Deutschland im Kampfmodus

Spaltung, diesmal zum Thema Ukraine (Symbolbild:Pixabay)

Der schlechteste Frieden ist besser als jeder Krieg, antwortete Ulrike Guèrot sinngemäß auf die Frage, warum sie Alice Schwarzers offenen Brief an Kanzler Scholz unterstütze. Persönlich finde ich diesen Satz naiv, vielleicht sogar ein wenig gefährlich. Gerade angesichts der Konsequenzen jedoch, die unserem Land bei einer Einmischung in die Ukraine-Krise drohen könnten, muss nun erst recht jeder Bürger, ob prominent oder nicht, die Möglichkeit haben, sich frei zum Thema zu äußern. Eigentlich sollte das der Minimalkonsens sein: Die Freiheit, Bedenken und andere Sichtweisen einzubringen, ohne abgesehen von der Konfrontation mit Gegenargumenten – irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen.

(Screenshot:Twitter)

Die Meinung von Frau Guèrot verstößt weder gegen ein Gesetz, noch beleidigt sie jemanden – es sei denn, man wolle hier eine solche Beleidigung an den Haaren herbeiziehen. Dennoch trat Marie Agnes Strack-Zimmermann bereits empört auf den Plan – und erklärte, Frau Guèrot solle ihre Professorentätigkeit als Politikwissenschaftlerin nicht mehr ausüben dürfen. Die Politik als Nanny für Studenten? Sollte eine Universität nicht junge Menschen dabei fördern, lebhafte und intellektuelle Diskussionen zu führen, auch gegen ihre Professoren? Zu meiner Zeit war das noch so. Der Ablauf erinnerte an die amerikanischen „Change my mind”-Stände, der Herausforderung durch eine provokative These folgte eine wüste Wortschlacht; eine spannende Erfahrung. Frau Strack-Zimmermann findet sich aber nicht an einem solchen Stand ein, um die Meinung von Frau Guèrot zu ändern, sondern möchte ihn am liebsten zertrümmern.

Noch während man in Deutschland darüber nachdenkt, ob ein Atomkrieg vielleicht doch nicht so schlimm ist, tobt längst wieder die Meinungsschlacht zwischen Pazifisten und Befürwortern der Waffenlieferungen. Letztere fahren auch verbal starke Geschütze auf: Jüngst polterte etwa Sascha Lobo los, den Krieg in der Ukraine zwar zu verurteilen, aber keine Waffen liefern zu wollen, wäre das neue „Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber…”. „Wer nicht hüpft, der ist ein Nazi!„, fiel mir dazu spontan ein, der Kampfruf auf dem denkwürdigen Konzert in Chemnitz, auf dem „Feine Sahne Fischfilet“ erstmals einem größeren Publikum bekannt wurde. Mir würde es im Leben nicht einfallen, auf Kommando zu hüpfen, und das Denken auf Befehl fällt mir auch schwer. Schon gar nicht, wenn die Strategie so durchschaubar angelegt ist wie bei Sascha Lobo: Er unterstellt den Gegnern von Waffenlieferungen ganz einfach niedere Motive, weil er genau weiß, wie schwierig es ist, einen solchen Vorwurf wieder abzuschütteln.

Moralische Vernichtung des anderen

Mir ist es schon immer ein Rätsel gewesen, warum Menschen meinen, auf diese Art Zustimmung für ihr Anliegen zu bekommen – auch wenn sie sicherlich erst einmal einen kurzfristigen Erfolg damit verbuchen können. Ihr Gesprächspartner wird zunächst Ruhe geben – aber nur, um nicht als Charakterschwein vor anderen dazustehen. Das ist der Sinn der Übung, es geht längst nicht mehr darum, den anderen für eine Idee zu gewinnen, sondern um die eigene Ungestörtheit und die moralische Vernichtung des anderen. Auch die Nazi-Keule ist schon wieder mehrfach zum Einsatz gekommen: Wer jetzt nicht „Hurra!“ zu Panzerlieferungen schreit, hätte damals selbstverständlich auch Hitler gewähren lassen. Zugegeben: Dieses Argument wiegt schon etwas schwerer. Auch ich habe mich in den letzten Wochen oft gefragt, was ich wohl gedacht hätte, wäre ich damals etwa eine amerikanische Mutter gewesen; was wäre mir durch den Kopf gegangen? Warum soll ich meine Söhne opfern, nur weil in Europa dieses Männlein mit dem komischen Bärtchen verrückt spielt?

