Der selbstverschuldete Niedergang der einstigen Qualitätsmedien

Der selbstverschuldete Niedergang der einstigen Qualitätsmedien

Der „Spiegel“ und die etwas andere Wirklichkeit… (Collage:Jouwatch)

Der jüngste Rohrkrepierer des „Spiegel“, den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, allen Ernstes zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“ zu erklären und diese an Absurdität nicht zu überbietende Titulierung  mit einem peinlichen, völlig inhaltsleeren und unterirdisch miserabel geschriebenen Artikel vermeintlich zu untermauern, war die vorerst letzte Strophe eines anhaltenden Abgesangs des einstigen Nachrichtenmagazins auf sich selbst. Noch vor 20 Jahren wäre es völlig undenkbar gewesen, dass ein derart grottenschlechtes Machwerk im „Spiegel“ erschienen wäre; weder hätte die Redaktion die Veröffentlichung zugelassen, noch wäre es überhaupt jemandem in den Sinn gekommen, eine solche Wahlkampfpropaganda zum Nachteil der größten Partei in Deutschland abzuliefern. Der Schuss ging bekanntlich maximal nach hinten los; statt neue Furcht vor der AfD zu schüren, schaffte es der „Spiegel“, dass Siegmund das Titelcover mit seinem Gesicht als Autogrammkarte nutzte und dadurch weiteren Auftrieb für seinen Wahlkampf erhielt.

Diese fulminant gescheiterte Kampagne stand symbolisch für den totalen Verfall des „Spiegel“, der tatsächlich einmal als “Sturmgeschütz der Demokratie“ galt, wie aber auch der gesamten bundesdeutschen Mainstream-Journaille, die jeden journalistischen Anspruch an sich selbst wie auch gegenüber ihrem immer kleiner werdenden Publikum aufgegeben hat. „Spiegel“, „Süddeutsche Zeitung“, „Stern“, „Zeit“ und andere einstmals hochrenommierte Publikationen, die die Geschichte der Bundesrepublik jahrzehntelang geprägt haben, sind zu Karikaturen ihrer selbst geworden, die nur die immerselben hohlen, abgedroschen Phrasen in ihre eigene linkswoke Blase hineinsenden. Eine auch nur einigermaßen objektive Darstellung der gesellschaftlichen Wirklichkeit in Deutschland, Europa und dem Westen insgesamt streben sie gar nicht mehr an und wären dazu wohl auch gar nicht mehr fähig, da ihre Realitätsverlust und ideologische Verblendung ebenso weit fortgeschritten sind wie bei den politischen Kräften, die sie blind verteidigen. Es geht ihnen nur mehr um die Bestätigung ihres eigenen einfältigen Weltbildes, weshalb sie einfach jeden Andersdenkenden zum Rechtsextremisten, Verschwörungstheoretiker oder “Gefährder“ stempeln. Die katastrophalen Folgen der millionenfachen kulturfremden Massenmigration blenden sie komplett aus. Dasselbe gilt für den Klima- oder Transwahn.

Blindheit für Fehlentwicklungen des Linksstaats

Der „Apollo News“-Journalist Daniel Gräber schrieb kürzlich: „Vor 30 Jahren träumte ich noch davon, irgendwann einmal für den Spiegel arbeiten zu dürfen. Für Investigativjournalisten war das damals die Champions League. Heute ist davon nicht mehr viel übrig“. Damit reagierte er auf einen Kommentar des Historikers und DDR-Experten Hubertus Knabe, in dem dieser die Blindheit der einstigen respektablen Medien für Fehlentwicklungen des Linksstaats auf den Punkt gebracht hatte – und zwar plakativ am Beispiel der Schilderungen des Zeitzeugen Axel Krause über Fanatismus und Brutalität des ehemaligen Vizevorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei Sven Hüber während dessen Zeit als Politoffizier bei den DDR-Grenztruppen. Hüber hatte letzten Monat gefordert, die Polizei in Sachsen-Anhalt solle aktiven Widerstand gegen eine eventuelle AfD-Landesregierung leisten. Damit zog er allerdings eine verstärkte Aufmerksamkeit auf sich, durch die seine eigene skandalöse DDR-Karriere ins öffentliche Bewusstsein gelangte. Binnen kürzester Zeit wurde öffentlich, wie problem- und geräuschlos dieser einst glühende und gehorsame Anhänger des SED-Regimes nach der Wende in die Polizei der Bundesrepublik wechseln konnte, wo er ebenso servil prompt das Lied seiner neuen Herren sang.

Als Hüber unter öffentlichem Druck von seinem Gewerkschaftsamt zurücktrat, schlagzeilte  der „Spiegel“ dazu tatsächlich: „Polizeigewerkschafter wurde wegen AfD-Kritik angefeindet – nun tritt er zurück“; eine weitere völlige Verdrehung der Realität – denn Hüber war deshalb zurückgetreten, weil er mit seiner AfD-Attacke in eklatanter Weise gegen das Mäßigungs- und Neutralitätsgebot von Beamten verstoßen hatte und weil er hoher Offizier der DDR-Grenztruppen war, was seinen an sich bereits inakzeptablen Äußerungen eine zusätzliche Brisanz verlieh. Der „Spiegel“ zeichnete diesen entscheidenden Zusammenhang gar nicht nach , sondern hob allein auf Hübers AfD-Kritik ab und erweckte so den grundfalschen Eindruck, er habe deswegen zurücktreten müssen.

