Deutschland in der Wahrnehmung einer echten indischen Fachkraft

Deutschland in der Wahrnehmung einer echten indischen Fachkraft

Hochqualifizierte Leistungsträger bereite indische Spitzenkräfte dürften eher einen weiten Bogen um Deutschland machen – wer stattdessen hier ankommen wird, dürfte bekannt sein… (Symbolbild:Grok)

Ein hochqualifizierter Inder in Deutschland sendet via X eine Warnung an seinesgleichen in Indien: “Viele junge aufstrebende Inder fragen mich, ob sie nach Deutschland ziehen sollten, und meine Antwort ist, wenn Sie ehrgeizig sind und schnelles Wachstum wollen, dann ist Deutschland nicht der richtige Ort für Sie. Das System und die Gesellschaft im Allgemeinen sind so konzipiert, dass sie widerstandsfähig und langsam sind. Die deutsche Kultur priorisiert die Risikominimierung und der Kompromiss ist die Geschwindigkeit. In Bezug auf das Geschäft bedeutet dies: Verkaufszyklen sind langsam, es ist schwierig, Menschen zu entlassen, und daher sind Unternehmen besonders vorsichtig bei der Einstellung, Werbeaktionen sind selten und selten, und insgesamt wächst die Wirtschaft langsam. Wenn Sie also der junge, ehrgeizige Typ sind, der sich schnell bewegen und Dinge brechen möchte und schnell die Karriereleiter hinaufklettert, wird Deutschland Sie zutiefst enttäuschen.

Und weiter: “Auch als indischer Tech-Einwanderer werden Ihnen sicherlich keine Rollen zur Verfügung stehen, es sei denn, Sie werden germanisiert genug. Das heißt, Sie gehen, reden und handeln wie ein Deutscher. Die meisten Unternehmen bevorzugen immer noch deutsche Sprecher für Rollen, die sogar leicht öffentlich zugänglich sind und vielleicht zu Recht. Dies bedeutet, dass Sie im Nachteil wären, wenn Sie hoch hinaus wollen.
Deutschland ist ein großartiger Ort für diejenigen, die bereit sind, Geschwindigkeit für Stabilität und Risikominimierung zu opfern. Es belohnt Geduld und Bindungen, die über lange Zeiträume entstanden sind. Die Kultur basiert auf der Work-Life-Balance und die Menschen ziehen bewusst deutliche Grenzen zwischen ihnen. Ich sage nicht, dass das eine besser ist als das andere, aber du musst selbst herausfinden, ob du bereit bist, dich an ein langsames Lebenstempo anzupassen.

“Leblose Sonntage fühlen sich wie der Tod an”

Speziell zu den Herausforderungen und Standortbedingungen für Wissenschaftler schreibt er: “Ich persönlich bin in dieses Land gekommen, um Physik zu machen, und es ist immer noch einer der besten Orte, um Grundlagenforschung zu betreiben. Aber die letzten Jahre waren aufschlussreich; ich bin aus der Wissenschaft in die Industrie gezogen und habe mich selbst mit einigen dieser Fragen auseinandergesetzt. Ich bin ein zutiefst ungeduldiger Mensch. Ich möchte, dass die Dinge hier und jetzt geschehen. Ich warte nicht sehr gut. Die leblosen Sonntage (alles wird stillgelegt) fühlen sich wie der Tod an. Ich mag kapitalistische Gesellschaften, die gebaut wurden, um den Komfort zu maximieren. Außerdem mag ich die Autokultur. Es ist großartig, eine kurze Fahrt zu machen und Musik zu machen, nur weil ich es will. Ich finde auch langsam heraus, wie lange ich hier sein möchte. Das Leben ist unglaublich kurz, es geht im Handumdrehen vorbei. Ich bin noch zu jung, um langsame Wochenenden und entspannte Winter zu genießen. Ich möchte meine Zeit mit breiter und abwechslungsreicher Arbeit füllen, über mehrere Bereiche hinweg und ja mit halsbrecherischer Geschwindigkeit. Wenn der Kompromiss ein paar Höhen und Tiefen auf dem Weg ist, werde ich sie gerne nehmen. Ich komme langsam zu dem Schluss, dass Deutschland auf lange Sicht wahrscheinlich nicht da ist, wo ich sein möchte. Es ist immer noch ein großartiges Land mit warmen Menschen.