Es ist vollkommen richtig, solche Gedankengänge für sich selbst durchzuspielen, um die eigenen Motive bei einer schwerwiegenden Entscheidung abzuwägen. Aber dazu gehört dann auch eine ehrliche Situationsanalyse: Ist denn die geopolitische Lage tatsächlich die gleiche wie damals? Um die geht es beim Einsatz des Hitler-Arguments jedoch nicht, sondern nur um das Gefühl, das erzeugt werden soll. Unterschwellig wird hier unterstellt, man hätte auch Hitlers Feldzug unterstützt, und das auch noch aus schierer Bequemlichkeit. Es ist bezeichnend, dass diese Vorwürfe aus den Kreisen kommen, die sonst mit Schaum vor dem Mund „Relativierung” brüllen, wenn Vergleiche zwischen Stalin und Hitler gezogen werden – und sei es auch nur, um den Totalitarismus beider Systeme zu analysieren.

Merkmale von Mobbing

Damit würgt man jegliche sachliche Debatte ab, um dann selbst eine moralische Leitlinie zu schaffen. Das zieht sich schon seit Jahren selbst durch akademische Kreise, um die Oberhoheit über wissenschaftliche Arbeiten zu erlangen, nur um dann – wenn es gerade passt – die selbst aufgestellten Regeln mit links vom Tisch zu fegen. Putin hat vielleicht einfach das Pech, kein Sozialist zu sein; dann ließe man ihn ihn wahrscheinlich in Ruhe und fände Wege, die ukrainische Regierung zu dämonisieren – jüdischer Präsident hin oder her. Wir erinnern uns: Im Nahen Osten wird ein ganzer Staat, der in seiner Existenz seit 75 Jahren bedroht ist, von Linken und Grünen diskreditiert, obwohl – oder gerade weil – er jüdisch ist!

Das sind die Zutaten, aus denen die Diskussion über die deutsche Beteiligung am Ukraine-Konflikt zusammengerührt ist. Nimmt sich diese Diskussion zu wichtig, da die Entscheidung zu Waffenlieferungen ohnehin an ganz anderer Stelle getroffen wird? Ebenfalls nein. Im Falle der Montagsspaziergänge gegen den Impfzwang hat der Zusammenschluss vieler Bürger, auch wenn darüber viel geschimpft wurde, durchaus bewirkt, dass die Debatte eine Wende nimmt. Wenn wir jetzt schon ebenso vehement um das Recht streiten müssen, noch eine eigene Meinung zu etwas zu haben, dann steht es schlecht um unsere Demokratie. Das Verhalten vieler Kriegsbefürworter zeigt Merkmale von klassischem Mobbing: Verunsicherung, Ausgrenzung und Einschüchterung. Es ist an der Zeit, das klar zu benennen.

31 Kommentare

  1. Ob es sinnvoll bzw. angebracht ist, dass die illiberale Kriegshetzerin Strack-Zimmermann Mitglied einer angeblich liberalen Partei ist, ist auch fraglich.

  2. Kampf gegen alle Kriegshetzer, Waffenlieferer und Volksabzocker, die das Volk jetzt für Mördermaschinerie und später für den Wiederaufbau bezahlen muss.
    Politik ist zum Faschismus verkommen.
    Es ist nicht unser Krieg und es wäre viel klüger, man wurde Iwan nicht noch reizen.
    Denn er könnte nach Berlin ein „Ei“ schicken und dann wäre die Not sehr groß.

