
Am 1. Februar 1979 landete auf dem Flughafen Teheran-Mehrabad eine Maschine aus Paris, und mit ihr kehrte ein Mann zurück, der den Iran – und den Nahen Osten – nachhaltiger verändern sollte als jeder andere politische Akteur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Ruhollah Khomeini, fünfzehn Jahre zuvor ins Exil gezwungen, wurde von den jubelnden Massen empfangen. Wenige Wochen später war die Monarchie gestürzt, die Islamische Republik ausgerufen und ein neues politisches Modell geboren: Eine theokratische Herrschaft, die sich revolutionär gab und doch von Beginn an auf Repression setzte. Heute, 47 Jahre später, gedenken die Machthaber dieses Moments wie eines Gründungsmythos. Doch der Jahrestag fällt in eine Zeit, in der die ideologische Erzählung der Revolution brüchig geworden ist. Was einst als Befreiung von Fremdherrschaft und innerer Korruption propagiert wurde, wird von vielen Iranern längst als erstarrte Schreckensherrschaft empfunden – unfähig zu Reformen, brutal gegenüber der eigenen Bevölkerung und zunehmend isoliert auf der internationalen Bühne.
Die Islamische Republik lebt seit Jahren von geliehener Zeit. Spätestens seit den Protesten nach dem Tod von Mahsa Amini im Herbst 2022 ist offenkundig, wie tief der Riss zwischen Staat und Gesellschaft geworden ist. Eine junge, gut vernetzte Bevölkerung stellt die religiöse Legitimation der Herrschenden offen infrage. Der Staat antwortet mit Gewalt, Hinrichtungen und Einschüchterung – Instrumente, die kurzfristig Kontrolle sichern, langfristig jedoch Loyalität zerstören. Gleichzeitig verschärft sich die außenpolitische Lage dramatisch. Das Regime in Teheran versteht sich seit 1979 als revolutionäre Macht, deren Einfluss weit über die eigenen Grenzen hinausreicht. Die Unterstützung von Milizen im Libanon, im Irak, in Syrien und im Jemen ist Ausdruck dieses Anspruchs – und zugleich Quelle permanenter Instabilität.
Schrumpfender Spielraum für Diplomatie
Für Israel stellt der Iran seit Jahren eine existentielle Bedrohung dar; die Golfstaaten wiederum sehen sich zunehmend von Raketen, Drohnen und Stellvertreterkriegen umzingelt. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Möglichkeit einer direkten militärischen Konfrontation mit den Vereinigten Staaten neue Plausibilität. Washington hat lange auf Abschreckung und Sanktionen gesetzt, doch die Eskalationsspirale im Nahen Osten, die Angriffe auf die Schifffahrt im Golf und die unverhohlene Feindschaft gegenüber Israel lassen den Spielraum für Diplomatie schrumpfen. Ein Krieg wäre kein isoliertes Ereignis, sondern ein regionaler Flächenbrand – mit unabsehbaren Folgen für Energieversorgung, globale Sicherheit und nicht zuletzt für die iranische Bevölkerung selbst.
Paradoxerweise könnte gerade diese äußere Zuspitzung das innere Ende der Islamischen Republik beschleunigen. Historisch betrachtet sind autoritäre Systeme selten an Reformen zerbrochen, oft jedoch an der Überdehnung ihrer Macht. Khomeinis Revolution verdankte ihren Erfolg auch der Schwäche eines Regimes, das den Kontakt zur Gesellschaft verloren hatte. Heute scheint sich dieses Muster zu wiederholen – nur unter umgekehrten Vorzeichen. Ob das Ende der islamistischen Herrschaft tatsächlich bald eintritt, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Der 47. Jahrestag von Khomeinis Rückkehr wirkt weniger wie ein Triumph der Geschichte als wie eine Mahnung: Revolutionen, die ihre eigenen Kinder fressen, verlieren irgendwann auch ihre Mythen. Und ein Staat, der seine innere Krise nach außen projiziert, riskiert am Ende alles – seine Macht, seine Stabilität und vielleicht sogar seine Existenz.
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9 Antworten
Es wäre so einfach gewesen.
Der Ober – Islamist lebte in
Paris in einem Zelt.
Ein schönes Mittel in den Tee
und dann in der Nacht eine
giftige Schlange ins Zelt lassen.
+++++
Viele Menschen würden heute
noch leben.
