Der neue grüne Mensch und die exakte Wissenschaft

Geistererscheinungen im Endzeitkult der Bildungseliten (Symbolbild:Pixabay)

Der Name Josef Stalin dürfte den Älteren unter uns noch bekannt sein. Die Jüngeren halten ihn wahrscheinlich für den Bassisten einer deutschen Industrial-Metal-Band aus Oer-Erkenschwick. Wie auch immer: Dieser Josef Stalin träumte vom neuen Menschen. Mit großem Geschick und entsprechender Verschlagenheit begann er seinen Traum des „Sowjetmenschen“ umzusetzen. Ab 1928 ließ er seine Propagandaorgane – Lehrer, Priester und die Anfänge der „Irgendwas-mit-Medien“-Klasse – Parolen vom unmittelbar bevorstehenden Kollaps des kapitalistischen Europas verkünden. Die Ereignisse des Jahres 1929 schienen ihn zu bestätigen, und seine Jünger rannten ihm mit großer Begeisterung zuerst hinterher und dann in den sozialistischen Opfertod. Josef Stalins Experiment scheiterte nach vielen Millionen Toten.

Im besten Deutschland aller Zeiten (und nicht nur dort) läuft aktuell ein ähnliches Experiment mit dem Ziel, nicht den „Sowjetmenschen“ zu erschaffen, sondern den grün-vegan-polyamorösen-klimagläubigen-drogenaffinen Bildungsallergiker mit wechselndem Geschlecht. Getreu dem womöglich Jahrtausende alten Motto „Halt du sie dumm – ich halt sie arm“ haben die Mächtigen seit Jahrzehnten am Niedergang des ehemals als Volk der Dichter und Denker bekannten Mitteleuropäer gearbeitet und scheinen bald am Ziel angelangt zu sein. Beispiel gefällig? Gerne! Ein dem Denken durchaus abgeneigter Twitter-Nutzer gab vor Kurzem eine Kostprobe seines für die neue Zeit ausreichend scharfen Verstandes, indem er folgendes zwitscherte:

(Screenshot:Twitter)

Der wahre Grün-Gläubige interessiert sich nicht für höhere Mathematik, nicht einmal für Mathematik für Grundschüler, nicht einmal für die Grundrechenarten, sondern ausschließlich für grüne Mathematik. Dieses Prachtexemplar angewandter deutscher Gründlichkeit – jedenfalls wenn es um das Abtrainieren jedweder intellektueller Fähigkeiten geht – könnte im Parlament richtig durchstarten, und bei seinem/ihrem/dingsbums Gefühl für Zahlen steht auch einem Platz im Kabinett als Finanzminister nichts im Weg.

Grüne Bildung macht indes vor keinem Wissensgebiet halt. Ein Paradebeispiel für grüne Geographie ist unsere gegenwärtige Außenministernde, die von Ländern weiß, die „hunderttausende von Kilometern” entfernt liegen. Vielleicht ist sie ja eine Verschwörungstheoretikerin, da es in Aluhut-Kreisen als ausgemachte Sache gilt, dass die Erde eine Scheibe sei, dass Mittelerde von einem Eisring begrenzt würde und dass sich hinter der Eisbarriere ferne Zivilisationen befänden? Dort lägen dann also sehr wohl Länder, die hunderttausende von Kilometern von Mitteleuropa entfernt sein könnten. Was weiß Annalena Baerbock noch alles, was sie uns nicht sagt?

Grüne Physik und andere Traumtänzereien

Für den neuen Menschen mit grüner DNA hat die Schöpfung keine Geheimnisse mehr. Ihm erschließt sich die grüne Physik sofort und intuitiv. Erstaunlich, was er so alles weiß: Um Strom zu sparen, muss man den Stecker des Stromkabels nur so in die Steckdose stecken, daß das Kabel der Schwerkraft folgend nach unten zeigt. Das Stromnetz ist der ideale Stromspeicher. Volt, Watt, Ampere, Ohm sind beliebig untereinander austauschbar und haben keinerlei Einfluß auf die Verfügbarkeit von Strom beim Endverbraucher. Gasspeicher kann man über 100 Prozent füllen. Photovoltaik bei Nacht, Windenergie bei Flaute – papperlapapp! Der Strom kommt aus der Steckdose. Ende der Diskussion.

