Deutschland als „Puff Europas“: Warum die CDU plötzlich wieder die Prostitution kriminalisieren will

Deutschland als „Puff Europas“: Warum die CDU plötzlich wieder die Prostitution kriminalisieren will

Legale Prostitution in Deutschland (hier in einem Saunaclub) (Symbolbild:Imago)

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner will offenbar ihr konservatives Profil schärfen – und trommelt nun für ein Verbot von Prostitution und Sexkauf in Deutschland. „Ich bin fest der Überzeugung: Wir müssen die Prostitution und den Sexkauf hierzulande endlich auch verbieten“, verkündete sie bei der Verleihung des “Heldinnen”-Awards in Berlin, und sprach sich für eine Regelung nach schwedischem oder norwegischem Vorbild aus, bei der Freier bestraft und Prostituierte entkriminalisiert werden. Weder das Prostitutionsgesetz noch das Prostituiertenschutzgesetz würden die Rechte der Frauen in der Prostitution nachhaltig stärken, behauptete sie. Es bleibe bei Übergriffen, Abhängigkeiten und Unfreiwilligkeit.

Wenn wir sonst über Frauenrechte sprechen, aber sagen, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere sei, dann ist das nicht nur lächerlich, sondern Verächtlichmachen von Frauen. Es gibt auch keine Schülerpraktika in diesem Beruf.“ Deutschland sei „der Puff Europas“, so Klöckner. Zumindest mit dieser Einschätzung hat sie recht – und zwar in jeder erdenklichen Bedeutung dieses Begriffs, auch ohne sexuelle Konnotation. In einer INSA-Umfrage im Auftrag von „Bild“ hatten sich vor zwei Jahren 64 Prozent gegen ein solches Verbot ausgesprochen; dennoch meint nun auch Klöckners CDU-Parteifreundin, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, ins gleiche Horn stoßen zu müssen.

Eerratisches Hü und Hott

Das erratische Hü und Hott der deutschen Kultur- und Sozialpolitik lässt sich an kaum einem anderen Thema besser illustrieren als an der rechtlichen und gesellschaftlichen Würdigung der Prostitution.  Zu den wenigen vernünftigen rot-grünen Maßnahmen, die sich ausnahmsweise einmal an der Realität orientierten, gehörte die Legalisierung der Sexarbeit durch die rot-grüne Regierung Schröder zu Beginn der 2000er-Jahre. Ziel war es, in Anerkennung der faktischen Normalität die Prostitution endlich aus dem Dunkel der halbseidenen Anrüchigkeit und Illegalität zu zerren. Prostituierte erhielten erstmals Möglichkeit, sich zu versichern und sich – ihrem eigenen Wunsch entsprechend – selbstbewusst als Dienstleister wie andere auch zu definieren, die einer regulären Tätigkeit nachzugehen, außerhalb der gesellschaftlichen Schmuddelecke.

Seither ist in Deutschland einiges passiert: Die woke Prüderie, die in allem “strukturelle” Ausbeutung und Diskriminierung sieht und nach entsprechenden beweistauglichen Missständen förmlich giert, aber auch die islamisierungsbedingte neue “Religiosität” im Land der zunehmenden Verhüllung, Verschleierung und haram-halal-Polarität hat den Zeitgeist abermals umgepolt – und die CDU, die ansonsten der kulturellen Selbstzersetzung in allen Bereichen lustvoll das Wort redet, stößt nun plötzlich ins Horn der postmodernen und -feministischen Sittenwächter, die diese Emanzipation des “ältesten Gewerbes der Welt”  wieder rückabgewickelt wollen.

Widerspruch immer obszöneren LBGTQ-Propaganda

Dabei braucht man weder Historiker, Ethnologe noch Sozialwissenschaftler zu sein, um vorherzusagen, dass eine erneute Verpönung der Prositution gravierende und verheerende Folgen zeitigen wird – und zwar auch dann, wenn “nur” die Freier kriminalisiert werden, während die Prostituierten straffrei bleiben. Seit eh und je, in allen Kulturen war käuflicher Sex ein Ventil zur Erfüllung eines menschlichen Grundbedürfnis abdeckt, dessen Tabuisierung und Kriminalisierung daher unweigerlich ebenso scheitern muss wie etwa auch eine Alkoholprohibition – weil Menschen immer Wege finden werden, dieses Verlangen zu stillen. Das zwangsläufige Resultat solcher Bemühungen ist es, die nicht abzustellende Nachfrage unweigerlich in den Untergrund zu drängen und so neue Kriminalität zu erzeugen – mit weitaus gravierenden Folgen.