….Ob das Ende der islamistischen Herrschaft tatsächlich bald eintritt, bleibt offen. ….
Tja! Denn …. Äh nee ich lasse es. Bringt hier eh nix!
:::
Marjane Satrapi
1979 live miterlebt, Ihre Reaktion war Comics und einen Film zu machen!
PERSÉPOLIS – Castellano 1997,
deu. Untertitel sollten verfügbar sein
https://www.bitchute.com/video/YztnkqMUd78u
95Min.
tja. 45 jahre her. vertickt auch seine verbrecher in die welt um unruhe zu stiften. das ist die religion des friedens und die dummen europäer finden das gut. allen voran die engländer, franzosen, belgier und nicht zu vergessen das ewige dummland.
Frankwalter dürfte Tränen in den Augen haben und vermutlich auch feucht im Schritt sein.
Man kann Israel beim Konflikt mit Iran nur die Daumen drücken und hoffen, dass die USA weiterhin fest an der Seite Israels stehen.
Auf Deutschland kann sich Israel leider nicht verlassen.
Auf den Rest der EU teilweise noch sehr viel weniger. Besonders Frankreich, Österreich und Grossbritannien müssen noch mehr Rücksicht auf die Millionen Muslime im eigenen Land nehmen.
Gott wehrt sich nicht bei Betrug, mit seinen Religionen! Das muss Bürger regeln, Priester sind da vor Pe_ge_fangen! Geht es doch hier um Ihr€e R€ligion und Sicherheit vor körperlicher Arbeit .Na fast genau wie in der Politik. Wer arbeitet da noch für Bürger ,Steuerzahler, Wähler ? Jaja Weiß das zu bemerkeln ist schoo recht-S !
Dazu fällt mir ein: zum 40jährigen Jubiläum der „Islamischen Revolution“ gingen Glückwünsche aus dem Schloss Bellevue nach Teheran. Dem 2017 zum ersten Mal als US-Präsident gewählten Donald Trump verweigerte der Bundespräsident die Glückwünsche. Nicht mein Bundespräsident!!!
Steht Syrien vor dem nächsten Exodus von Migranten nach EUropa?
In Syrien bestätigt sich das, wovor viele gewarnt haben: Machthaber Ahmad al-Scharaa hält wenig von Demokratie und Minderheitenschutz. Jetzt geht er gegen die Kurden vor. Die Grünen, die mit Annalena Baerbock den Sturz von Assad begrüßt hatten, gerieren sich nunmehr als Kritiker der zögerlichen Bundesregierung.
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/steht-syrien-vor-dem-naechsten-exodus/
Es gibt schon Berichte, dass bereits 140.000 Menschen aus Nord-Syrien auf der Flucht sind, wegen der neu aufgeflammten Kämpfe zwischen den pro-westlichen
HTS-Terroristen gegen die Kurden.
Und in den alternativen englischsprachigen Pro-Trump-Medien wird derweil berichtet, dass Israel merkwürdigerweise die syrischen islamistischen Terroristen des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Norsyrien bei ihren Massakern an den Kurden stillschweigend unterstützt. Seltsam im letzten Jahr hat sich doch Israel schnell eingemischt als die Drusen von den HTS-Islamisten (Hayat Tahrir al-Sham (HTS)) bombardiert wurden. Da war Israel schnell zur Stelle, um die Drusn zu beschützen udn sein Vorgehen mit Kampf gegen Terroristen rechtfertigt. Im Falle des gewaltsamen Vorgehens der HTS-Al-Qaida Terroristen gegen die pro-israelischen Kurden in Nord-Syrien, sind sowohl Israel als auch die US-Regierung auf der Seite der Islamisten.Das hat auch der US-Botschafter in der Türkei Tom Barrack in den letzten Tagen mehrfach betont.Er rief die Kurden dazu auf, die Waffen
niederzulegen.Unfassbar!
Das HTS-Regime hat derweil bewiesen, dass es nicht nur ein Verbündeter der Türkei ist, sondern auch den Interessen der USA und Israels dient. Es hat geschwiegen über die Ausweitung der israelischen Besetzung in Südsyrien und dabei geholfen, einen Krieg gegen den Iran zu beginnen.
