Deutschland & Debatte: Fragen Sie sich einfach …

Fragen Sie sich… (Foto:Imago)

Will sich das „wir“ gar zu Tode labern? Braucht das „wir“ noch eine Debatte? Eine über die Debatte, vielleicht?

Der ehemalige „Bild”-Chef Julian Reichelt: „Wenn wir auf den Irrsinn der Corona-Maßnahmen zurückblicken, auf Regeln, die stur befolgt wurden, obwohl kein Mensch sie noch nachvollziehen konnte, stellt sich zwingend die Frage: Wozu könnte man Menschen noch treiben, wenn man ihnen nur genug Angst einjagt? Eigentlich bräuchte es eine breite Debatte, ob der Staat nicht viel zu mächtig geworden ist. Ob unsere Gewaltenteilung noch funktioniert, wenn unsere höchsten Richter zur (ehemaligen) Kanzlerin reisen und Nudeln essen, um dann ihre Maßnahmen abzunicken. Ob unsere Polizeibehörden noch verstehen, dass es ihre höchste Aufgabe ist, die Freiheitsrechte der Bürger zu schützen, nicht die willkürlichen Ansichten von Regierenden vor den Bürgern. Ob einzelne Demagogen wie Karl Lauterbach nicht deutlich weniger Befugnisse und vor allem deutlich kritischere Medien brauchen, um ihre Macht zu kontrollieren. Ob der Staat die Bürger mit drastischen Worten wie ‚Fake News‘ und ‚Verschwörungstheorie‘ einschüchtern darf, Strafen androhen darf, wenn er selber Fake News verbreitet und ‚Verschwörungstheorien‘ wahr werden lässt. Der Krieg in der Ukraine raubt uns die Geduld zur Rückschau, aber eigentlich bräuchten wir eine Debatte darüber, wie gefestigt unsere Freiheit ist.

Erste Klarstellung

Wer unterstellt, daß der Staat zu mächtig geworden sein könnte, der müsste zugleich auch unterstellen, daß ein solcher Staat eine Debatte darüber, ob der Staat zu mächtig geworden ist, jederzeit unterbinden könnte. Zu behaupten, wir bräuchten eine Debatte darüber, ob der Staat „nicht viel zu mächtig“ geworden sei, ist bereits die Aussage, daß er viel zu mächtig geworden ist. Andernfalls würde sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Debatte gar nicht stellen. Wir brauchen keine Debatte darüber, „wie gefestigt unsere Freiheit“ ist. Mit „gefestigt, gefestigter, am gefestigsten” kommt da kein Mensch weiter. Die Freiheit von „wir“ ist eindeutig ungefestigt, um nicht zu sagen „in Auflösung begriffen”. Das „wir” braucht auch keine Debatte darüber, „wie trocken” die Straße nach zwei Stunden Dauerregen noch ist.

Der Preis der Freiheit“ heißt ein sehr eindrucksvoller Film, den es im 360°-Kino in Arromanches-les-Bains zu sehen gibt. In sehr bewegenden Bildern wird in diesem Film die friedliche Landschaft der Normandie in Farbbildern von heute den Schwarzweiß-Aufnahmen aus den Tagen nach der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 gegenübergestellt. An dem Filmtitel hat sich noch nie jemand gerieben. Es scheint weithin akzeptiert zu sein, daß es für die Freiheit einen Preis zu entrichten gibt. Die Alliierten damals haben sich ihren Weg von der Normandie nach Osten nicht freidebattiert. Wo Debatten angstfrei geführt werden können, da herrscht die Freiheit, für die vorher schon bezahlt wurde. Wo sich die letzten Freiheitsreste nur noch zusammenkratzen lassen, so scheint es, wird es Zeit für eine neue Freiheitsfüllung im Debattenbecher. Die wird es nicht kostenlos geben. Gefallen muß einem das freilich nicht. Daß „wir“ eventuell eine „breite Debatte“ darüber gebrauchen könnten, ob der Staat „nicht viel zu mächtig“ geworden ist, ist im Grunde die Aufforderung, daß „wir“ uns ruhig weiterhin in die eigene Tasche lügen sollen, während die Zeit verstreicht. Über Freiheit läßt sich nicht endlos debattieren, während sie zusehends zerbröselt. Es läßt sich nicht von der Hand weisen: Mit der Bonner Republik und dem vielbeschworenen „Geist des Grundgesetzes“ hat die Lebenswirklichkeit in der Berliner Republik so viel zu tun wie das Rennpferd mit der Weinbergschnecke.

