Der gefährlichste Mann Deutschlands und seine Opfer

Der gefährlichste Mann Deutschlands und seine Opfer

So gefährlich nett und sympathisch, dass nur willensstärkste Linke seinem Charme widerstehen können: Ulrich Siegmund (Foto:ScreenshotInstgram)

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nimmt schon jetzt als historisches Schlachtengemälde Konturen an. Die Ouvertüre zu Teil IV der Nibelungen-Saga mit Siegmund, dem Herausforderer der göttlichen Ordnung, in der Hauptrolle, hat Ben Berndt als Star-Regisseur der Stunde soeben abgeliefert. Die Machtübernahme der dritten Art elektrisiert schon seit Monaten den Debattenweltmeister Deutschland. Man sollte sich vielleicht gelegentlich bewusst machen, dass im ältesten Land der Republik auch eine theoretische Alleinherrschaft der AfD die weitgehend zerstörte Wirtschaftsstruktur Deutschlands nicht zurück aufs Gleis bringen wird. Hier leben 2,5 Prozent der deutschen Bevölkerung, die dank verwelkter Industrielandschaften ganze 1,8 Prozent des deutschen Bruttosozialprodukts erwirtschaften. Die AfD wird von hier aus die Zigtausenden illegalen Leistungsempfänger nicht außer Landes bringen und den Sozialstaat nicht sanieren können; sie wird Mittel, Personal und rechtliche Grundlagen zur Grenzsicherung nicht herbeischaffen können; sie kann auch die komplett entgleiste Bürokratie der EU nicht begrenzen und vermutlich noch nicht einmal den Gebührenfunk auf seine Ursprungsidee eindampfen.

Geheimdienste haben hier mit Akribie vorgebaut, den Rechtsstaat instruiert und überall die Verfassungen umgeschrieben. Die AfD wird sich vermutlich auch der systemimmanenten Intriganz-Logik der Parteienwelt nicht auf Dauer entziehen können. Und doch ist sie momentan die einzige Hoffnung für all jene, die noch nicht direkt von Transferleistungen des Staates abhängig und daher zum bedingungslosen Befürworter einer Kartellpolitik des “Weiter so” geworden sind. Viele Millionen hoffen kühn und ambitioniert auf einen “Domino-Day” am 6. September, der eine Kette fataler Fehlkonstruktionen der Altparteienwelt zu Fall bringen könnte. Immerhin sind jetzt in Sachsen Anhalt mal wieder einige Thesen angeschlagen, die festgefügte Strukturen im Mark erschüttern.

Hoffnung im Stillen

Im Stillen hegen viele die Hoffnung, dass Formate wie das von Ben Berndt mit seiner für ein mehrstündiges Interview enormen Reichweite hier und da noch unentschlossene Menschen erreicht, die angesichts wirklich verheerender wirtschaftlicher Zahlen nun endlich einen zumindest ansatzweise verfolgten Politikwechsel wagen. Immerhin hatte auf dem Tummelplatz absonderlichster politischer Hochstapler eine Oppositionspartei noch selten einen auch nur annähernd vergleichbar soliden, leidenschaftlichen, cleveren und sympathischen Kandidaten aufzubieten, dem selbst hunderte Offiziere “im besonderen Einsatz” bisher nichts am Zeug zu flicken vermochten. Die Umfragen allerdings zeigen seit Monaten, dass da kaum noch Bewegung in den Lagern ist: Irgendwo bei 30 Prozent bundesweit und 42 Prozent im Osten scheinen die maximalen Zustimmungswerte für die Opposition festgetackert. Lediglich innerhalb des Brandmauerkartells finden noch kleinere Verschiebungen statt – zumeist von links nach ganz links.

Warum dies so ist, zeigt exemplarisch ein vollkommen irrer Beitrag der nordfriesischen grünen Parteiaktivistin Christina Christiansen (32.000 Follower auf Facebook) zum Siegmund-Podcast, der nur noch gesteigert wird durch die Selbstermutigungen ihrer durch und durch paranoiden Gefolgschaft in den Kommentaren darunter. Ich empfehle dringend einen Blick dort hinein zu werfen, ins Innere einer veritablen Sekte im Panikmodus. Kommentieren kann man da als Normaldenkender nicht, aber durchaus einiges lernen.

