Deutschlands Absturz: Mal ein paar Zahlen gefällig?

Deutschlands Absturz: Mal ein paar Zahlen gefällig?

Wohldokumentiert, aber nicht wahr- oder ernstgenommen: Der Absturz des einstigen Champions Deutschlands auf allen Ebenen (Symbolbild:KI)

Fast könnte man es als deutsche Spezialität bezeichnen: Während andere Nationen in Kennziffern, ökonomischen Eckdaten und Wachstumszahlen schwelgen, die von Aufschwung, Rekordgewinnen oder dem nächsten großen Sprung künden, serviert die Bundesrepublik ihren Bürgern seit Jahren eine ganz eigene Statistik. Eine, die den Niedergang bis in die Dezimalstellen hinein präzise dokumentiert. Kein dramatisches Gemetzel, kein plötzlicher Kollaps, sondern ein langsames, methodisches Schrumpfen – begleitet von wohlformulierten Pressemitteilungen und dem immer gleichen Refrain: „Strukturelle Herausforderungen“. Als wäre der Verlust von Wohlstand ein bürokratischer Vorgang, den man mit einer weiteren Arbeitsgruppe garantiert in den Griff bekommen könnte.

Nehmen wir nur die jüngsten zehn Zahlen, die die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” gestern in einem Podcast zusammengestellt hat und die sich als kleines Best-of der Misere lesen lassen: 15.000 Industriearbeitsplätze streichen Unternehmen derzeit im Schnitt pro Monat; vor einem Jahr waren es noch „nur“ rund 10.000. An weiteren Fachkräftejobs sind es mindestens noch einmal soviel. Dies passiert, während Politik, Systemexperten und Funktionsjournalisten in Talkshows weiterhin das Mantra vom “Fachkräftemangel“ verbreiten, der unbedingt weitere Zuwanderung bedinge. Die Krise verschärft sich, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung feststellt. Große Namen wie Volkswagen, Bosch oder ZF schrumpfen, kleine Betriebe folgen.

Verstopfte Pipeline

8,8 Prozent weniger als 2019 investierten die Unternehmen zuletzt. Wenn deutsche Unternehmen noch investieren, tun sie dies meist jenseits der Grenzen. 42 Prozent der Industriebetriebe planen Investitionen im Ausland, umgekehrt halbierten sich die ausländischem Direktinvestitionen in Deutschland in manchen Branchen. VW baut seine günstigen E-Autos in Spanien, BMW erweitert in Ungarn. Bundesagentur-Chefin Andrea Nahles sprach von Menschen, die „direkt aus der Arbeit“ kommen und jahrzehntelang gearbeitet haben – jetzt plötzlich überflüssig sind. 0,3 Prozent – so viel ist die deutsche Wirtschaft seit 2019 real gewachsen. Zum Vergleich: Die USA legten seitdem um 15,1 Prozent zu, Spanien um 10,1, Italien um 6,4, China sogar um bis zu 33 Prozent. Was in Deutschland hingegen wächst, sind vor allem die Ausgaben, nicht die Einnahmen: Bis 2030 werden 50,7 Prozent des Bundeshaushalts allein durch Arbeits- und Sozialministerium sowie Schuldendienst gebunden sein – 233,5 Milliarden für Soziales, 83,8 Milliarden für Zinsen bei insgesamt rund 625 Milliarden Euro Ausgaben. Rechnet man Rüstung dazu, sind drei Viertel dieses Budgets verplant. Für Forschung und echte Zukunft bleibt wenig.

Die Demografie verschärft alles nur noch: 20,5 Jahre betrug zuletzt die durchschnittliche Rentenbezugsdauer; 1957 waren es noch 10,4 Jahre gewesen. Jährlich gehen netto rund 400.000 Steuer- und Beitragszahler verloren. Inzwischen arbeiten 31,9 Prozent aller abhängig Beschäftigten hierzulande in Teilzeit, bei den Frauen ist es sogar mehr als jede Zweite. Das ist EU-weiter Spitzenwert. Volkswirte sehen darin ein Problem: Die Babyboomer gehen, Vollzeitkräfte fehlen. Von einer ausgleichenden, echten Arbeitskräfteeinwanderung  ist man weit entfernt; die Millionen, die seit 2015 gekommen sind, belasten die Volkswirtschaft netto weit mehr, als sie Nutzen bringen. Die Mehrheit lebt weiter von Transferleistungen und wäre mangels Schul- und Bildungsabschlüssen und/oder fachlicher Qualifikation nicht in der Lage, die Lücke zu schließen, wenn die Wirtschaft wieder wachsen sollte. 18,8 Prozent aller 20- bis 34-Jährigen hierzulande haben gar keinen Berufsabschluss mehr – das sind fast 2,8 Millionen Menschen. Unter Einwanderern ist deren Anteil überdurchschnittlich hoch, aber auch bei den innigen Deutschen sind es inzwischen gut zehn Prozent ohne Qualifikation. Helferjobs, Langzeitarbeitslosigkeit, Altersarmut: Die Pipeline ist verstopft.