Aber was hätte er machen sollen, der Julian Reichelt, anstatt überflüssige Fragen zu formulieren? Daß uns der Krieg in der Ukraine die Geduld zur Rückschau raube, stimmt ja auch nicht. Welche Rückschau sollten sie denn halten, die heute Dreißigjährigen? Es hat vor einiger Zeit eine Umfrage gegeben unter den Zwanzig- bis Dreißigjährigen. Das Kürzel „DDR“ hatten sie zwar schon öfter einmal wahrgenommen, aber wofür es steht und was die „DDR“ konkret für ein Gebilde gewesen ist, das wussten erschreckend viele nicht mehr zu beantworten. Die Konnotation von „Nazi“ ist ebenfalls nicht mehr von geschichtlichen Fakten geprägt, sondern von einem Gefühl, daß „Nazi“ eben irgendwie „uncool, voll die rechte Scheiße“ und total unhip ist. Warum ist „Nazi“ total unhip? – „Keine Ahnung! Nerv‘ nicht!”. Nein, zur Rückschau fehlt einem immer größer werdenden Teil nicht die Geduld angesichts des Kriegs in der Ukraine, sondern das Wissen. Die Debatte um diesen Krieg ist ja schon ein Indiz dafür, woran es auch sonst noch fehlt. Die offen zur Schau gestellte Kriegslüsternheit verrät schließlich, daß sich kaum noch jemand fragt, was die NATO eigentlich sein sollte, und ob es hierzulande überhaupt jemandem zusteht, konkrete Interventionen zu fordern oder zu befürworten, obwohl weder die Ukraine noch Russland NATO- resp. EU-Mitglieder sind. Was inzwischen fast alle seit ihren Kindergartentagen verinnerlicht haben dürften, das ist, daß ein Angreifer immer böse ist, daß Gewalt keine Lösung ist, daß Konflikte verbal zu lösen seien – und daß man nur zu wissen braucht, wen man als Angreifer zu bezeichnen hat, um sich mit allen anderen wohlig in der Suhle des Bescheidwissens wälzen zu dürfen. Sich selbst auf der „richtigen Seite“ zu „wissen“, ist das wichtigste überhaupt. Welche Debatten sollten solche Leute noch führen können, selbst dann, wenn sie jede führen dürften, die sie führen wollen?

Zweite Klarstellung

Bereits dann, wenn man in einer Debatte heute das Wort „Bundesregierung“ ersetzen würde durch das Wort „Regime“, wäre die Debatte schon vorüber. Dem deutschen Inlandsgeheimdienst, euphemistisch „Verfassungsschutz“ genannt, wäre bereits jeder höchst verdächtig, der einen solchen Austausch der Begriffe in der öffentlichen Debatte vornähme. Wer es dennoch tut, debattiert bereits nicht mehr, sondern er „hetzt“. Wer dann noch behauptet, der Inlandsgeheimdienst schütze gar nicht mehr die Verfassung, sondern diejenigen an den Schalthebeln der politischen Macht, die immer öfter keinen Pfifferling mehr geben auf das Grundgesetz, der würde gleich als „Volksverhetzer“ gelten, ganz egal, wie groß der Teil des Volkes wäre, den er mit einer solchen Aussage erreicht. Den Straftatbestand der „Volksteilverhetzung“ oder der „Teilvolksverhetzung“ gibt es nicht. Ein tatsächlich verhetztes Gesamtvolk nennt auch niemand „verhetzt“, sondern „gespalten“. Ein gespaltenes Volk wiederum führt keine Debatten mehr, sondern es giftet sich über den Spalt hinweg gegenseitig an.