    • „Denn er könnte nach Berlin ein „Ei“ schicken und dann wäre die Not sehr groß.“
      Na ,dann brauchen wir Bomber Harris nicht.Vielleicht reizen die Grünen den Russen deshalb .Bomber Harris ist ja leider schon tot.

  3. Eine ganz furchtbare Furie diese Stracks. Alle Deutschen, Frauen und Männer,die noch zu
    verantwortlichem Denken und Handeln fähig sind, müssen sich dringend vernetzen. Es braucht sicher
    viel Mut gegen das Kriegsgeschrei von Plärrbock+Co. anzutreten. Aber auf die Dauer wird sich
    das Gute durchsetzen. Wolfgang Borcherts Werk strahlt bis heute, die Stracks,Prellbocks,N.Stolperzwerg etc. werden morgen vergessen sein!

  4. Ich lehne die Lieferung von Waffen an die Ukraine generell ab, aber nicht, weil ich eine Pazifistin bin.

  5. Da die Medien morgen eine Rede von Herrn Scholz ankündigen, frage ich mich werden wir jetzt auf den Krieg eingestimmt?

    https://www.wiwo.de/politik/deutschland/panzerhaubitzen-deutschland-ist-laengst-im-krieg-die-regierung-muss-mit-dieser-gewissheit-planen/28312492.html
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    Hier mein mahnendes Gedicht:

    „Wenn die Blinden wieder sehen können, sehen sie nur noch Not und Elend.

    Wenn die Tauben wieder hören können, hören sie nur noch Wehklagen.

    Wenn die Stummen wieder sprechen können, werden ihre Worte von Kriegslärm übertönt.“

  6. Ich hoffe, Vernunft und kühler Selbsterhaltungstrieb setzen sich noch durch. Falls sich aber die Kriegsbefürworter durchsetzen und dann auch noch das Schlimmste eintritt, hoffe ich für mich persönlich auf zweierlei:
    1. Mich erwischt zur rechten Zeit ein Volltreffer von mindestens 150 Kilotonnen.
    2. Meine wieder kondensierte radioaktive Asche rieselt als nicht sofort tödliche Dosis nieder auf diese elenden Zerstörer unseres Vaterlandes, vermutlich Europas, vielleicht der ganzen Welt. Die sollen alles für sie Unvorstellbare, das sie angerichtet haben, bis zum letzten Atemzug auskosten.

  7. Die These, daß ausgerechnet die Montagsspaziergänge gegen den Impfzwang die Wende gegen einen solchen bewirkt hätten, halte ich für gewagt.

    Viel wahrscheinlicher ist es doch, daß dafür die mittlerweile in fast alle Bereiche der Politik eingerissene Kultur des ‚keinen eigenen Standpunkt mehr vertreten wollens‘ dafür verantwortlich ist. Immer wenn irgendwas geschieht, daß international angezettelt wurde und wegen Auswirkungen aufs eigene Land mit eigenverantwortlichen Entscheidungen begleitet werden müsste, verfängt sich ein deutscher Durchschnittspolitiker hingegen nur im Gestrüpp seiner eigenen Unfähigkeiten, während die Panik darüber ihm die Schweißperlen auf die Stirn treibt.

    Die größte Bequemlichkeit und die wenigste Gefahr bei Entscheidungen Fehler zu machen, scheint solchen Leuten immer dann gegeben zu sein, wenn sie einfach nur das machen, was andere machen. Die Welt hat gelockert, Europa hat gelockert – soll Deutschland da was anderes machen? Dieselbe Nummer beim allgemeinen Impfzwang. Österreich ist damit grandios gescheitert; kaum ein anderes Land, schon gar nicht der ‚Große Bruder‘, macht da mit – soll Deutschland da was anderes machen?

    So gesehen verhindern Feigheit und Unfähigkeit der in Deutschland Regierenden, daß diese überhaupt noch einen eigenen Standpunkt einnehmen können. Sonst ein Graus – im Falle von Corona ein wahrer Segen.

