Der Tanz ums goldene Trans-Kalb: Zwitter-Anbetung in Oxford

Neuenthüllte transkonforme Hermaphroditen-Statue „Woman of our times“ (Foto:ScreenshotTwitter)

Vergangenen Samstag bedankte sich die britische Abgeordnete Myfanwy Hertz via Twitter euphorisch dafür, dass ihr die „große Ehre” zuteil geworden sei, in Oxford die Statue „Woman of our times” enthüllen zu dürfen. Bei dem „Kunstwerk“, das eine Frau mit männlichen Genitalien zeigt, soll es sich laut Hertz‘ Worten um eine „bewegende drastische Darstellung moderner Feminität” handeln. Verzückte LBGTQI+-Aktivisten und Mitstreiter von Hertz aus den Reihen des auch an altehrwürdigen britischen Universitäten grassierenden Transgender-Kults äußerten sich voller Begeisterung über die geschmacklose, auch ästhetisch als Zumutung daherkommende Installation.

Außerhalb der woken Irrsinnsblase dürfte man das anders sehen: Dass die der Öffentlichkeit hier präsentierte Scheußlichkeit einer nackte Frau mit Pimmel und drei Händen, auf deren Kopf eine nicht eindeutig identifizierbare Kreatur thront, vor allem aus öffentlichen Geldern bezahlt wurde (was Hertz auch noch als sinnvolle Investition verteidigte), ist nicht minder abstoßend wie der neuerliche Versuch, den öffentlichen Raum mit Abartigkeiten und geschlechtsdekonstruktivistischem Tand anzufüllen. Man braucht nicht viel Kreativität um sich auszumalen, wie laut wohl der Aufschrei der Empörung gewesen wäre, wäre hier eine gesunde, nicht entstellte biologische Frau (mit zwei Brüsten und zwei Händen) abgebildet worden: Sexismus und ein stereotypes Frauenbild wären die geringsten Vorwürfe gewesen.

Ersatz für kulturmarxistischen Bildersturm

Es mag ja sein, dass Hertz und ihre „Gesinnungsgenoss*Innen” in dieser Skulptur tatsächlich ihr Verständnis des „modernen“ Frauenbildes verkörpert sehen; wer allerdings noch bei klarem Verstand ist, erkennt darin eher einen weiteren Versuch, eine öffentliche Ersatzkunst für die von „Cancel-Culture” auch in Großbritannien bedrohten Statuen, Denkmäler und Kunstwerke zu schaffen, die dem kulturmarxistischen linksradikalen Bildersturm folgen soll.

Als Auswüchse des politisch korrekten Genderwahns, der insbesondere in England mit besonderer Heftigkeit wütet, werden dort seit Aufbranden der „Black Lives Matter”-Bewegung Standbilder und Skulpturen berühmter Briten – etwa des Kriegspremiers Winston Churchill – buchstäblich „zur Disposition” gestellt oder verschandelt, weil man ihm und anderen Größen der britischen Geschichte „Rassismus” oder „Kolonialismus” (und was den woken Fanatikern sonst gerade einfällt), vorwirft. Geschichte soll ausgelöscht oder im linksideologischen Sinne umgeschrieben werden, es werden an geschichtliche Persönlichkeiten ausschließlich die heutigen, eigenen Blasen-Maßstäbe angelegt. Wie jedoch auch in Deutschland, hat man hingegen auch auf der Insel mit Massenmördern wie Lenin oder dem erklärten Antisemiten (und nach heutigen Maßstäben lupenreinen Rassisten) Karl Marx keinerlei Probleme oder Berührungsängste.

Die faschistoide Hetze gegen Abweichler im akademischen Wokistan hat dabei inzwischen auch in den englischen Traditionscolleges Ausmaße erreicht, die den von Dietrich Schwanitz vor 27 Jahren in „Der Campus“ beschriebenen Psychoterror gegen denunzierte Feinde weit übertreffen: Erst Ende letzten Jahres sah sich die Philosophin Kathleen Stock nach einer monatelangen Hetzkampagne gezwungen, die Universität Sussex zermürbt zu verlassen. Ihr „Vergehen” hatte darin bestanden, sich nicht dem hysterischen Trans-Hype angeschlossen und die schlichte Wahrheit ausgesprochen zu haben. Unter anderem hatte sie erklärt, Trans- Frauen seien in den meisten Fällen „Männer mit männlichen Genitalien” (der Fall Markus „Tessa“ Ganserer lässt grüßen).

Trans-Terror vor allem an britischen Hochschulen

Auch Harry-Potter-Schöpferin J.K. Rowling war aus dem Kreis der diversitätsgepolten Brahmanen ausgestoßen worden, nachdem sie sich vor zwei Jahren in einem Tweet über die in der Tat reichlich idiotische Bezeichnung „Menschen, die menstruieren” lustig gemacht hatte. Seither sieht sie sich, auch in deutschen Medien, dem Vorwurf der „Transphobie” ausgesetzt – umso mehr, als sie auch noch standhaft bei ihrer Ansicht blieb und unter anderem sagte: „Ich kenne und liebe Transgender, aber das Konzept von Geschlecht aufzuheben, entfernt auch die Möglichkeit vieler, sinnvoll über ihre Leben zu diskutieren.” Es sei „kein Hass, die Wahrheit zu sagen.” Kürzlich kritisierte sie auch noch ein in Schottland geplantes Gesetz zu vereinfachten Geschlechtsumwandlungen ohne vorherige medizinische und psychiatrische Gutachten. In ihrer Heimat schoss sie sich damit vollends ins Abseits: Aufgrund ihrer Äußerungen wurde sogar eine nach ihr benannte Schule umbenannt.