Wie sollte eine solche Debatte über den „viel zu mächtigen Staat“ und die Erosion der Freiheit auch stattfinden? In den Medien? Über die Medien? In den sozialen Netzwerken? – Es steht fest, daß die Journalisten in den Medien immer häufiger zu Aktivisten geworden sind, daß Redaktionen die Kommentarbereiche lieber schließen, als „zu viel falsche Meinung“ zuzulassen, und daß in den sozialen Medien die „unabhängige Faktencheckerei“ – in Wahrheit schwerst abhängig – ihr debattenfeindliches Unwesen treibt. „Wir“ bräuchten eine Debatte? – Ja, bräuchten „wir“. Wenn es wenigstens dieses „Wir“ noch außerhalb „unserer“ Einbildung gäbe. Aber das gibt es auch nicht mehr. Es gibt Meinungsblasen für „uns“ und es gibt Meinungsblasen für „die”. Es gibt Rechte „für mich“ und die Pflichten der anderen. Und dann fehlt es auch noch generell an der Unterscheidung zwischen Realität und „Narrativ“. Über das 1. Axiom der Sozialpsychologie („Jeder Mensch konstruiert sich seine eigene Realität”) ist den Deutschen im Lauf des vergangenen halben Jahrhundert derartig das Gehirn gewaschen worden in Bezug auf das, was Realität als Synonym für die eine objektive Wahrheit tatsächlich bedeutet, daß jede Debatte schon deshalb illusionär wäre, weil Wahrheit und Lüge unterschiedslos zur „gleichberechtigten Meinung“ verschmolzen sind. Die fundamental andere Meinung eines Anderen wurde zum persönlichen Angriff, und die Begründungen dafür, daß man nichts auf andere Meinungen zu geben braucht, liefern Etiketten, die stattdessen verteilt werden. Man klebt sie den Anderen auf die Stirn, sortiert sie so ein – und nimmt das dann als Rechtfertigung dafür her, daß es mit „so jemandem“ nichts zu debattieren gibt.

Nein, wer hierzulande ernsthaft „Freiheit“ reetablieren wollte, der müsste nolens volens ohne jede Debatte behaupten, daß er recht hat, und das dann als Begründung dafür hernehmen, statt zum Argument zur Waffe zu greifen. Das will niemand – und deshalb läuft es nach wie vor auf die Beschwörung des Segensreichtums von „Debatte“ hinaus. Vergessen Sie es einfach. Etwas ganz anderes müsste als allererstes passieren.

Fragen Sie sich einfach…

Es gibt eine Unmenge an Indizien dafür, daß eine übergroße Mehrheit hierzulande von falschen Voraussetzungen ausgeht. Eine davon: Ich lebe in einem Land, in dem ich frei meine Meinung äußern kann, denn mein Land ist demokratisch und mein Recht auf freie Meinungsäußerung ist grundgesetzlich geschützt. Eine Zensur findet nicht statt. Ist das so? Zensieren Sie sich womöglich selbst? Könnte es sein, daß Sie sich, eben weil sie davon ausgehen, in einem solchen Land zu leben, in eine Falle haben locken lassen, die u.U. folgendermaßen aussieht: Sie haben Verpflichtungen. Ihre Kinder wollen studieren, Sie haben ein Haus abzubezahlen, die Leasingraten für Ihr Auto zu entrichten, Sie wollen gut leben, Sie brauchen Ihren Job ganz unbedingt, Sie befinden sich im Job allerdings in einer Hierarchie. Sie könnten entlassen werden, wenn Sie Dinge äußern, derentwegen Ihr Vorgesetzter wiederum durch seinen Vorgesetzten unter Druck geraten könnte.

Glauben Sie, daß Sie jemals herausfinden würden, auf wessen Initiative hin und aus welchem tatsächlichen Grund Sie gefeuert worden wären? Sie haben eine Ahnung davon, was von Ihnen erwartet wird. Sie finden die politischen Inhalte, für welche die AfD steht, ganz in Ordnung, aber Sie wissen auch – genauer: Sie glauben zu wissen – , daß das in Ihrem beruflichen Umfeld nicht goutiert wird. Überlegen Sie einfach, ob das nicht bei Anderen genau so sein könnte: Jeder unterstellt jedem anderen eine bestimmte Mehrheitsmeinung – und hält daher mit seinen eigenen Ansichten hinterm Berg. Sie haben sich mit der Vorgeschichte des Ukrainekrieges beschäftigt und sind nicht der Ansicht, daß es hier einen eindeutigen Aggressor zu benennen gibt. Alle anderen tun es aber ständig. Was tun Sie? Sie gehen in die innere Emigration und sagen einfach nichts dazu. Natürlich werden Sie nicht zensiert. Sie haben keine Konsequenzen zu befürchten. Sie haben schließlich nichts gesagt. Sie sagen sich selbst: Es gibt Wahlen. Mit meinem Kreuz auf dem Wahlzettel kann ich etwas erreichen.