Frau Christiansens Statement beginnt damit, dass sie sich wortreich dafür entschuldigt, das Siegmund-Interview – Stichwort “Bühne bieten!” – überhaupt gesehen zu haben (vermutlich mit dem umklammerten Plüschteddy unter der Bettdecke) gesehen zu haben und nun darob sehr wütend zu sein, erstaunlicherweise über sich selbst. Grüne sind höchst selten über sich verstimmt; genau genommen ist mir noch nie ein Grüner mit irgendeiner Form von Selbstzweifel begegnet. Naive glauben jetzt vermutlich, die Erleuchtung der Frau Christiansen erkläre sich womöglich durch einen im Siegmund-Video neu gewonnenen Blick auf den “gefährlichsten Mann Deutschlands”. Aber natürlich ist die Denkschleife einer gelernten Polit-Esoterikerin eine andere, und sie endet dann auch zielsicher dort, wo bei Ideologen die Brandmauern im Frontallappen eingebaut sind: Frau Christiansen – das wird umgehend deutlich – ist nämlich vor allem mit sich unzufrieden, ja regelrecht “entsetzt”, wie sie formuliert, weil sie dem Charme des Leibhaftigen tatsächlich fast erlegen wäre. “Warum ich Ulrich Siegmund beinahe zum Kaffee eingeladen hätte” lautet denn auch die reumütige rhetorische Selbstzerfleischung in der Überschrift. Aber diese belletristische Eröffnung dient natürlich nur dazu, das Perfide des Staatsfeindes Nr. 1 hernach in besonders grellem Licht erscheinen zu lassen. Frau Christiansen ist dem Fürsten der Finsternis noch gerade so auf die Schliche gekommen, wirklich nur um Haaresbreite entronnen und verkündet nun der erleichterten Gemeinde die frohe Botschaft mit warnendem Zeigefinger als Menetekel aus dem Bergkristall-TV.
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Mir fällt da unweigerlich die wohltuend nüchternere Aussage des Chefideologen der SED Karl-Eduard von Schnitzler ein, der in den Achtzigern vor großem Publikum im Leipziger Audimax auf die Frage eines Studenten, warum eigentlich DDR-Bürger nicht reisen dürften, erwiderte, man müsse sich ja nicht von der Schlange beißen lassen, da man ja wisse, dass diese “giftig” sei. Schnitzler war allerdings zu klug, um sich in eine alberne Welt aus Gruselgeschichten aus dem Kinderzimmer zu begeben, in denen Frau Christiansen und ihre Exorzistengemeinde offenbar auch in gereiftem Alter noch zu Hause sind. Die row zero der Grünen-Kämpferin gegen das Böse verfolgt jedenfalls schier atemlos vor Entsetzen den Bericht vom Überleben ihrer Gesinnungsgenossin im Magnetfeld der dunklen Seite der Macht. Genau so geht Deutschland 2026.

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14 Kommentare

  1. Ich sehe da zwei Optionen: 1. Der „unschöne“ Übergang zu einer OFFENEN Diktatur. 2. Das Einzige was ich dazu sagen möchte: Ich hoffe, Herr Siegmund hat einen guten Personenschutz und verhält sich vorsichtig.

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    1. Auf ein Attentat warte ich auch noch. Den Altparteien und ihren Kampftruppen (den Faschisten der Antifa & Co.) traue ich alles zu. Die gehen über Leichen.

      Mir ist Siegmund Ulrich zu leichtsinnig.

  2. Möge dieser Mann gewinnen und ein Paukenschlag sein mit blauer Welle wie einst Dönitz im Atlantik und endlich dem Weltselbstbedienungsladen BRD zu Fall bringen mit der ganzen Asylpolitik sowie sämtlichen Lobbys und NGOs den Stecker ziehen auf das genug Leute aus dem Dornröschenschlaf im Völkergefängnis TEUROPA erwachen und mitziehen gegen diese Diktatur-Light in Sektenmanier. mfg

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  3. Der Wahlkampf und seine Auswüchse des Hasse gegen die AfD nehmen kriminelle Ausmaße an.
    Heute in den Nachrichten gelesen: Charlotte Knoblochs – Präsidentin des Zentralrats der Juden – hat sich gestern öffentlich dafür bekannt, mit allen Mitteln gegen die AfD zu kämpfen.
    (Als die großen Hamas-Demos – unterstützt von den Linken – in Berlin stattfanden, hat diese Knobloch komischer Weise die Fresse gehalten). In einigen Bundesländern will man jetzt kurz vor den Wahlen nach Muster Niedersachsen die Wahllisten für die AfD kurzfristig sperren, damit keine Zeit mehr für Gegenwehr für AfD bleibt, ohne Abfrage des Verfassungsschutzes aus zeitlichen Gründen.