Spitze nur noch in der Bürokratie

5.414 Euro pro Kopf gibt Deutschland für Gesundheit aus – mehr als jedes andere EU-Land. Dabei liegt die Versorgungsleistung nur noch im unteren Mittelfeld – Tendenz weiter fallend. Die Folge: Die Lebenserwartung liegt trotzdem bei nur 81,5 Jahren – unterer Mittelfeldplatz. Selbst Italien kommt auf über 84 Jahre. Dafür sind wir bei der Bürokratie absolute Spitze: 502 einzelne Sozialleistungen auf Bundesebene zählte das Ifo-Institut, geregelt in 3.246 Paragraphen der Sozialgesetzbücher. Niemand blickt da mehr durch. Ein System, das so unübersichtlich ist, setzt zwingend Fehlanreize und führt dazu, dass viele Leistungen ungenutzt bleiben.

Energie- und Lohnkosten, Fachkräftemangel, hohe Abgaben (OECD-Spitzenplatz) – das Vertrauen in den Standort schwindet. Gleichzeitig stehen in Deutschland 6.234 aktive Lobbyisten im Register, die politischen Einfluss nehmen und stetig mehr auf Regulierung und Subventionen drängen. Die politische Willensbildung erfolgt nicht mehr von unten, sondern durch diesen Interessengruppen und nicht demokratisch legitimierte Einflussnehmer. “Energiewende”, Klimapolitik, ideologische Auflagen, Überbürokratisierung strangulieren die Wirtschaft. Seit 2018 hat die Industrieproduktion um etwa 10 bis 15 Prozent nachgegeben – energieintensive Branchen noch stärker. Hunderttausende Jobs gingen verloren – allein in der Industrie rund 68.000 allein 2024, weitere Zehntausende angekündigt bei VW, ZF, Thyssenkrupp und Co. Die Automobilzulieferer verloren schon 2024 11.000 Stellen, seither jährlich mehr. Die Insolvenzen in der Industrie sind auf höchstem Stand seit Jahren; alle 20 Minuten geht ein deutsches Unternehmen pleite. Die Zahlen sprechen für sich – auch wenn die Politik leugnet, dass es sich um eine Deindustrialisierung handele, und manche Ökonomen immer noch von „Strukturwandel“ reden.

Schleichender Prozess

Derweil wächst der Staat: Die öffentliche Beschäftigung boomt, während die Privatwirtschaft schrumpft. Defizite steigen, die Schuldenquote klettert langsam in Richtung 65-68 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, trotz Mogelpackungen wie der Deklarierung von Staatsschulden als “Sondervermögen“. Laut den Maastrichter “Stabilitätskriterien” sollten einmal 60 Prozent die absolute rote Linie sein. Und für die weitere Zukunft sieht es nicht besser aus; im Gegenteil: Selbst die Prognosen, die immer deutlich über den realen Entwicklungen liegen, pendeln für 2026 zwischen Stagnation und magerem 0,2 bis 1 Prozent Wachstum. Dort, wo es noch Wachstumsimpulse gibt, sind diese fast immer getrieben von Staatsausgaben, nicht von privater Dynamik. Das ist also das Fazit: Unit labour costs hoch, Produktivitätswachstum mau – während die deutschen Exportmarktanteile weiter bröckeln unter chinesischem Druck und US-Zöllen.

All das ist keine Katastrophe mit Paukenschlag; es ist ein schleichender Prozess, mit dem Deutschland seine einstigen Stärken – Fleiß, Präzision, industrielle Basis – systematisch unterminiert hat. Der Absturz war gewollt und selbstverschuldet – durch hohe Energiepreise nach dem gesinnungspolitisch bedingten willkürlichen Gasstopp, Bürokratie, fehlende Investitionsanreize, demografische Blindheit und ein Sozialsystem, das mehr verteilt als ermöglicht. Und er setzt sich fort. Die Zahlen lügen nicht; sie addieren sich zu einem Bild: Ein Land, das reich war, weil es produzierte, und das nun reich bleiben will, obwohl es immer weniger produziert, ist ein Widerspruch in sich. Der einzige Grund, warum die fatale Entwicklung vielen immer noch nicht bewusst ist, ist die noch immer riesige Wohlstandssubstanz der Aufbauleistung von drei Vorgängergenerationen, die jedoch rapide abschmilzt, und die Aufrechterhaltung der Verschwendung durch immer mehr Schulden.