Sie wissen, daß in den Jahren der „Pandemie“ gelogen, getrickst und beschissen wurde, was das Zeug hält. Sie wissen, wer Sie angelogen hat, wer in gigantischem Ausmaß zu wessen Lasten Kasse gemacht hat – und Sie wissen, daß von denselben Medien, die Sie angelogen haben, heute die „Informationen“ zum Ukrainekrieg stammen und daß die Nachrichten von der russischen Seite nach Kräften unterdrückt werden, weil es sich bei denen – und nur bei denen – um „Propaganda“ handelt. Glauben Sie das wirklich, oder wollen Sie das nur glauben? Wenn Sie es glauben wollen, warum dann? Sie wissen, daß die Grünen im Wahlkampf ein Exportverbot von Kriegswaffen in Krisen- und Kriegsgebiete gefordert hatten, und daß die Grünen am heutigen Tag die glühendsten Befürworter von Waffenexporten in die Ukraine sind. Sie wissen, daß es quer durch alle Parteien maßgebliche Politiker gegeben hat, welche die Behauptung, es würde eines Tages eine Impfpflicht geben, weit von sich gewiesen haben und stattdessen versicherten, wer eine Impfpflicht als wahrscheinlich bezeichne, sei ein Verschwörungstheoretiker, dem mit aller Macht entgegenzutreten sei.

Was Sie wissen

Sie wissen, daß genau diese Politiker wenige Monate später selbst eine Impfpflicht befürwortet haben. Sie wissen, daß ein Tempolimit im Koalitionsvertrag der Ampel ausgeschlossen worden war, und Sie sehen, daß es aktuell wieder thematisiert wird. Sie wissen, daß der Präsident des Bundesverfassungsgerichts vorher jahrelang für die CDU im Bundestag gesessen hat, wollen aber dennoch glauben, daß seine Loyalität heute ausschließlich dem Grundgesetz gilt. Sie wissen so vieles, und dennoch beteiligen Sie sich noch an der erlaubten Debatte darüber, welcher der Altparteien vor jeder anderen der Vorzug zu geben sei. Sie wissen doch, daß es unerheblich ist, was diese Figuren sagen, weil Sie wissen, daß die Gültigkeit des Gesagten die Dauer von fünf Minuten nicht wesentlich mehr übersteigt. Warum beteiligen Sie sich noch an solchen Pseudodebatten? Weil Sie sich die Illusion erhalten wollen, die Basis dessen, worauf Sie sich Ihre Existenz errichtet haben, sei noch intakt? Weil die Basis um jeden Preis der Welt unbedingt intakt sein muß, damit es in Ihrem Leben nicht verkehrt läuft? Weil Sie wissen, daß Sie sich selbst unausstehlich finden müssten, wenn Sie konzedieren würden, daß Sie an Illusionen festhalten? Weil Sie selbst sich nicht unausstehlich finden wollen?

Nun glauben Sie daran, daß Wahlen etwas ändern würden und daß Sie als Wähler deshalb etwas ändern könnten. Glauben Sie wirklich, daß Joe „Brandon“ Biden der gewählte Präsident der USA ist? Oder wollen Sie das lieber glauben? Sie müssen glauben, daß Wahlen ordnungsgemäß ausgezählt werden. Glauben Sie, daß einen Robert Habeck die Demokratie und Ihre Grundrechte noch interessieren? Daß Ricarda Lang eine Regierungspartei führen könnte? Daß Lauterbach in einem Ministerium besser aufgehoben ist, als in einem Sanatorium? Stundenlang könnte ich Sie weiterfragen, ob Sie alles mögliche wirklich glauben. Und jede Frage wäre sinnlos. Fragen Sie sich ganz einfach nur für sich selbst, ob Sie wirklich der Ansicht sind, es sei sinnvoll, mit Ihnen noch zu debattieren, weil stimmt, daß Sie Ihre Gewißheiten infrage stellen lassen würden. Ich sage Ihnen auf den Kopf zu: Sie können sich gar nicht mehr eingestehen, daß alles, was Sie glauben, der Aufrechterhaltung Ihrer positiven Eigenwahrnehmung dient. Sie würden an Sich selbst verzweifeln. Deswegen machen Sie lieber so weiter wie bisher. Sie wollen keine Konsequenzen ziehen. Weil Sie sich das gar nicht leisten könnten. Deshalb halten Sie es für eine gute Idee, weiter zu debattieren, obwohl es eigentlich nichts mehr zu debattieren gibt.

