Deutsche-Bank-Chef empfängt Klima-Radikale

Klima-Luisa gibt sich ab und an seriös – doch ihre Anhänger kennen weder Recht noch Gesetz (Screenshot:Youtube)

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing liefert derzeit gerade wieder ein weiteres erschütterndes Beispiel dafür, wie internationale Eliten sich der durch nichts außer der eigenen Anmaßung legitimierten Klimasekte unterwerfen: Er wird sich heute
mit den demokratisch nicht legitimierten, aus eigener Anmaßung zu „Führungspersönlichkeiten” erklärten „Fridays-for-Future-Aktivistinnen” Luisa Neubauer (Millionärstöchterchen aus Hamburg) und Evelyn Acham (aus armen Verhältnissen eines Drittwelt-Ex-Bürgerkriegsstaates stammende Uganderin) treffen. Besonders absurd: Die Initiative zu diesem Gespräch ging auch noch von Sewing aus, nachdem Neubauer auf der Hauptversammlung des Unternehmens kritisiert hatte, dass die Bank fossile Energieprojekte finanziere, insbesondere die des französischen Energiekonzerns Totalenergies. Dieser errichtet in Uganda und Tansania derzeit die 1.400 Kilometer lange East African Crude Oil (EACOP) sowie die dazu erforderliche Ölförderungs-Infrastruktur. Beides schmeckt den abgehobenen Lifestyle-Klimaschützerinnen nicht – auch wenn sich dadurch die wirtschaftliche Situation von Millionen Afrikanern deutlich verbessern wird.

Dass Neubauer zu Hauptversammlungen von Weltkonzernen eingeladen und mittlerweile –  wie ihre schwedische Gesinnungsgenossin Greta Thunberg – von weiten Teilen der Weltpolitik hofiert wird, nimmt sie offenbar als Selbstverständlichkeit hin. So fand sie auch nichts dabei, Sewing „olympiareifes Greenwashing“ vorzuwerfen, da er sich zwar für „Nachhaltigkeit” ausspreche, die Deutsche Bank aber seit 2015 „Kredite im Wert von 1,8 Milliarden Dollar an Totalenergies“ gegeben habe – an einen der größten Öl- und Gaskonzerne also, der aktuell die Eröffnung neuer Öl- und Gasfelder in über 20 Ländern plane. Von Sewing wolle sie wissen, ob er „rechtzeitig aus dem fossilen Geschäft aussteigen will, um die schlimmsten Klimakatastrophen aufzuhalten.” Bisher ziehe sich die Deutsche Bank kaum aus fossilen Projekten zurück. Acham verlangte von der Deutschen Bank, „sofort alle neuen Finanzierungen einzufrieren, die die Umwelt- und Klimazerstörung befeuern. Das betrifft Investitionen in Unternehmen, die Aktivitäten verfolgen, die nicht mit dem Klimazielen vereinbar sind wie Total.“ Die Unterkomplexität solcher Forderungen passt dabei gut zur unwissenschaftlichen Bildungsferne dieser plappernden, populistischen Gören, die nur in einer infantilen showverliebten Gesellschaft einen solchen Aufmerksamkeitsgrad erwarten können.

Mit Pipeline-Bombenträumen ins klimatisierte Konferenzzimmer

Dass sich Sewing hier mit linksradikalen grünen Terror-Fangirls trifft, scheint ihn nicht weiter zu jucken: Erst vor zwei Wochen hatte Neubauer für Schlagzeilen gesorgt, als sie während ihrer Teilnahme am Copenhagen Democracy Summit in Dänemark, angeblich „scherzhaft”, gedroht hatte: „Natürlich denken wir darüber nach, wie man die längste Rohölpipeline der Welt in die Luft jagen könnte.“ Die anschließend über sie hereinbrechende Kritik versuchte sie damit zu kontern, sie habe sich lediglich auf das Buch „How to blow up a Pipeline“ („Wie man eine Pipeline in die Luft jagt“) bezogen; dessen Verfasser ist der schwedische Sozialist und Klimafanatiker Andreas Malm, der unter anderem fordert, SUVs zu demolieren, um sie so „für immer von der Straße zu verbannen”, und der beklagt, dass „die Menschen, denen der Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist, einfach zu nett sind, zu gebildet” seien, „um etwas Derartiges zu tun”, gefolgt von der rhetorischen Frage: „Aber sind nicht auch Terroristen häufig hochgebildet?”.