Es ist anzunehmen, dass diese offene, differenzierte und realistische Einschätzung einer tatsächlichen Fachkraft kein Einzelfall ist. Im Umkehrschulss darf also erwartet werden, das der Indien-Anwerbedeal unserer deutschen Super-Gynäkologin an der Spitze der Brüsseler EU-Kommission vor allem wieder einmal die männerüberschüssigen testosterongeladenen Underperformer anlocken wird. Good luck with that!

25 Antworten

  1. das war zu meiner Zeit noch anders. Ich hatte die Karriereleiter bis 1984 (im Alter von 24 Jahren) bis zum Gruppenleiter erklommen und mit 26 zum Projektleiter eines internationalen Ölprojektes. Und es war für damalige Verhältnisse überdurchschnittlich dotiert. Für mich lag die Wende des deutschen Abstiegs in der ‚Geiz-ist-geil‘ Mentaltät die Schröder ab 1998 postulierte und das Land damit auf den ökosozialistischen Kurs begab. Damit begann der Stillstand richtig sichtbar zu werden, auch wenn der Mainstream die damaligen ‚Reformen‘ bis heute als Erfolg verkauft. Nein, Niedriglohnjobs waren eben kein Erfolg, sie waren Ablenkung von den Kernproblemen des Landes. Keine Innovation, keine Perspektive, keine Zukunft für junge Leute. Merkel hat diesen Stillstand bekanntlich 16 Jahre fortgesetzt, die Kernenergie abgeschaltet und die Massenmigration zugelassen. Und das zieht sich leider bis heute durch weswegen gut qualifiziert nach wie vor in Strömen davonlaufen und Deutschland zum europäischen Prekariat verkommt. Ein Trauerspiel das so wenig Menschen dies durchschaut haben.

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  2. „Ich möchte meine Zeit mit breiter und abwechslungsreicher Arbeit füllen, über mehrere Bereiche hinweg und ja mit halsbrecherischer Geschwindigkeit. “
    „Die leblosen Sonntage (alles wird stillgelegt) fühlen sich wie der Tod an.“

    Kennt dieser Mensch nichts anderes als die Arbeit ? Irgendwie verständlich für Unternehmer mit eigenem Betrieb, dann schafft man in erster Linie für sich selbst, aber als Angestelleter ? Was ist das für ein Leben. Er sollte nach Japan ziehen.

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    1. Indische Moslems gibt es wohl sehr wenige. Die meisten Inder dürften Hindus sein. Indien und Pakistan waren einmal ein Land; es wurde aufgeteilt in das moslemische Pakistan und das hinduistische Indien, woher auch eher die Fachkräfte kommen als aus Pakistan.

        1. Bei 1.500.000.000 Milliarden Einwohnern.
          Da sind 200 Millionen nicht sehr viele.
          Oder zuviele?

          Bei den Moslems ist wohl schon einer, einer zuviel.

        2. Exakt! 200 Millionen Moslems. Und das ist der Deal von Uschi an Indien. Wir nehmen die Moslems, die Inder unsere Autos. Ein sehr einseitiger Deal für die EU, extrem lukrativ für Indien. Der europäische Bevölkerungsaustausch läuft und läuft und alle glauben an den Rosa Elefanten. Vieleicht erlebe ich noch das neue Europa, wenn Uschi und Co. damit fertig sind.

  3. Gut gebrüllt, was dieser (Kinder statt) Inder aber übersieht ist, daß bei seiner gewollten „rasenden Geschwindigkeit“ das Leben glatt noch schneller an einem vorbeizieht.
    Freilich kann jeder gerne der glückliche (Arbeits)Sklave sein, allerdings sollte man um dieses hiesige Entwicklungsland aus ganz anderen Gründen die Banane machen:
    Wegen fehlender innerer Sicherheit sowie dem schier unaufhaltsamen Abdriften in die sozialistische Falle mit all den -zumindest uns etwas Älteren- bekannten üblen Haupt- und Nebenwirkungen bis in alle Lebensbereiche hinein.