Denn Prostitution wird auch dann, wenn sie – nach Klöckners Vorstellungen, nach irgendwelchen skandinavischen oder sonstigen “Modellen” –  erneut stigmatisiert wird, definitiv nicht verschwinden, sondern sie wird dem Menschenhandel und der Sexsklaverei Vorschub leisten. Schlimmer ist, dass sich unterdrückte Bedürfnisse verstärkt in häuslicher Gewalt oder einem weiteren Anstieg von Vergewaltigungen und Belästigungen im öffentlichen Raum niederschlagen. Ironischerweise versucht hier ausgerechnet die sonst so zeitgeistanbiedernde Union eine Entsexualisierung voranzutreiben, während sie zugleich von CSD-Paraden bis zu LBGTQ-Propaganda alles mitfeiert – also ausgerechnet die Milieus, in denen ein zunehmend obszöner sexueller Exhibitionismus und eine immer schrillere sichtbare Vernuttung der Gesellschaft Programm sind und die Banalisierung und Vulgarisierung von Sexualität immer abseitiger verherrlicht wird. Diese Schizophrenie muss man erst einmal hinbekommen.

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15 Antworten

  1. Warum die CDU plötzlich wieder die Prostitution kriminalisieren will ?

    Man will es sich mit den kommenden neuen Herren von
    Moshee und Madrassa nicht verderben.

    Sex gegen Geld ist offiziell unislamisch. Und….:

    Junge Leute müssen ,von Kindesbeinen an, zwangsweise CSD-Paraden bis zur LBGTQ-Propaganda voll cool und total MEGA finden, dürfen aber nicht
    bei Tante Anna im Club fic** !
    Shizophrene Situation!

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    1. Sie vergessen, das es im Islam einen Ausweg gibt.
      Die Hochzeit auf Zeit.
      Wurde so im IS Staat gemacht.
      Wenn ich mich richtig erinnere, ging der Mann mit der Frau zum Iman, dann heiratete man auf Zeit, der Iman bekam seinen Anteil und die Dame ihren Lohn und nach der ahem Action, ging man zum Iman und der hat dann die Ehe geschieden.
      Solange der Iman seinen Anteil bekam, war alles Islam-konform.

  2. @Warum die CDU plötzlich wieder die Prostitution kriminalisieren will
    gibt da sicherlich verschiedene Gründe.
    Auf de einen Seite ist der Sexualtrieb ein wichtiges Element, und darüber zu herrschen, gibt viel Macht. Alleine dadurch, das das Regime bei einem Verbot dann bei ausreichender Folgebereitschaft wohlwollend wegsieht, entsteht ein erhebliches Machtpotential.
    Auf der anderen Seite konnte man damals bei Nuttenpeter und den Millionen für Gewerkschaftler auch hören, das die Herren für ihre speziellen Unterhaltungen in Deutschland keine Leistungserbringer finden konnten und deshalb nach Südamerika gehen mußten, wo der Bedarf dann wohl eher gedeckt wurde – finanziert von einem gewissen Konzern, der Schwierigkeiten hat, seitdem diese Umfeldpflege nicht mehr so läuft.
    Vielleicht sind auch die Steuern und erlaubten Zuwendungen aus dem Gewerbe ihnen zu wenig – deren Gier ist ja inzwischen unbegrenzt :
    Mir fällt da Korruption ein, für die die sich selbst Absolution erteilt haben – vielleicht zahlen sie einfach zu wenig :
    Speziell für Politiker und Parteien :
    § 129 Bildung krimineller Vereinigungen
    (2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden,
    1. wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat,
    2. wenn die Begehung von Straftaten nur ein Zweck oder eine Tätigkeit von untergeordneter Bedeutung ist oder
    § 108e Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern
    (4) Ein ungerechtfertigter Vorteil liegt insbesondere nicht vor, wenn die Annahme des Vorteils im Einklang mit den für die Rechtsstellung des Mitglieds maßgeblichen Vorschriften steht. Keinen ungerechtfertigten Vorteil stellen dar
    1.ein politisches Mandat oder eine politische Funktion sowie
    2.eine nach dem Parteiengesetz oder entsprechenden Gesetzen zulässige Spende.