Im „Spiegel” hatte Malm ein Forum erhalten, um eine „grüne RAF“ herbeizuphantasieren, und zu offener Gewalt aufgerufen: „Sollte die Klimabewegung den Kampf eskalieren? Sollten wir mehr tun, als nur friedlich demonstrieren, höfliche Petitionen verfassen und zivilen Protest leisten? Und stattdessen zu Mitteln wie Sabotage und Sachbeschädigung greifen? In der Debatte der Klimabewegung über zukünftige Strategien argumentieren einige von uns für eine solche Eskalation. Das beste Argument dafür ist der objektive Zustand dieses Planeten, der sich auch im vergangenen Jahr mit gewohnter Zuverlässigkeit verschlechtert hat.“ Von diesem radikalen Gedankengut hat sich Neubauer nicht etwa distanziert, sondern sie hat damit ihre eigenen Pipeline-Bombenphantasien versucht zu rechtfertigen.

Niedere Beweggründe

In geistig gesunden Zeiten wären Neubauers Äußerungen sowie der anschließende offene Bezug auf Demagogen, die offen zu Gewalt und Terror aufrufen, das Ende jeder Aktivistenkarriere gewesen – jedenfalls außerhalb ultraradikaler Zirkel. Das hat sich heute geändert. Heute finden es populistische, stimmungsgetriebene Politiker und smarte, grüngewaschene Manager völlig normal, solchen Figuren die Aufwertung einer Behandlung auf Augenhöhe zu verschaffen und mit ihnen zu konferieren. Neubauer und Konsorten sitzen dank einer linksgrünen Mischpoke in Sendern, Vorstandsetagen und Parlamenten so fest im Sattel, dass die Medien sie vor jeder Kritik abschirmen und ihre Agenda sogar noch proaktiv-propagandistisch begleiten. Im Falle der – vor allem männlichen – CEOs, die die Nähe einer jungen, attraktiven Frau wie Neubauer suchen (man denke hier an die absurde Andienung eines Aufsichtsratsposten durch den damaligen Siemens-Chef Joe Kaeser Anfang 2020) – mögen noch altherrentypische niedere Beweggründe eine Rolle spielen.

Sei es, wie es sei: Während Klein-Luisa jedenfalls von der Hochfinanz hofiert wird und der Chef der Deutschen Bank um eine Audienz bei ihr nachsucht, wohl um sich ihre unfundierten Unverschämtheiten noch einmal persönlich ins Gesicht sagen zu lassen, erledigen Neubauers Bodentruppen die Drecksarbeit, bei der sie das wahre Gesicht der Bewegung zeigen: Am Montag klebten sich Dutzende „Aktivisten“
vor dem Bundesfinanzministerium fest, um von den G7-Staaten einen Schuldenerlass für den globalen Süden zu fordern, damit dieser nicht mehr gezwungen sei, fossile Rohstoffe zu fördern. Dabei bekundeten sie auch ganz offen ihr Desinteresse am deutschen Rechtsstaat. Die Berliner Polizei, die wahrlich Wichtigeres als solche Einsätze zu tun hat, musste sie schließlich mit Sesamöl vom Boden lösen und einzeln in Gewahrsam tragen. Auch die apokalyptische Klimasekte „Aufstand der Letzten Generation“ blockiert seit letzter Woche fast durchgehend Berliner Autobahnen, um auf ihre absurden Anliegen aufmerksam zu machen. Die toxische Mischung aus kindlicher Naivität, fanatischer Rücksichtslosigkeit und öffentlicher Profilierungssucht hat eine gefährliche Eigendynamik angenommen, die zu immer weiterer Radikalisierung dieser „Bewegung” führen wird. Das Establishment, das die Wortführer dieses Wahnsinns nach Kräften fördert, scheint dies entweder nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen – oder es ist ihm völlig gleichgültig. Hauptsache die Gesinnungs-PR stimmt.

