Der Klima-Aktivismus radikalisiert sich: Auf dem Weg in die grüne RAF

Vorgestern in Paris: Klima-Aktivistin wird bei den French Open vom Platz getragen (Foto:ScreenshotYoutube)

Mittlerweile bleibt kein Winkel des gesellschaftlichen-kulturellen Alltagslebens mehr von der penetranten Auslegung der Klima-Psychose verschont. Am Freitag machte nun die nächste profilneurotische „Klimaaktivistin“ mit einer akut einweisungsreifen Aktion auf sich aufmerksam, als sie sich beim Tennishalbfinale der French Open ans Netz kettete. Mit der Aktion, die eine sechzehnminütige Spielunterbrechung erzwang, protestierte sie gegen die ihrer Meinung nach unzureichende Klimaschutzpolitik der französischen Regierung. Ihr T-Shirt verkündete, dass der Menschheit „nur noch 1.028 Tage” blieben (womit sie sich vermutlich auf einen der aktuellen „UN-Klimaberichte” bezieht). Die 22-Jährige „Aktivistin“ gehört der Organisation „Dernière Rénovation“ (Letzte Erneuerung) an (eine Art französische Entsprechung der hiesigen Spinnertruppe „Letzte Generation”), die sich auch zu der Aktion bekannte.

Was nun ausgerechnet Tennis mit Klima zu tun hat, dürfte sich nicht einmal den Drahtziehern des Pranks erschließen. Uninspiriert und floskelhaft lautete dann auch die Begründung von „Dernière Rénovation”: Man habe die Turniersabotage durchgeführt, „um auf den Klimanotstand aufmerksam zu machen.” In der Welt, die uns die „Klimakrise” näherbringe, sei „Roland Garros (‚Tournoi de Roland Garros‘ ist der offizielle Name der French Open, Die Red.) nicht mehr möglich“. Die Planetenretterin selbst meldete sich ebenfalls zu Wort: „Wir befinden uns im Jahr 2022, und es ist an der Zeit, der Realität ins Auge zu sehen… Heute bin ich auf den Platz gegangen, weil ich das Risiko des Nichtstuns angesichts der Klimakatastrophe nicht mehr eingehen kann.” Auf diesem Platz wurde jedoch Tennis gespielt: die Klima-Göre hatte dort nichts verloren. Die abartige Dreistigkeit, sich im Namen höherer Ziele mit illegalen Handlungen in die Öffentlichkeit zu drängen, treibt immer bizarrere Blüten.

Bedrohliche Hysterie

Die Pariser Aktion stellt dabei nur den jüngsten Auswuchs einer Hysterie dar, die immer bedrohlichere Formen annimmt. Am vergangenen Sonntag erst hatte ein 36-jähriger Mann, der sich als behinderte Frau verkleidet hatte, einen Kuchen auf die weltberühmte Mona Lisa im Pariser Louvre geworfen, verbunden mit dem Ausruf „Es gibt Menschen, die dabei sind, die Erde zu zerstören. Alle Künstler, denkt an die Erde. Deswegen habe ich das gemacht. Denkt an den Planeten.“ Das Gemälde blieb glücklicherweise unversehrt, der Mann wurde in eine Psychiatrie verbracht. Und eine Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz auf dem Katholikentag war von Klimaaktivisten penetrant gestört worden. Scholz rang sich darauf zu einer für seine Verhältnisse scharfen Reaktion durch und erklärte: „Ich sage mal ganz ehrlich, diese schwarz gekleideten Inszenierungen bei verschiedenen Veranstaltungen von immer den gleichen Leuten erinnern mich an eine Zeit, die lange zurückliegt und Gott sei Dank.” Dazu gehöre auch „ein sehr schauspielerisch geübter Auftritt, bei dem man dann in jedem Fall sich immer inszeniert”, sagte er. Das sei „keine Diskussionsbeteiligung, sondern das ist der Versuch, Veranstaltungen für seine eigenen Zwecke zu manipulieren.

Auf diese treffende Stellungnahme hatte sich Scholz sogleich von der geschichts- und bildungsfernen Klima-Göre Luisa Neubauer daraufhin sagen lassen müssen, er hätte mit seiner Äußerung die Nazi-Ära relativiert und „auf paradoxe Art und Weise die Klimakrise” mit ihr gleichgesetzt. Der Kanzler stilisiere Klimaschutz zur Ideologie mit Parallelen zur NS-Herrschaft. Neubauer wörtlich: „In 2022. Jesus. Das ist so ein Skandal.” Neubauer hat es grade nötig, hier die Klappe aufzureißen: Sie selbst schreckte vor – allerdings tatsächlich hanebüchenen – Nazi-Anschuldigungen nicht zurück, als sie etwa Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen verleumderisch in die Ecke des „Antisemitismus“ rückte. Der schwer erträgliche Unsinn, den die supernervige Fridays-for-Future-Galionsfigur zu Scholz absonderte, zeigt die völlig verquere Denkweise von jungen Menschen, die durch die allgegenwärtige Klimahysterie tatsächlich glauben, die Welt stünde vor ihrem baldigen Untergang, wenn nicht irgendwelche aus der Luft gegriffenen UN-Klimaziele eingehalten würden.