Soweit es die Politik betrifft: Der Krieg in der Ukraine ist Resultat eines politischen Totalversagens. Da gibt es ebenfalls nichts mehr zu debattieren. Konsequenzen müssten gezogen werden, und zwar solche, die diese Versager „den Job“ kosten. Das wären viele Versager und viele Jobs. Um das zu verhindern, muß Putin als der Alleinschuldige dastehen. Was hätten Ihre Politiker auch tun können gegen einen, der einfach abgrundtief böse ist? Der muß einfach abgrundtief böse sein, damit hierzulande keine Konsequenzen gezogen werden müssen. Ich erzähle Ihnen hier lieber nicht, wie oft Putin auf seine nach Westen ausgestreckte Hand geschlagen bekommen hat, anstatt sie einfach freundlich zu ergreifen und Nägel mit Köpfen für den Frieden und eine gemeinsame europäische Sicherheitsarchitektur zu machen. Das Spiel, das der „freie Westen“ jahrzehntelang mit Russland gespielt hat, ist schlicht und ergreifend niederträchtig gewesen. Und Sie lassen sich weiterhin Tag für Tag belügen, weil dadurch Ihre persönlichen Präferenzen gefüttert werden. Sie sind fast körperlich davon abhängig, Ihre täglichen Lügengeschichten serviert zu bekommen.

Tägliche Lügengeschichten

Ihre Freiheit: Sie dürfen sich aussuchen, was Sie für wahr halten wollen. Der Preis für Ihre Freiheit: Sie dürfen die richtigen Fragen nicht mehr stellen. Sonderangebot! Greifen Sie zu!

Es ist der Wahnsinn, sich zu überlegen, welcher der Politiker, von denen keiner den Krieg verhindern konnte, der bessere wäre. Es ist auch der Wahnsinn, zu unterstellen, heutige Politiker würden nicht genau so entlang der für sie maßgeblichen Präferenzen reden und handeln, wie Sie selbst das tun. Es ist der Wahnsinn, in diesem ganzen konstruierten Gebilde namens „der freie Westen“ noch länger so zu tun, als sei er das wirklich. Es ist absolut wahnsinnig, sich angesichts dessen, was in diesem „freien Westen“ noch immer als „vierte Gewalt“ durchgeht, weiterhin einzubilden, man sei informiert. Informiert müsste man aber sein, um eine sinnvolle Debatte zu führen. Mit Meinen & Finden kommt man nicht weiter. Und deshalb ist auch wahnsinnig, zu unterstellen, Julian Reichelt könnte rechthaben mit seiner Behauptung, das „wir“ bräuchte allmählich einmal eine „breite Debatte“ zu den Fragen, die er weiter oben gestellt hat. Es liegt an uns, vor jeder weiteren Debatte Einigkeit darüber herzustellen, daß wir keine Volksvertreter mehr haben, sondern Marionetten der tatsächlichen, gänzlich ungewählten Macht, die uns als Verfügungsmasse zu begreifen haben, wenn sie selbst ihre Jobs behalten wollen. Sie leben in einem kulturmarxistisch degenerierten Irrenhaus, das deswegen noch „freier Westen“ heißt, damit Sie das nicht wahrhaben müssen.