Ob die angekündigten “Reformen” von Union und SPD hier irgendeine Abhilfe schaffen werden, mag sich jeder selbst beantworten; die nächsten Zahlen werden es zeigen. Die Fakten und Zahlen liegen auf dem Tisch. Viele, viele Zahlen. Sprechen eine klare Sprache – und sie erzählen eine Geschichte, die viele lieber nicht hören möchten. Schlaft schön weiter!

13 Kommentare

  1. Eigene EU-Steuern sollen EU-Budget auf rund 2 Billionen (!) Euro verdoppeln
    Jetzt droht EU-Europa vollends ins Schuldenchaos zu stürzen. So erklärte der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, dass es ohne neue EU-weite Steuern, die selbstverständlich nach Brüssel fließen sollen, schwierig werde, das geplante riesige Budget zu verwirklichen.

    Vor den Beratungen für den neuen EU-Haushalt zieht man in Brüssel alle Register, um den eigenen Forderungen und Wünschen mehr Nachdruck zu verleihen.
    EU-Ratspräsident Costa droht: Ohne neue eigene EU-Steuern kein Budget
    Mit ihrem Haushaltsentwurf für die Jahre 2028 bis 2034 legte die EU-Kommission auch ihre Wünsche nach eigenen Einnahmen vor. So plant die EU unter anderem Änderungen bei den Zolleinnahmen und bestehenden Ökosteuern, eine Abgabe auf Elektroschrott, eine Unternehmensabgabe und eine höhere Tabaksteuer – bei der Überarbeitung der Tabaksteuerrichtlinie wurde etwa eine 139-prozentige Steuererhöhung auf Zigaretten vorgeschlagen. Und all diese Einnahmen, sollen dem Wunsch Brüssels zufolge, in die eigenen Taschen und in den EU-Haushalt fließen.
    https://www.unser-mitteleuropa.com/199857

    1. Diese EU Kommission wurde in keiner demokratischen Wahl gewählt! Also ist sie ein Diktatoren Gebilde und will uns nur drangsalieren und abkassieren! Kann ersatzlos weg. Bin Jahrgang 1950 und damals gab es diese Einrichtung nicht und mir und den Deutschen ging es wesentlich besser!

    2. Das „Mass Halten, sparen an unnötigen, Beamte und Reg,-Mitglieder für ihre Pensionen beteiligen ,all DAS und viel mehr ist aus linksgrüner Sicht wohl….. RÄCHTZ ?! Nun der übervorteilte Bürger der EU lebt noch in einer Demokratie !?
      Ergo kann er ,sie, €s die Polit-Vampire per Abwahl und Silber Nagel von ihrer mein ,mein, mein Sucht erlösen. Vorher aber für ihre übersteigerten Pensionen für die grünroten Unfähigkeiten selber ein zahlen lassen. MfG.

    3. Deutschland ist dem Untergang geweit, ist vollkommen am ENDE !!

      Seit 3 Jahren in Rezession, mit nur 0,2 % Wirtschaftswachstum und dabei hat RU 4,9 % Wachstum !

      Auf dem St. Petersburg international Economics Forum

      SPiEF 26 waren 140 Länder, inkl. die USA und Frankreich dabei ..!

      s short eines AFD Abgeordneten von der SPiEF 26

      wir werden abgehängt alle sind da

  2. Deutschland schafft sich ab und es war schon seit Jahrzehnten zu erkennen. Das Bildungssystem hätte schon lange geändert werden müssen. Denn so werden wir keine wirklichen Fachkräfte ausbilden.
    Wenn immer mehr Steuern erfunden werden mit denen nur Ausgesuchte Industrie subventioniert werden, wird der Rentner der auch noch Steuern für seine Rente bezahlen muss hat bald weniger und muss wieder dazu verdienen.