    1. „Charlotte Knoblochs – Präsidentin des Zentralrats der Juden – hat sich gestern öffentlich dafür bekannt, mit allen Mitteln gegen die AfD zu kämpfen.“

      Ich weiß echt nichts mit diesen Juden anzufangen. Wollen die nicht sehen, was der Islam ihnen antut oder dürfen die das nicht sehen? Die Koksnase ist ja auch so ein Hetzer gegenüber der AfD. Findet er die Terrorisierung seiner Mitgläubigen durch die Moslems cool? Sie werden nur noch nicht ermordet, aber ansonsten …

      Ernsthaft, ich habe dahingehend ein echtes Problem des Verstehens. Sie hetzen gegen die, die ihnen Sicherheit geben wollen … Sie hetzen gegen ihre eigenen Leute, die in der AfD sind. Was ist deren Ziel? Was wollen die? Jeder Jude in Deutschland müsste AfD Wähler sein. Aber das Gegenteil ist der Fall.
      Kann mich mal jemand aufklären, was das betrifft?

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  4. @Geheimdienste haben hier mit Akribie vorgebaut, den Rechtsstaat instruiert und überall die Verfassungen umgeschrieben.
    ja – und die gehören allesamt wegen Hochverrat und Verfassungsbruch an den Galgen – meiner Meinung nach muß hierfür die Todesstrafe – Galgen oder Fallbeil -reaktiviert werden.
    Kein Schiff hat eine Zukunft, wenn die Pyromanen im Pulverlager sind – oder überhaupt an Bord. Wer das nicht beherzigt, hat selbst keine Zukunft. Wer zuläßt, das die Segel abgefackelt werden, die Ruder angesägt und das Steuer blockiert wird, begeht eine komplizierte Art von Selbstmord !
    Die einzige Frage lautet : ist das überhaupt noch aufzufangen – oder sind diese Vorgänge, wie es Peter Altmaier mal bejubelte – längst „irreversibel“ ?

  5. @Die Umfragen allerdings zeigen seit Monaten, dass da kaum noch Bewegung in den Lagern ist: Irgendwo bei 30 Prozent bundesweit und 42 Prozent im Osten scheinen die maximalen Zustimmungswerte für die Opposition festgetackert.

    nun ja – Umfragen sind ja noch leichter zu lenken als Wahlen – und wenn sie 41% zugeben, dann muß man das mit den Augen eines political engineers sehen !
    Aber man bedenke eines : wir haben seit vielen Jahren das mediale Trommelfeuer aus allen Rohren, den Mißbrauch aller staatlichen Mittel gegen die AFD – wie wäre wohl das Ergebnis, man wäre dort neutral ?

    Angesichts der machtpolitischen Umstände allerdings erwarte ich auch keine Erfolg – einen Erfolg kann die AFD erst haben, wenn sie im Bund die Regierung stellt und die Ämter von den Linken gesäubert hat. Und dann wird es Jahre dauern – nach 50 Jahren antideutscher Plündererpolitik wird es mindestens 20 Jahre stabiler AFD benötigen, um wieder einen Aufbau in Gang zu setzen.
    Und dann ist noch vorausgesetzt, das die Besatzermächte das überhaupt zulassen – ich erinnere an den Zweck der NATO : USA drin, Russland draußen und Deutschland unten !

    Aber ich habe vor kurzem einige Umfragen gesehen – spaßig !
    3 verschiedene Institute – und die Parteien der Blockpartei immer etwas abweichend voneinander – nur die AFD hatte bei allen dreien stabil 41,2 % !
    Was für ein Zufall !

    1. Sie war ein Kind in der Zeit.
      Die weiß gar nichts. Alles hörensagen. Mal wieder.
      Wenn, dann hätte sie 1900 ihren Geburtstag haben müssen, dann wäre sie in die 1920er bis 1945 erwachsenen gewesen und keine 0 bis 13 Jahre alt.

  6. ….der hat bestimmt schon ein paar Kinder gefressen!
    Die gefährlichsten der Demokratie sitzen heute immer noch bei linksrotgrün und schwarzblau!

  7. „Frau Christiansens Statement beginnt damit, dass sie sich wortreich dafür entschuldigt,“

    Sie verzeiht sich wohl auch selber? Oder begnadigt sich? Oder vergibt sich selbst?

    Man solle der Frau mal sagen, dass niemand das Recht hat, sich zu entschuldigen. Sich also selber von irgendeiner Schuld freizusprechen. Damit macht man sich lustig über den Gläubiger, der sie als einzige von der Schuld freisprechen darf.

    Das einzige, was sie darf: Sie darf um Entschuldigung bitten.

    Als ich die Kommentare las, wurde mir so richtig schlecht. Diesen Menschen kann man nicht mehr helfen. Die sind verloren.

    Ulrich Siegmund: Alles Gute! Wir brauchen die Wende.

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