Sie müssen sich von diesem Artikel nicht angesprochen fühlen. Das „Sie“ habe ich für irgendwen verwendet. Das „Sie“ war ein Stilmittel. Sie waren gar nicht gemeint. Merkwürdig ist nur, daß Sie diesen Artikel trotzdem bis hierhin gelesen haben. Sie interessieren sich eben sehr für die Fehler der Anderen. Das ist das Rezept für noch jeden Krieg, den die Kriegsprofiteure auf Ihre Kosten geführt haben und führen werden. Sie haben Recht. Sie machen nichts falsch. Debattieren Sie ruhig, ob der Staat „nicht vielleicht ein wenig zu mächtig geworden“ sein könnte, wie Julian Reichelt meint. Überlegen Sie heute noch nicht, was Sie denn tun wollen würden, sollte die Debatte mit dem Ergebnis enden, daß er definitiv zu mächtig geworden ist und daß Ihnen diese Macht nichts nützt. Mein Vorschlag: Machen Sie einfach nicht mehr mit. Lassen Sie’s komplett bleiben. Lassen Sie los. Stellen Sie sich auf jede Menge persönlichen Ärger und kompletten Wohlstandsverlust ein, rechnen Sie mit Ihrem Tod so, wie damit, daß Sie es irgendwie überleben würden. Das ist der wahre Preis, der inzwischen wieder aufgerufen wird für die Freiheit. Es ist Krieg. Debatte-Debatte-Debatte …

17 Kommentare

  1. Die Kulturen aus dem Mittelmeer und östlich davon sind nördlich der Alpen Fremdkörper. Die eigentliche Ursache auf der Menschenfarm reicht tiefer. Immer wurden aus dem Verborgenen zwei und mehr Kulturen aufeinandergehetzt. Da die Lebensspanne eines Menschen so kurz ist, fehlt der Durchblick in die Situation und der Überblick über mehrere Jahrtausende gefälschte Geschichte. Der chaotische menschliche Einfluss lässt alles „echt“ aussehen. Wie sollen aus Lügen und Täuschung Wahrhaftigkeit und Wahrheiten erwachsen?

    Wer gegen etwas ist, eignet sich unbewusst die Methoden seines Gegners an.

    Diesem Dilemma zu entrinnen, kann stets nur eine persönliche Entscheidung sein. Wer sich einer von zwei gegnerischen Gruppen anschließt, wird zwischen ihnen aufgerieben. Ist es das wert?

    Besser ist, das Gute zu lieben und das Böse zu hassen. Ich weiß dann zwar, dass böse Menschen existieren, doch sie spielen keine tragende Rolle in meinem Leben. Die Erde ist groß genug für alle! Der Klügere gibt nach.

    • „Der Klügere gibt nach“. Das ist ja gerade das Problem. sehen Sie das nicht. Wohin führt das? Dass die Dummen die Welt regieren! Das ist das Ergebnis.

  2. „Merkwürdig ist nur, daß Sie diesen Artikel trotzdem bis hierhin gelesen haben.“ Triffts nicht ganz.
    Nachdem ich wieder Luft kriege werde ich ihn auswendig lernen. Falls es ab morgen nichts mehr zu lesen gibt, weil alle Hassreden (so wie dieser Text) verboten sind ist mir das egal. Mehr muss man nicht wissen. Ich werde ihn 100x ausdrucken und auf 20 Laufwerken sichern. Das nimmt mir niemand mehr. Wow.

    • Superkommentar und der Qualität des Artikels angemessen! Ich schließe mich Ihrem Kommentar einfach an.

    • Genau so! Ich möchte ihn allen Freunden und Feinden zu lesen und zu bedenken geben, aber ich fürchte, schon das Lesenmüssen schreckt viele ab. Viel zu anstrengend.

  3. Es ist Krieg und in wessen Namen. Freiheit, wie immer das große Zauberwort. Eine sogenannte von UNO und anderen Organen vorgegebene Äußerung, die Würde des Menschen ist unantastbar ist in meinen Augen an Unwahrheit nicht mehr zu überbieten. Die wichtigste Voraussetzung wäre jeden Menschen eine Beschäftigung zu ermöglichen und ein Einkommen zu erzielen, wovon er leben kann. Eine Zentralregierung bzw. Globalisierung der Welt steht dem entgegen. Frieden der Völker untereinander ist nur möglich durch das Unterbinden jeglicher Art von Clanbildungen und anderen kriminellen Gruppen, welche in allen Staaten für Unordnung sorgen und die Politiker zum Spielball der Macht benutzen. Übrigens, der Ami nennt manche dieser kriminellen Gruppierungen auch Terroristen, die er selber formiert und finanziert hat. Er ist leider der wahre Kriegstreiber auf diesen Planeten. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Den Spruch hat mir meine Großmutter einmal gesagt, und jetzt wo ich selbst Großvater bin, verstehe ich ihn. Menschen lassen sich durch Wohlstand blenden, der nur einer gewissen Schicht vorbehalten ist. Könnte man das in Zukunft ändern, wäre für alle ein Leben in Frieden und Wohlstand möglich, aber leider nicht gewollt.