Anstiftung zu Straftaten wird bejubelt

Und um dieser angeblichen Gefahr vorzubeugen, glauben sie sich zunehmend auch zu Gewalt berechtigt – ob durch Herostratentum gegen weltberühmte Gemälde, durch Asphalt-Selbstklebeaktionen auf Hauptverkehrsstraßen oder eben durch Störungen von Tennisturnieren. Nicht nur tiefes Verständnis, sondern Rückenwind für diese strafbaren Handlungen erhalten sie dabei von einer Medienszene, die sich journalistisch zum Komplizen dieser „Aktivisten“ macht. So hatte kürzlich erst der sozialistische schwedische Klimafanatiker Andreas Malm im „Spiegel” unter anderem gefordert: „Wir brauchen keine großen Konzepte, um zu erkennen, dass jetzt nur Sabotage und Sachbeschädigung helfen.“ Angriffe auf SUVs oder Pipelines seien nur der Anfang gewesen; in Zukunft sei nur noch „die unerbittliche Verschärfung der Aktionen“ vorstellbar. Klare Appelle zur Störung der öffentlichen Ordnung, Anstiftung zu Straftaten sind ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Doch der „Spiegel“, dieses einstige „Nachrichtenmagazin“, druckt so etwas unkritisch und wohlwollend.

Der Klimaprotest radikalisiert sich immer weiter. Nicht mehr nur durch „Aktionskunst“ oder spektakuläre Inszenierungen von Minderheitsbewegungen wie „Xtinction Rebellion”, sondern inzwischen auch durch Aktionen der bislang „friedlichen“ Klimaschützer wird der Übergang vom Demonstrieren zur Sabotage deutlich; es fallen immer schneller die Hemmungen. Der selbstsuggerierte Notstand bietet immer mehr Wichtigtuern oder Paranoikern Anlass zur Selbstermächtigung für immer extremistischere Aktionen. Und je länger und intensiver diese absurde, funktionale  Panik weiter geschürt wird, desto wahrscheinlicher ist, dass sich bald die ersten Klimaretter – nach der Devise „Not kennt kein Gebot“ – berechtigt fühlen werden, auch Menschen zu töten oder irgendwelche Gebäude oder Anlagen in die Luft zu sprengen. Dabei ist das, was aktuell geschieht, durchaus schon als Vorstufe eines neuen Terrorismus zu bewerten; die ersten radikalen Vertreter dieser zunehmend an eine Endzeitsekte erinnernden Bewegung faseln sogar schon offen von einer „grünen RAF“. Der Weg dorthin ist jedenfalls geebnet.

11 Kommentare

  1. Wenn ein Staat sich solcher Irrer bedient, um seine abwegigen politischen Ziele durchzusetzen, kommt genau das bei herum!

  2. Wir haben keine Pandemie, sondern eine Panidiotie!

    Wann werden alle Protestaktionen mit dem gleichen Maßstab gemessen?
    Wann werden diese diese CO2-Psychopathen endlich gestoppt?

    Vollkommen richtig – letzter Absatz:

    „Der selbstsuggerierte Notstand bietet immer mehr Wichtigtuern oder Paranoikern Anlass zur Selbstermächtigung für immer extremistischere Aktionen. Und je länger und intensiver diese absurde, funktionale Panik weiter geschürt wird, desto wahrscheinlicher ist, dass sich bald die ersten Klimaretter – nach der Devise „Not kennt kein Gebot“ – berechtigt fühlen werden, auch Menschen zu töten oder irgendwelche Gebäude oder Anlage in die Luft zu sprengen. Dabei ist das, was aktuell geschieht, durchaus schon als Vorstufe eines neuen Terrorismus zu bewerten; die ersten radikalen Vertreter dieser zunehmend an eine Endzeitsekte erinnernden Bewegung faseln sogar schon offen von einer „grünen RAF“. Der Weg dorthin ist jedenfalls geebnet.“

  3. Sperrt diese „Pippimädels“ weg und gebt ihnen soziale Zwangsarbeit
    auf damit deren Hirne wieder richtig ticken.
    Es ist nicht mehr auszuhalten mit diesen geistigen Tieffliegern.