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10 Kommentare

  1. Ich behaupte, dass ein einziger richtiger SUV-Fahrer genügt, dem Klebe-Spuk ein Ende zu setzen: er bräuchte nur mit der maximal zulässigen Geschwindigkeit an einer einzigen Stelle über die Festgeklebten hinwegzubrettern!

  2. Gleich und gleich gesellt sich gern um nicht das Wort Pack zu wählen.
    Es geht nur um Gewinnmaximierung und dafür entspr. „Idelogien-Verkäufe“ !
    Deutsche Bank und diese Grüne sind für vieles bekannt, allerdings nicht positiv.
    Ein/e jede/r sollte sich seine eigenen Gedanken machen.

  3. …und weil das so ist, kaufe ich keine Deutschen Produkte oder Dienstleistungen mehr. Auch mein 30 Jahre alter Oberklassen Mercedes, der Unmengen an Ersatzteile verschlingt und damit richtig fett kostet, kommt weg, da ich es mit den Deutschen endgültig satt habe. Es ist überfällig das die den Schwachsinn, den insbesondere die vergrünt gegenderten Managerlein verkünden, direkt zu spüren bekommen. Zum 4. Mal aus der Geschichte nichts gelernt. Es fehlt nur noch das Sportpalast Geschrei „wollt Ihr den totalen Klimakrieg“ und man hört den Affenkäfig bis zum Mond. Na mir kann es 10.000 km weit weg ziemlich egal sein, wir können da nur noch am Gehäuse der Erbse ein rhythmisches Klopfen entgegnen. Jede Mühe ist da mittlerweile zuviel und sinnlos. Einfach zusammensacken lassen und fertig. Ende!

  4. Der hat nur die fleischgewordenen Aktien in Gestalt von Louischen begrüßt, frei nach Vespasian’s „Pecunia non olet“.

  5. „…wie internationale Eliten sich der durch nichts außer der eigenen Anmaßung legitimierten Klimasekte unterwerfen…2.

    Irrtum: Sie haben sich diese Leute für ihre eigenen Agenda auserkoren. Nie war scheinbare Opposition so systemkonform.

  6. da gabs im internet ein video von französischen polizisten, die die klebefingerchen lösen.
    ganz ohne öl.

  7. Wenn die Menschen hierzulande in ihren Wohnungen frieren müssen, oder ihren Arbeitsplatz wegen zu hohen Energiepreisen bzw. Energieengpässen verlieren, dann sollen die beiden „Gören“ – korrekte Bezeichnung – oder ihresgleichen froh sein, wenn die wütenden und verzweifelten Menschen nicht ihre grünen Parteizentralen und AntiCO2-NGOs anzünden, oder gar wenn sie selbst erkannt und angegriffen werden.
    Aber um solche Überlegungen anzustellen, dafür sind die beiden ferngesteuerten Luftpumpen wohl zu beschränkt.

    • falsch! nicht neu bauen und schon gar nicht neubauern sondern den Dreck einfach nur mal vor die Türe kehren und aufräumen. Man nennt das Großputz oder so, scheint heutzutage unbekannt geworden zu sein in dieser DDR 2.0; Kommunisten kennen sowas eh nicht. Nun denn, wenn man sich nicht einmal das Duschen noch leisten kann, braucht man auch nicht mehr zu putzen. Schon paßt es zusammen.

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