    Übrigens ist das (noch) ganz gut, wenigstens am Sonntag mal einigermaßen in Ruhe gelassen zu werden, da haben die Gängelungsbehörden & Finanzstasischnüffler nämlich auch zu.

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  4. Wir brauchen keine Inder, die uns finanziell und der Sicherheit entgegen stehend auf der Tasche liegen.
    v.d.L. scheint von Sunnen zu sein !

    1. Da kommen ja auch keine Inder und Fachkräfte. Der Deal mit Uschi ist doch klar. Indien entledigt sich derer, die Indien nicht gebrauchen kann. Indien ist uns einige Jahre technisch voraus. Die haben sogar eine Rakete zum Mond geschossen und bauen Sateliten. Gebildete Inder werden mit sicherheit nicht kommen, wären ja schön blöd!

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  5. „Nein“,ein Land wo die Bevölkerung in einem Wolkenkuckucksheim lebt und ein großartiger Ort für Leistungsverweigerer.

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  6. Offenbar haben Südost- und Ostasiaten (Indien, Thailand, Japan, Südkorea) eine andere Arbeitsmentalität und Lebenseinstellung als Westeuropäer. Sie leben, um zu arbeiten. Hier ist es eher umgekehrt.

    1. Ich denke, es ist genau umgekehrt. Wir hier arbeiten lediglich, um zu leben (odr sollte ich sagen „existieren“?), daher nur das notwendigste, und wo immer möglich, wird leistungsloses Einkommen abgegriffen. Leistung ist zunehmend verpönt und wird diskriminiert.

      In Asien hingegen lebt man, um zu arbeiten, denn diese Menschen wollen noch etwas erreichen. Und das ist nicht das Leben in der Hängematte, sondern ein wohlhabendes Leben mit eigener Wohnung, Auto, Urlaubsreisen etc., alles das, was auch mal der Traum der Westeuropäer war, bevor die Loser und Faulpelze in den linken Parteien das alles hintertrieben haben, nachdem sie sich die Macht erschlichen hatten.

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  7. Wäre schön wenn es denn heute wirklich noch so wäre wie dieser Inder das geschildert hat, er lebt wohl in einer der verbleibenden akademischen Wohlstandsnischen in denen der Zerfall noch nicht mit voller Wucht eingeschlagen hat.
    Was würde er sagen wären ihm die wirklichen Zustände im Neuschland 2026 bewußt?

    1. TS, bin ganz Ihrer Meinung. Nur, wenn der nette Inder erkennt, welche Regeln den normalen Arbeitstag bestimmen, wird er sich niemals trauen über Zustände , bzw. Regeln , irgendetwas zu sagen. Der nette Inder wird seine Koffer packen und weiter ziehen, oder nach Hause flüchten.

  8. liebe Kinder von morgen gebt gut „8“ seht was die Regierungen der letzten 25 Jahre euch hinter_lassen hat,& wird !! Aber aus der grükoten Ecke brüllt der Brüllerbus schon wieder,alle Firmen Lenker gehn in die Knie,zum Koffer aufheben ,ade ihr Dichter,Denker, oh halt wer denkt denn hier noch, an das morgen der Kinder ?? Arbeitsfrei ? Bezahlt über Linkes Polit-denken ?? 😂😂😂😡

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  9. Die Art zu leben, ist überall unterschiedlich. Ich war jetzt vier Wochen in Sri Lanka und auch dort ist alles so viel anders als hier. Klima- oder Umweltschutz ist dort überhaupt kein Thema, null, nada, niente. LKW und Busse sind gut und gerne über fünfzig Jahre alt und haben noch nicht einmal Nachschalldämpfer. Das ganze Land knattert, röhrt und donnert in einer Lautstärke…und niemanden stört es. Völlig andere Mentalität. Ein deutscher Ingenieur oder Beamter würde hier wahnsinnig werden. Sie leben ärmer und sind gefühlt aber reicher, ausgeglichener und viel freundlicher. Die Kinder sehen durchweg glücklich aus. Ich frage mich, wer hier das bessere Leben hat.