Ahmed al-Sharaa, ein ehemaliger al-Qaida-Terrorist, auf den bis vor einem Jahr noch ein Kopfgeld ausgesetzt war, wurde letzten November im Weißen Haus als „Übergangspräsident“ Syriens willkommen geheißen. Während sich Damaskus der Anti-IS-Koalition anschloss, wurden die amerikanisch-europäischen Sanktionen gegen Syrien aufgehoben. Zuletzt trafen sich das HTS-Regime und Israel am 6. Januar unter der Schirmherrschaft der USA in Paris, wo ein „Sicherheitsmechanismus“ zwischen den beiden Ländern eingerichtet wurde. Darauf folgten die Angriffe auf die kurdische SDF-Milizen.
Scheinbar sind die Verschwörungstheorien, welche pro-Iran Medien und Pro-russische Medien seit mehr als 10 Jahren vebreiten, sehr wohl war. Al-Qaida-Terroristen sind Werkzeuge der US-Imperialisten. Sie werden vollständig von den US-Regierung gesteuert. Es gibt auch viele US-Journalisten, die das genauso sehen. AUch die berichten schon seit Jahren darüber, dass die Al-Qaida Terroristen vollständig von den USA unterstützt werden.Es gab schon zu Beginn des Syrienkrieges, schon in den Jahren 2012/2013 sehr viele Berichte in arabischen englischsprachigen Medien, wo die Al-Qaida Terroristen damals schon überall dazu aufgerufen in ganz Syrien alle Alawiten, alle Kurden und alle Christen zu töten.Die prowestliche syrische Opposition (FSA) ist ja laut US-Generälen schon im Jahre 2013 eine Allianz mit Al-Qaida-Terroristen eingegangen um in Syrien nach einem möglichen Sieg gegen Assad nach dem Krieg einen Gottesstaat zu errichten!
http://www.longwarjournal.org/archives/2013/09/free_syrian_army_uni.php
Das heißt die US-Regierung hat damals schon einen Völkermord an den syrischen Minderheiten vollständig unterstützt. Und als im Dezember 2025 das Assad-Regime gestürzt wurde, war das HTS-Regime in Syrien sofort dazu übergegangen IS-Al-Qaida Terroristen aus den Gefängnissen zu befreien und danach wurde die Jagd auf die ethnischen sowie religiösen Minderheiten überall in Syrien eröffnet.
https://tkp.at/2025/05/04/israels-luftwaffe-unterstuetzte-islamistische-und-tuerkische-uebernahme-syriens/
Syriens Machthaber Assad beschützt sein Volk vor diesen Terroristen. Und die syrischen Christen standen mit großer Mehrheit schon seit Beginn des Syrienkriegs seit 2011 hinter ihm, (darüber brichtete sogar die New York Times mehrfach). Die gesamte Arabische Liga schickte außerdem noch ihre eigenen Milizen nach Syrien um die ungläubigen (Alawiten, Christen,Kurden) alle auszulöschen.Assad ist ein Alawit.
Und anstatt Assad zu helfen, haben sowohl die USA als auch Israel gegen Assad und seine Armee Krieg geführt.Israel bombardiert seit 2015(!) bis heute völkerrechtswidrig die Stellungen von Assad’s Armee. Israel hatte im Syrienkrieg nie die Stellungen von Al-Qaida oder ISIS Terroristen in Syrien bombardiert. Ich hatte auch schon an anderer Stelle auf ansage geschrieben, dass die Hamas ebenfalls die Terroristen in Syrien unetrstützte, um Assad zu beseitigen!
Die US Amerikaner unterstützten die Al-Qaida Ableger und die moderaten Kopfabschneider FSA. DIe US Amerikaner haben bis heute ihre Truppen aus Syrien nicht abgezogen und stehlen dort Öl im großen Stil.
Nicht nur das Leid der Christen im Syrienkrieg, sondern auch das Leid der Christen im Irak hatten die US Amerikaner im Irakrieg ab 2003 ignoriert.Seit dem völkerrechtswidrigen US Amerikanischen Angriffskrieg gegen den Irak ab 2003, setzte ein regelrechter Exodus, also eine Massenflucht von Christen aus dem Irak ein. DIe US Amerikaner ignorierten deren Hilferufe. Das kritisieren bis heute viele christliche Hilforganisationen völlig zu Recht. Aber was soll man auch anderes erwarten von den Massenmördern wie Ex-Präs. G.W. BUsh oder dem Kriegsnobelpreisträger Ex-US-Präsident B.Obama ?
https://www.gfbv.de/de/news/chronik-christen-verfolgung-syrien-7926/
https://apnews.com/article/middle-east-islamic-state-group-saddam-hussein-baghdad-iraq-296b5588995cf7be62b49619bf1a7bb6
https://www.theamericanconservative.com/how-the-iraq-war-became-a-war-on-christians/
Ich habe gestern gestern erneut bei WELT-Online unter mehreren Artikel über den Iran mir die Lesermeinungen durchgelesen dun war mal wieder perplex, wie viel Unsinn udn welche Lügen dort verbreitet werden, die von vielen WELT-Online-Leserntatsächlich auch gegalubt werden (wenn man sich die Anzahl der Likes anschaut).