  4. Die Masse der Menschen in diesem Land ist dumm, gleichgültig und ignorant. Eine Umkehr wird es nicht geben. Jeder bekommt was er verdient!

    • Auf sehr Viele mag das zutreffen, und diesen sei eigentlich das gegönnt, was sie sich herbeiwünschen. Letztlich werden es aber nicht sie sein, die all das ausbaden müssen, sondern die nächste Generation junger Deutscher. Diese werden verraten von den eigenen Eltern und Großeltern – geopfert einem kranken „Zeitgeist“, der die weißen Völker zu Unrecht dämonisiert und diesen das Lebensrecht abspricht. Eine Umkehr, sprich Europa für die eigenen Völker zurückzuerobern, würde allerdings radikale Maßnahmen erfordern – und „unschöne Bilder“ produzieren, die der gemeine Deutsche bekanntlich nicht mehr ertragen kann…

  5. Ich finde euch Beide gut- und habe es zuende gelesen. Weil ich Erdinger immer zuende lese. Mit Begeisterung. Aber auch Reichelt. Ihr seit nicht so verschieden, wie „ihr“ denkt!! ;))

  6. „Der Staat“ irreführender Begriff.
    Einen Staat bildet das VOLK – also nennen wir mal das Problem beim Namen. Das VOLK ist gemeint.
    Das Bildungssystem macht aus dem Volk „dumme Schafe“ die in gewünschte Richtung gelenkt wird.
    Gebildete lassen sich nicht mit Ring durch die Nase vorführen!
    Vorbeugend sei gesagt – Abi/Studierte ist nicht gleichbedeutend – Gebildet.

    Und NEIN – der Staat ist nicht zu mächtig geworden, sondern die Bürger einfach zu DUMM.
    Und mit dummen Menschen kann man keine Argumente austauschen.

  7. Menschen waren, sind und bleiben leicht zu manipulieren, zu beeinflussen, zu beeindrucken, moralisch und vor allem emotional zu erpressen. Es ist keine Kunst, sie in jede beliebige Richtung zu lenken und Menschen wie die Deutschen, denen jegliche Bildung, jegliche Kultur, jegliche Persünlichkeit, eine eigene Identität als Volk, als Individuum, jegliche Moral, jeglicher Charakter, oder gar Überzeugungen vollkommen abgehen, von Selbstbewusstsein und damit Selbstwertgefühl und Würde gar nicht zu reden, ist es besonders leicht. Denn die Angst vor allem und jedem, vor allem aber vor Zurückweisung, vor Bestrafung, vor dem Leben, ist so stark und übermächtig, dass sie buchstäblich alles tun. Das Thema Impfen zeigt es. Da werden Gesunde, die sich nicht vergiften lassen wollen, gejagt, gehetzt, diskriminiert, diffamiert, dass sich die Balken biegen. Es wird Haft, Gewalt, am Ende noch die Todesstrafe, gefordert. Menschen sind, in meinen Augen, eine unterentwickelte und ziemlich primitive Spezies, mitnichten die Krone der Schöpfung, denn wenn das die Krone ist, was ist dann der Pöbel?

    • Ich stimme Ihnen hier nicht ganz zu, an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein fehlt es hier den wenigsten.
      Sonst wäre die Situation nicht so wie sie ist. Dunning-Kruger lässt grüßen! Alle anderen Punkte bekommen meine vollste Zustimmung. Die Menschen in diesem Land sind massivst hirngewaschen, vielleicht sind daran auch das Phlegma und die Medien schuld verbunden mit einem gewissen Intellekt.

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