  8. Schon seltsam – in meinem gesamten Umfeld gibt es nicht einen einzigen, der Krieg gut heißt, auch nicht den Krieg in der Ukraine. Es gibt auch keinen, der dafür ist, Waffen dorthin zu liefern. Diskussionen, wie sie in der Öffentlichkeit geführt werden, gibt es bei mir nicht! Wie so viele Themen, scheint auch das hier nur in einer bestimmten Blase zu geschehen – der Blase einer sich ständig produzierenden Poltschickeria.

  9. So kann man auf einer anderen Seite lesen:

    Die Feministin Alice Schwarzer wünscht sich vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
    Selenskyj gemäßigtere Töne. „Ich bedauere, dass Selenskyj nicht aufhört zu provozieren“, sagte sie am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Nun wird Ihr vorgeworfen, die Rolle der Ukraine als Opfer des Angriffskrieges zu vernachlässigen und Russland Landgewinne zuzugestehen. Ihr wird vorgeworfen, die Rolle der Ukraine als Opfer des Angriffskrieges zu vernachlässigen und Russland Landgewinne zuzugestehen.
    Kritik kam unter anderem vom Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko. „Blinder Pazifismus ist genauso gefährlich wie glückselige Kriegstreiberei“, schrieb der Bruder des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Das absolut Gute ist nicht der Frieden sondern die Freiheit und die Gerechtigkeit. Und um sie zu verteidigen, muss man kämpfen.“

    Habe ich da was falsch verstanden…. Das absolut Gute ist nicht der Frieden“,….Ich dachte immer das gehört zusammen …Frieden ,Freiheit u. Gerechtigkeit

  10. Berufsverbote haben wieder Hochkonjunktur. Dafür können Leute wie Strack-Zimmermann ungebremst durch Forderungen immer weiterer Waffenlieferungen eskalieren.

  11. Wie religiöser Fundamentalismus bis Fanatismus ist auch der Pazifismus eine geistig-seelische Verirrung, mentale Störung, die real-konkret den jeweiligen Aggressor freut, ihm das Siegen leicht macht. Es kann in Einzelfällen wie CSSR 1968 gegen SU-Truppen und 1939 Tschechei gegen Nazi-Truppen richtig, klug sein, auf Widerstand zu verzichten, aber das darf keine Pflicht und Regel sein, denn sonst wäre dem und den Bösen nie in der Geschichte die Stirn geboten worden, hätte es die vielen Verbesserungen für das Leben der Menschen, Gruppen, Völker, Minderheiten usw. und die Wahrheit, Aufklärung nicht gegeben. Dann wäre auch Luther besser still gewesen, geblieben um des Friedens mit den katholischen Dominanz-Kräften willen, die Folgen sind ja bekannt; dann hätten sich etliche Völker (USA, Schweiz usw.) nicht die Unabhängigkeit gegen Obermächte erkämpfen sollen, dürfen, denn das geschah mit Waffengewalt und vielen Toten als Opfern. – Im konkreten Falle der Defaitisten-Appeaser Schwarzer und Co. handelt es sich um satt-feige fett-saturierte Wohlstands-Linke, die ihren eigenen sicheren und neureichen Status, der aber nur durch die Waffen der USA 1950-90 gesichert war, erhalten möchten aus Angst vor einem Atomschlag Putins, dafür aber die Ukrainer gegen Putin über die Klinge springen lassen wollen, denn das ist, wäre dann real-konkret die Folge ihres Begehrens, keine Waffen an die Ukraine zu liefern. – Es ist derselb Alarmismus vor einem Atomkrieg wie in den 80ern (nur gegen NATO-Raketen!) der DKP-infiltrierten sogen. „Friedensbewegung“ (welche NATO-Feind Hübner, PI, wiederbeleben möchte!!?) und es sind ähnliche bis gleiche Kräfte, Personen, Gruppen wie damals wieder dabei, die den Westen verteidigungsunfähig machen woll(t)en. Die einen aus naivem lebensfernen Friedenswahn, was aber nach Lenin die nützlichen Idioten des Ost-Aggressors sind, sein soll(t)en, ähnlich den Pazifisten und Appeasern in den 30ern gegen Hitler, die erst laut CDU-Geisler so Auschwitz möglich gemacht haben, aber nicht zu wenige auch darunter, welche schon immer USA-Hasser waren und dabei Verharmloser bis Agenten von SU-Rußland!!