  4. Mich würde interessieren, ob die ihre öffentlichkeitswirksamen „Aktionen“ auch ohne mediale Rückendeckung und strafrechtlichen Ahndung ausführen würden. Falls nein, handelt es sich um Terroristen, die sich zusätzlich mit dem Adjektiv „feige“ schmücken dürften. Und noch mehr interessiert mich, wer solche Bewegungen wie Fridays for Future finanziert – der Verdachte auf philantropische Stiftungen und „politisch engagierte“ Hedgefonds liegt natürlich nahe.
    Manche Fragen beantworten sich aber auch von selbst, wenn man sich fragt, wie es möglich sein kann, Gestalten wie Greta Thunberg vor der UN ihr bizarres Overacting der Öffentlichkeit zuzumuten. Bilder von der kuwaitischen Botschaftertochter (wesentlich glaubwürdiger) inszenierten Brutkastenlüge drängen sich auf.
    Neben der Unterdrückung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu dem Thema (die j, ein weiteres Indiz für eine Inszenierung des „menschengemachten Klimawandels“. Graswurzel sieht das anders aus. Ich frage mich, wie es möglich ist, ein Großteil der Bevölkerung für so etwas empfänglich zu machen. Zu viel Hollywood?

    • „Mich würde interessieren, ob die ihre öffentlichkeitswirksamen „Aktionen“ auch ohne mediale Rückendeckung und strafrechtlichen Ahndung ausführen würden…“

      Mich auch. Inzwischen entsteht der Eindruck der Duldung und Straffreiheit.

      • Strafvereitelung diesbezüglich i.d. Justiz scheint bereits zum Alltagsgeschäft
        zu gehören.
        Deshalb kann absolut nicht mehr von einer funktionierenden Demokratie die Rede sein.
        Autokratie ist das Stichwort und noch viel mehr.

  5. Es ist keine Psychose, sondern umgekehrt eine Religion oder Gruppendenken. Bei einer Psychose ist die Wahrnehmung übermotiviert, beispielsweise Stimmen hören, die sonst niemand anderes wahrnimmt. Oder, der bekannteste Weg: mit psychoaktiven Substanzen die Sinne überreizen.
    Bei einer Religion oder dem Gruppendenken bestimmt umgekehrt der Teamgeist die Teilnahme und damit den Effekt. Die Zugehörigkeit des Einzelnen zur Gemeinschaft löst sein Verhalten aus, ähnlich einem Schwarmfisch oder Herdentier. Jede Sekte funktioniert nach diesem Prinzip.

  6. Greta sitzt mit selbstgebasteltem Pappschild an einer Hauswand in Schweden auf dem Boden. REIN ZUFÄLLIG kommt an genau diesem Tag, in genau dieser Stunde, an genau diesem Ort Ingmar Rentzhog, REIN ZUFÄLLIG PR-Experte, dort vorbei. Macht Fotos. REIN ZUFÄLLIG hat Herr Rentzhog auch exzellente Kontakte zu Organisationen, die mit viel Geld ausgestattet sind und dichte, global verzweigte Netze und sehr reiche Geldgeber haben. REIN ZUFÄLLIG ist er auch Vorsitzender des Think Tanks „Global Challenge“. REIN ZUFÄLLIG bringt Gretas Mutter auch wenige Tage später ein neues Buch über sich und Greta heraus. Und natürlich REIN ZUFÄLLIG postet Ingmar Rentzhog sein anrührendes Foto von Greta auf Instagram und Facebook samt einem langen, herzerweichenden Artikel genau am Tag der Buchvorstellung. REIN ZUFÄLLIG hatten sich Rentzhog und Gretas Mutter aber schon früher mal getroffen. Am 4. Mai 2018 bei einer Klimakonferenz. REIN ZUFÄLLIG wurde er an genau diesem Tag auch Vorsitzender des genannten Think Tanks. Der REIN ZUFÄLLIG von Milliardärin und Ex-Ministerin Kristine Person von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei gesponsert wird.

    https://www.eu-infothek.com/welche-politische-gruppierung-steckt-hinter-der-fridays-for-future-bewegung-aufdecker-gesucht/

    Und für so etwas interessiert sich niemand zufällig:

    Nicht nur, dass bei international sinkenden Rohölpreisen die Spritkosten explodieren, nein, auch auf dem Holzmarkt klafft die Schere immer weiter auseinander. Die Holzpreise auf den internationalen Märkten rasseln rapide in den Keller und haben sich in wenigen Wochen halbiert, während in den Baumärkten und auf den Baustellen die Holzpreise „wegen Putin“ weiter in astronomische Höhen steigen.

    Aber solange „heute“ und „Tagesschau“ nicht darüber berichten, dass das nur zwei von vielen Facetten der gerade stattfindenden schamlosen Ausplünderung der sterbenden Zivilisation sind, wird die breite Masse nicht begreifen, in welch gigantischem Ausmaß sie verschaukelt und ausgesackelt wird.

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