  3. Wie funktioniert die Bürokratie?
    Wenn wir das politisch-gesellschaftliche Spiel aus der Vogelperspektive betrachten, stellen wir unschwer folgendes fest: Außerhalb des produktiven Marktes werden „notwendige“ Entscheidungen von Steuergeld alimentierten Menschen getroffen und Vorschriften erlassen. Diese Vorschriften verhindern und erschweren eine auf Logik und Eigenverantwortung aufgebaute Entwicklung der produktiven Gesellschaft. Beispielsweise Baubranche: 200.000 Vorschriften verursachen Kosten (die bei der Umsetzung zusätzliche Steuern in ungeahnten Höhe generieren) und verhindern eine gesunde Marktentwicklung. Es gibt keine Branche, die dadurch nicht betroffen wäre. Der schlimme Nebeneffekt sind unvorstellbaren Steuereinnahmen, teure oder unbezahlbare und nicht wettbewerbsfähigen Produkte oder Dienstleistungen. Dafür braucht man aber wiederum mehr steuer-finanzierten Staatsdiener die dieses Spiel kontrollieren. Ein Perpetuum Mobile für die angenehme Existenz der unproduktiven Teilgesellschaft auf Kosten der Steuerzahler und der Verschuldung in Billionen Euro.
    Beispiele: https://bnn.de/mittelbaden/rastatt/kuppenheim/firma-in-kuppenheim-steht-nach-streit-mit-tuv-vor-dem-aus, https://reitschuster.de/post/warum-die-bundeswehr-nie-funktionieren-wird/, https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/deutschland-und-die-grosse-depression/, https://report24.news/die-demokratie-stirbt-ohne-privateigentum/ usw., usw.
    Alte Volksweisheit sagt: Ein Techniker hat für jedes Problem eine Lösung, ein Jurist hat für jede Lösung ein Problem. Wenn Probleme die Lösungen überholen, Lug und Betrug salonfähig werden, dann ist das Ende der Zivilisation erreicht. Es sei denn, der Markt trifft vorher die richtige aber knallharte Entscheidung.

  4. „Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: „Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?“ Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt. Da hat man mich der ‚Perversion‘ beschuldigt.“

    -Daniel Cohn-Bendit (1945)- Bündnis 5 – die Päderasten

  5. Man braucht keine Zahlen, um zu sehen, dass wir am Ende sind! Es reicht sich umzusehen! Und wenn man nicht zu den Reichen gehört, in den Geldbeutel zu sehen! Das alles fing schon an, als man unsere deutschen Diplome abschaffte und alles nach China an Produktionen verlagerte! Alles hausgemacht durch „geniale“ Politiker und kapitalistische Manager!!! Ein Dank geht raus an alle derartigen „Fachkräfte“!!! Und vor allem deren Wähler und Fans!

    10
  6. Für jeden schmeiß Meinung soll eine Marketing Cocky aktiviert werden ! Keiner kann erklären wo für ich als Leser eine Werbe Mafia von bis 1000 ? Werbe-Partner auf meinem PC brauche ?? Die evtl. auch noch vom rotgrünen Internet Spionage „Dienst“, der ohne Abschlüsse ,Polit-GmbH „ausgewertet „werden !! ( _Platzhalter für „Kotz_emogy“ !)

  7. “Lange Zeiten der Ruhe begünstigen gewisse optische Täuschungen. Zu ihnen gehört die Annahme, daß sich die Unverletzbarkeit der Wohnung auf die Verfassung gründe, durch sie gesichert sei. In Wirklichkeit gründet sie sich auf den Familienvater, der, von seinen Söhnen begleitet, mit der Axt in der Tür erscheint.”

    -Ernst Jünger, ,,Der Waldgang“

  8. „Mit großer Sorge beobachten wir die Unterwanderung des deutschen Volkes durch Zuzug von vielen Millionen von Ausländern und ihren Familien, die Überfremdung unserer Sprache, unserer Kultur und unseres Volkstums. (…) Völker sind (biologisch und kybernetisch) lebende Systeme höherer Ordnung mit voneinander verschiedenen Systemeigenschaften, die genetisch und durch Traditionen weitergegeben werden. Die Integration großer Massen nichtdeutscher Ausländer ist daher bei gleichzeitiger Erhaltung unseres Volkes nicht möglich und führt zu den bekannten ethnischen Katastrophen multikultureller Gesellschaften. Jedes Volk, auch das deutsche Volk, hat ein Naturrecht auf Erhaltung seiner Identität und Eigenart in seinem Wohngebiet. Die Achtung vor anderen Völkern gebietet ihre Erhaltung, nicht aber ihre Einschmelzung („Germanisierung“).“

    -Heidelberger Manifest von mehrereren Heidelberger Universitätsprofessoren 1981