    • Entscheidend für eine Bewertung dürfte allerdings nach einer Analyse sein, wer hier mehr Dreck am Stecken hat. Der USA ging es nach der Wiedervereinigung in erster Linie darum, nachfolgend Russland zu destabilsieren. Einen umfassenden Beitrag hierzu, leistet noch eine Sendung des Magazins „Monitor “ aus 2016, mit welcher sehr transparent dargestellt wird, mit welchen Mitteln, aus welchen Motiven heraus und vorallem mit welchem Ziel, die USA in der Ukraine handelt. (Anscheinend war damals die ARD noch nicht richtig auf Linie gebracht; hier der link: https://www.instagram.com/tv/CdOf6leDaAK)/?igshid=MDJmNzVkMjY=). Für ein tiefere geopoltische Anlayse empfehle ich die Gedanken von Noam Chomsky (amerikanischer Professor) zu studieren. Was mich aber persönlich sehr irrtiert hat, ist ihr Versuch mit dem Genozid in Auschwitz zu argumentieren. Die Amerikaner wussten seit Mitte 44 was in Auschwitz passiert. Unternommen wurde damals nichts. Später argumentierte man, dass es galt Kollateralschäden, hervor gerufen durch eine Bombardierung der Lagereinrichtung, zu vermeiden. Ein paar Brücken oder Bahnhöfe auf der Zufahrt nach Auschwitz hätten es aber zunächst auch getan.

  12. Ich bin “ nur „ein einfacher Mann von der Straße, ABER ich lasse mir den Mund NICHT verbieten!! Ich habe mein Leben gelebt,in einem,damals noch FREIEN und DEMOKRATISCHEN Land,und IMMER meine Meinung sagen können!! Das werde ich auch weiterhin tun,auch wenn es “ unseren“ Korrupten Polit Marionetten und den Gehirn gewaschenen Leuten nicht gefällt!!

  13. „Der schlechteste Frieden ist besser als jeder Krieg“ ist nur eine anders formulierte Form von „Lieber rot als tot“.

    Stichwort: Marie Agnes Strack-Zimmermann

    Bei der kommt mir immer der amerikanische Agentenfilm „Telefon“ mit Charles Bronson in den Sinn. In dem Film ging es um, per Gehirnwäsche umgemodelte Agenten, die als Schläfer ein ganz normales, unscheinbares Leben führen. Mit einem einfachen Telefonanruf und der Ansage eines Code-Satzes ließen sie sich aktivieren. Von da an folgten sie, wie Maschinen, ihrem inplantierten Agentenprogramm. Vor dem Ukrainekrieg hatte ich noch nie etwas von Marie Agnes Strack-Zimmermann gehört. Die ist wie aus dem Nichts hochgepoppt und hämmert seitdem, wie eine Maschine, auf der Kriegstrommel herum.

  14. Meinungen, die öffentlich geäußert werden, sollten gut begründet sein. Daran fehlt es häufig seit Corona. Stattdessen wird mit Totschlagargumenten und Plattitüden operiert. Eine solche Basis des Meinungsaustauschs sollte in Krisensituationen auf jeden Fall seitens der Verantwortlichen unterbleiben. Es sollten die Befürworter von Waffenlieferungen klar sagen, was sie als Ziel des Krieges der Ukraine betrachten und inwieweit sie dieses Ziel unterstützen. Soweit bekannt, hat Selenski die Rückeroberung der Krim angeordnet. Da sollte man sich überlegen, ob man das noch mitmachen solle, da dies einen langandauernden Krieg bedeuten würde. Aber die Ukraine gibt ja in Deutschland inzwischen ungeniert den Ton an. Vielleicht hilft ein Blick nach Frankreich. Macron hat zu Beginn seiner zweiten Amtszeit die Parole des autonomen Frankreich ausgegeben. Von Autonomie, die ihren Namen verdient, kann bei uns keine Rede sein.