Die freien Medien haben die Lücken der Lückenpresse gefüllt

Diese Verzerrung hat beim einstigen Nachrichtenmagazin Methode. Kein einziger der Skandale um die Corona-Politik wurde vom „Spiegel“ oder einem anderen Teil der Mainstream-Journaille je aufgedeckt, die sich stattdessen bedingungslos zum Propagandisten des Corona-Regimes machten. Längst sind es neue und viel kleinere Medien wie das „Multipolar“-Magazin, „Nius“ oder „Apollo News“, die solche Dinge ans Licht bringen. Der „Spiegel“ macht sich stattdessen zum Vorreiter der Skandalisierung von Albernheiten wie der Collien-Fernandes-Posse im März (die jedoch sofort  verpuffte und in der breiten Öffentlichkeit gar verfing, obwohl der gesamte Mainstream alles daransetzte, dies zu ändern). An den realen Verhältnissen wird weiterhin unverdrossen vorbeigeschrieben und gesendet, oder es werden eifrig Regierungsnarrative und -märchen verbreitet.

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Die freien Medien haben längst den Part der eigentlichen kritischen journalistischen Aufklärung übernommen und die Defizite und Lücken der nicht umsonst so genannten “Lückenpresse“ gefüllt, während der „Spiegel“ und seine Gesinnungsgenossen anderer Hofmedien diese faktisch aufgegeben haben. Sie fungieren nur mehr als Propagandisten und Komplizen des Staates und sehen sich primär als Erzieher und Vormünder des Volkes, nicht mehr als Kontrolleure der Macht. Deshalb verlieren sie auch in rasender Geschwindigkeit Leser und Zuschauer. Außerhalb ihres stetig schrumpfenden geschlossenen Milieus mit seinem verengten Mindset kräht kein Hahn mehr danach, was die einst renommierten Blätter, die geradezu als intellektuelle Statussymbole galten, von sich geben. Die Zeit dieser Publikationen ist vorbei und nein, das liegt nicht an der Digitalisierung oder an neuen Medienkonsumgewohnheiten. Sondern am Verrat an jeglichen hehren Idealen, die den Beruf des Journalismus einst ausmachten.

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4 Kommentare

  1. Lügenbolde sind vorwiegend Atheisten und Nihilisten.
    Erstere glauben an keinen Gott, Letztere glauben an gar nichts.
    In beiden Gruppen bilden Sozialisten gewissermaßen die große Schnittmenge.

    Weil die Gottlosigkeit seit Jahren eine Hausse erlebt, haben wir die Zustände, wie sie heute sind. Der Vormarsch des Islam in Europa ist quasi die Strafe dafür. Und der Krieg gegen das orthodoxe Russland, auf den die Lügner so zielstrebig hinarbeiten, wird sie schließlich zermalmen.

    Karma läßt sich nicht bescheissen.
    😜

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  2. Sehr guter Artikel, der das Problem beschreibt. In diesen Mediensumpf, egal ob Spiegel, Welt, Bild, FAZ oder SZ, man könnte glauben, die schreiben voneinander ab oder haben einen gemeinsamen Souffleur, Unruhstiftung, die Menschen verdummen und verarschen. Ablenken von Ursachen realer Probleme oder Ursachen ausblenden. Man muss ja nur mal die Historie verfolgen, woraus der Spiegel oder Bild hervorgegangen sind – im Kalten Krieg. Medien nach dem Kriege unter Dogma der Alliierten – dann die verklärende Auslegung von „Demokratie“ und Meinungsfreiheit zog mit den Einfluss dekadenter Linker und abstrakter Redakteure ein. Bestes Beispiel sind focus und t-online, die fahren zwei Schienen: Einerseits über den Verursacher und die Ursachen der vielen Kriege ablenken und immer Hetzen auf den zu Bekämpfenden und nebenbei Werbung für Prostata und Treppenlifte machen. Ich kann mich noch erinnern, 2023, als bei focus stand: „Eine Million toter Russen in einer Woche und Russland verliert 10.000 Panzer“ Und so geht das immer weiter. Focus, Spiegel, Welt, ntv…. wie sie auch alle heißen, man will uns verblöden und von sachlichen überpolitischen Analysen fern halten… weil deren Analysen auf Spaltung und Hetze orientiert sind.
    Es gibt aber einen zeitlichen Unterschied, vor 20 Jahren lagen in Warteräumen jene Journale des Spiegel oder Fokus, die man ggf. noch lesen konnte. Heute: Über Nacht wird von diesen Julius-Schleicher-Formaten glatt dazu aufgefordert, „deinen Nachbarn anzuzeigen, weil der eventuell mit Russen paktiert“… oder: „weil er für die AfD ist“.

  3. Vorwiegend, ok.
    Dazu gehöre ich als Atheist nämlich nicht und ich finde die Herleitung für zu kurz und dumm.

    Und die Gottlosigkeit unserer Gesellschaft ist auch nicht der Grund für den Vormarsch des Islam – in welcher Welt leben Sie denn?? Einzig und allein die Politik schafft die Zustände, zumindest die Duldung dessen. Wir als Gesellschaft dulden es nur größtmöglicherweise! Die Zündschnur ist offensichtlich lang, könnte aber das Ende erreicht haben.

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