    Die wissen schon, wie sie sich den goldenen Teppich legen – selbst Al Capone wurde nicht wegen Erpressung, Vergewaltigung, Bankraub und Mord verurteilt, sondern wegen Steuerhinterziehung – er hat mit den Politikern nicht genug geteilt, der Gierhals !

    Kurz – es mag verschiedene Gründe geben – nur der Schutz von Frauen, Mädchen und Kindern hat damit nichts zu tun !

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  3. Frau Klöckner scheinen die Vergewaltigungen noch nicht ganz zu reichen? Oder sie meint damit selbst mehr abzubekommen?

  4. Sex gegen Geld?
    Da gibt es noch eine andere Variante die viel perfider ist.
    Sex gegen berufliches Fortkommen. oder eine bessere Stellung in der Gesellschaft.
    Da kann ich mich noch erinnern. 2 Freundinnen fuhren immer in die Nachbarstadt, eine Garnisonsstadt der NVA zum Schwof.
    Die eine wollte nur einen Unteroffizier heiraten den sie auch bekam. Wie viele sie dann vorher ausprobierte weis ich nicht. Die andere heiratete einen Studenten, nämlich mich. Ihre Mutter konnte dann damit angeben das der mal ein Ing. sein wird. Nun kam noch hinzu das sie mir einige Zeit nach der Hochzeit erzählte das sie vor mir einen von der Stasi hatte. Der ihr wohl auch dabei half das sie das Abi bei der VHS bestand. Der Klassenlehrer wollte sie vorher rauswerfen wegen schlechter Leistung. Beim anschließenden Studium soz. Handelsökonomie musste ich dann herhalten weil sie bei der abschließenden Hausarbeit durchfiel und da musste dann wohl auch noch zusätzlich der alte Freund nachhelfen. Welchen Lohn der bekam kann ich nur vermuten.
    Nicht nur Prostitution ist moralisch verwerflich sondern mit hinterhältigem Sex sich Vorteile zu verschaffen ist auch verwerflich und das kommt vorwiegend bei Frauen vor.

  5. Es ist zu komisch. Das, mit dem Versuch, das Poppen gegen Geld zu verbieten, haben wir mittlerweile schon soo oft im Leben gesehen und es wird – wie immer – grandios scheitern. Man kann es sich beim Zuschauen bequemmachen, das Popcorn bereitstellen und Wettendarauf abschließen, wer wann was macht und was jeweils dabei rauskommt. Dieses Theaterstück gibt es in verschiedenen Fassungen und in landestypischen Inszenierungen. Viel Spaß beim Genießen! Am Ende stehen dann die Verlierer da, hauen sich gegenseitig auf die Schulter und beglückwünschen sich untereinander. Nach der Sitzung dann zu Erika: „Schatzi, du weißt ja, wie die gesetzliche Regelung jetzt sein soll, aber keine Angst, ich erkläre dir wie du was du machen mußt. Keine Angst. Hier schon mal Geld, hast du was zu trinken?“ Hahahahahaha.

  6. Nachdem man Millionen an jungen , männlichen Migranten ins Land gelassen hat, kommt dieser Vorschlag eher unpassend. Sonst kann man demnächst als Frau nur noch mit einer Uzzi aus dem Haus gehen!

    1. Apropos der Name Puff ,ist mir auch schon untergekommen. So hieß einer in dem Betrieb wo ich als Schichtleiter tätig war.