Zum Beispiel wird dort der Unsinn verbreitet, dass im Irak und in Syrien ebenfalls Mullahs an der Macht waren. Im Irak sind die Mullahs angeblich immer noch an der Macht, wird von mehreren WELT-Online-Usern behauptet. Syriens Ex-Machthaber Assad soll angeblich ein gläubiger Schiit gewesen sein (er war Alawit, kein Schiit!) und Assad soll angeblich sein Volk genauso brutal unterdrückt haben wie das Mullah-Regime in Iran, vor allem auch während des Syrienkrieges (eine Lüge, welche die syrischen Minderheiten wie Armenier, andere christluichen Minderheiten sowie Drusen und Kurden bestätigen können bzw. mit ihren Aussagen in der Vergangenheit sogar tatsächlich widerlegen konnten, dass viele Aussagen über den brutalen Assad-Diktator gelogen und von den westlichen sowie von arabischen Staaten in den Umlauf gebracht wurden. Assad hat die Minderheiten in seinem Land vor den Terroristen während des Syrienkrirges geschützt).
Außerdem wird auf Welt-Online unter den Lesern eine extrem schwachsinnige Lüge verbreitet, dass der Irak vor allem dank dem US-AngriffsKrieg ab 2003 und dem Sturz des Assad Hussein Regimes jetzt dank den USA angeblich eine blühende Demokratie gewordensind, wo angeblich die Wirtschaft aufblüht und prosperiert. Diese Behauptung allein wurde sogar von vielen Pro-Trump Journalisten udn Trump-Bloggern in den letzten 15 Jahren zig-Fach mit Daten dun Fakten widerlegt. Es gibt sogar viele Daten die Belegen, dass es dem Irak mittlerweile viel schlechter geht als noch unter dem Diktator Saddam Hussein. Die USA haben das mitzuverantworten, dass der Irak jetzt ein failed state ist!
Außerdem wird auf WELT-Online in den Leserkommentare dieselbe Lüge über Assad verbreitet wie bei der TAZ. Angeblich hat Assad die Kurden überall in Syrien verfolgt und massakriert, das neue Al-Qaida-geführte Regime will angeblich den Kurden nur helfen und sie aus der traumatischen Zeit unter Machthaber Assad jetzt herausführe, damit der Norden Syriens mit den Kurden jetzt prosperieren kann (das behaupten auch die TAZ-journalisten). Welch ein Schwachsinn!
Die Al-Qaida und die Kurdischen Milizen im Norden Syirens waren während des Syrienkrieges keine Verbündeten!
DIe Welt-Online User sind sich außerdem noch in einem Punkt einig, dass das Mullah-Regime den gesamten Nahen Osten destabilisieren würde udn dass das Mullah-Regime alle Terror-Milizen im Nahen Osten finanziert dun unterstützt.
Das allein kann gar nicht stimmen. Es gibt viele Terror-Milizen, welche es sich zum Ziel gesetzt jhaben alle Schiiten und Perser sowie alle Alawiten im Nahen Osten zu töten. Zum Beispiel machten während des Syrienkrirges nicht nur die ISIS, sondern außerdem noch die Al-Qaida-nahen Milizen gezielte Jagd auf Alawiten udn Schiiten in ganz Syrien durchgeführt und alle getötet. Es wurde sogar überall in Syrien zum Völkermord an den Alawiten und an Christen aufgerufen. Die Hisbollah (schiitisch) und andere schiitische Milizen haben zusammen mit Assad’s Armee diesen Völkermord verhindert!
Übrigens für die afghanische Taliban sind die Schiiten auch ungläubige Ketzer und für die sunnitisch-islamische Taliban sind Schiiten (die Iraner sind mehrheitlich Schiiten und das Mullah-Regime im Iran ist schiitisch) keine Muslime…