Deutschland nur noch Realsatire: Layla auf dem CSD bei der SPD

Anbiederungsfläche für die peinliche Südwest-SPD: Christopher-Street-Day 2022 in Stuttgart (Foto:Imago)

Natürlich handelt es sich bei dem – erst durch die Verbotspriester und Zeitgeist-Zensoren in den Rang einer Art Freiheits-Hymne erhobenen – Malle-Gassenhauer „Layla” um einen bestenfalls mittelmässigen Song. Doch wer bei „Layla“ heute noch an den gleichnamigen guten alten Song von Eric „Slowhand“ Clapton denkt oder an das aus „Goodfellas“ bekannte eindrucksvolle Pianostück von „Derek and the Dominos“ ebenfalls desselben Namens , der verwechselt gute Musik mit der aktuellen Seichtigkeit des Seins. Clapton hatte noch Niveau und die Zeiten waren eindeutig bessere. Heute nun beschäftigt uns unter dem Titel „Layla“ schon seit Wochen eines der üblichen Ballermann-Bumslieder, welche immer schon dumpf dröhnender Trash waren. Irgendein suffvögelgeeigneter Donnermüll mit Titten, Sprit, Ficken und Kotzeimer. Mehr nicht. Wen – zur Hölle – juckt sowas?!

Doch die akute Gutmenschlerei wächst sich zur sektenhaften Meinungsdiktatur aus, rund um dieses „Layla“-Kracher-Liedchen tobt ein Gesinnungs- und Sittenkrieg, der offenbar nur sein sommerlochtaugliches Ventil suchte. Zunächst war das Lied um eine Puffmutter, die darin als „schöner, jünger, geiler“ beschrieben wird, bei Volksfesten verboten worden – um dann in schrillem Protest zur Widerstandshymne gegen den politisch korrekten Meinungsterror aufzusteigen – und das mit einer rotzigen Dynamik, welche das unfromme Liedchen sogar in den scheinheiligen „ZDF Fernsehgarten“ katapultierte, wo sich immer schon Bumms und Balla und Schlagerdihö zur Pop-Piroutte trafen. Ein wenig schön, ein wenig Schein, German Entertainment mit sauberer Provinzgarantie. Folglich krachte die Zote in die Hitparaden, und selbst die journalistischen Brüder und Schwestern der durchaus kritischen „Neuen Zürcher Zeitung“ huldigten dem bordellierenden Song im Blatt, weil dieser soviel subversive Kraft gegen den ökolinken Gesinnungsschwall hochbrachte.

Kulturkampf bricht lärmend vom Zaun

Nun gut, könnte man meinen, der lustige Sommeraufreger um die neuen Spießer-Zensoren von Links dürfte alsbald verfliegen… Aber nein! Denkste! Der Kulturkampf bricht stattdessen gerade erst so dermaßen lärmend vom Zaun, dass jetzt sogar die Anti-Layla-Linksfaschisten mit ihren verqueeren Sprachverhunzungen ins Gelände scheißen und brüllend hinter den fahrenden Zug springen. Hier ist das regenverbogene Genderland, hier wird nicht gelacht, hier darf nicht etwa jeder hören, was er will – wo kommen wir denn da hin, wenn wir die Helden unserer Tage, die Transdiversen und Hardcore-Schwulen mit Peítsche, Handschellen und Umschnalldildo nicht erst um Erlaubnis fragen, wer was singen und wer wann lachen darf?!?

Es ist zum Piepen: Absolute Witzfiguren machen auf Dorfsheriff wie im ersten „Rambo“-Film, grundlos verhauen Dorfspießer Andersartige und -meinende, die Queerfront der ökolinksverseuchten Besserdeutschen steht für den zweiten Anschlag auf John Lennon und sorgt für eine Art Neuauflage von „Easy Rider”, wo die Helden auf ihren Bikes am Ende von Spießern weggeschossen werden. Es ist der gleiche höllisch stinkende Atem, der da unter anderem aus der gründominierten Landeshauptstadt Banden-Württembergs, vom dortigen Christopher Street Day herüberweht – haltet euch die Nasen zu, die Ungeduschten kommen!

Doch möge mir bei der Gelegenheit bitte endlich mal jemand erklären, warum in eine funktionierende Welt der guten, alten Heterosexualität, dieser normalsten und immer noch üblichsten Sexualbeziehung in aller Welt (welche nebenher übrigens auch einziger Garant für die natürliche Fortpflanzung unserer Art ist!), plötzlich das Wort „Sexismus“ wie ein Molotow-Cocktail hineingeschleudert wurde? Wann hat das angefangen, wie konnte es so weit kommen? Was ist denn, bitteschön, eigentlich „Sexismus“…? Wenn auf Sexualität abzielende Äußerungen, Handlungen oder Anspielungen eines präpotenten „Layla”-Gassenhauers „sexistisch“ sein sollen, weil sich hier Männer (!) an Frauen und deren Äußerem orientieren – was ist denn dann eigentlich mit all den geilen Schwulen, die anderen Männern auf den Hintern starren;und mit Lesben, welche „zufällig“ einem Mädchen mit der Hand über den Rücken streichen?