  7. Klöckner soll ins Kloster gehen! Da gehört sie hin! Sollte dies nicht möglich sein, sähe ich eine Kombination Prinz Andrew zur Bewährung als Puff- Manager und Puffmutter als tolle Chance. Bei ihrer Ansage hätte sie sagen sollen, Berlin ist der « verdreckte Puff Europas» Das hätte was!!!…..Das war nämlich das erste, als ich 1999 hörte, dass der Bundestag seinen Dienstsitz von Bonn nach Berlin verlegte. Ein Paradies für viele dieser Herren, die man dort auch regelmäßig antrifft.

    Und wenn ich lese, dass regelmäßig bei internationalen Treffen, meinetwegen des WEF oder der Klimasekte, massenweise TAUSENDE „Wanderhuren“ eingeflogen werden, frage ich mich: soll dass denn zukünftig nur noch ein Privileg der sogenannten Eliten sein? Und was will Frau Klöckner gegen die Schnacksel–Urlaube in Richtung Fernost unternehmen? Und hat nicht die Hohe Politik, vornehmlich die CDU, erst die Rahmenbedingungen geschaffen für Importe von Prostituierten und Zwangsprostitution mit Menschenhandel?

    Völlig hirnverbrannt:….Will sie das mit den Drogen auch so handhaben? Den Konsum verbieten, aber die Drogenhändler dürfen weiter machen? Ich staune, welchen Schwachsinn manche Leute von sich geben und sich dabei besonders schlau fühlen, noch dazu, von uns bezahlt werden. FRAGE: Sind die alle im Drogenrausch???

    1. @dass der Bundestag seinen Dienstsitz von Bonn nach Berlin verlegte
      da war wohl Bahnhof Zoo ein gewichtiger Punkt – Taxifahrer könnten da was erzählen und es bis zum Minister bringen !

  8. Das ist doch direkt mal ein Modell zur zur Kriminalisierung von Drogenkonsum: Der Kokser, der das Geld dem legalen und gesundheitsfördernden Wirtschaftskreislauf entzieht, um es an der Umsatzsteuer vorbei für ein krankmachendes Pulver zu verplempern, muss dafür bestraft werden, bevor dieses Verhalten seuchenartige Ausmaße annehmen kann. Hingegen straffrei bleibt der freundliche Händler an der Ecke, der brauch ja schließlich das Geld.

  9. So gibt Frau Klöckner den linksliberalen Feminismus um mit jungen Wahlstimmen die CDU/CSU zu retten. Also wenn einer illegal in der Gesellschaft handelt dann sind es die etablierten Blockparteien mit Lobbys und NGOs die tagtäglich dieses Horrorzirkuszelt der Börseneliten von Übersee ermöglichen mit unbegrenzter Zuwanderung, Kuscheljustiz für Intensivtäter und Schikane gegen friedliche Opposition wo nur Worte fallen wo dann auch das SEK zur Stelle ist als hätte man ein Terrornetzwerk gesprengt. Alles ist Endzeit Richtung Agenda 2030 dem grenzenlosen Einweltstaat der ganz schön ins Stocken geraten ist da die Impfplicht nicht durchkam und der russische Bär immer noch tanzt als letztes Bollwerk in Europa. Kriegshetze dürfen die Herrscher und Systemmedien äußern ohne dafür belangt zu werden wo man aber immer jammerte nur von Rechts kommen solche Ansichten. Einst und noch jetzt werden Texte und Lieder indiziert oder verboten vom nationalen Rand wegen historischem Inhalt wo es um vergangene Kriege ging da diese Gewaltverherrlichung präsentieren und so die Jugend scharf machen. Naja wir befinden uns wie gesagt in einem aufgezwungenen Horror-Zirkuszelt was löchrig und wackelig ist. Möge es wie ein kleiner Furz im Winde verwehen mit samt den ganzen Sternchengöttern und ihren Handlangern. mfg

  10. Die Freier werden also kriminalisiert, wenn sie eine ‚Dame‘ am Strassenstrich ansprechen, wärend die ‚Dame‘, die sich eben genau deshalb an die Strasse stellt, straffrei bleibt!
    Muss man das verstehen?

  11. Frau Klöckner scheint nicht zu wissen, dass der „Beruf Prostituierte“ sich selbst im Berufsverzeichnis des Jobcenters zu finden ist!

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