  10. Joschka Fischer, Bündnis90/Die Grünen, Rezension zu seinem Buch „Risiko Deutschland“, Die Welt 07.02.2005:

    „Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.“

    Joschka Fischer, Bündnis90/Die Grünen:
    „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind.
    Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen.
    Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird.
    Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht.
    Schon ist die Welt gerettet.“

  11. Die meisten Computerinder kommen erst gar nicht weil die Gehälter viel zu mickrig sind. Das ist höchsten ein Zwischenstop auf der Weiterreise nach GB oder USA. Und wer unter den Computerkartoffel kann macht es genauso, hier ist nix zu reissen.

    1. Meine Beobachtung in der Kleinstadt in den USA ,ca. 50 000 Einwohner in der ich lebe,
      Ungefaehr die Haelfte der Aerzte sind Auslaender, meist Pakistanis oder Indier, aber auch Englaender, Kanadier und drei deutsche Aerzte.
      Indische und pakistanische Aerzte und Fachaerzte gehen gerne oder verbleiben nach ihrem Studium in den Staaten. Sie sprechen in der Regel ein ausgezeichnetes Englisch.
      Ihre Frauen haben meist studiert und sind oft selbst Aerzte
      Alle sind westlich gekleidet fahren Autos gehobener Klasse und keine traegt ein Kopftuch oder die uebliche Verkleidung.

  12. Da Spiel mit den Fachkräften kennen wir ja seit der Scheineinheit so richtig wo einige Passgeburten aus dem Westen in Großstädte Mitteldeutschlands kamen. Ostberlin hatte bis Mitte der 90er diesen Aufschwung und Anfang 2000 konnten Dresden, Leipzig, Potsdam usw. auf solch glücklichen Zuwachs blicken. Immer wieder gab es zwischendurch Asylanten und 2015 da hat die Ziehtochter des Dicken die Grenzen geöffnet für alles und jeden unbegrenzt. 2020 kam das C19-Horrormärchen was die Kanzlerin der Schmerzen abnickte im Namen der Antichristdemokraten. Bis jetzt sind diese beiden Aktionen für die internationale Hochfinanz noch spürbar. Die drei antideutschen Rachepläne Kalergis, van Hootons und Morgenthaus sind im vollen Gange. Wenn wir Restdeutschen Geschichte sind wie die Dinos dann sind alle EU-Nachbarn dran mit dieser höllischen Saat der Pinocchio-Dumbos. Geizig sind wir Krauts und Hunnen nie gewesen. Hört das deutsche Herz aufzuschlagen dann stirbt Europa und so die ganze Welt. mfg

  13. „Anstieg um 50 Prozent“: Richterbund warnt vor „Asylklagewelle“ und fordert mehr Personal für Verwaltungsgerichte

    Justizministerin Stefanie Hubig will Verfahren vor Verwaltungsgerichten beschleunigen. Der Richterbund hat weitere Forderungen – insbesondere mit Blick auf Asylklagen.
    Die Reformpläne von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) zur Entlastung der Verwaltungsgerichte sind aus Sicht des Richterbunds nicht weitreichend genug. Die Pläne gingen in die richtige Richtung, sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die beschleunigenden Effekte der Rechtsänderungen dürften aber überschaubar bleiben.

    „Tragende Säule eines Rechtsstaatspakts von Bund und Ländern muss die personelle Verstärkung der Gerichte sein.“

    Insbesondere eine wieder steigende Zahl von Asylklagen setze die Verwaltungsgerichte stark unter Druck.

    „Nach rund 72.000 Hauptsacheverfahren im Jahr 2023 und mehr als 100.000 Fällen 2024 zeichnet sich für 2025 ein erneuter Anstieg um 50 Prozent ab“, sagte Rebehn.

    Die rückläufige Zahl der Asylanträge in Deutschland schlage bei der Justiz noch nicht durch, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seine Verfahrensbestände jetzt schneller abarbeite.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article6981459dfa531953d5219b96/anstieg-um-50-prozent-richterbund-warnt-vor-asylklagewelle-und-fordert-mehr-personal-fuer-verwaltungsgerichte.html