Von „50 Shade” bis GILFs

Charme und Verführung, Leidenschaft und Lust, Begehren und Bewundern oder schlicht „Anbaggern”: das ist der Stoff, aus dem die Künste sind und immer waren. Die Literatur, der Film-Kuss bis hin zu Megasellern der jüngeren Varietäten, von S/M-Spielen á la „50 Shades of Grey“ bis zu polyamoren Beziehungskisten zwischen altlüsternen Grannys/GILFs, afrikanischen Loverboys und jung-urbanen Mittvierzigern. Die Bösartigkeit hinter der Worthülse „Sexismus“ wird deutlich, wenn man sieht, wer sich da eigentlich künstlich am grossen Nichts „aufgeilt”, um billig-wohlfeil andere zu bekämpfen; sie auszugrenzen; verpönte und unpolitische Weltsichten oder (auch simpel-schlichte) Meinungen zu bedrohen; das eigene, kaputte Weltbild anderen aufzuzwängen.

Kommen wir also an dieser Stelle zum CSD in Stuttgart – wohl eine der größten denkbaren Peinlichkeiten deutschen politischen Lebens dieses Landes. Die Deutschen spinnen. Der Terror geistig verwirrter Minderheiten avanciert zur übelsten Aggro-Fassade, mutiert völlig humorlos in Richtung Hexenjagd und neue Prüderie. Der Geifer der Übereiferer spuckt Gift und Galle und zerstört das einfache Leben, die wahre Leichtigkeit des Seins. Wenn dort, beim CSD, ausgerechnet die dummen Trottel der SPD-Resterampe  auf ihrem opportunistisch-szeneanbiedernden Mitmachwagen „Layla“ aus den Lautsprechern laufen lassen, dann ist Hohlraumturbulenz unter artigen Genossen angesagt: Wir erleben die wendehalsige und unterwürfige, ehrlose Anpassung an den Genderschwachsinn und die neuen Woke-Idiotien irre gewordener Extremisten in ihrer neuesten Ausformung.

Fasten your seat belts! Haltet euch fest, Freunde der Freiheit! Denn jetzt kommt ein echter Klopper: Nachrichten auf „n-tv“, aus einem Land, das sich auf der Direttissima zur Intensivstation der Irrenanstalt befindet: „In der SPD in Baden-Württemberg gibt es heftige Kritik, weil der umstrittene Schlager-Hit ‚Layla‘ im SPD-Umzugswagen auf dem Christopher-Street-Day in Stuttgart angespielt wurde. ‚Stellt euch vor, es ist CSD und irgendwelchen alten Männer der SPDqueer machen erstmal ein unfassbar frauenverachtendes Lied an‘, kritisierte ein Juso aus Nordrhein-Westfalen auf Twitter.

Szenen aus dem Mittelalter

Soweit die – ernst gemeinte – Meldung. Ich habe den Quatsch drei- oder viermal gelesen und konnte es nicht fassen, dass man sich in dieser Art und Weise von der Lächerlichkeit in über die Peinlichkeit bis in die allerdümmste Doofheit steigern kann – und dabei auch noch wichtig dreinschaut und sich für politisch weltrettend und „progressiv“ hält.

Einfach unfassbar! Und so erbärmlich geht es noch weiter: „Der Videoclip, den er von der Szene postete, wurde bereits mehr als 40.000 Mal angeschaut. Auf dem Video vom Wochenende ist auch der baden-württembergische SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch zu sehen, wie er auf dem Umzugswagen zu dem Lied fröhlich mit dem Kopf wippt. Er habe das Lied nicht so im Blut, dass er es bereits nach drei Takten erkenne, erklärte Stoch. Er habe kurz mitgewippt, aber zehn Sekunden nach der ersten Textzeile sei das Lied ausgemacht worden.

Mir kam spontan folgender hypothetischer Dialog in den Sinn: „Euer Ehren, ich schwöre, ich habe nur drei Takte mitgewippt – und dann sofort gestoppt, als ich erkannte, welches Teufelswerk da zu hören war, bitte habt Erbarmen mit mir…!” – „Scharfrichter, führt den Hexer zum Schafott, er ist mit dem Teufel im Bunde, er hat das Lied im Blut und leugnet es, dann hilft auch keine Peitsche mehr, an den Pranger mit dem Ketzer und dann zündet das Stroh unter seinen Füssen an!“ Szenen aus dem finsteren Mittelalter. Oder woran soll man sonst denken, wenn man so etwas liest?