So bedrückend und bedrohlich ist der totalitäre Meinungsterror an Großbritanniens Hochschulen mittlerweile, dass sich die Johnson-Regierung bereits vor über einem Jahr gezwungen sah, ein Gesetz zum Schutz der Redefreiheit an Universitäten vorzulegen, um dadurch das eigentlich unveräußerliche Grundrecht auf Meinungsfreiheit in einem der Mutterländer dieser Freiheit – man denke nur an die Bill of Rights – zu retten und schützen. Die Enthüllung der grotesken Statue in der altehrwürdigen Universitätsstadt Oxford zeigt allerdings, dass die Geisteshaltung, die hinter dieser Bedrohung der Freiheit steht, weiter fortbesteht und zahlreiche Mitläufer findet.

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19 Kommentare

  1. Die hockende Gestalt auf dem Kopf des Hermaphroditen könnte ein „Aufhocker“, also ein Dämon, sein. Andererseits erinnern die Gesichtszüge an die nilpferdartige Göttin Taweret (früher Thoeris genannt) der schwangeren Frauen im Alten Ägypten.
    Wenn man die dritte Hand, die eher weiblichen Gesichtszüge und die Frisur der Statue einmal ausblendet, hat man das Äußere vieler (vor allem älterer) Männer vor sich (Stichwort: Gynäkomastie).

  2. Ich bin rassistisch, homo- und transphob, dazu noch weiß, alt, männlich, esse gern Fleisch, fahre ein Auto mit Verbrennungsmotor und meine Gesinnung ist patriotisch-konservativ – mit anderen Worten, ich bin ein normaler Mensch.

  3. Wahrscheinlich wurde die umbenannte Schule „George Floyd Schule“ getauft. Es geht doch nichts über zeitgemäße Ideale. Wie z.B gewalttätige, vorbestrafte Schwarze. Die Welt ist komplett aus den Fugen und verrückt geworden! Aber, wenn das so weitergeht, haben wir sowieso bald Krieg. Und dann regiert wieder die Wirklichkeit. Und die wird den „Woken“ so gar nicht schmecken!

  4. Seufz.

    Zwitter sind Lebewesen mit sowohl männlichen als auch weiblichen Keimzellen. Diese kommen beim Menschen nicht vor (Ulrich Kutschera: Evolutionsbiologie, 2015).

    Dieses „Kunstwerk“ stellt also Pseudohermaphroditismus dar, bei dem die vermutlich männlichen Keimzellen (wenn der Penis echt ist) durch weibliche Geschlechtsmerkmale ergänzt sind – entweder durch eine Hormontherapie oder durch eine pränatal angelegte Fehlbildung, vermutlich Letzteres, die drei Hände deuten ja auf eine ausgeprägtes Fehlbildungssyndrom hin.

    Kälber mit angeborenen Fehlbildungen, wie etwa zwei Köpfen, werden in der Dritten Welt tatsächlich angebetet – zuletzt in der nordwestlichen Cajamarca Region Perus 2015 oder im indischen Dorf Katiha 2021.

    Nun ist sowas also endlich auch hier angekommen.

  5. Von Woke besoffene Neomarxisten wollen die westliche Lebensweise zerstören. Das ist einfach nur dekadentes Dreckszeug.

  6. Ja, „follow the science“ gilt nur, wenn es genehm ist. Das wird denen sowas von um die Ohren fliegen! Mein Mann(!) und ich haben schon Cola und Popcorn besorgt, damit wir vorbereitet sind, wenn es dann bald los geht. Und dann, um es mal mit Phil Collins zu sagen: Well, if you told me you were drowning
    I would not lend a hand.

  7. Das gehört auch zu unseren westlichen „Werten“ die die Ukrainer für uns verteidigen. Ob die das bei sich haben wollen? Was solls, diese westliche Gesellschaft ist dem Untergang geweiht, es sind die letzten Zuckungen der Dekadenz und Infatilität.

  8. Ob Gender-, welcher Wahn auch immer,
    die Zeiten werden immer schlimmer.
    Dort, wo im Land regiert Rotgrün,
    gibt es sofort ’nen neuen Spleen.
    Selbst wenn der eine Wahn vorbei,
    dann ist es denen einerlei,
    der nächste Wahn steht schon bereit,
    „Klima“ hört man nur noch zurzeit.
    Nicht von Erwärmung sprechen diese,
    das Klima hat jetzt eine Krise.
    Die krieg‘ ich, wenn ich das nur höre.
    Die denken, dass ich saudumm wäre.
    So dumm, wie die doch selber sind,
    ist nicht einmal das dümmste Rind.

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