  15. Die russische Führung wird mit dem Angriff auf die Ukraine so heftig scheitern, dass sie damit zusätzlich noch die Sicherheit der ganzen russischen Nation gefährdet. Denn Russland hat sehr lange und unübersichtliche Grenzen.

  16. DOKU Leser bei exxpress
    https://exxpress.at/investigativ-journalist-enthuellt-darum-kann-putin-keinen-atomangriff-starten/

    Nach dem Ukrainekrieg wird die Welt eine andere sein. Auch wenn viele hier es nicht gerne hören, aber die einzigen Sieger werden die USA sein. Russland hat sich durch diesen Krieg selbst wirtschaftlich und militärisch enorm geschwächt, China hat sich durch seine übertrieben brutale Zero-Covid-Politik und seine Unterstützung für Russland selbst gewaltigen Schaden zugefügt, und wegen der Zinserhöhung in den USA wird wieder einmal Kapital abfließen. Der Dollar wird stärker, der Euro schwächer. Die Welt ist weder ein Ponyhof noch ein Wunschkonzert.

  17. Leser bei exxpress

    Sollten Sie in Österreich oder Deutschland nach dem Krieg auf die Welt gekommen sein, dann verdanken Sie vermutlich dem Marshall-Plan, dass Ihre Eltern oder Sie selber nicht verhungert sind.

    Wer hat Berlin abgeriegelt und es dem Hungertod preisgegeben und wer hat es mit den “Rosinenbombern” aus der Luft versorgt?

    • Zunächst wäre die Haupstadt der DDR doppelt so groß gewesen wie dann später. Aber es ist eine Unterstellung, dass die Menschen im amerikanischen, französischem und englischem Sektor verhungert wären. Die wirtschaftliche und dann folgend die militärische Stabilsierung (kein Abbau industrieller Anlagen, NATO) Westdeutschlands waren, was den Lebensstandard betraf, sicher sehr von Vorteil. Der Preis ist allerdings bis heute eine tiefergehende politscheAbhängigkeit.

  18. Die allergrößte Gefahr ist, dass im Westen überwiegend nicht rational sondern rein emotional gehandelt wird! Diese Gefühlsschei+++ sitzt so tief in den Köpfen vor allem von Grünlinken, dass eine Rückkehr zu Vernunft und Verstand wohl weitestgehend ausgeschlossen ist. Daher müssen solche Leute von den Schalthebeln der Macht ferngehalten werden!

  19. Ein bisschen Geschichtsunterricht für alle Russenhasser und Ukraine-Versteher

    https://www.freiewelt.net/blog/ein-bisschen-geschichtsunterricht-fuer-alle-russenhasser-und-ukraine-versteher-10089004/

    von Micha Dinnebin

    Ein geschichtlicher Abriss über knapp 40 Jahre westlicher Politik und vor allem der der NATO gegenüber Russland in wenigen Worten.

    *1989-1991*

    Der Russe erlaubt die Abschaffung der Demarkationslinie zwischen Ost – und Westdeutschland und löst den „Warschauer Pakt“ auf, zieht seine Truppen aus Osteuropa ab und vertraut auf die mündliche Zusage von Hans-Dietrich Genscher (ehemaliger Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und James Baker (ehemaliger Außenminister der USA) im Februar 1990, dass die ehemaligen „Warschauer Pakt“ Mitglieder nicht der NATO beitreten, es also *KEINE NATO – Osterweiterung* geben wird.

    Die amerikanischen Truppen bleiben in Deutschland stationiert.