Grüne Ökologie wiederum bedeutet, dass Bäume zu fällen, um Braunkohle im Tagebau zu ermöglichen, böse ist. Das ist Zerstörung von Natur. Das Fällen Jahrhunderte alter Eichenwälder hingegen, um Windrädern Platz zu machen, ist aber ökologisch grün. Autofahren und Heizen wiederum ist böse, warm duschen auch – aber pausenlos online sein und damit riesige Server-Farmen beschäftigt halten, die den Stromverbrauch von Kleinstädten übertreffen, geht völlig in Ordnung. CO2 reduziert man am besten, indem man innerstädtisch stundenlange Staus provoziert. Zu diesen Happenings – ganz eines John Lennons und einer Yoko Ono würdig, die in den 1970ern ja ihre legendären Bed-Ins abhielten – fährt man selbstverständlich mit dem Auto. Und weil nach den grünen Jüngern des Sankt-Florians-Prinzips nur die Gesinnung zählt und nicht irgendwelche Taten, kann man im Winter auch die Wohnung auf 24 Grad erwärmen. Sparen werden schon die anderen.

In freudiger Erwartung

Grüne Medizin ist auch eine wunderbare Wissensdisziplin: Masken sind notwendig, um sich und andere zu schützen. Zum Beispiel, wenn man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist. Sobald man dann aber, um vom Hauptbahnhof zur eigenen Wohnung zu gelangen, ohne Maske in der überfüllten U-Bahn fährt, ist das wiederum völlig gefahrlos und geht in Ordnung. Die wunderbare Welt des Torben-Julian und der Lea-Genoveva.

Der neue grüne Mensch ist auch religiös. Er glaubt fest an die Klimakirche, an die Wissenschaft, besonders an die Pharma-Kirche und natürlich an die seriösen Qualitätsmedien. Fakten erschüttern sein Weltbild allenfalls peripher. Die verehrungswürdigen Heiligen dieser Kirche sind dann die fanatischsten Umweltschützer, wenn es um die Gewohnheiten und Bedürfnisse anderer Leute geht. Selbst sind sie die kompromisslosesten Vielflieger und vorlautesten Besserwisser bei minimalster Kompetenz. Nicht zu vergessen die konsequentesten Vorbilder beim Ausleben des Corona-Kultes (sofern Kameras dabei sind). Voll freudiger Erwartung dürfen wir also der Zukunft entgegen sehen: Deutschland wird ein neuer Kirchenstaat. Die Klimakirche wird die 10 Gebote ihrer Klima-Scharia – die vor kurzem auf der Sinai-Halbinsel verkündet wurden – konsequent durchsetzen. Und wer sich nicht vorstellen kann, wie diese Zukunft aussehen könnte, dem sei der Film „Idiocracy” wärmstens empfohlen.

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14 Kommentare

  1. Sie sollten sich über die Kompetenz der GRÜNEN nicht lustig machen.

    Woher sonst wüssten wir, dass man am besten gegen den Einsatz von fossilen Energieträgern protestiert, indem man sich mit aus Erdöl erzeugten Polyurethanklebstoffen an aus Erdöl erzeugtes Bitumen (Asphalt) klebt.

    Woher sonst wüsste wir, dass nicht nur Pflanzen, sondern auch Menschen CO2 verbrauchen – die mit geringerem Einkommen natürlich weniger.

    „Menschen mit geringerem Einkommen verbrauchen meist weniger CO2.“ – Annalena Baerbock (GRÜNE) am 04.06.2021

    Woher sonst wüssten wir, dass AKWs bei Kälte nicht helfen.

    „Wir haben ein Wärme- und ein Versorgungsproblem, kein Stromproblem. Und da hilft uns Atomkraft gar nichts.“ – Robert Habeck (GRÜNE) am 12.07.2022

    „Mit Verlaub, mit Atomenergie kann man im Winter nicht heizen.“ – Claudia Benedikta Roth (GRÜNE) am 08.01.2009

    Und woher sonst wüssten wir, wieviele Gigabyte an Energie wir noch übrig haben.

