ministerien, welche die größten Geldsummen verwalten, sondern die SPD? Seither mimt Merz bezüglich der SPD-Politik hilflosen Protest, ist jedoch nicht bereit, die Koalition mit der SPD zu beenden und eine Koalition mit der AfD einzugehen oder sich in einer Minderheitsregierung von ihr unterstützen zu lassen. Was besagt diese Weigerung denn in einer Brandsituation wie der gegenwärtigen anderes, als daß Merz mit der Zerstörungspolitik der SPD einverstanden ist? Merz größtes Problem sind deshalb die alternativen Medien ( mittlerweile auch die offiziellen) sowie seine eigenen Leute. Die Frage ist, wie lange Merz die Irreführung der Öffentlichkeit als angeblich Betrogener noch gelingt. Er hat von Beginn an gelogen und wird dieses dämliche Lügenschauspiel auch über die gesamte Regierungsperiode fortführen, sofern er nicht gewaltsam von seinem Posten entfernt werden kann. Daß der Bundespräsident in der gegenwärtigen, sich zuspitzenden Situation Neuwahlen ablehnt, läßt tief blicken.

    1. @wer hat den Tiefflieger denn gewählt?
      möglicherweise die falsche Frage !
      Meine Frage würde da lauten : wer hat die Auszählung veranlaßt, die da nicht kontrolliert wurde wegen der Gefahr, es könnte etwas falsches herauskommen. Und dann müßte der alte Bundestag oder die EU die Wahl für ungültig erklären und Neuwahlen mit günstigerem Ergebnis fordern – sie wie Merkel damals in Thüringen !
      Da hat die Bundeswahlleitung dem Land viel Geld erspart !

  5. Black Murdock wäre doch bester Pilot oder Fallschirmjäger gegen Moskau. 100% tät er Putin fangen als alter Haudegen wenn die Jugend fehlt:-) mfg

  6. etwa zwanzig jahre lang hat er sich auf den job gefreut, nun merkt er, dass es ganz schön doof ist alles….

  7. eine einfache Frage an allen selbst gewählten demokratischen Politiker habe ich,
    „Wann wollt ihr endlich etwas tun für die die mit ihren Steuern euch alle fürstlich bezahlen?“😡🤬