    Bis *2004* sind dann fast alle „Warschauer Pakt“ Mitglieder der NATO beigetreten.

    *_Der Russe bleibt ruhig._*

    *2001*
    Putin macht dem Westen im deutschen Bundestag (in fließend deutscher Sprache) ein Angebot für eine enge Partnerschaft, um die Spaltung der Vergangenheit zu überwinden.

    Alle Bundestagsabgeordneten klatschen begeistert …

    *Der Amerikaner verbietet das.*

    Es gibt mit Weißrussland, der Ukraine und den 3 baltischen Staaten einen Puffer zwischen der Nato und Russland.

    *_Der Russe bleibt ruhig._*

    *2004*
    Die baltischen Staaten werden Mitglieder der NATO.

    Eine erste Verletzung der Pufferzone.

    *_Der Russe bleibt ruhig._*

    *2014*
    putscht der Westen die Russland freundliche Regierung der Ukraine aus dem Amt und installiert eine USA freundliche Regierung. (Was mittlerweile sogar von den Amerikanern zugegeben wurde).

    Im gleichen Moment beginnen die USA, allen voran Hunter Biden (der Sohn des greisen und halbsenilen amerikanischen Präsidenten Joe Biden), Monsanto, Black Water und US Militärberater in die Ukraine zu infiltrieren und eine NATO Mitgliedschaft in Aussicht zu stellen.

    Gleichzeitig steigt Hunter Biden in das ukrainische Gas – Geschäft ein.

    Die zweite Verletzung der Pufferzone fand statt.

    _*Der Russe bleibt ruhig.*_

    *2014*
    Durch den Putsch der US Amerikaner genötigt (die Russen hatten in Sewastopol auf der Krim ihre gesamte Schwarzmeerflotte stationiert), gab es eine friedliche Besetzung der Krim.

    Es fiel entgegen aller anderen Darstellungen kein einziger Schuss, niemand wurde getötet.

    Außer ein paar Krimtataren sind bis heute 90 Prozent der Krim – Einwohner mit diesem Vorgehen einverstanden gewesen.

    *2014 – 2022*
    Die Ukraine beschießt mit den freien asowschen Brigaden (Hakenkreuzverehrer) konsequent Luhansk und Donezk.

    Viele Russen sterben, darunter auch russische Kinder.

    Die Ukraine zahlt seit 2014 keine Renten mehr in diese Gebiete.

    Der Geldhahn wird abgedreht. Die Lebensmittelversorgung dieser Gebiete wird ausschließlich von Russland übernommen.

    *Nichts davon* findet Erwähnung in den deutschen Medien.

    *2020*
    Nach dem Vorbild von 2014 in der Ukraine versucht der Westen nun auch in Weißrussland die Regierung zu stürzen, was misslingt, aber es war *der dritte Angriff* auf die Pufferzone zwischen der NATO und Russland.

    _*Der Russe bleibt ruhig.*_

    *2022*

    Putin fordert *_ein letztes Mal_* eine Garantie, dass die Ukraine *kein* Mitglied der NATO wird und das Donezk und Lugansk sich weitgehend auf dem Gebiet der Ukraine selbst verwalten dürfen.

    *Dies wird von den USA abgelehnt.*

    *2022*

    Der Russe marschiert in der Ukraine ein.

    Um den Krieg zu beenden verlangt Putin

    – eine Garantie der Neutralität und

    – eine Entmilitarisierung der Ukraine,

    – eine Anerkennung von Donezk und Lugansk als Volksrepubliken

    – eine Anerkennung der Krim als russisches Hoheitsgebiet und

    – eine Entnazifizierung der Ukraine

    *Dies wird von den USA abgelehnt.*

    Dies sollte all jenen, die gedankenlos die Lügen oder Halbwahrheiten der deutschen, der europäischen und der amerikanischen Medien nachplappern, mal zu denken geben …

  20. Kann mal einer bewährten Vampirjäger, wie etwa van Helsing, reaktivieren? Dieses merkwürdige Ding „Strack Zimmermann“, das vor ein paar Wochen noch völlig unbekannt war, wirkt nämlich wie das Ergebnis eines One-Night-Stands zwischen Dracula und der Schwester von Frankenstein.
    Im Ernst: Diese Alte jagt einem Schauer über den Rücken, sie wirkt dämonisch und wie eine Ausgeburt der Hölle, bösartig bis in die Haarspitzen.
    Es muß einen Grund haben, warum man diese Leihgroßmutter von Beelzebub gerade jetzt so hochspült!