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10 Kommentare

  1. Prostitution ist die Ich-AG zu Ende gedacht. Hartz lässt grüßen. Prostitution wurde doch von dieser Partei endgültig legalisiert, inklusive Steuern und Sozialabgaben, Versicherung. Deutschland der Puff Europas. Jetzt tut man so, als würde man sich empören. Vielleicht wollen diese Leute auch gar nicht mehr arbeiten. Arbeit ist Prostitution. Dabei kann man die Prostitution neuerdings sogar digital betreiben, man braucht nur Internet, Kamera, ein bisschen Deko. Alles von zu Hause aus, Home Office. Absolut sicher vor Viren und Ansteckung. Der eigene Chef, und doch Unterwerfung, den Kunden zu Diensten. Wie man es wendet, dieser Tage kann keiner wirklich glücklich werden.

  2. Was macht denn eigentlich ein SPD-Umzugswagen auf dem Christopher-Street-Day?

    Ah, jetzt weiß ich es: Die Genossinnen*en gehören alle der LBTGQ+”-Gemeinde an. Sie sollten sich vor Affenpocken schützen.

  3. Deutschland Geisteskrank. Mehr fällt mir nicht mehr ein. Wenn ich nur die Voll Idioten sehr, wie sie schwitzend unter ihrer FFP Kack-Maske schnaufen und kaum Luft bekommen-Klasse. Und dann die Daueransagen der BVG Bücklinge. Weiterhin Masken FFP 2 in Busen und Bahnen Vorschrift.Wo bitte steht diese Vorschrift? Wie gesagt, die Deutschen sind nur noch lächerlich. Es bleiben wirklich nur wenige, die ihren Verstand nicht gegen ein 9€ Ticket oder dem 13x Boostern abgegeben haben. Ich habe es wirklich einmal geschafft, mir diese Schwulen Umzüge anzuschauen. Was da auf der Straße zelebriert wird, was sich Kinder anschauen müssen, wirklich nicht zu ertragen ,abartig .Zum Glück hat Gott Mann und Frau geschaffen,das sollten mal die Abartigen sich durchs Resthirn ziehen. Ansonsten würde es nämlich kaum Leben auf der Erde geben. Aber das kann ich meinem Hund oder Hamster erzählen, die würden das wohl eher verstehen als die Hinterlader oder Umschnallpimmelträger!

  4. Nun mal langsam. Jede Musikrichtung hat ihre Daseinsberechtigung. Es kommt immer darauf an, zu welchem Anlass man sie hört oder auch Gassenhauer mäßig mitsingt. Gassenhauer z.B. waren nie hochwertige Musik. Es ist unsinnig, diesem Gassenhauer soviel Aufmerksamkeit zu widmen. Spießige Bürger in führenden Positionen haben sich gegen diesen Schlager gewandt und ihn verboten. Das ist nicht das 1. Mal. Man denke an z.B. Jeanny von Falco oder auch an einen Song von Madonna, der irgendetwas mit Jesus oder so etwas zu tun hatte, weiß ich nicht mehr oder an Je t’aime. Das sind nur 3 Songs von vielen, vielen anderen, die richtig verboten worden sind und man sie nicht mehr im Radio hören oder im Fernsehen sehen konnte. Das geschah alles, als die Welt vermeintlich noch in Ordnung war. Hier hat bloß irgendein städtischer Spießer sich gegen den Gassenhauer gewandt. Spießbürger kommen und gehen, der Gassenhauer könnte im Gedächtnis bleiben. Übrigens, jeder Schlager ist seicht und auch die meisten Popsongs sind es. Der Vorgang an und für sich, ist nichts Neues.

  5. Mene Theorie!
    Das kommt alles von der IMPFUNG. Merke schon seit einigen Monaten, dass die Geimpften und doppelt geboosterten einen gewissen Wahnsinn an den Tag legen und täglich agressiver werden.

  6. Wie krank und kaputt muss man sein wenn man sich über so einen Song derart aufregt und ihn sogar verbieten lassen will? Wenn ich etwas nicht höre will habe ich einen Ausschalt-Knopf und basta. Aber diese dämlichen Kranken, die nicht wissen was sie sind müssen natürlich noch mehr auf sich aufmerksam machen Sie sollten sich lieber wie früher in ihrem Kämmerlein verschanzen und den Mund halten, denn so toll ist es nicht die Bevölkerung die noch normal tickt dauernd mit so einem Blödsinn zu nerven.

  7. Wenn es konsumverblödeten Menschen, die sich an unbedeutendem aufgeilen, die keinerlei existenzielle Probleme haben, außer dass sie vielleicht früh Morgens noch nicht wissen, ob sie heute Männlein, Weiblein oder irgendwas dazwischen sind, langweilig wird und sie mehr im Mittelpunkt stehen möchten, reden sie ein Problem herbei und fühlen sich plötzlich benachteiligt. Schickt sie in die Ukraine an die Front, denn dort geht es ums Überleben und dort können sie es beweisen, dass es ja egal ist, ob man Männlein, Weiblein oder Divers ist.

  8. Verbote waren schon immer die beste Werbung ! Hat auch schon bei „Jeaney“ von Falko gezogen, oder vom „Netten Mann“ von den Onkelz !

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