    „Im Spitzenlastbereich, dann wenn der Energieverbrauch am höchsten in Deutschland ist, verbrauchen wir ungefähr 80 Gigabyte. Wir produzieren aber ungefähr 140 Gigabyte, das heißt, das Anderthalbfache dessen haben wir immer noch übrig.“ – Cem Özdemir (GRÜNE) am 15.03.2011

    Kompetenter können doch nur noch diejenigen sein, die diese Leute gewählt haben.

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  2. Noch so ein dreckiger Satz, passend zu dem einen „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie Kuchen essen.“
    Als fundamental gläubiger Katholik verstehe ich die Welt besser, als die ganzen Klugscheißer, die die Welt verbessern wollen. Modérn geht immer Richtung módern.

  3. Wenn 2023 jeder sein Geschlecht frei wählen kann, dann soll er auch die Ergebnisse des 1×1 frei wählen können und die Formeln der Physik nach Gutdünken zusammenbauen können. Einsteins Relativitätstheorie gehört abgeschafft. Sie ist einfach nur rassistisch. Einstein ist zwar Jude, aber trotzdem ein bösartiger alter weißer Mann gewesen.

    Die Welt wird staunen.

    • Vor Jahren hat eine US Behörde mal ein Unternehmen beauftragt, über Risiken bei der längerfristigen Lagerung von Atommüll nachzudenken.
      Eine der Gefahren war der Feminismus.
      Wenn eine feministische Gesellschaft in ca 100 Jahren Atommülllager entdeckt, werden die erstmal schauen, von wem die Atom-Wissenschaft stammt. Und das sind nun mal weiße, alte Männer. Da also keine Frauen, Transgender usw involviert waren, wird die Atomwissenschaft auf den Müll geworfen und dann würde man, sorry, Sie das Lager öffnen. Mit allen Folgen.

      Gibts nicht? Doch.
      Sucht nach
      Sandia Report SAND90-3063 UC-721 Printed December 1991
      Expert Judgment on Inadvertent Human Intrusion into the Waste Isolation Pilot Plant
      https://www.osti.gov/biblio/5789311

  4. Grüne haben keine eigene Meinung – sie sind eine NGO der Globalisten und meinen immer das, was ihnen vorgegeben wird.

    Und zu Stalin gibt es eine interessante Geschichte:
    Nach dem Tode Stalins wurden seine wurden später unter Leonid Breschnew auch seine Verbrechen in der Dum besprochen. es durften auch schriftliche Fragen gestellt werden. Breschnew nahm die Zettel, las vor und antwortete. Da kam auch folgende Frage:
    „Wo waren sie, Herr Breschnew, während dieser Verbrechen ?“
    Breschnew blickte auf und fragte scharf: „Wer hat das geschrieben ?“
    Alles zuckte zusammen und sah zu Boden – und Breschnew lächelte :“ Sehen sie – genau da waren wir damals auch !“
    Die grünen sind irrelevant – wichtig sind die Stichwortgeber der NGO – Schwab, Soros, Gates, …

  5. Die grünen Spinner haben keine Religion. Das ist eine Sekte, deren Führer einem jeden Tag ins Ohr pinkelt und einem dann Weiß macht, dass es regnet.

    Wers noch nicht bemerkt hat, dass sind nicht die guten Grünen, die es noch vor 20 Jahren gab, dass sind durchgeknallte Möchtegernakademiker mit wenig Bildung und viel Einbildung.

    Die machen auch nicht Politik, sondern irgenwas mit Politik. Weil sie noch nie wirklich gearbeitet haben und auch gar nicht wissen, was Arbeit ist, sind arbeitende Menschen unheimlich. Deswegen auch Bürgergeld und bedingungsloses Grundeinkommen für ALLE.
    So fallen diese Faulenzer nicht auf und verstecken sich in der Masse .

    Geld kommt aus dem Automaten und Strom aus der Steckdose. Das ist Wissenschaft!

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