  21. Und abgesehen von der noch nachvollziehbaren Sorge, daß -bei weiterer westlicher Hilfe an die Ukraine- ein Atomkrieg durch den -laut Schwarzer-Leuten schuldhaft provozierten- Putin kommen könnte auch über Deutschland, fällt doch bei etlichen dieser „Friedens“-Forderer auf, daß sie -auch die legitimationistischen Narrative der Putin-Propaganda übernehmen. So, wenn Guerot in Faktenferne sagt, daß die Ukraine nie ein eigenes Territorium, Staatlichkeit gehabt habe usw..!! Das ist reinste und dreisteste Putin-Lüge zur Rechtfertigung von Krieg, Zerstörung, Massentötung, um den eigenen Defaitismus schein-vernünftig zu unterfüttern, das ist nicht mehr die ach so sorgenvolle Friedenssehnsucht! Ebenso heute mit Schwarzers scharfer Kritik an Selenskys „Provokationen“, während sie Putin noch nicht so angegriffen hat. Dazu kommen noch die ganz offen Putins Politik und Krieg unterstützenden Leute hinzu wie bei Pi, AfD, Compact usw.!

    • Eine historische Vergangenheit mit Wurzeln, die weit ins Mittelalter zuück reichen, gibt meines Erachtens die Geschichte der Ukraine nicht her. Staatengebilde welche nach Kriegen entstanden sind, so zeigt die jüngste Vergangeheit auch mit Jugoslawien, scheinen problembehaftet sein

  22. Wer noch gute Nerven hat, muss sich ja nur diese Talk-Shows ansehen und -hören. Da geht es nicht darum eine bessere Sicht zu erarbeiten, sondern möglichst den anderen mundtot zu machen. Die eigenen Parolen werden heruntergebetet und wer sich am antstandswidrigsten durch Unterbrechen des anderen durchsetzen kann, gilt als der Gewinner. Dass die Auswahl der Gäste oft vorbestimmend ist, versteht sich von selbst.

    Nur: Man sollte lautes Geplärre und dummdreistes Dazwischenschwätzen eben nie mit Wahrheit verwechseln!

  23. Leser bei PI:
    Hans-Peter Maier 8. Mai 2022 at 14:14

    Nachdem Putin nach seinem Überfall auf die Ukraine festgestellt hat, dass die Regionen im Donbass keinesfalls russland-freundlich sind, sondern selbst „pro-russische“ Parteien und Organisationen sich vehement gegen die russischen Besatzer wehren, greift er auf typisch russische Militärtugenden zurück: Plündern, vergewaltigen und zerstören. Neu daran ist nur, dass er jetzt wegen der hohen russischen Verluste auf islamistische „russische“ Soldaten zurückgreifen muss, wie gestern bei der verkündeten „Befreiung“ von Popasna Nahe Luhansk, die dabei die ganze Stadt kaputt geschossen haben, siehe hier die langbärtigen „Russen“ beim freudigen Einmarsch:

    https://www.n-tv.de/politik/Kadyrow-meldet-Eroberung-der-Stadt-Popasna-article23317221.html

  24. Solange nicht der IS einmarschiert, wo sehen Sie hier ein rassistisches Problem? Kriegsverbrechen sind Kriegsverbrechen und absolut widerlich. Nun die gesamte russische Soldateska in dieser oben genannten Art Weise in den Dreck zu ziehen, dazu bedarf es keines weiteren Kommentars.

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